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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Lieber Herr Söder.

Fast alles, was Sie in den letzten Wochen verbal von sich gegeben haben, lässt, nicht nur mir, den kalten Schauer über den Rücken laufen. Nein, schließlich regnet es heute, was ja nun, nach der Veröffentlichung von Köhlers Entscheidung auch irgendwie finale Züge trägt, finden Sie nicht auch? Ich bin ja nun auch so Demokrat und auch Wähler, manchmal. Und als solcher möchte ich Ihnen mitteilen, dass das was da so aus Ihrer Futterluke sprudelt eigentlich keine Sau hören will, oder, besser noch, ertragen kann, ausser vielleicht Ihrer Parteigenossen, meinetwegen. Für die aber interessiert sich ja, rein flächenmässig gesehen, eh nur ein 16tel der Republik. Versuchen Sie doch bitte, Ihre geistigen Tiefflüge Ergüsse auch diesem Umstand anzupassen und verbannen Sie Ihre Öffentlichkeitsarbeit auf die regionalen Medien, des Ihnen gewogenem Bundeslandes. Das erträgt sonst keiner, es sei denn wir reden über Comedy, aber etwas ernster sollten sie Ihre Arbeit schon sehen, sind Sie doch als Volksvertreter gewählt worden, hoffe ich.
Um es kurz zu machen: Halten Sie den Mund!
„Mund“ nur deshalb, weil „Maul“ ja beleidigend wäre und das liegt mir, als Demokraten, fern, wenn sie verstehen? Ich bin ja auch nicht allein, so sagen doch auch andere, dass Ihre Äusserungen ein „Ausdruck unsäglicher Dummheit“ wären, was nicht sonderlich charmant, aber eben richtig ist. Und wenn Sie soweit sind, könnten Sie auch gleich den Herrn Beckstein auf Ihre, dann, neue Linie bringen. Der nämlich, ist auch so eine Schießbudenfigur, wenn Sie mich fragen.
Danke schön.

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Boah. Was für ein Wochenende.

Aber ich lebe noch, offenbar.
Drei Geburtstage am Stück auf drei Tage sind doch ein wenig viel des Guten. Wenn wir früher von Freitag bis Sonntag durchweg auf Tour waren, habe ich das besser wegstecken können. Da war ich zehn Jahre jünger und an Arbeit hatte ich keinerlei Gedanken verschwendet. Heute ist das anders. Man muss ja sehen, dass man ab Montag, – bzw. Dienstag, wieder auf einer geraden Linie nach vorne kgucken kann. Das wird im Laufe der Jahre immer anstrengender, glaube ich. Eine, für mich, elementare Frage konnte ich dennoch klären an diesem WE. Was ist anstrengender? Kindergeburstage, oder die von Erwachsenen? Kindergeburtstage, ganz klar. Hingegen der Morgen danach bei Geburtstagen von Erwachsenen weitaus anstrengender ist, als der Morgen nach dem Kindergeburtstag. In der Summe wiederum, von Abend und dem Morgen danach, liegt in der Antrenglichkeitsliste der Erwachsenengeburtstag weit vorne. Alles klar? Nein? Macht nichts. geht mir auch noch so.

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Bescheuert.

Seit heute haben wir ein Nintendo DS im Haus. Dazu kam so ein Hunde-Spielchen, dass ein Hundeleben, incl. der Erziehung des Köters, virtuell emuliert. Seit um 10.00 Uhr rufen alle Mitbewohner, Kinder und Erwachsene irgendeinen Namen in dieses Gerät. Wenn der dusselige Köter dann endlich mal begriffen hat, wie er heißt, versuchen alle ihm dann auch noch Befehle bei zu bringen…
Es geht also den ganzen lieben, langen Tag schon so:
Betty… Betty… Beeeeeeeetttyyy… Betty… Fein Betty… Sitz! Sitz! Sitz!….
Kiwi… Kiwiihhhhii… Kiwi! Sitz! Kiwi. Sitz. Sitz… Fein, Kiwi. Sitz.

Als ich 8 wurde, bekam ich Indianerfiguren aus Plaste. Mit denen konnte man nicht kommunizieren…

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Irgendeiner der Nachbarn spinnt!

Der hört hier eben Schlager! So laut, dass es ganze Strassenzüge hören müssen. Bestimmt sind es die Klappspaten vom Krongut. Die denken immer, die dürfen das, nur weil der Alte Fritz auf dem Hof, von denen, seine Brötchen hat kaufen lassen. Oder hatte der da ne eigene Bäckerei? Egal, dass berechtigt heutzutage, auf keinen Fall irgendjemanden dazu, Schlager zu hören! Nein!

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Ich dachte immer, die seien einfach nur bescheuert.

Offenbar aber sind die auch noch total paranoid, strunzdoof und verlassen sich nicht mal auf die Fähigkeiten ihrer Fäuste. Ist es nicht das, was die ihrem Feinbild immer vorzuwerfen versuchen?

„Schwerin – Erst ein Revolver, jetzt ein Schlagstock: Wieder wollte ein NPD-Politiker mit einer Waffe in einen deutschen Landtag. Sicherheitsbeamte erwischten den Mitarbeiter der rechtsextremen Landtagsfraktion am Eingang des Schweriner Schlosses, Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, mit einem 40 Zentimeter langen Teleskopschlagstock. Landtagssprecher Dirk Lange bestätigte heute einen entsprechenden Bericht der „Ostsee-Zeitung“.“

(SPON)

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Echt mal jetzt!

Dieses SnapShotsLinkPreviewPlugIn-Gedöns nervt tierisch. Vor allem auf Blogs, die pro Artikel 3-5 Links setzen. Da kommst du gar nicht zum lesen wegen dem ständigen *BlingBling*.

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Mayday

Als Kind wurde ich am 1. Mai meistens von meinen Eltern auf Veranstaltungen geschleppt, die jedes Jahr nach dem selben Schema abliefen. Fast jeder der Alten hatte eine dieser Nelken in irgendeinem Knopfloch. Ich dachte, dass das wohl eine Blume sein musste, die wirklich jedem Geschmack gerecht wurde, denn jeder trug sie. In unserer Kleinstadt fanden diese Art von Veranstaltungen immer auf dem Ernst-Thälmann-Platz statt, was eigentlich ein ganz normaler Wochenmarktplatz war, aber immer zum 1.Mai und vielleicht noch zum 7.Oktober hiess das Dingen dann Ernst-Thälmann-Platz. Irgendwo stand da dann immer eine Kanzel, von der herunter alte Männer Dinge erzählten, von denen ich nichts verstand, ausser das sie sowieso alles besser machen würden, als die Anderen. Ich glaube, sie meinten die im anderen Teil Deutschlands. So war es immer. Jedes Jahr. Gegen Mittag dann, also um circa 13.00 Uhr war ein Großteil der anwesenden Männer dann schon immer so besoffen, dass sie „erstmal ein Mittagsschläfchen machen müssten“, so wie es die, meist leicht beschähmten, Ehefrauen derer nannten. Pünktlich um 16.00 Uhr traff man sich dann wieder vor Ort, um sich endgültig die Kante zu geben. So war es immer. Jedes Jahr. Das Wort Proletariat kannten die meisten nur, als Untertitel der Tageszeitung „Neues Deutschland“ und mit dem Wort „Werktätige“ konnten sich nur wenige identifizieren, ausser deren, die um die Kanzel von dem rumstanden, der gerade über traumhaften Zustände in der DDR schwadronierte und sich selber vielleicht sogar das glaubte, was er da sagte. Die, die Abends dann noch stehen konnten, verkrümelten sich in irgendeinen Garten von Freunden, schmissen den Grill an, tranken die Kästen und die Goldbrandflaschen aus. Das war es dann. Ein Tag der Werktätigen im Osten. So war es immer. Jedes Jahr.
Wenn ich heute auf eine der unzähligen Veranstaltungen zum 1.Mai gehe, die vorzugsweise entweder vom DGB oder, hier im Osten, von der PDS organisiert werden, ist es so, dass irgendwo jemand hinter einer Kanzel steht, Dinge redet, von denen ich nichts verstehe, ausser vielleicht, dass er und seine Kollegen alles so viel besser machen würde, wenn man ihn nur liese und alle anderen eh nur damit beschäftigt sind, den ganzen Tag Scheiße zu bauen. In welcher Form auch immer. Die älteren Männer dort sind gegen 13.00 Uhr schon so besoffen, dass sie wohl „erstmal ein Mittagsschläfchen machen müssen“, so wie es die, meist leicht beschähmten, Ehefrauen derer nennen. Pünktlich um 16.00 Uhr trifft man sich dann wieder vor Ort, um sich endgültig die Kante zu geben. Das Wort Proletariat interessiert heute eh keine Sau mehr, auch deshalb, weil die wenigsten es je gehört haben. Klar, wer auch liesst heute noch das ND, auf dem es ohnehin nicht mehr draufsteht, glaube ich. Dafür aber steht dort was von Prekariat, womit sie genau so wenig etwas anzufangen wissen. Auch weiß heute kaum noch jemand etwas mit dem Begriff Werktätige anzufangen. Man versteht sich eben nicht als solcher.
Genaugenommen hat sich nicht viel verändert in den letzten 15 Jahren. Die, die Abends dann noch stehen können, verkrümeln sich in irgendeinen Garten von Freunden und schmeissen den Grill an. Nur das Bier das sie heute trinken trägt einen anderen Namen und der Goldi schmeckt auch anders, sagen sie. Und sie sagen das ohne Nelke, der Bartnelke, im Knopfloch ihres C&A-Hemdes.

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Hach ja.

Jedes Jahr das selbe Spiel. Genau wie Weinachten oder so. Und nicht minder konservativ. Nur lauter. Und trotzdem könnte man meinen; Seid doch froh, dass das nur einmal im Jahr passiert.

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Nackensteaks vom Schwein gewürzt.

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