Abmahnung wegen Vorschaubildern bei Facebooks Teilen-Funktion

[Update:] Weil viele nicht auf die Links klicken, die zu dem Fall gehören: Es geht nicht um das hier benutze Bild! Deshalb steht ja auch „Beispielbild“ unter dem selbigen. Erst Links klicken, dann Meinungen äußern. Danke!

Es war ja nur eine Frage der Zeit bis auch das kommen würde, nun gehen Kanzleien (zumindest eine bisher bekannte) im Namen von Urhebern (zumindest einer bisher bekannten in dem Kontext auch gar nicht unbekannten) gegen Facebook-Profile vor, in deren Statusmeldungen Vorschau-Bildchen in der Teilen-Funktion eingebunden wurden. Das selbe kann demnach auch auf Google+, Xing und/oder Pinterest zu treffen. Auch das hat das Deutsche Urheberrecht wieder einmal mehr erfolgreich verschlafen. Auch damit lässt sich aktuell ganz wunderbar viel Geld machen, von verdienen kann ja keine Rede sein.

Die geforderte Kostennote im obigen Fall liegt bei 1.800 €.


Stein des Anstoßes: Vorschaubild auf Facebook (Beispielbild)

Auf Grund dieser Tatsache erfolgte nun die Abmahnung durch die Berliner Kanzlei Pixel.Law. Diese fordert im Namen ihrer Mandantin, Frau Gabi Schmidt (der angeblichen Fotografin des in der Abmahnung näher bezeichneten Bildes), die sofortige Entfernung des Bildes, die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie Schadensersatz und die Erstattung der Rechtsverfolgungskosten (Kosten der Abmahnung).

Der Schadensersatzbetrag wird seitens der Kanzlei Pixel.Law mit 1.200 EUR beziffert und angeblich nach der sogenannten Lizenzanalogie bestimmt. Bei der Festlegung der zu leistenden „fiktiven Lizenzgebühr“, sei vorrangig maßgeblich, was der konkret verletzte Urheber tatsächlich am Markt als Honorar für vergleichbare Nutzungsrechte erzielen würde, so Pixel.Law. Dieser Betrag wird sodann mit 600 EUR angegeben. Außerdem würde dem Urheber bei der Verletzung seines Rechts auf Namensnennung ein Zuschlag auf den Schadensersatzanspruch in Form einer pauschalen Verdoppelung der fiktiven Lizenzgebühr zustehen. Somit ergäbe sich ein Gesamtschadensersatzanspruch in Höhe von 1.200 EUR.

(via RA Schwenke)






Kommentare: 18

  1. r0byn 3. Januar 2013 at 16:58  zitieren  antworten

    da wird mir uebel.

  2. […] wie sehr das »geistige Eigentum« doch die Menschen durch Einschüchterung daran hindert, das Internet mitzugestalten und zur Kommunikation zu nutzen! Das ist sicherlich nicht von jedem unerwünscht. Abmahnistan, BRD, Facebook, Geistiges Eigentum, […]

  3. Feierliche Erklärung zu VorschaubilderInnen in Social Networks….

    Ich erkläre hiermit feierlich, dass ich niemanden(( zumindest keine Privatmenschen! Gerwerbliche Nutzung nur nach Rücksprache mit mir!)) abmahnen werde, nur weil der in Facebook, Twitter, Google……

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