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Aus einem versifften Sägeblatt ein Messer machen

Handwerk rules!


(Direktlink, via reddit)

10 Kommentare

  1. Icke28. Mai 2014 at 21:55

    Der Griff kommt gut. Schönes Farbspiel

  2. achim29. Mai 2014 at 02:28

    1. wie macht er das ohne youtube tutorial?
    2. wieso camouflage?

  3. Harro29. Mai 2014 at 08:59

    Die Musik spricht Bände!

    Hier ist jemand am Werk der sich als Überheld sehen möchte.

  4. nappel229. Mai 2014 at 09:32

    voll umständlich, ätzende Musik und military romantik

  5. Olli29. Mai 2014 at 14:12

    Zu den Fragen:

    1. wie macht er das ohne youtube tutorial?
    Auch wenn es der jungen Generation heute schwer vorstellbar ist, es gibt auch heute Menschen, die ein Handwerk nicht „über Youtube“ erlernen.
    2. Warum eine Felduniform?
    Weil man die beim Militär billig bzw. kostenlos kriegt und er in einer Werkstatt arbeitet, wo er sich dreckig macht und dafür eben billige Klamotten braucht.
    3. Warum, diese Musik?
    Ich schätze, weil sie ihm gefallen hat. Was hätte dir denn besser gefallen? Enya oder Münchner Freiheit?

    Und nun zur Sache:
    1. Der Mann im Video schleift die Klinge aus einem Sägeblatt. Beim Schleifen glüht sie an den Rändern aus und wird dadurch wieder weich, weil das martensitische Gefüge des Stahls wieder in Normalgefüge übergeht. Deshalb härtet er die Klinge im Kohlenstofffeuer wieder auf und schreckt sie im Ölbad ab. Genau so wird es gemacht.
    2. Dabei achtet er genau darauf, dass er zuerst nur die Schneide eintaucht, und erst wenige Sekunden später die gesamte Klinge (als sie schon minimal ausgekühlt ist)! So wird die Schneide sehr hart, der Kern der Klinge aber bleibt federelastisch. So bricht die Klinge nicht bei Querbelastung.
    3. Er schneidet in das Ende der Angel ein Gewinde, um einen ordentlichen Form. und Kraftschlüssigen Abschluss für die Griffelemente zu realisieren. Bei billigen Messern wird der Griff nur „aufgeklebt“. Er hingegen klebt UND verschraubt.
    4. Am Ende taucht er den Griff in HEIßES Öl! Genau so wirds gemacht, damit es tief eindringt und das Holz wasserfest konserviert wird. Danach poliert er den Griff.
    Von der aufwendigen Griffkonstruktion aus Hirschhorn (wovon die bisherigen Kommentatoren hier vielleicht nicht einmal wissen was das ist), Gummi und Holt rede ich jetzt gar nicht.

    Fazit:
    Was ihr hier sehr ist höchste Handwerkskunst. Der weiß genau was er macht und er hat ein professionelles Wissen in Werkstoffkunde. Gewisse Kommentatoren hier vor mir hingegen haben null Fachwissen, verstehen überhaupt nicht, was sie heir sehen, sondern hören nur eine Musik die ihnen nicht gefällt und sehen eine „Camojacke“ und emittieren automatisch wie ein Pawlowscher Reflex „typisch deutsches Moralgejammer“.
    Ein lehrbuchmäßiger Kontrast zwischen Fachkompetenz und schlichter Dummheit.

    • georg31. Oktober 2018 at 12:23

      finde ich auch… so manches Video welches ich davor sah war eher Müll.

  6. schländerman29. Mai 2014 at 14:51

    dass der noch all seine finger hat :-o .

    aber sehr schönes messer, manchmal wünsch ich mir auch statt studium ein handwerk gelernt zu haben

  7. Sascha29. Mai 2014 at 19:13

    So… Wo kann man hier den Kommentar von Olli ‚liken‘? :-) Das musste verdammt noch mal gesagt werden :-)

  8. Filippo30. Mai 2014 at 13:21

    Sascha hat’s schon gesagt: Olli, Daumen hoch! :) Und toll, dass Du meiner Frage vorweg kamst, nämlich warum er das Metall in eine mir unbekannte Flüssigkeit tunkt die dann brennt. Sehr interessant, Deine Beschreibung, Danke!

    Ich habe zwei Bekannte die einen Handwerksberuf gelernt haben um sich da wertvolles Wissen anzueignen … beide haben wohlwissend direkt nach der Lehre dann das studiert oder gelernt, womit sie später ihr Geld verdienen wollten. So schlau hätte ich auch sein sollen … stattdessen schlage ich mich heute mit Youtube und Einsteigerliteratur durch.

    Super, dass es solche Typen gibt wie den Herrn hier, der so detaillierte Videos macht um dann Papier in der Luft zu schneiden. Zu pompöser Mucke :)

  9. Goose13. November 2014 at 08:34

    Einfach toll sowas zu sehen. Würde ich auch gerne können. Die Hobbyliste ist aber schon lang :)
    Braucht man neben viel Erfahrung, die man natürlich dabei sammelt, auch das passende Werkzeug.
    Hut ab, der kann was.

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