Adventskalender 2012, Türchen #06: Dürerstuben – Liveset III (2011-2012)

Wenn mich in diesem Jahr jemand gefragt hat, was mich musikalisch am meisten bewegt hat, habe ich immer kurz mit “Dürerstuben” geantwortet. Kein Set, in dem ich nicht mindestens einen Track der beiden gespielt habe. Egal, ob ihre wirklich lässigen, ganz ganz trägen und immer wunderbaren Deep House-Nummern, wie man sie auf der “Shuffins Deaf EP” hören kann, ihren sehr englisch klingenden, fast postdubsteppigen Remix, den sie für Scroungers “Innere Werte” gemacht haben, den Remix für Solar & Poppckes “Lightest Shades Of Grey”, der eine ganz eigene Soundästhetik mitbringt, oder das träge Downbeatschiff auf dem “Tira Mi Su” aus dem Hafen fährt. Einfach alles von Till Gerloff & David Hofmann, die hinter den Dürerstuben stecken, ist schlichtweg großartig. Auch deshalb habe ich mittlerweile wirklich alles von denen gekauft, was irgendwo von denen veröffentlicht wurde. Man kann mich da durchaus Fan nennen.

Was ich ganz besonders mag, ist, dass man sie ob ihrer musikalischen Bandbreite nicht ohne weiteres in eine Schublade stecken kann und man eben nie weiß, was genau drinne ist, wenn Dürerstuben drauf steht. Außer, dass es in jedem Fall irgendwie nahezu genial sein muss.

Ich hatte mir immer vorgenommen, die beiden in diesem Jahr unbedingt mal live zu sehen. Da waren sie dann mal in der Butzke, wo mir die Zeit fehlte und irgendwer lies mich wissen, dass sie wohl auf dem Fusion spielen sollten. Da standen sie nicht im Line Up und ich bin da vier Tage wie blöde auf der Suche rumgelaufen – gefunden habe ich sie nicht. Also suchte ich nach einem Live Set von ihnen im Netz – gefunden habe ich keins. (Mittlerweile gibt es das.) Ich bat sie auf Facebook, mal eins aufzunehmen, aber das sind so die Art von Fragen, die auch ich nicht sonderlich ernst nehme, wenn sie mir auf Facebook gestellt werden. Zu guter Letzt dachte ich eher schnapsideelich, “Frag doch einfach mal für den Kalender. Und wenn es ein DJ-Mix wird. Alleine der muss wie Ohrgold sein.”

Dann schrieb Till ganz locker aus der Hüfte: “Ja, kein Ding, machen wir gerne. Allerdings keinen DJ-Mix, sondern das Liveset, auf dessen Grundlage wir die letzten beiden Jahre unterwegs waren. Im Jahr 2013 wird dieses komplett überarbeitet und gänzlich erneuert.” Ich hyperventilierte.

Gestern bekam ich es und hyperventiliere seitdem durch.

Natürlich ist das fantastisch. Beginnend mit Phil Collins, durchweg tanzbar und mittendrin hüpft einem kurz Lambada auf die Füße. Und das so, dass es nicht weh tut, aber dafür reicht, die ganze Angelegenheit nicht bierernst zu nehmen.

Diese 60 Minuten sind genauso [superlativieredes Adjektiv, das erst noch erfunden werden muss einsetzen], wie ich es mir vorgestellt oder besser noch gewünscht hatte. Wenn die beiden das nächste Mal hier irgendwo in der Nähe sind, werde ich dabei sein. Fakt.

Außerdem freue ich mich auf ein Album, was hoffentlich mal kommen wird und auf dem sie sich samt ihrer kompletten Bandbreite austoben können. Solange kaufe ich weiterhin alles, was ich finden kann.

Und weil der Nikolaus noch vor meinem Geburtstag der zweitbeste Tag im Dezember ist, packe ich euch diese Perle in die Stiefel.


(Direktlink | Thanks to Rico Passerini for hosting all this Mixes.)

Style: Deep House
Lenght: 01:00:52
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
Keine.

Alle Adventskalender-Mixe 2012 hier.

Kommentare: 11

  1. sejima 6. Dezember 2012 at 14:56  zitieren  antworten

    Nach RA sind sie morgen in B: http://www.residentadvisor.net/event.aspx?422520

  2. Elektrosandy 6. Dezember 2012 at 15:33  zitieren  antworten

    Hey, wünderschöner Mix. Passt auch grad zum sich abwechselnden Schneefall und den Sonnenstrahlen dazwischen. ;)

  3. Benjamin 6. Dezember 2012 at 19:37  zitieren  antworten

    Wie kann man nur sowas verdammt gutes machen?

  4. Benjamin 6. Dezember 2012 at 20:18  zitieren  antworten

    Nur echt schade, dass es keine Tracklist gibt! :(

  5. miyazaki hayao .. not 6. Dezember 2012 at 21:15  zitieren  antworten

    Alda, ich musste ja Phil schon hören, als er noch neu war, aber das intro ist ja mal sowas von [gesuchtesAdjektiv]

  6. civ31 6. Dezember 2012 at 22:15  zitieren  antworten

    JungeJunge.

    Vor lauter Unaufgeregtheit vergisst man glatt das HINhoeren. Handwerklich 1A gemachtes Set, habe die ersten 20min durch, obwohl diese Art von Musik mich sonst nie kickt, würde (eigentlich) nie darauf tanzen gehen.. Hatte aber bis jetze noch nicht 1x das Bedürfnis weiterzuzappen.

    GROSSES Kompliment an die Herren!

  7. markus 7. Dezember 2012 at 08:19  zitieren  antworten

    Vielen Dank fuer die tolle Musik….warte jeden Morgen wie ein Junkie auf den Fix. Kann mir bitte jemand sagen von wem das super Phil Collins Remix ist?

  8. panse 7. Dezember 2012 at 16:19  zitieren  antworten

    Sauber :-)

  9. Anonymous 7. Dezember 2012 at 21:35  zitieren  antworten

    Dürerstuben @markus

  10. abyss 7. Dezember 2012 at 23:41  zitieren  antworten

    … das ich Phil COllins nochmal gern hören würde, unglaublich.

  11. kaly 3. Januar 2013 at 21:26  zitieren  antworten

    Ich kann dich verstehen! Auf’m Volt entdeckt und sofort verliebt. Danke für den bezaubernden Mix.

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