Blog Archives for category Visuelles

Visitenkarten als Phenakistiskope für Plattenspieler

Drew Tetz macht allerhand Phenakistiskope, die er dann gerne per Plattenspieler zu vermeintlichen Animationen bewegt. So wie seine Visitenkarten, die ihre ganze Schönheit erst drehend offenbaren.

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Auch Holzplatten macht er mit einem Lasercuter schon mal zu analogen Animationen. Hier erklärt er, wie das gemacht wird.


(Direktlink)

Nicht mit dem Essen spielen, aber schnitzen wird ja wohl erlaubt sein: Gaku

Dass wir nicht mit dem Essen spielen sollen, weiß jeder von uns, der noch seine Großeltern kennenlernen konnte. Trotzdessen gibt es in Japan seit Jahrhunderten die Tradition der Lebensmittelschnitzerei namens Mukimono.

Einer der diese Kunst ausführenden Protagonisten ist Gaku, der munter und regelmäßig in seinem pflanzlichen Essen rumschnitzt. Da sieht sogar Brokkoli gut aus.


(via this isn’t happiness)

GIF

In Farbe und HD: Potsdam im Juli 1945

Nach den Aufnahmen, die hier schon Berlin und Hamburg im Sommer 1945 zeigten, nun auch welche aus Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam. Ich mag derartig historisches Material ohnehin schon sehr gerne, finde diese hier aber aufgrund der Tatsache, dass ich täglich in dieser Stadt unterwegs bin, noch sehr viel beeindruckender. Viel näher dran halt.

Aufgezeichnet von amerikanischen Soldaten an einem schönen Julitag.

„Impressions filmed on the road from Berlin to Potsdam, just after the end of World War Two from Potsdam, close to Berlin (south-west). These images must have been shot in or after July 13th in 1945.
At 2:20 we see Lt. Col. George Stevens, head of the signal corps of the US Army, showing a card – maybe an invitation card – to the Berlin Conference of the Allied Powers that took place in July 1945.
Around Potsdam and in the city, the camera filmed many German refugees, families, pulling their last belongings. At the end (4:45) we get a short glimpse at Schloss Sanssouci.“


(Direktlink, via Blog in Berlin)

Disco Trucks in Japan

Dekotora nennt sich die Leidenschaft einiger Japaner, die aus ihren Trucks so etwas wie fahrende Diskokugeln mit integrierter Lichtorgel machen. Das geht bei allen so ziemlich ins Geld, aber offenbar ist das für die Eigentümer kein Grund, ihre Trucks nicht zu schmücken.

Great Big Story hat sich das mal genauer angesehen.


(Direktlink, via Electronic Beats)

Laser & Visuals & Sound: node 5:5

Ziemlich geiles minimalistisches Zeug, das Ryoichi Kurokawa hier mit seiner audiovisuellen Installation node 5:5 abliefert.

(Direktlink, via Robo Tron)

Diese Erdbeeren sind nicht rot

Hirnfick? Nein, Farbkonstanz.

„Als Farbkonstanz bezeichnet man die wahrgenommene Stabilität einer Objektfarbe unter verschiedenen Beleuchtungsumgebungen. Beispielsweise erscheint uns eine Zitrone gelb, unabhängig davon, ob wir diese bei Sonnenschein, unter einer herkömmlichen Glühbirne oder dem Licht einer Fluoreszenzlampe betrachten.“

Der Check in Photoshop zeigt:

„The „reddest“ part I could find using the eyedropper had an RGB value of 153/181/182. So technically there is some red in the image, but here is what 153/181/182 looks like:“

Gar nicht mal so rot.
(via BoingBoing)

Iceland / Cinemascope

Andreas war in Island und hat von dort eine ganz wundervoll cinemaskope Fotoserie mitgebracht, die fast schon mystisch wirkt: Iceland / Cinemascope.


(Fotos: Andreas LeversCC BY-NC-ND 4.0)

Infrarot-Time Lapse: Invisible Orgegon

Infrarot-Fotografie ist immer wieder spannend und eröffnet einem bei genauem Hinsehen neue Perspektiven. Time Lapse Videos sind schon länger durch, aber ein Infrarot-Time Lapse Video habe ich bisher so nicht gesehen – und finde das ganz geil.

„Created entirely with infrared converted cameras, Invisible Oregon is a study of light across time and space. As the sun rises over the State of Oregon infrared light travels across the earth revealing the subtleties of new growth and the dramatic intersection of sky and earth. Witness for the first time this diverse and interconnected landscape rendered from light we can’t see with our own eyes.“

(Direktlink)

150 Urban Art Künstler übernehmen leerstehendes Bankgebäude in Berlin: The Haus

Superinteressantes Urban Art-Projekt, für das sich in Berlin 150 Künstler zusammengetan haben. Anfang April wird dort für drei Monate ein leerstehendes Bankgebäude eröffnet, in dem jene 150 Künstler ihre Kunst zeigen. Mitunter integriert in den gegebenen Räumlichkeiten. Nach drei Monaten schließt der Laden wieder und alles wird abgerissen. Urbane Kunst ist nichts für die Ewigkeit. Konsequentes Konzept.

Urbanshit war schon mal gucken und einige Fotos des dann dort gezeigten.

„Am Kudamm, versteckt hinter der Fassade eines unscheinbaren Bürogebäudes, arbeiten seit mehreren Wochen Künstler aus Berlin und anderen Teilen der Welt an großformatigen Kunstwerken. Jedes der über 100 Zimmer von The Haus wird durch einen oder mehrere Künstler gestaltet. Noch bis Ende des Monats entstehen Installationen, Skulpturen und Graffiti auf allen fünf Etagen des Hauses. Anfang April öffnet The Haus dann für die Öffentlichkeit.

Noch wird auf allen der fünf Etagen gearbeitet. Anfang April eröffnet The Haus seine Türen für die Öffentlichkeit. Drei Monate später wird das Haus dann abgerissen und alles verschwindet wieder. Wir haben vorab schon einmal einen exklusiven Blick hinter einige der mehr als 100 Türen und Kunstwerke geworfen.

Die Idee zu The Haus hatte die Berliner Art Crew DIE DIXONS aka. XI Design. Im Juni werden die Türen von The Haus dann geschlossen, das ganze Gebäude abgerissen und die Kunst verschwindet wieder – genau wie Street Art auf der Straße. Ein Besuch ab April sollte man auf keinen Fall verpassen.

The Haus

Nürnberger Str. 68
10787 Berlin

Eröffnung Anfang April 2017″


(Fotos: ©Urbanshit)

Ein sehr eigenwilliger Plattenspieler: Wheel

Im Grunde ist die Form und Funktion eines Plattenspielers aus seiner Natur heraus vorgegeben und schwer verhandelbar. Dennoch gab es immer wieder welche, die das System mit dem Tonarm, der von oben in die Rille fährt, mal ändern wollten. Meistens wenig erfolgreich.

Nun tritt Miniot auf den Plan und baut mit Wheel einen neuen Versuch, den Plattenspieler aus seiner Form zu holen. Ein sehr interessanten Versuch wohlgemerkt. Total minimalistisch und in der Handhabung durchdacht. Das sehen wohl auch andere so, Wheel ist bei Kickstarter schon jetzt schwer überfinanziert. Man darf gespannt sein, wie sich das Teil dann in der Praxis behaupten wird.

Für 568 Euro ist das Dingen in Mahagony, Walnuss- oder Kirschholz noch zu haben – und ich bin gerade ein wenig dabei, mich in die Idee zu verlieben, das Geld dafür auszugeben.

All technology is built into Wheel’s platter, below the record. You have an unobstructed view of your precious record, and the delicate stylus is well protected.
Everything happens behind the scenes. Because it’s a closed shape, all technology is safely hidden from dust and accidents. Wheel is very easy to use. Wheel is the most compact true turntable you’ve ever heard.

Horizontal and vertical

The construction of Wheel allows it to be used horizontally or vertically. You can put it flat on a table, place it upright on a stand, or hang it on the wall.


(via Stereo)

Zoom into the Hundenase


(via SNCKPCK)

Guter Hund!

Flüssiger Regenbogen: Caño Cristales


(Foto: Mario CarvajalCC BY 3.0)

Hab ich bis eben auch noch nichts von gewusst, aber der Caño Cristales, der Fünf-Farben-Fluss, sieht fantastisch aus.

„Der Caño Cristales ist ein Fluss im Departamento del Meta in Kolumbien, der im Nationalpark Serranía de la Macarena, einer Bergkette, entspringt und in den Guayabero mündet. Wegen seiner Farbenvielfalt von Juli bis November wird er als „Fünf-Farben-Fluss“ oder als „Flüssiger Regenbogen“ bezeichnet. Die Farben stammen vom Pflanzenbewuchs auf dem Flussgrund und variieren zwischen Gelb, Grün, Blau, Schwarz und Rot. In Rot erscheinen zum Beispiel die Pflanzen der Macarenia clavigera aus der Familie der Podostemaceae.“


(Direktlink, via Science GIFs)

Interaktives Tool, das Zeichnungen in Bilder übersetzt

Christopher Hesse hat mit pix2pix ein Teil gecodet, dass Zeichnungen die im Browser entstehen, aus einem Pool von Fotos zu Bildern zusammensetzt.

Ich habe mich mal an einer Katze versucht. Wahrscheinlich sieht das schon besser aus, wenn man eine ordentliche Katze abliefert. Außerdem lassen sich Fassaden, Taschen und Schuhe generieren.

„The pix2pix model works by training on pairs of images such as building facade labels to building facades, and then attempts to generate the corresponding output image from any input image you give it. The idea is straight from the pix2pix paper, which is a good read.

[…]

Trained on about 2k stock cat photos and edges automatically generated from those photos. Generates cat-colored objects, some with nightmare faces. The best one I’ve seen yet was a cat-beholder.
Some of the pictures look especially creepy, I think because it’s easier to notice when an animal looks wrong, especially around the eyes. The auto-detected edges are not very good and in many cases didn’t detect the cat’s eyes, making it a bit worse for training the image translation model.“


(via Martin)

Aphex Twin Logotype Construction

Der Grafiker Paul Nicholson hat im Jahre 1991 die heute ikonischen Logos und Schriften für Aphex Twin entworfen. Seine damaligen Blueprints zeigt er jetzt auf Instagram.

It is exactly 25 years since the release of Selected Ambient Works – February 12th 1992.

The lettering that reads Aphex Twin, the logotype, was drawn by hand using circle templates and rulers in late 1991.

With there being many incorrect versions of this lettering floating about, I thought it about time to release the definitive logo construction.
Enjoy.

Designed by Paul Nicholson, 1991.

Number 3 – www.number3.co

(via FACT)