Blog Archives for category Die Wende

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Vor 20 Jahren: Hausbesetzer in Potsdam

Spiegel TV war Mitte der 90er in Potsdam und hat sich die Situation der Hausbesetzungen angesehen. Das ist vor allem interessant, weil deutlich wird, wie zerfickt diese Stadt zur Nachwendezeit aussah und wie man dennoch nicht bereit war, das alles ohne weiteres aufzugeben oder dem generellen Zerfall durch Leerstand zu überlassen. Und auch wenn damals die Investoren manchmal mit dem Koffer voller Geld und unverrichteter Dinge wieder abzogen, ist heute so gut wie fast alles hier verkauft, geputzt, auf schön geföhnt und nur schwerlich bezahlbar. Auch für nicht mehr Jugendliche. Auch außerhalb des Stadtzentrums.

Die Hausbesetzer-Bewegung der achtziger Jahre feiert 1994 in Potsdam im holländischen Viertel Wiederauferstehung — aus den Ruinen der DDR-Wohnungswirtschaft ebenso wie aus den Ruinen des Einigungsvertrages.

(Direktlink, via FB)

Hier noch die tollen Fotos, die Jörg Schäfer zu der Zeit von der Szenerie gemacht hatte und nach dem Klick noch unkommentierte Aufnahmen von 1993. (mehr …)

Online-Ausstellung: DDR-Medien im Wandel

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Interessantes Online-Projekt, welches in Kooperation zwischen dem DDR Museum und Medientechnik-Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig entstanden ist: DDR-Medien im Wandel. Mit der Seite ist eine interaktive Ausstellung entstanden, die – wie der Name schon vermuten lässt – den Fokus auf Mediennutzung in der DDR legt. Dazu sind neben Texten auch Film- und Tonaufnahmen gesammelt und angefertigt worden. Es geht um Funk, Fernsehen, Zeitungen, Computern und natürlich auch um Musik.

Alle dazu gehörigen Videos stecken in dieser Playlist hier, die man durchaus einfach durchlaufen lassen kann. Alle weiteren Infos dann auf der Seite.


(Direktplaylist)

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Leipzig im Sommer 1989 – Ein Film von Peter Wensierski

Eins sehr kritischer Beitrag aus dem Inneren der DDR noch vor den ersten Montagsdemonstrationen.

Mehr zu Peter Wensierski, der offenbar kein großer Freund der politischen Verhältnisse in der DDR war.

Ich habe meine Kindheit anders in Erinnerung, aber ich wurde nicht in Leipzig groß.

Dieser Film entstand im August 1989. Er zeigt die Stimmung der Bevölkerung in Leipzig kurz vor der ersten Montagsdemonstration. Heimlich gedreht mit den Kameras der DDR-Opposition – heimlich, aber auf offener Strasse und in den Wohnungen.Zu sehen sind Bilder vom Verfall der Stadt. Zu sehen sind vor allem ganz “normale” Leipziger Bürger,keine politischen Oppositionellen, die sich offen über die unhaltbaren Zustände in der DDR äußern. Am Ende des Films sieht man die Organisatoren und “Rädelsführer” der Leipziger Montagsdemonstrationen, die dabei oft in der ersten Reihe gingen. Es sind Uwe Schwabe, Katrin Hattenhauer und andere junge Leipziger, kaum älter als 20 Jahre.

(Direktlink, via Fundstücke)

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Doku: Here we come – Breakdance in der DDR

Irgendwer war so freundlich und hat die tolle 2008er Doku “Here we come” über Breakdancing in der DDR der 80er Jahre auf die Tube geladen. Wenn er dort nicht von offizieller Seite kommt, bleibt er da vermutlich nicht lange, aber auch die DVD kann und sollte man trotzdem gesehen haben.

“Wir sind hier in Dessau und nicht in New York!”

(Direktlink)

Wendejahre – Ein exemplarisches Tagebuch der deutschen Wiedervereinigung

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Ein sehr schönes Projekt von Robert Rückel für das DDR Museum auf Googles Cultural Institute, welches diese doch verhältnismäßig kurze Zeitspanne auf Basis von persönlich Erlebtem zusammenfasst und mit geschichtlichen Fakten und Eckdaten untermauert. Dazu kommen allerhand Bilder und Videos zu diesem Thema, die das Internet so hergibt. Ein tolle Variante, das alles in Geschichte zu bündeln.
(via DDR Museum)

Wendeklang

Die Techno-Fibel “Der Klang der Familie” kommt als Doku ins Fernsehen

Felix Denk und Sven von Thülen haben mit ihrem Buch “Der Klang der Familie” vor zwei Jahren ein Must Read über die Zeit nach dem Mauerfall und den Techno in Berlin veröffentlicht. Dieses fasst so ziemlich all das zusammen, was meine Liebe zum Techno damals gebar und zum Teil heute noch ausmacht. Außerdem spiegeln sich darin ganz wunderbar die Wochenenden meiner Jugend.

Und weil das Buch schon so klasse war, kommt nun vom selben Team noch eine Doku hinterher. Ausgestrahlt wird diese wohl am 27. Juli auf arte, hier ist der Trailer. Und wenn ich an dem Tag nicht auf irgendeinem Techno-Festival rumgurke – ist schließlich Sommer – werde ich mich ganz gepflegt vor den Fernseher hocken und auf arte eine kleine Zeitreise ins verrückte Berlin nach dem Mauerfall unternehmen. Mit ganz viel Techno und noch viel mehr Liebe. Ein Grund zur Vorfreude.

(Direktlink, via Tanith)

Lümmeltüte aus der DDR: Mondos Silber auf eBay

Ebayer kaufrausch0177 hat ein DDR-Kondom der Marke “Mondos Silber” bis in die Gegenwart retten können, wenn auch nicht bewusst. Einer dieser Überzieher, die noch in einem VEB gefertigt wurden und den tollen Namen Mondos trugen, kostete in der DDR 0,25 Pfennig EVP. Hier ab einem Euro. Bieter gibt es bisher keine. Ob die ihren Dienst tatsächlich noch planerfüllend verrichten können, ist fraglich. MHD hatten die damals noch keines, glaube ich. Allerdings ist der Plan heute gesellschaftlich ja eher ein anderer, als das damals der Fall war. Neue Kinder braucht das Land. Oder so. Zuschlagen also!

Kein Scherz! Beim Aufräumen gefunden. DDR Kondom der Marke Mondos. 1/2 voll, also nicht der Eine, sondern die Packung an sich….ich glaub der geht noch . In lustiger Schmuckschachtel (die ist aber Rowenta). OHNE GARANTIE

fromszwei
(via Christian)

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1990 mit der Tram durch Ost Berlin auf Techno aus dem Jahr 2014: Efdemin – Transducer

Keine Ahnung, welche Tram-Linien Ost Berlins dieser Clip hier genau zeigt, aber sie fahren durch ein noch ziemlich graues, östliches Berlin. Die Aufnahmen wurden 1990 von Steffy van Valanger mit einer Super 8 Kamera gemacht. Philllip Sollmann aka Efdemin hat sie jetzt auf sein “Transducer” geschnitten, Teil der der aktuellen LP “Decay”, die auf Dial erschienen ist. Und ich wusste gar nicht, wie technoid ausgerechnet die Künstlerbude von Dial heute noch klingen kann. Sehr, sehr hypnotisch. Sowohl in Bild als auch in Ton. Am besten gar zusammen. Sehr geil.

(Direktlink | Danke, Achim!)

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DDR-Flucht über China in den Westen

(Direktlink)

Eine wirklich außergewöhnliche und abenteuerliche Geschichte, die eine verbotene Reise erzählt, die junges Paar vom Berliner Prenzlauer Berg 1987 auf eigene Faust quer durch die Mongolei und von dort weiter nach China macht. Eigentlich wäre die so gar nicht machbar gewesen, Jens Kießling hat sie trotzdem auf die Reihe bekommen. Dann ergab sich für Kießling die Gelegenheit zur Flucht in den Westen, die er wahr nahm. Marie Mentel hingegen fuhr zurück in die DDR.

Auf dieser Reise machten sie circa 5000 Fotos aus einer Welt, die den meisten DDR-Bürgern für immer fremd bleiben sollte. Einige davon zeigt einestages gerade. Spiegel-Autor Peter Wensierski hat Ihre Geschichte jetzt in ein Buch geschrieben, “Die verbotene Reise“, außerdem gehen Teile der wohl wirklich einzigartigen Fotos auf Wanderausstellung.

Sie trampten durch die Wüste Gobi, schliefen in der Wildnis und überlisteten sowjetische Kontrollposten: Mit gefälschten Papieren erkundeten im Sommer 1987 zwei Ost-Berliner Studenten die Mongolei und China.

[...]

Im Sommer 1987 verließen Jens und Marie die Rykestraße und stiegen am Ost-Berliner Hauptbahnhof in den Zug – an der polnischen Grenze wurden sie erstmals kontrolliert. Die Uniformierten staunten nicht schlecht, als sie die prallgefüllten Rucksäcke der beiden auseinandernahmen: Sie zählten 144 Schwarz-Weiß- und 100 Farbdia-Rollfilme, jeder Film ermöglichte zwölf Aufnahmen im Mittelformat 6×6, genug also für 3000 Fotos. Jens erzählte den Kontrolleuren, dass er Biologie studiere und Naturaufnahmen plane, das leuchtete ihnen ein. Außerdem konnten sie ja ihr trickreich erworbenes Visum für die Mongolei vorweisen.

Ausstellungstermine:
11. April bis 27. Mai 2014: Berlin – The Westin Grand
3. Juni bis 2. Juli 2014: München – The Westin Grand München
13. August bis 10. September 2014: Leipzig – The Westin Leipzig
16. September bis 16. Oktober 2014: Dresden – The Westin Bellevue Dresden
18. Oktober bis 19. November 2014: Potsdam – Mercure Hotel Potsdam-City

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Eine DDR-Wohnung in Magdeburg

Die Magdeburger Wohnungsgenossenschaft wird in diesem Jahr 60. Aus diesem Grund haben sie sich gedacht, einfach mal eine der alten Wohnungen so auszustatten, wie diese zu DDR-Zeiten nun mal ausgestattet waren. Nun ist aus dieser Idee eine DDR Museumswohnung entstanden, die Einblicke in den wohnlichen DDR-Alltag geben soll. Ein Haufen von dem ganzen Krempel kenn ich noch.

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Sechs Stunden Tanzschmalz aus dem Gemüseladen

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(Symbolfoto unter CC von Sludge G)

Es gab damals diesen ganr nicht so kleinen Obst- und Gemüseladen. In Kleinmachnow. Direkt vor der Kaserne meines Vaters. Der hatte ein unglaublich gutes Verhältnis zu Uschi, der Betreiberin des Ladens. Ein- zweimal die Woche ging er zu ihr und schnackte mit ihr, holte ein paar Salzgurken, hin und wieder Likörchen, im Winter die Kartoffeln, im Sommer Most, Beeren und andere Früchte, die nicht im eigenen Garten wuchsen. Dieser Laden war quasi sein Fachgeschäft für Obst und Gemüse. Über Jahre hinweg. So ergab sich etwas, was man im Osten “Vitamin B” nannte. “B” für Beziehungen, die zu haben immer wichtig und auch gar nicht unpraktisch war. So stellte ihm Uschi immer ein Kiste mit Kubaorangen zur Seite, wenn sie welche reinbekam. Das selbe tat sie mit Bananen. So waren zumindest wir immer relativ gut mit dem versorgt, was sich “Südfrüchte” nannte.

Neben dem Vitamin B, was meinen Vater somit zum Obst und Gemüse aufgebaut hatte, pflegte er ein ähnliches Verhältnis zum Fischer. Auch in Kleinmachnow. Und Wenn Uschi mal unbedingt einen Karpfen oder einen Aal haben wollte, vermittelte mein Vater zwischen den beiden. Dann bekam der Fischer etwas von den rationierten Orangen und Uschi ihren Aal, den mein Alter dann gerne noch in seinem Garten für sie räucherte. So war das damals. Nämlich.

Der Gemüseladen stand jetzt ewig leer – die Kaserne dahinter wurde schon vor langer Zeit abgerissen und es wurden Wohnhäuser gebaut, was ja auch besser ist. Der Laden allerdings blieb und immer wenn daran mal, vorbeifuhr dachte ich mir so, “Wie lange der hier wohl noch stehen wird? Der kommt bestimmt auch bald weg.” Dachte ich seit Jahren. Aber nein.

Irgendwer hat dem alten Laden jetzt wieder Leben eingehaucht und am Freitag einfach mal eine Nacht fürs flotte Sohle aufs Parkett legen initiiert. Der Kollege Mogreens als Kleinmachnower Urgestein packte mit Joszef und Karl noch zwei dieser Originale ein und sie führten dann dort musikalisch durch die Nacht. Tanzschmalz im Gemüseladen. Mit jeder Menge altem Soul, noch mehr Jazz, ollen Funk und den schmalzigen Melodien, die man aus den US-Serien der 70er Jahre so kennt. Außerdem – wie sollte es anders sein – kommt hin und wieder der Latino in Mogreens durch. Sechs ganze Stunden hat der Mitschnitt und ist mitunter nicht ganz leicht zu verdauen. Meiner Frau geht er hier gerade ein bisschen auf den Saque. Aber wer hat gesagt, dass Musik immer nur gefällig sein soll?


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Fotos einer Dorfdisco der DDR in den späten 70er Jahren und ein Buch darüber

Dorfdisco_Beyern_1978-80
(Foto: © Thomas Kläber)

Ich bin dann doch etwas zu jung, als das ich mir in der DDR die Nächte in irgendwelchen Tanzschuppen um die Ohren hätte schlagen können. Das begann bei mir erst kurz nach dem Fall der Mauer und hätte ganz sicher auch einige spannende Bilder gegeben, aber darum soll es nicht gehen.

Thomas Kläber, der bis heute als Fotograf tätig ist, war Ende der 70er schon alt genug, um mit seiner Praktica MTL die Disco seines Dorfes besuchen zu können, die eigentlich eine Kneipe war. “Die Dorfdisco war nun mal ein Teil des Landlebens.”, sagt er. Und so sahen es wohl viele der damals Tanzlüstigen im Südbrandenburgischen. Man traf sich dann eben in jener Kneipe in Beyern um das Wochenende gebührend zu betanzen. Was junge Leute halt so machten, heute noch so machen, wenn auch anders – womöglich.

Dabei konnte Kläber Fotos machen, die einen Alltag wiederzugeben vermögen, wie man sie heute nur sehr selten zu sehen bekommt. Das ganz normale Leben aufm Dorf. Am Wochenende. Mit Bier, mit Schnaps, mit Musik, mit Kumpels, mit Liebe und mit all dem, was da eben zu gehört. Mit viel weniger Stock im Arsch, als das all die Fotos zeigen, die man heute aus den Diskotheken zu sehen bekommt. Platz für Fratzengeballer gab es damals keinen, dafür aber Authentizität. Genau diese hat Kläber auf seine Fotos gebannt. Tanzen aufm Dorf. Einestages hat neben einer superschönen Fotostrecke, die sich eigentlich erst in ihrer Gesamtheit zu einem Bild zusammensetzen mag, auch einige lesenswerte Statements des damaligen, vielleicht eher unfreiwilligen Chronisten.

“Es sind Bilder wie von einem Film-Set. Einem Film, der in der DDR spielt. Schwarzweiß. Irgendwo, tief in der Provinz. In einer Kneipe mit Sprelacart-Tischen und Mustertapeten im blassen Licht von Leuchtstoffröhren. Es ist Ende der siebziger Jahre. Die Männer tragen strähnige Langhaarfrisuren, karierte Hemden, Jeansjacken; die Frauen kurzärmelige Strickpullis oder weiße Blusen zu frisch geföhnter Dauerwelle, die Wirtin trägt Kittelschürze. Jedes Foto zeigt eine Szene, jedes Bild scheint eine Geschichte zu erzählen. Zugleich wirken sogar Details wie selbstverständlich, zufällig, authentisch – wohl deshalb, weil es gar keine Bilder aus einem Film sind. Was hier zu sehen ist, ist das echte Leben.”

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(Foto: © Thomas Kläber)

kltanz-aussen-webThomas Kläber hat seine Erinnerungen in Form von allerhand Aufnahmen aus den Jahren 1978 – 1980 jetzt in ein Buch binden lassen, welches beim Expose Verlag erschienen ist und den ausdrucksstarken Namen “Tanz” trägt.

“Festivität, Dorffest, Schwof – so könnte es in den 1970ern in einem kleinen Ort in Irland, Belgien oder dem Ruhrgebiet stattgefunden haben. Tatsächlich liegt der Schauplatz in Beyern in der DDR, was aber sonst von geringer Bedeutung ist.

Ein Panorama menschlicher Emotionen tut sich auf und verdichtet sich zu einer mitreissenden Bilderzählung, in die wir dank der hautnahen Präsenz des Fotografen eintauchen können, um uns dann verwundert zu fragen, ob auch wir jemals so berührend/beglückend menschliche Nähe erfahren haben. Eine Ballade aus vergangener Zeit!”

Da würde ich wirklich nur allzu gerne mal drin schmökern wollen.

Jugendliche, die in den 80ern von Jena nach Kreuzberg ausreisten

Ich habe gerade ein ganz wundervolles Buch gelesen. “Mauergewinner” von Mark Scheppert nämlich. Es hat mich oft in meine eigene Kindheit zurück geschickt. Jugendlich wurde ich in der DDR ja nicht wirklich mehr. Mit 13 war Schluss. Vieles von dem, was Scheppert über die Zeit seiner Jugend nach 13 schreibt, kenne ich nur von meinem Bruder oder älteren Freunden, aber darum soll es gar nicht so wirklich gehen – könnt ihr ja selber lesen. Schließlich.

Jugend in der DDR hieß eben auch immer im besten Falle keine Pfade zu bestreiten, die nicht andere schon vor einem gegangen waren. Und wenn man sich doch darauf einließ, war es ratsam, sich dabei nicht erwischen zu lassen. Scheppert gelang das hin und wieder, diesen jungen Männern im Jena der 80er Jahre leider nicht. Also gingen sie nach West-Berlin. Warum erklären sie in diesem Film von Peter Wensierski aus dem Jahre 1987, in dem sie nach Berlin Kreuzberg kamen.

Eine Gruppe Jugendlicher ist 1987 aus Jena nach Berlin-Kreuzberg
ausgereist. Sie schildern, wie sie versucht haben, einfach als
Jugendliche in der DDR zu leben – was sie nicht durften.

(Direktlink)

Die Erde dreht sich linksherum

Aus der Reihe: Platten, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Das wilde Sammelsurium aus Jazz, Rock, Funk / Soul und Pop nach DDR Hörart kam 1978 auf Amiga anlässlich der Sojus 31 Mission, mit der Unser Fliegerkosmonaut Siegmund Jähn als erster Deutscher ins All flog. Begleitet wurde er dabei vom Russen Waleri Fjodorowitsch Bykowski.

Die Songs auf der Compi huldigten offenbar der sozialistischen Raumfahrt und ich kenne genau keinen davon. Das beste daran scheint mir aber ohnehin das Cover zu sein.

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(Wer dazu einen Torrent oder Ähnliches hat, ich nehme den Link dahin gerne per Mail.)

Alte Fotos aus einem seit 20 Jahren verlassenen Haus im Süden Berlins

Ein paar Jugendliche machen hier in Potsdam Mittelmark im Süden Berlins gerade ein Projekt. Es geht um ein kleines Holzhaus im Wald, das nachweislich im Sommer 1989 verlassen wurde. Ziel ist es, ein Video und eine kleine Fotoausstellung über die Geschichte des Hauses und die jeweiligen Bewohner des Hauses zu machen.

Präsentiert wird das ganze am Samstag in einem ziemlich offiziellen Rahmen. Mehr dazu danach. Hier aber einige der Fotos, die gefunden und abfotografiert wurden. Das Haus liegt nach 20 Jahren immer noch so da, als sei es erst vor kurzer Zeit verlassen worden. Ausgeräumt hat es nie jemand.

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pass

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portrait

schimpanse mit mann

boxer

schimpansen

kleine junge angeknabbert

reh

trumpet man

schwan