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Doku: 300 Tage allein auf einer Insel

Eigentlich ist das ja so ein tief in mir verankertes Bedürfnis in mir. Vielleicht kommt sogar irgendwer der Tag. Der Tag, an dem ich mir eingestehe, dass mir dafür die nötigen „Eier fehlen“, wie man so sagt. Aber bis zu diesem Tag gebe ich mich der Vorstellung hin, dass das großartig sein könnte.

Der Schweizer Xavier Rosset hat das auf Tofua, einer Insel des Königreichs Tonga, durchgezogen. Ganz alleine. Nur er, der Pazifik und die Insel. Krass. Wirklich krass.

Neben seiner Kamera hatte er nur eine Medizinbox, ein Messer und eine Machete dabei.

Sein selbst gedrehter Film zeigt ihn beim Kampf gegen tropische Stürme, gegen Hunger und Krankheit und auch gegen Heimweh und Langeweile. Der Film vermittelt, wie der „Herrscher“ über eine 50 Quadratkilometer große Insel nicht nur die romantische Seite mit Palmen- und Meeresrauschen genießt, sondern auch, wie er eine Hütte baut, um sich vor dem Tropenregen zu schützen, wie er Fische fängt und Kokosnüsse erntet, den inseleigenen Vulkan besteigt und schließlich mit seinen Haus- bzw. Hüttentieren – einem geschenkten Hund und einem selbst gefangenen Wildschweinferkel – über die Insel stromert. Der Film offenbart hautnah, wie ein Mensch unserer Zivilisation ein echtes Abenteuer besteht. Dabei werden vermutlich die geheimen Sehnsüchte vieler Zeitgenossen angesprochen, selbst einmal vorübergehend aus der Alltagshetze auszusteigen und vollkommen auf sich selbst gestellt zu sein – materiell und auch mental.


(Direktlink, Danke, Schnät Zel!)

11 Kommentare

  1. bemme517. November 2012 um 23:33

    der lief mal auf der EOFT. zumindest ein 10min-snippet. war schön anzusehen, wie angesichts der doch recht ernüchternden erfahrungen die ganzen versammelten großstadt-survival-kiddies zusehends lächerlicher rüberkamen.

    die aseptik der globetrotter-welt ist eben doch kuscheliger. besonders wenn nur für zwei wochen urlaub zu ertragen.

  2. bemme517. November 2012 um 23:44

    @Ronny
    ja. ich mein, der stellt sich nicht so selbstsicher hin und will auf reisserische weise „an seine grenzen gehen“. das wird ja allerorten so verkauft. verpackt als skibrille, outdoorjacke oder gps-gerät. der tüp ist halt einfach im arsch gegangen. nicht weil er jemanden beeindrucken wollte. einfach weil es ihm passiert ist. respekt. punkt.

  3. Kotzendes Einhorn7. November 2012 um 23:46

    Echt voll gut. Vor allem nicht romantisch verklärend! Könnte gerne noch viel länger sein.

  4. Thomas8. November 2012 um 00:34

    Muss ja ein wahnsinns Kamera-Akku sein, der 300 Tage hält :P

  5. Thomas8. November 2012 um 00:35

    @Thomas
    Argh, das kommt davon wenn man die ersten drei Minuten nicht abwarten kann.. ^^‘

  6. Andreas8. November 2012 um 16:13

    Beeindruckend!

  7. HAVE.ONE8. November 2012 um 20:27

    Grossartig!

  8. Nico22. Dezember 2012 um 11:53

    Großartige Doku! Nicht jeder würde 300 Tage auf der Insel alleine durchhalten und so viel alleine aufbauen.

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