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Kategorie: kfmw.stuff

Und weg

Ich bin seit Gestern Richtung Süden unterwegs. Wir hatten bei liebevollen Menschen in der Steiermark ein Nachtquartier, haben heute Slowenien und einen ersten Teil Kroatiens hinter uns gelassen und schon kurz mal in der pullerwarmen aber dennoch geilen Adria verweilt. Stabile 39 Grad Celsius. So, wie Sommer sein soll.

Kurz vor Split ein Hotelzimmer abgegriffen, das den Flair von Jugendherberge hat und mehr als viel zu teuer ist. Immerhin eine Klimaanlage, die jeden Euro wert ist.

Morgen geht es für ein paar Tage auf eine der vielen Inseln hier und ich mache ab jetzt , so wie den letzten Sommern auch, im Blog einfach mal gar nichts. Schlicht Urlaub. Durchatmen, Familie, sich aufräumen, Salz auf der Haut. Sommerliebe am Meer. Ich komme irgendwann wieder.

Bis dahin bleibt mir gewogen und genießt die Zeit. So wie ich. Und macht mir nichts kaputt hier!

Neue Tapete – und endlich responsive


Es ist jetzt schon vier Jahre her, dass ich hier in meinem Blog das letzte Mal renoviert habe. Gemeinhin sollte man das ja regelmäßig mal machen. Bisschen Staub wischen, neue Farbe an die Wand und alles mal feucht durchfeudeln.

Als ich damals tapezierte, waren mobile Versionen von Webseiten erst gerade anspielende Zukunftsmusik. Das ist heute anders, heute erwartet man so etwas. Das wurde mir auf allen Kanälen mindestens 137653 Mal mitgeteilt. Ich mochte mein klassisches Blog Layout bis zum Ende ganz gerne und tue mich mit Veränderungen von der Kiste hier generell eher schwer, aber ich sehe ein, es ist schon länger überfällig.

Es hat eine ganze Weile und mehrere Anläufe gebraucht, dass jetzt hier so umsetzen zu können. Ich wollte es nicht alleine machen. Auch, weil mir da einfach die Kompetenzen fehlen und ich keine Lust auf Try & Error hatte, mit dem ich meine Seiten früher immer alleine zusammengeklickt hatte. Ich wollte, dass mir ein Profi zur Seite steht und fragte einige. Einige sagten erst zu, dann aber wieder ab oder meldeten sich einfach nicht mehr. So zog sich das jetzt gut zwei Jahre hin.

Vor ein paar Wochen kam der Kontakt zu Andy zu Stande und der bastelte mir das hier, so wie ich es wollte.

Großartige Überraschungen wird es dabei nicht geben. Alles, was nicht mehr zeitgemäß und/oder irgendwie überflüssig war, flog raus. Alles ist etwas schlanker geworden, was hoffentlich auch den Ladezeiten zu Gute kommen wird. In die Sidebar packe ich noch das ein oder andere.

Alle meine eigenen musikalischen Kapriolen finden sich jetzt in einer Kategorie, die tatsächlich nur dafür gedacht ist: KFMW-Disco. So kommt die mal dafür angedachte zusätzliche Domain wieder weg.

Farblich alles noch heller und klarer. Ich mag das so minimal. Der neue Header, für den Max eigens eine Typo gebaut hat, muss an Farbe reichen. Dafür gibt es ihn in 15 verschiedenen Varianten, die alle buntbunt sind. Der Rest der Abwechslung ergibt sich aus dem Content, der jetzt 40 px mehr Platz in der Breite hat.

Ansonsten ganz klassisch Blog. Ich will den letzten Artikel ganz oben haben, weil der eben genau jetzt wichtig war. Für mich. Kein Magazin-Gedöns – kein featured-Gedöns. Man muss das nicht geil finden, aber ich tue das nach wie vor. Content, der nach unten wandert, aber im Archiv bleibt. Weil sich seine Relevanz je nach gefühlter Relevanz verändert. So was halt.

Ein paar Änderungen werden jetzt noch am offenen Herzen vorgenommen und ich hoffe, wir haben alles mit reinholen können (Die Werbung bisher nicht komplett. Scheiß Werbung immer!!11!!!). Sollte irgendwem irgendwo etwas auffallen, was nicht funktioniert einfach „hier“ und „aber“ in die Kommentare schreien. Das macht ihr ja ganz gerne. ;P Das kriegen wir dann schon hin.

Und jetzt, wo das geschafft ist, kann ich mich endlich wieder gänzlich darauf konzentrieren, den Laden hier zu füllen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Weitermachen.

Rolands Promo-Video für die Groovebox MC-303 aus dem Jahr 1998

Als wir zum Ende der 90er jede Menge Klassiker wie die TB-303, die TR-606 und die TR-808 zusammen hatten, um sie am „customized“ 1040 ST auf dem ollen 16-Kanal-Dynachord-Mixer zu einem klanglichen Output zu bringen, kam ein befreundeter Bassist mit seiner MC-303 vorbei. Er hatte diese zum Geburtstag oder zu Weihnachten bekommen, fand die „schon irgendwie ganz geil“, aber benutzte sie nicht weiter. Er bot uns an, das Dingen als Dauerleihgabe bei uns stehen zu lassen. Am Ende starb sie bei uns ihren Heldentod.

Damals belachten alle diese neue Box, die von Roland durchaus bezahlbar angeboten wurde, als Spielzeug. „Kann nichts“, „klingt zu dünn“ und überhaupt „fühlt sich an, wie ein Toy-Piano“. So die einhellige Meinung der „alten Hasen“. So wie die „alten Hasen“ es auch heute noch gerne tun, wenn mal was Neues auf den Markt kommt – man kennt das ja. Uns war das egal. Uns kostete das nichts und es kam Sound raus. Sound, der damals nach dem von Etnica klang, nach dem von Total Eclipse und Astral Projection. Den wollten wir.

Der Sequenzer war genau so gut wie der, der alten TB/TR-Reihen und nebenbei hatte das Teil eine nicht all zu kleine Sound-Library, Effekte und einen Arpeggiator, der ein bisschen was konnte. Zumindest mehr als all die anderen Geräte, die wir so zusammengekauft hatten.

Wir kauften uns bei Doepfer einen MIDI-to-SYNC-Converter und kabelten alles zusammen. Unser hauptsächlich für alles benutzter Sequenzer wurde die MC-303. Auch klanglich ging da hin und wieder was, man durfte es halt einfach nicht übertreiben, oder gar denken, die MC würde auch als Stand-Alone-Gerät ausreichen. Das tat nicht, aber sie leistete uns jede Menge Dienste. Solange, bis die Potis nicht mehr griffen, sich überdrehten oder die Tasten des Sequenzers aus ihrer Fassung sprangen. Wir haben das Dingen echt tot genudelt und sind irgendwann am PC zu Cubase umgestiegen, was als Sequenzer damals eben noch viel mehr taugen sollte.

Der damals mit uns befreundete Bassist hat nie wieder nach seiner MC-303 gefragt. Die Dauerleihgabe müsste demnach bis heute gültig sein, wobei ich gerade gar nicht weiß, wo genau das Dingen irgendwann mal tastenlos gelandet ist.

Sie war jedenfalls besser als ihr Ruf, die MC-303. Wirklich. Hier ein Promo-Video für die Groovebox MC-aus dem Jahr 1998. Ganz so, als wäre alles darum herum ein nie enden wollender LSD-Trip. Und so klang alles um uns herum damals ja auch. Genau genommen war die MC demnach auch besser als die für sie gemachte Promo. Ja.


(Direktlink, via RBYN)

Trainspotting 2

Vor zwanzig Jahren gingen wir beide in Trainspotting. Wir hatten gerade eine kleine und schöne Zwei-Zimmerbude in Schöneberg für uns wohnlich gemacht, um die Ecke gab es ein Kino. Eines Abends gingen wir so pärchenmäßig in den Film. Wir hatten mal keinen Besuch – und wir hatten eigentlich immer Besuch. Wir wohnten in Berlin, alle unsere Freunde immer noch im Umland. In Brandenburg. Also kamen sie uns besuchen. Eigentlich fast immer.

Wir saßen mitunter tagelang mit 10-20 Leuten in der Bude. Zogen die Jalousien runter, machten die Lava- und UV-Lampen an, die unsere fluoreszierende Tücher ausleuchten sollten und hörten Musik. Manchmal sahen wir Filme auf Premiere, aber eigentlich hörten wir immer nur Musik. Manche nahmen dazu dies und das. Rauchten, zogen. Nur gesoffen hat damals keiner von uns. Nicht mal Bier. Draußen gab es die, die kifften oder die, die soffen – und die, die soffen, waren uncool. Wir holten für uns das Hippie-Ding in die 90er. So ganz individualisiert, so ganz für uns. Dann kam Trainspotting.

Während wir uns jedes Wochenende in irgendwelchen Clubs der Hauptstadt oder auf irgendwelchen Raves in der Republik um die Ohren schlugen, zeigte der Film, wo für uns alle im besten Fall eine Grenze liegen sollte: „Kein Heroin und nicht schwanger werden!“ wurde für ein paar Jahre zur Prämisse unseres sprunghaft verballerten Lebens. Auch wenn wir beide auch von so manchen Rauschmitteln stets die Finger ließen. Trotzdem liebten wir den Film. Für mich damals der wichtigste Anti-Drogenfilm, den ich je gesehen hatte. Dass ihm mitunter vorgeworfen wurde, H und das Junkietum zu glorifizieren, konnte ich nie nachvollziehen.

Der Film war auf komische Weise der Soundtrack zu unserem damaligen Leben, was ja eigentlich Blödsinn war, denn der Film an sich war schon Film und hatte seinen ganz eigenen Soundtrack. Born slippy. Außerdem war unser Leben lange nicht so kaputt, wie das der gezeigten Protagonisten. Wir sagten alle irgendwie schon „Ja zum Leben“. Zumindest vorerst. Wir wussten, dass das nicht ganz richtig war, aber irgendwie musste diese ganze Feierei ja auch bezahlt werden und „krumme Dinger“ drehen war nicht so das Unsere. Wir arbeiten so wenig wie das eben möglich war und feierten so oft es nur ging. Mitunter Tage am Stück.

Später sahen wir Trainspotting immer und immer wieder mal. Quasi so als Erinnerung an unsere extra derben Jahre, aus denen wir am Ende doch ziemlich glimpflich rausgekommen waren. Also die meisten von uns. Und – und vor allem – wir beide. Manche hatten weniger Glück, erfuhren wir erst später, aber das ist eine andere Geschichte.

Heute waren wir beide in Trainspotting 2. So wie damals. Nicht mehr in Berlin und mit zwei Kindern, die sich zu Hause selber organisieren, wobei die Große die Kleine ins Bett bringt. 20 Jahre später. „Kein Heroin“ blieb immer Prämisse, „nicht schwanger werden“ fühlte sich irgendwann überholt und „schwanger werden“ hingegen auch ganz okay an.

Trainspotting 2 ist ein verdammt guter Film, weil er einen so wunderbar ehrlich die letzten 20 Jahre Revue passieren lässt. Die passieren im Film ja nicht im Zeitraffer oder so. Es ist 20 Jahre her, als wir den ersten Teil sahen. 20 Jahre!

Ich bin kein Filmkritiker und habe auch gar nicht vor, zu spoilern. Nur: wem Trainspotting was gegeben hat, muss sich nicht dagegen wehren, Trainspotting 2 zu sehen. Das passt. Alles. Vor allem, wenn ihr selber schon so alte Säcke seid, dass ihr den ersten Teil im Kino sehen konntet.

Dass heute kaum einer der jungen Menschen Trainspotting gesehen hat: schade, aber geschenkt. Der Zeitgeist war damals eben einer, der uns sehr viel näher war, als das er ihnen heute kommen könnte. Dass ich Trainspotting dennoch für einen dieser Filme halte, den jeder mal gesehen haben muss, scheint da eher nostalgischer Natur. Muss ich vielleicht wohl auch mal neu sortieren, diese Liste der Filme, die in diese Schublade gehören.

Der Saal heute war für einen Kinostart ziemlich leer. Also sehr leer, um genau zu sein. Das Publikum, was sich an zwei Händen abzählen lies, war durchweg 40+. Na klar! Zeitgeist und so.

Und dennoch war es gut, dass T2 gemacht wurde und wir ihn sehen konnten. Finden wir beide – und sprechen intensiv drüber, wenn wir das Kino verlassen haben. So wie damals. Vor 20 Jahren. Das ist geblieben.

Ein paar Plätze neben uns saßen zwei Tüpen (40+), die vor dem Film ganz offensichtlich eine ordentliche Line Speed geballert haben und verdammt viel Spaß hatten. Sie redeten viel zu viel und viel zu laut. So, wie sie das noch von damals zu kennen scheinen. Vor 20 Jahren.

Der „Sag ja zum Leben!“-Monolog in T2 dürfte die stärkste Szene des Films sein. Weil wir alle 20 Jahre lang Zeit hatten, den Bausparvertrag scheiße zu finden und heute noch ganz andere Probleme haben, an die vor 20 Jahren kaum einer zu glauben gedachte.

Vielleicht können wir beide ja auch noch in 20 Jahren zu T3 gehen und säßen dann dabei ganz alleine im Kinosaal. Die Kinder dürften dann ausgezogen sein. Das wäre schön. Sag ja zum Leben, aber ironisch – und so.

Es ist gleichsam gut und konsequent, „Born slippy“ von damals nicht zum Teil des heutigen Soundtracks gemacht zu haben. Manchmal reichen halt auch zwei veralterte verhallte Akkorde aus, um Gänsehaut zu erzeugen.

Moog bringt Serie über jene, die an Moogs musizieren: Sonic Origin

Ich habe so vor 15 Jahren mal dadurch meinen Lebensunterhalt bestritten, altes Studio-Equipment aufzukaufen und dann wieder zu verkaufen. Das elternunabhängige BAföG wurde mir trotz vorheriger Zusage, aber bis dahin ungeprüfter Sachlage, dann doch nicht gezahlt und ich musste irgendwie mit dem Arsch an die Wand kommen. Es gab halt sonst nichts.

Miete, Auto, Internet und Kindergarten wollten dennoch bezahlt werden. Mit dem Zeug kannte ich mich damals ein wenig aus – zumindest mit den Preisen. Also kaufte ich drei mal die Woche die „Zweite Hand„, ein Anzeigenblatt für Gebrauchtes, das damals ganz ordentlich florierte, checkte die Preise für gebrauchtes Studio-Equipment, fuhr drölf Stunden durch Berlin, um das Zeug einzukaufen, um es dann später auf eBay wieder zu verhökern. Damit konnte ich die kleine Familie über Wasser halten, auch wenn das irgendwann auch fast zu einem 40-Stunden Job mutierte, aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls kaufte ich etliche Sachen, die damals trotz ihres Alters immer noch interessant genug waren, um das dafür andere ordentliche Summen auszugeben bereit waren. Die geilsten Dinger davon versuchte ich zu behalten, aber wenn gerade mal wieder eine Miete oder die Steuern für den Bulli fällig waren, musste ich auch Geräte verkaufen, die ich am liebsten nie weggeben hätte. Ein Fender Rhodes Mark 2 zum Beispiel, bei dem zwei Klangstäbe abgebrochen waren, und für das es dennoch noch unverschämt viel Geld gab. Es ging nach München, nachdem wir jede Taste in drei verschiedenen Anschlagstufen auf dem Sampler aufgenommen hatten. Einem E-mu Emax II, auch so eine alte Kiste. Aber geilste Filter! In München wurde das gute Rhodes dann zerlegt und alles wurde als Ersatzteile verkauft. Traurig, aber die zu zahlende Miete ließ keine andere Entscheidung zu.

Später kaufte ich für einen Spottpreis einen Minimoog, der aus den 1970ern stammte und in irgendeiner Stubenecke in Berlin einstaubte. Ich wusste, dass der Geld bringen würde – alle wollten damals diese alten Moog-Geräte und zahlten ordentlich dafür. Ich saß Stunden an dem Dingen, was ein paar Macken hatte, aber immer noch einen derbe fetten Sound von sich gab. Ich liebte diese Kiste, aber es gab mal wieder irgendwas zu bezahlen. Also verkaufte ich den Minimoog über eBay für dickes Geld an Lee Buddah, der gerade dabei war, im deutschen HipHop aufzufallen.

Er wusste, dass „die Gute“ Macken hatte, kannte aber einen, der „sich damit auskannte“, wie er damals schrieb, und die Kiste zerlegen und restaurieren lassen wollte. Ein paar Monate später stellte sich raus, dass jener Tüp halt schon wusste, wie man so einen Moog zerlegt, aber eben nicht, wie man diesen wieder zusammenzubauen hatte. Er hatte den von mir geretteten Minimoog gekillt – und ein anderer hatte dafür ziemlich viel Geld bezahlt. Eine wirklich sehr traurige Geschichte, wie ich bis heute finde.

Meine einzige wirklich persönliche Moog-Geschichte. Ansonsten habe ich halt immer geguckt, was da so kam, aber mich nie wieder dazu durchgerungen, nochmal einen Moog zu kaufen. Auch wenn ich den Sound immer noch mag.

Moog jedenfalls bringt jetzt eine Serie, in über jene, die an Moogs musizieren: Sonic Origin. Und irgendwie ist das natürlich ein Grund, da mal wieder ganz genau hinzusehen. Den Anfang macht Produzent Russell E.L. Butler – und der weiß, was die Zauberkisten so können.

„Today we debut Sonic Origins, a new video series that seeks to unearth the underlying elements of artistic identity. The series kicks off with Oakland-based producer Russell E.L. Butler.

Here, Butler takes pause to reflect on ancestral inspirations, the interconnections of varied identity consciousnesses, and, ultimately, music as self-liberation.“


(Direktlink, via BoingBoing)

Grüße aus dem Polarkreis

Ich freue mich immer, wenn mir Leute auch per Mail Feedback geben. Das ist meistens persönlicher als das in den Kommentaren und man weiß auf einmal, von wo aus die Menschen da draußen das Blog besuchen. So wie J., der gerade in in schwedisch Lappland verweilt und schreibt:

Guten Morgen Ronny,

[…]

Habe Deinen Mix Polarnacht mit Vergnügen gehört, was mich nun zum Grund meiner Mail kommen lässt.

Ich hänge nun schon zum dritten Mal in den letzten drei Monaten auf der ESRANGE in schwedisch Lappland und habe hier wirklich noch fast Polarnacht. [Bin Biologe und mache Experimente auf Höhenforschungsraketen, um den Einfluss der Schwerkraft/Schwerelosigkeit auf das „Leben“ zu untersuchen.] Mal -18°C mal -30°C, fast immer dunkel und sooo viel Schnee [absolut nichts für mich] das man glaubt, das der nie schmelzen wird.

Ein wirklich krasser, lebensfeindlicher Ort, wo die Menschen aber so leben, wie wir es eigentlich tun sollten, entspannt, freundlich zu allen und irgendwie auch mit Liebe. Schicke Dir als kleines, digitales Dankeschön ein Bild von hier. Zwar nur Craphandy-Quality aber was anderes habe ich hier nicht, und wenn man eines hier lernt, das ist es mit dem auszukommen, was man hat. Sehr angenehm!

Ganz lieben Gruß
J.

Vielen Dank – und viele Grüße zurück!

Mix: Das Kraftfuttermischwerk at Polarnacht, Braunschweig, 20.01.17

Ich habe gestern Abend auf der ersten „Polarnacht“ im Bad Gliesmarode in Braunschweig gespielt. Ambienten Techno, wenn man so will, der imho ziemlich gut dort hingepasst hat. Leider hat es mir nach knapp 2,5 Stunden die Aufnahme zerschossen, so dass das Set hier nur gekürzt erscheint. Es ging dann halt einfach so weiter.

Der Mix passt bestens in ein Wochenende. Legt euch wieder hin, genießt die Zeit an der Heizung, oder besser noch: am Kamin. Genehmigt euch 2-25 Drinks, entspannt. Mach ich jetzt auch.


(Direktlink)

Tracklist:
Adverb – Hyle
Anenon – Sonora
Birds of Mind – Ankara (Stavroz Remix)
Hannes Fischer, Coss – The Return of Marshal Conga
James Murray – The Black and the Grey
Nu – Palomita
Moby – Porcelain (Arty Remix)
Shkoon – Ala Moj Al Bahr (JAVID Remix)
Max Würden – Kalibrierung
Landhouse, Raddantze – Spaceships
Matthew Herbert – Çafé de Flore
Tomzen – Che Amichi
Xique-Xique – Xaxoeira
Jichael Mackson – Bob in motion
Korablove – Train in Vain (Anonym Nan Madol Mix)
Parra for Cuva, Senoy – Sacred Feathers
Satori – Ikyadarh
Warmth, Faidel – Stray Lights
Ulrich Schnauss, Tigerskin – Love Went Without Saying
Planet Boelex & Lisa’s antenna – Outlet
BT Gate X-138 – Distant Pulse Wavelength Emulator
Blancah – Learning to Fly (Kris Davis Slow Remix)
Martin Nonstatic – Bowed Thoughts
Kyson – Wattle Rise
Lars Leonhard – Night Train To Berlin
Lars Leonhard – Underground Railroad
Fingers In The Noise – Close Your Door
Shlohmo – Empty Pools

Mix: Das Kraftfuttermischwerk – Forever young

Schon vor ein paar Wochen fragte mich Nikki, die ich sehr mag, ob ich denn nicht auf ihrem Geburtstag in Berlin spielen wollen würde. Ein Runder. Da musste ich nicht lange überlegen und sagte spontan zu. Und so spielte ich dort letzte Nacht, was so einfach nicht war. Nicolas vor mir spielte so Indie-Pop-Zeug der 80er, 90er und 00er Jahre, worauf die Leute natürlich abgehen. Sound, den ich nicht habe. Weil das mein Sound nunmal nicht ist. Also: harter Cut.

Ich spielte mich dann durch das Popigste, was ich aktuell so auf der Platte habe und fragte mich währenddessen, ob „Forever young“ am Ende für das steht, was man als Junger gehört hat und heute noch feiert, weil man damals noch jung war, oder ob „Forever young“ nicht viel lieber für das stehen sollte, was man heute im fortgeschrittenen Alter feiern kann, weil die heute – mitunter – Jungen da für Nachschub sorgen. Ganz endgültig habe ich darauf keine Antwort, tendiere aber zum letzteren. Na klar. Musikalisch zusammengefasst klang das dann so:


(Direktlink)

Adventskalender 2016, Türchen #09: Das Kraftfuttermischwerk – tief #7

ak2016-08

So. Ich habe langen keinen Dubtechno mehr gemixt. Der letzte Mix meiner alten Tief-Serie liegt auch schon gut drei Jahre zurück. Im letzten Jahr hatte ich zu meinem Geburtstag keinen eigenen Kalender-Mix geschafft – und ich dachte es wäre mal wieder an der Zeit. Also habe ich mich letzte Nacht hingesetzt und tief #7 aufgenommen.

Ein paar Klassiker, ein paar frische Sachen. Immer schön tief und meistens sehr dubby.

Ich geh jetzt noch ein bisschen was einkaufen, später mit den liebsten essen und für heute Nacht das Spartacus vorbereiten. Gehabt euch wohl und kommt gut über den Tag. #tief 7 könnte dafür ein toller Begleiter sein. <3
(Direktlink)

Style: Dubtechno
Length: 01:28:56
Quality: 320 kbit/s

Tracklist:
Kris Dubinsky – Älvorna dansar i gryningen
Monodisc – Nacht
Minimal Boffin – Machine Dub
DRGBL5 – Nebula
Pablo Bolivar – Chiyoda line
DRGBL5 – Fog
Rhauder & Paul St. Hilaire – No more
Martin Schulte – Cold Heart (Marko Fürstenberg Remix)
Alex Humann – Violet Violence
Doyeq – Morning Snow
Warmth, Faidel – Zenit
Heavenchord – Chordalia
Yuuki Hori – Absolute Dub 1
Heavenchord – Dub Maker
STL – Amelie’s Dub
Yagya – The Great Attractor
Giriu Dvasios – Guolis

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier, alle anderen Mix der Tief-Serie dort.