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Barbie demnächst auch mit Hidschab

Barbies waren hier im Haushalt, so denn es sie gab und das möglich war, immer interkultureller Natur. Mittlerweile sind Barbies hier von Alterswegen her kein Thema mehr. Das ändert allerdings nichts daran, dass Mattel angekündigt hat, ab 2018 auch Barbies mit Hidschab unter die Kinder zu bringen.

Vorbild für Puppe aus der „Sheroe“-Kollektion, deren Namen sich aus den englischen Wörtern „she“ (sie) und „hero“ (Held) zusammensetzt, ist die US-Sportlerin Ibtihaj Muhammad. Als erste US-Sportlerin mit Hidschab war sie im vergangenen Jahr in Rio bei Olympia angetreten. Sie gewann mit ihrem Team die Bronze-Medaille.

Muhammad selbst zeigte sich auf Twitter begeistert von der neuen Puppe. „Ich bin stolz, zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt.“ Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden, sagte Muhammad.

Da wird dem Besorgtbürgerallerlei sicher gleich wieder Schaum vorm Mund wachsen und die Hutschnur explodieren.

4 Kommentare

  1. Werner15. November 2017 um 08:14

    Ganz unpolitisch!
    Sieht Scheiße aus.

  2. 3rd Engine15. November 2017 um 21:16

    Mal eine ehrliche Frage:
    Ist ein Hijab nicht ein Symbol der Unterdrückung?

    • Harry16. November 2017 um 01:28

      Tatsächlich ehrliche Gegenfragen:
      Fragst du dich das auch bei Miniröcken?
      Würdest du die gleiche Frage stellen, wenn es sich um eine Nonnen-Barbie handelt?

      Das tragen eines Kopftuchs im Islam ist erstmal nix anderes, als es das im Christentum ist (wo es auch außerhalb von Klöstern weit verbreitet ist -bloß halt nicht so arg in Westeuropa) und auch nichts anderes als die Perücken (orthodox-)jüdischer Frauen. In erster Linie ist es religiöse Praxis.
      Die kann (!) patriachal und unterdrückend gegenüber Frauen sein, das macht sich allerdings nicht am Kopftuch fest. Für viele moderne und selbstbewusste Muslima ist die Hijab ein modeaccesoir oder eben ein Ausdruck davon, dass sie Muslima sind.
      Unterdrückung geht nicht von dem Tuch aus, sondern wenn dann von Männern, die die Hijab als Ausdruck ihrer Dominanz verstehen. Die alltägliche Praxis, eine Hijab zu tragen ist faktisch in vielen Fällen heutzutage davon unberührt. Die im Artikel genannte Sportlerin ist dafür ein gutes Beispiel. In ihrem Tweet schreibt sie z.B. von einer „Barbie who chooses to wear hijab“ (Ronnys Übersetzung unterschlägt den Teil mit dem „chooses“ – ich wüsste jetzt spontan aber auch nicht wie man das so einbauen kann, dass der Satz im deutschen nicht holprig klingt).

      Die Männer, für die die Hijab ein Symbol ihrer Überlegenheit halten sind sicherlich Schweine. So wie es sexistische, misogyne Arschgeigen in Klöstern, Schulen, Gerichten, Ämtern an der Uni und am Arbeitsplatz auch sind. Das halte ich für wichtiger zu betonen, als sich an der Hijab abzuarbeiten.

  3. Rocksteady15. November 2017 um 22:08

    Ich bin für Ninja-Barbies!

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