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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Warum der 1.Vorsitzende vom TuS Ebstorf ein AfD-Plakat vor seiner Geschäftsstelle abnahm

Heiko Senking, 1.Vorsitzender vom TuS Ebstorf, hat gestern vor der Geschäftsstelle des TuS ein Wahlplakat der AfD abgenommen. Warum erklärt er in einem Beitrag auf Facebook.

Die AfD beklagt ja regelmäßig, dass 356% ihrer Plakate einen Wahlkampf nicht unbeschadet überstehen oder gar ganz wegkommen würden. Im Fall von Heiko Senking ist das Plakat nicht ganz weg, die AfD kann es sich bei ihm abholen. Er hat sich selber angezeigt.

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Prozess um einen Furz in der Nähe von Polizisten

(Foto: Scott WilcoxsonCC BY 2.0)

In Berlin stand gestern ein Mann vor Gericht, weil er in der Nähe eine Polizistin gefurzt und damit ihre Ehre verletzt haben soll. Angezeigt wurde er nicht von ihr, sondern vom Gruppenleiter der 32. Polizeieinheit, die im Februar 2016 eine Personengruppe im Gefahrengebiet der Rigaer Straße im Friedrichshainer Nordkiez kontrollierte und im Sommer als Berliner Partypolizei beim G20-Gipfel zu zweifelhaftem Ruhm gelangte.

Jener Gruppenleiter will beobachtet haben, wie der Angeklagte zweimal in der Nähe einer Polizistin gefurzt haben soll und drohte mit einer Anzeige wegen Beleidigung. Später wurde dem vermeintlichen Pupser ein Strafbefehl in Höhe von 900 Euro zugestellt. Diesen wollte er nicht zahlen und legte Widerspruch ein. Es kam zur Varhandlung, bei der entschieden werden sollte, ob er durch Flatulenz eine Polizistin beleidigt und damit in ihrer Ehre verletzt hatte. Gehören tut sich das schließlich nicht. Dennoch hat die Richterin das Verfahren eingestellt.

„Es gab keine Auflagen, und das Gericht übernimmt auch sämtliche Kosten, was sehr selten ist“, betonte der Jurist gegenüber der taz. Trotz des humoristischen Aspekts sieht er aber auch ein Politikum in der Sache. „Dass ein Gruppenleiter der Polizei die Ehre einer Kollegin durch einen Furz verletzt sieht und Anzeige erstattet, ist die eine Sache. Dass dann aber die Staatsanwaltschaft und das Gericht die Anklage zulassen, ist ein klarer Fall von behördlichem Versagen“, erklärte Werner gegenüber der taz.

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Doku: Das VHS-Imperium – Als das Kino nach Hause kam

Ich bin nach dem Fall der Mauer mit Videokassetten groß geworden. Im Spätsommer des Jahres 1989 gab es in der DDR die ersten offiziellen VHS-Rekorder in den „gut sortierten“ Kaufhäusern des Landes. Sie kamen von Sanyo und kosteten 7.350 Mark. So teuer, dass diese sich nur die wenigsten leisten konnten. Um ehrlich zu sein, kannte ich niemanden, der so ein Dingen zu Hause hatte. Die Leerkassetten gab es für 90 Mark. Ein ziemlich teures Vergnügen.

Mit dem Mauerfall konnte man die Rekorder dann auch im Osten zu einem verkraftbaren Preis kaufen. Billig waren sie da immer noch nicht und so gaben viele Kids des Ostens ihr Begrüßungsgeld erstmal für die einfachen Doppelkassettenrekorder aus. Die gab es für 99.00 D-Mark und die dürften zum Ende des Jahres 1989 für einen echten Absatzschwung bei den Herstellern gesorgt haben. Ebenso wie die Jeansmarke WitBoy, aber das ist ein anderes Thema.

Nur ein paar Jahre später allerdings zogen auch die Videorekorder in die Wohnzimmer unserer Eltern und in unsere Jugendzimmer ein – und sie waren ein Segen. Es gab keine zeitlichen Vorgaben fürs Fernsehen mehr und auch die Werbung konnte man locker vorspulen, wenn man sie nicht schon automatisch beim Aufnehmen rausfiltern konnte. Dann kamen die Videotheken und alles wurde anders.

Wenn wir am Wochenende mal nicht feiern waren, zückten wir einen unserer Kundenausweise in der Videothek unseres Vertrauens, wovon es über die Jahre durchaus verschiedene gab, und liehen uns über diese Jahre hunderte von Filmen aus, für die wir nicht ins Kino mussten, wo manche schon lange nicht mehr liefen, oder dort gar nicht nicht gespielt wurden. Die Videothek wurde zu so etwas wie einem guten Kumpel, der immer irgendwas hatte, was man sich mal ansehen könnte.

Die kulturelle, wirtschaftliche und auch politische Größe der Videokassette war uns damals nicht mal ansatzweise bewusst und wuchs erst später. Als ich mir sämtliche Kassetten der X-Mix-Serie kaufte, die total neu und am Anfang unfassbar spannend war. Und als viele um mich herum damit anfingen, selber Videos auf ihren Kameras aufzunehmen und aus den Urlaubsdiaabenden Urlaubsvideoabende wurden, die nicht sehr viel spannender waren, aber andere begannen in der Zeit damit, aus ihren selbst aufgenommen Videos Kunst zu machen. Visuell bewegte Kunst, die auf Bildern basierte, die dann jeder locker in seinem Wohnzimmer selber zu dieser neuen Kunstform machen konnte, wenn das dann so sein sollte. Demokratisiert und noch einfacher als das zur Zeit der Super-8 Filme möglich war. Ein großartige Zeit, die noch heute im Netz ihre Früchte präsentiert. Wenn qualitativ auch um einiges hochwertiger. Na klar. VHS sorgte für eine kulturelle Revolution im Kleinen.

Ein paar der mir damals liebsten VHS-Kassetten habe ich noch immer. „Hass“ ist eine davon. Die X-Mix-Serie. Außerdem stehen auf Arbeit noch 450 selbst aufgenommener VHS-Kassetten, auf denen Filme sind, die damals immer im TV liefen und auf den Dingern aufgezeichnet sind. Ich konnte mich bisher nicht davon trennen und habe die Idee, dass man damit mal irgendwann noch irgendwas visuell künstlerisches machen könnte. So wie damals, nur halt mit heutigen Möglichkeiten irgendwie geiler.

Die letzte Videothek der Stadt schloss, glaube ich, im letzten Jahr. Ein paar meiner damaligen Kundenausweise liegen hier noch rum.

Diese Doku belichtet die Geschichte der VHS-Kassetten und das war alles sehr viel mehr als nur mal eben „Wetten dass?!“ aufnehmen. Kulturell und ziemlich politisch. Wirtschaftlich sowieso. Und ich lerne, dass eben diese technologische Entwicklung im Ostblock schon viel weiter verbreitet war, als mir bisher bewusst war.

Eine ganze Generation, die mit Videokassetten groß geworden ist, schwelgt heute in VHS-Nostalgie. Doch nur wenigen ist bewusst, welche enormen gesellschaftlichen und politischen Folgen die Einführung dieser Technologie hatte. Von den 1970er bis zu den 1990er Jahren erzählt die Dokumentation die Geschichte des ersten wahrhaft demokratischen audiovisuellen Mediums.

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Die PARTEI kapert 31 geheime AfD-Facebookgruppen mit fast 180.000 Mitgliedern

Die Partei die PARTEI hat vorhin bekanntgegeben , gemeinsam mit Propagandaminister Shahak Shapira 31 geheime AfD-Facebookgruppen mit 180.000 Mitgliedern unterwandert zu haben. Muharharharharhar!!11!!!

Liebe PARTEI-Freunde, Sympathisanten und Wähler, sehr geehrtes verwirrtes Volk,

schon seit einiger Zeit werden soziale Netzwerke von zwielichtigen Gruppierungen missbraucht, um auf perfide Weise alternative Fakten im Internet zu verbreiten. Anscheinend sind weder Verfassungsschutz, gesunder Menschenverstand, noch die tragende Plattform nicht in der Lage, diesen Missstand zu korrigieren.

Wir haben sehr gute Nachrichten: Unser Propagandaminister Shahak Shapira nimmt seine Aufgabe ernst und lässt Sie auch in dieser finsteren Epoche des Informationszeitalters nicht im Stich.

In der Zusammenarbeit mit Putin, dem Israelischen Geheimdienst und den führenden Köpfen der Osterinsel wurden mehrere Dutzend von sehr schlechten AfD-Gruppen mit fast 200.000 Mitgliedern unterwandert. Durch technische Raffinesse ist es uns möglich, diese Gruppen in sehr gute PARTEI-Gruppen zu wandeln und somit korrigierend auf die Gedanken verblendeter Menschen einzuwirken.

Habt keine Angst, wir reparieren das Internet.

Der Propagandaminister der Partei erklärt:

Einige der Gruppen haben erstmal neue Namen bekommen.

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Marlene Mortler (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung, im Hanffeld

Auch Marlene „Cannabis-ist-verboten-weil-es-illegal-ist“ Mortler, ist auf der Suche nach sie wählenden Stimmen. Irgendwer hat sie im Zuge dessen in einem Hanffeld geparkt.


(Direktlink)

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Wahl-O-Mat: Die Begründungen der PARTEI für die PARTEI

Ich hatte mich vorhin beim Wahl O Mat bis zu Frage 19 von 38 durchgeklickt. Um mal zu gucken, was in diesem Jahr so Thema ist. Dann ging der Server in die Knie und ich hatte keine Lust mehr. Zumal es an meiner kommenden Wahlentscheidung eher nichts ändern wird.

Kathrin war da geduldiger und hat sich neben den zu klickenden Thesen auch noch die Begründungen der PARTEI gegeben – und die sind mitunter gold. Überzeugend auch.

Kleine Auswahl:

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