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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Trumps Gästebucheintrag in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

Donald Trump hat während seines Nahostreise auch die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Dort verweilte er circa eine halbe Stunde, hielt eine Rede und schrieb sich in das Gästebuch ein. „Es ist eine große Ehre, mit all meinen Freunden hier zu sein“, schrieb Donald Trump und setzte darunter: „So fantastisch + werde nie vergessen“. Vermutlich fiel ihm dabei nicht auf, dass er sich gerade nicht auf einer Sommerreise in einem Hotel verewigt hatte. „Unangemessen“ wäre da noch diplomatisch. Ein Reporter der „Times of Israel“ schrieb auf Twitter: „Er hat vergessen zu schreiben: Bis nächsten Sommer!“

Im Vergleich die Worte, die Obama im Jahr 2008 in Yad Vashem zu Papier brachte.

Dafür aber lobte Trump den philippinischen Präsidenten Duterte, dass der in seinem blutigen Anti-Drogenkrieg Menschen hunderte von Menschen umbringen lässt. Duterte mache einen “unbelievable job on the drug problem”.

Da weißte gar nicht mehr, was du zu all dem schreiben sollst. Böhmermann versucht es mit „he is absolutely dead inside“. Vielleicht trifft es das am ehesten.

Wasser im Saatgut-Tresor von Spitzbergen

(Foto: Frode RamoneCC-BY-2.0)

Traurige Ironie: die Global Seed Vault in Spitzbergen sollte so etwas wie die Arche Noah für die Sämerei des Planeten werden. Teile davon sind jetzt, auch auf Grund der Erwärmung der Arktis abgesoffen. Man ging davon aus, dass die ewigen Frost bringenden Temperaturen dem bunkerartigen Bau nichts anhaben könnten. Da die aber nicht mehr generell gewährleistet sind, wird Wasser zum Problem – und damit hatte keiner gerechnet.

Das Wasser erreichte zwar bisher die Saatgutkammern nicht, aber die Wärme zwingt die Betreiber dazu, technisch nachzurüsten. Pumpen und Drainagen gegen das Wasser wurden installiert. Auch die Kühlaggregate müssen immer häufiger laufen.

Durch die hohen Temperaturen regnete es stark, Schnee und Eis schmolzen. Das Wasser drang in den Eingangstunnel ein. „Wir dachten nicht daran, dass hier der Permafrost gefährdet sein könnte, wir haben hier noch nie ein solch extremes Wetter erlebt“, sagte Hege Njaa Aschim von der norwegischen Regierung der britischen Zeitung The Guardian. Es sei viel Wasser in den Tunnel gelaufen und dort dann gefroren, „beim Eintreten sah es aus wie ein Gletscher“. Glücklicherweise habe das Wasser nicht die Gewölbe mit dem Saatgut erreicht, das Eis sei inzwischen herausgehackt worden.

Wenn die Apokalypse also mit viel Wasser kommen sollte, wird das nichts mit dem Saatgut, das eigentlich erhalten werden sollte.

Arte Tracks über das Urban Art-Kollektiv Rocco und seine Brüder

Die Arbeiten von „Rocco und seine Brüder“ hatte ich hier schon öfter mal im Blog. Arte Tracks hat sie in Berlin getroffen und mit ihnen gesprochen.

Seit ein paar Monaten sorgt das Berliner Urban Art-Kollektiv „Rocco und seine Brüder“ mit eindrucksvollen, halb-legalen Kunstaktionen für Furore: Ihre erste Installation – ein Wohnzimmer im U-Bahn-Tunnel – brachte das Kollektiv nicht nur auf die Fahndungsliste der Berliner Verkehrsbetriebe, sondern auch in die internationalen Schlagzeilen: mit Burkini-Installationen, Grenzkontrollen bei IKEA und andere politisch motivierte Frechheiten im (halb-)öffentlichen Raum.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

Google Assistant meets Blade Runner 2049

Arsch. Eimer. Spooky. Wenn auch das mit anderen Videos sicher ähnlich gut passen würde.

I just laid the audio from the Blade Runner 2049 trailer to the new Google Assistant ad. I’m scared. Literally no extra editing involved 😳.


(Spencer Chen, via Martin)