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Betroffener fragt die Bundespolizei, warum immer er kontrolliert wird – und was er dagegen tun kann

Ein Frage, die von einem, der davon immer betroffen ist, einfach mal sachlich gestellt werden kann. Mano Lorca hat das mal und bestimmt freundlich getan. Spoiler: er wird kontrolliert weil er aussieht, wie er aussieht – und er kann so gut wie nichts dagegen
tun. Racial Profiling als regelmäßige Erfahrung. Nur eben, dass die hier gefragten Beamten das so nicht nennen würden. Natürlich nicht.


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11 Kommentare

  1. Robert18. April 2017 um 13:30

    Bundespolizei antwortet Reisenden auf die Frage warum er immer kontrolliert wird

    Eine Antwort, die von denen, die damit täglich zu tun haben, einfach mal sachlich gegeben werden kann. Die Bundespolizei hat das mal und bestimmt freundlich getan. Spoiler: Sie kontrollieren weil er aussieht, wie er aussieht und es Teil ihrer Arbeit ist – und er kann so gut wie nichts dagegen tun. „Grenzkontrolle“ als regelmäßige Erfahrung. Nur eben, dass der hier fragene Mano Lorca das so nicht nennen würden. Natürlich nicht.

  2. Sonnendeck18. April 2017 um 13:37

    auch wenn ich das nachvollziehen kann wie nervig das ist werde als fast Ostfriese regelmässig zur zweit Kontrolle am Flughafen, wegen eines Teufel Bamster in meinem Koffer von der Bundes Polizei zum Einzelgespräch eingeladen, wir menschen denken in rastern um entwickelte Strategien umzusetzen , der Polizist war sehr freundlich das fand ich ganz nett

  3. martin18. April 2017 um 18:21

    keine grenzkontrolle, 60 km weit im eigenen land. früher wars nur grenze, heute überall, totalüberwachung. warum? jung, altes auto, na klar, der muss drogen dabei haben.

    die größte frechheit ist, dass diese überflüssigen polizisten und zöllner, die ihr erbärmliches leben lang harmlose leute schikanieren, das auch noch schleierfahndung nennen, die nach gg illegal ist, in wahrheit ist es eine rasterfahndung, die so pauschal auch illegal ist.

    wäre auch egal, wenns an der grenze wäre, das ist genauso überflüssige schikane. wer hat diesen überflüssigen uniformträgern erlaubt, uns zu kontrollieren, wenn wir reisen?

  4. Jack18. April 2017 um 19:01

    so traurig es ist, aber würde man Ihm den Auftrag geben zu kontrollieren so würde er genauso entscheiden – Wenn ich Nazis suchen würde, dann würde ich doch m Bus den blondesten mit heller Haut als erstes kontrollieren. Aber man kann natürlich auch anders kontrollieren, ob damit aber wirklich geholfen ist glaube ich nicht.. https://www.youtube.com/watch?v=bOFMjTEmCK4

  5. dot tilde dot18. April 2017 um 20:04

    jack, so finden sie aber keine nazis, sondern nazis, die ihrem vorurteil über nazis entsprechen.

    es hängt halt davon ab, wie sie ihren job machen wollen. ihre vorurteile sind dabei ein kriterium, das ihre gruppe der ermittelten fälle mitgestaltet. einem polizeilichen gegenüber, das ihr vorurteil in die tatplanung mit einbezieht, erleichtern sie mit so einer entscheidung den taterfolg.

    den üblichen kleinkram für die statistik können sie m sinne von cover your ass damit sicher produzieren. rationale polizeiarbeit geht anders. und über betroffenenrechte haben wir noch gar nicht gesprochen.

    .~.

  6. Jack18. April 2017 um 21:55

    dot tilde dot,

    Du sagst also ich finde keine Nazis – Sondern nur bestimmte Nazis? Ist es nicht egal ob die Nazis meinem Vorurteil entsprechen oder nicht solange ich Straftäter finde? Klar mir gehen einige durch (die Nazis die nicht meinem Vorurteil entsprechen) Aber ich habe ja garnicht die Möglichkeit alle zu erwischen. Verstehe ich das richtig das du sagst es wäre besser wenn von den 10 Straftätern statt 5 nur 3 gefunden werden wenn diese dafür nur zum Teil meinem Vorurteil entsprechen? Klar das wäre qualitativ besser aber in diesem Fall zahlt Quantität eben doch auch — findest du nicht?. Du lutscht doch auch nicht an Tannenzapfen in der Hoffnung das irgendwann mal einer aus Schokolade ist, oder?

  7. Sonnendeck18. April 2017 um 22:22

    Peinlich Menschen als nazis zu beschimpfen, die ihren Job machen, seid froh und dankbar das wir so coole Bullen haben die sich konstruktiv mit der Situation auseinander setzen, es wird nur eschoviert nennt doch mal Alternativen

  8. dot tilde dot18. April 2017 um 22:40

    jack, es kommt halt darauf an, was sie finden wollen. wenn es ihnen um eine möglichst große menge menschen geht, die ihrer gewählten kategorie entsprechen, dann ist der gewählte weg sicher erfolgreich. ich wollte darauf hinaus, dass die auswahlmethode der kontrollierten personen auf die definition von erfolg zurückwirkt. in ihrem beispiel wäre mir für polizeiarbeit in einer demokratisch verfassten gesellschaft wichtig, besonders gefährliche täter effektiv zu verfolgen. vorurteile, ohne die wir ja bekanntlich nicht einmal lebendig über eine komplizierte straßenkreuzung kommen, brauchen hier einen sinnvollen rahmen von begrenzungen. und zwar schon für den eben von mir betonten aspekt von erfolg. spätestens bei der überlegung, wem diese arbeit dienen soll, nämlich einer demokratisch verfassten gesellschaft, kommen die menschen ins spiel, die an den folgen frei drehender vorurteile bereits ohne die kriminalität, die bekämpft werden soll, leiden. alle blonden rauswinkwn ist halt keine stichprobe, sondern hair colour profiling.

    ich lutsche nicht nach tannenzapfen und suche nicht nach schokolade.

    meine reihenfolge wäre ungefähr so: ziel innerhalb meiner selbstkonstruktion wählen, mögliche wege auf zielerreichung und selbsterhaltung oder selbstaufgabe prüfen, erfolgskontrolle dieser auswahl formulieren, weg auswählen und gehen, erfolgskontrolle durchführen und dann wieder ganz (!) von vorne. bisweilen zeigt erst die missglückte erfolgskontrolle brüche in schritt eins.

    vielen dank übrigens für die angeregte diskussion. ich finde klasse, dass sie sich für den dreckigen alltagsklimbim unserer verfassung interessieren.

    .~.

    die frage nach den reinen täterzahlen ist übrigens sehr interessant. wie viele bagatellfälle sind mir der entwischte gruselige intensivtäter wert? auch relevant: erst verfolgung und anzeigeverhalten lassen fallzahlen entstehen. alles andere ist dunkelfeld.

  9. dot tilde dot18. April 2017 um 22:46

    Sonnendeck,

    bitte helfen sie mir und zeigen, wo hier polizeibeamte als nazis bezeichnet wurden. da würde ich gerne mit ihnen gemeinsam poltern, ich schätze solche pauschalen verunglimpfungen gar nicht.

    .~.

  10. jack18. April 2017 um 23:10

    dot tilde dot,

    Dieses Thema lässt sich hier ja kaum zufriedenstellend behandeln, aber ich habe grade mal geschaut https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Rechtspflege/Tabellen/AuslaendischeVerurteilte.html Wenn ich da beim räuberischen Angriff auf Kraftfahrer 57% Ausländer unter 25Jahre habe .. huii, da fällt mir allerdings auf das ich mit 20Jahren deutlich öffter in Straßenkontrollen rausgewunken wurde als heute – also nicht wegen Hautfarbe sondern einfach weil männliche „halbstarke“ im Straßenverkehr häufiger auffälig sind.
    – Ich denke aber auch das dieses Profiling vorgehen (auch wenn es Ergebnisse bringt) äußerst gefährlich ist da es zu einem selbstverstärkendem Effekt kommt. Wenn ich im Extremfall nurnoch Bartträger kontrolliere – dann habe ich plötzlich 100% der Straftäter sind Bartträger, der Umkehrschluss das jeder Bartträger ein Straftäter ist liegt dann nahe ist jedoch völlig falsch (Attributionsfehler und eine Illusorische Korrelation demnach also ein Fehlschluss (cum hoc ergo propter hoc)) Ich schliesse mich dann mal Schopenhauer an, der Mensch kann die Welt nicht rational erfassen und wird immer irrational entscheiden..

  11. maria21. April 2017 um 00:57

    Vielleicht weil du den Leuten auf der BKA-Fahnungsliste ähnlich siehst und man Pässe leicht fälschen kann. Würde mich statt über die Polizei zu beschweren eher bei denen bedanken, die Gesetze brechen und ihnen ähnlich sehende Leute hier jetzt in diese Situation bringen, ständig kontrolliert zu werden.

    Ich könnte verstehen, dass dir eine körperliche Untersuchung massiv gegen den Strich ginge, aber einen Pass herzeigen an der Grenze ist ja jetzt kein Drama, oder?

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