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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Räuber scheitern am Thekenglas eines Juweliers

Der Fortschritt macht auch an der Front des Juweliersicherheitsglases keine Pausen und so zeigen sich dort Entwicklungen, die mal eben das Dreschen von 400-600 Gramm Hammern einfach so wegstecken, ohne das dabei auch nur irgendwas zu holen sein würde. So aufgezeichnet vor ein paar Tagen in Malaysia. Auf reddit meint man derweil, dass das mit Spitzhacke besser geklappt hätte, aber nun ist ja erstmal zu spät.


(Direktlink, via BoingBoing)

Schiff der Identitären hängt auf Zypern fest: Schlepperverdacht gegen den Kapitän

Die Ibster, die für ihre „Bewegung“ Geld für ein Schiff gecrowdfundet haben, das im Mittelmehr NGOs davon abhalten soll, das Leben von Flüchtlingen zu retten, haben mit jenem Schiff ein Problem. Dieses nämlich hängt gerade im Hafen von Famagusta auf Zypern fest. Mit der „C-Star“, die für die sogenannte identitäre Mission „Defend Europe“ in See stach, gab es auch vorher schon Probleme im Suezkanal: Angeblich wohl weil irgendwelche Papiere gefehlt haben sollen. Der Vorwurf, der aktuell im zyprischen Raum steht, ist allerdings pikanterer Natur: es besteht Schlepperverdacht gegen den Kapitän, seine Bootscrew – Tamilen aus Sri Lanka – hat offenbar Asyl in Zypern beantragt.

Die Bootscrew – Tamilen aus Sri Lanka – hat offenbar um Asyl in Zypern angesucht. Sie sollen angegeben haben, dass sie für die Fahrt bezahlt haben. Ein offizielle Bestätigung für diese Berichte gibt es vorerst allerdings nicht. Laut lokalen Medien wird dem Schiffseigner außerdem vorgeworfen, im Jahr 2015 Waffen im Wert von zwei Millionen Dollar geschmuggelt zu haben.

Die Identitären, die für dieses Vorhaben über 100.000 EUR von irgendwelchen Menschenfeinden gesammelt hatte, nennt diese Vorwürfe absurd – und wartet in Sizilien immer noch darauf, endlich mit an Boot gehen zu können, um Flüchtenden den Weg nach Europa unmöglich machen zu können. Die eigentliche Crew aber will wohl offenbar nicht weiter mitfahren.

Die Identitären, die derzeit im sizilianischen Catania sind, warten nun, dass die neue Crew an Bord geht und sie abholt. In Italien waren dagegen bereits Demonstrationen angekündigt. Laut den Identitären ist das Schiff nicht beschlagnahmt, wie es mancherorts hieß, es sei abfahrbereit und hätte bereits wieder Proviant aufgeladen.

Soweit die Zusammenfassung von Krone.at, die selbst mir auf noch wackeligen Füßen zu stehen scheint.

Beim Neuen Deutschland wird man da noch konkreter, was den Sachgehalt aber kein bisschen weniger Komplex macht:

Laut dem Nachrichtenportal Kibris Postasi wurde der Kapitän und Vize-Kapitän der C Star von den türkischen Behörden in Gewahrsam genommen, wegen des Verdachts auf Dokumentenfälschung; die Crew des Schiffes sei evakuiert und auf eine Polizeidienststelle gebracht worden. Das bestätigte Kibris Postasi dem »nd«.

Nach Angaben der türkischen Organisation Ankara Degille Lefkosa hatte der Kapitän offenbar falsche Angaben über das Schiff gemacht. 20 indische Crewmitglieder haben am Mittwoch das Schiff in Famagosta verlassen. Sie hatten offenbar die Refugee Rights Association (RRA) informiert, das sie als »Forschungspraktikanten« an Bord seien, aber in ihr Land zurückkehren wollten.

Sie wurden von der Polizei zum nordzyprischen Ercan-Flughafen begleitet, dort bezahlte ihnen laut Angaben von Ankara Degille Lefkosa der Eigentümer der C Star ihre Flugtickets. Laut Angaben der tamilischen Crew hätten sie Geld bezahlt, um mit dem Schiff nach Italien gebracht zu werden. Fünf von ihnen haben offenbar Asyl beantragt und werden derzeit von zypriotischen Zollbeamten befragt.

So oder so könnte das am Ende zu einem PR-Debakel bei den stramm völkisch-nationalistischen Identitären werden. Jene Menschenfeinde, die dafür über 100.000 EUR gesammelt haben, wollten sicher andere Nachrichten lesen. Gut für jene aber, die denen in der Denke nicht nahestehen. Bisher wurde von den Identitären offenbar einfach nur eine Menge Geld für erlebnisorientierte Sommerferien verbraten, für die sie selber nicht zahlen mussten.

Die Ibster ziehen auf ihren Kanälen gerade die Aluhüte enger. Alles nur eine große Verschwörung. Gegen sie. Natürlich. Knetbirnen.

G20: »Polizeigewalt hat es [immer noch*] nicht gegeben.«


(Direktlink)

Kurzer Zusammenschnitt möglicher Fälle von Polizeigewalt während der G20-Gipfels in Hamburg, wobei Polizei und Politik immer noch behaupten, dass es Polizeigewalt dort nicht gegeben hätte und alle, die anderes behaupten, als Denunzianten abtut. Mittlerweile befürchte ich fast, dass sie damit durchkommen werden. Auch darum:

Und nein, es ist nicht wichtig, was diese kurzen Snippets nicht zeigen. Nichts davor nicht Gesehene rechtfertigt vieles davon. Nichts. Wie Pitbulls auf Speed.

Und selbst wenn es sich in manchen dieser Fälle um keine konkreten Gesetzesübertretungen von Seiten der Polizei handeln sollte, könnte man dem gerecht werden, wenn man diese Fälle untersuchen würde. Der politische Wille dazu, allerdings, scheint gerade in Zeiten des aktuellen Wahlkampfes gering bis gar nicht vorhanden. „Just a perfect day“.

Der nicht als gerade linksextrem geltende Tagesspiegel schreibt: Die unerhörte Lüge des Olaf Scholz. Würde ich nie machen…

Olaf Scholz, inzwischen in die Defensive geraten, hat sich etwas Neues ausgedacht. Man dürfe das Wort „Polizeigewalt“ gar nicht erst in den Mund nehmen, da es sich um einen Kampfbegriff der Linksextremen handele. Auch das ist unwahr. „Polizeigewalt“ ist ein Begriff aus der Kriminologie. Er beschreibt physische Gewalt von Polizisten, die das Prinzip der Verhältnismäßigkeit und das Willkürverbot missachten. Er wird von Professoren, Gutachtern und Amnesty International benutzt. Im Bundestag verwenden ihn Mitglieder aller Parteien.

Bisher.

*Anmerkung des Autors

Polizei stellt mit Hilfe einer Sportbootschleuse ins Wasser geworfenen Joint sicher

(Symbolfoto: TechPhotoGal)

An der Gutermann-Promenade in Schweinfurt fuhr ein Streifenwagen am Donnerstagabend durch die Gegend und entdeckte dabei ein Pärchen, das sich offenbar gerade einen Joint teilte. Als die beiden den Streifenwagen bemerkten, warf eine 19-Jährige den Rest der Sportzigarette in den Main. Klar.

„Ein Polizist aber muss tun, was ein Polizist tun muss“, dachte sich die Streife wohl und trieb den Stummel in eine anliegende Sportbootschleuse, wo er sicher gestellt wurden konnte.

Als die 19-Jährige das Polizeiauto wahrnahm, warf sie einen Joint vor den Augen der Beamten ins Wasser. Die Ordnungshüter fackelten nicht lange, sondern trieben den Joint in die Sportbootschleuse. Hier wurde diese nun so bedient, dass er wieder herausgefischt werden konnte. Nun gefror der jungen Dame das Lachen im Gesicht.

Nach einer Belehrung räumte sie ein, dass es sich um ihr Betäubungsmittel handelt. Nach weiteren erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurde die Beschuldigte wieder entlassen. Ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz ist eingeleitet worden.

Ganz harte Beamte da in Schweinfurt. Da scheint’s keine dringendere Probleme zu geben. Aber hey, Betäubungsmittel sichergestellt!!1!!! Und auf Facebook ist zumindest die Polizei ziemlich stolz auf die Aktion. In Schweinfurt. Da herrscht Sucht und Ordnung.

(Danke, Mark!)

Drei auf dem Zeugnis: Junge flieht mit der Bahn nach Basel

(Foto: marmarmet)

Ein zehnjähriger Junge aus Schleswig hatte letzte Woche auf seinem Zeugnis als schlechteste Note eine Drei. Da er sich damit nicht nach Hause traute, setzte er sich in Hamburg in einen Zug und floh mit dem diesem nach Basel.

Obwohl der Junge eine gültige Fahrkarte dabei hatte, wurde ein Schaffner, der zwischen Freiburg und Basel die Fahrkarten der Reisenden kontrollierte, misstrauisch und alarmierte die Polizei. Die Eltern des Zehnjährigen hatten ihn schon als vermisst gemeldet.

Als Frau verkleideter ISIS-Kämpfer auf Flucht gefangen – weil er Bart trug

Die irakische Armee hat Mossul nun endgültig vom Islamischen Staat befreit. Viele der verbliebenen ISIS-Kämpfer versuchen nun ihrer womöglichen Strafe zu entgehen und versuchen zu fliehen.
Einige verkleiden dafür sich als Frauen, tragen dabei Niqab oder Burka, und versuchen unentdeckt aus der Stadt zu kommen, was nicht immer gelingt.

Niqab oder Burka wäre in diesem Fall wohl die bessere Idee gewesen. Einige ISIS-Männer haben sich als Frauen verkleidet, Perücke, Schminke und falsche Brüste angelegt – und sind dennoch aufgeflogen. Sie wollten offenbar nicht auf ihre Bärte verzichten, weshalb sie nicht schwer als Männer identifiziert wurden. Dumm gelaufen. War jetzt aber auch nicht beste Maßnahme, um inkognito davon zu kommen.


(via Misha)