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Doku: Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa

Seit Tagen wird darüber debattiert, warum der Dokumentarfilm „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Sophie Hafner und Joachim Schröder, der vom WDR in Auftrag gegeben und redaktionell abgenommen wurde und für eine Erstausstrahlung bei Arte geplant war, nun doch nicht gezeigt werden soll. Zumindest bei Arte weigert man sich, den Film so zu zeigen. Beim WDR „prüft“ man noch.

Arte-Programmdirektor Alain Le Diberder weigert sich aber, den Film zu zeigen, unter anderem mit dem Verweis auf dessen mangelnde „Ausgewogenheit“ – als ob das beim Thema Antisemitismus ein sinnhaftiges Argument sein könnte.
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Der WDR äußert sich ähnlich bizarr. In einer Pressemitteilung schreibt er: „Wir bedauern, dass die redaktionelle Abnahme im WDR offenbar nicht den üblichen in unserem Haus geltenden Standards genügte.“ Zum Hintergrund: Abgenommen hat den Film die Arte-Beauftragte des WDR, Sabine Rollberg, sie ist eine mehrfach preisgekrönte Redakteurin, drei von ihr betreute Filme wurden mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Es gibt in Deutschland im Bereich Dokumentarfilm nur wenige Redakteure, die ähnlich kompetent sind wie sie. Bleibt die Frage: Was haben die Kölner Hierarchen wirklich gegen den Film?

Nun bringt ausgerechnet BILD.de den Film für 24 Stunden ins Netz. Von dort aus hat er jetzt auch seinen Weg zu YouTube geschafft. Ob er dort lange bleiben wird ist fraglich, aber ich gucke den da seit einer halben Stunde und finde ihn nicht wenig erschütternd.


(Direktlink, via Zecko)

10 Kommentare

    • Artur13. Juni 2017 um 18:41

      danke mausehase!!!!

  1. Susan13. Juni 2017 um 12:33

    Ich weiß nicht … Hier werden ebenfalls Dinge behauptet, die dann nicht vertieft werden. Der ganze Tonfall ist sehr subjektiv und will in eine Richtung lenken. Ich finde das Thema wirklich sehr spannend und es ist bestimmt auch vieles wahr. Aber die Dokumentation kommt genau so beeinflussend rüber, wie die Propaganda, die sie beschreiben will. Das hilft mir nicht, mich gut und objektiv informiert zu fühlen.

  2. Rob13. Juni 2017 um 16:14

    Ich stimme Susan zu. Der Film wirft ziemlich viel unterschiedliche Standpunkte zusammen und subsumiert sie unter „antisemtisch“. Ich finde das ist eine eine ziemlich fahrlässige Vereinfachung und wird der Problematik nicht gerecht. Es ist ziemlich sinnlos sich 100% als Israelkritiker, bzw. Israelfreund zu identifizieren. Ein Staat kann nicht 100% „gut“, oder 100% „böse“ sein, aber trotzdem wird im öffentlichen Diskurs immer so getan als wenn es nur diese beiden Positionen geben könnte. Übrigens nicht nur bei Israel, das findet man auch ziemlich oft im Bezug auf die USA, bzw. (nicht ganz so oft) im innerdeutschen Diskurs: „Deutschland verrecke“ vs. „Germany first“ (im Sinne der ersten Strophe verbotenen Strophe des Liedes der Deutschen). Ich persönlich glaube das beide Positionen extremistisch und menschenverachtend sind.
    Und wenn man sich die Kommentare im verlinkten Youtubevideo ansieht wird das auch ziemlich deutlich, da sind eine menge Unsymphaten auf beiden Seiten unterwegs …

    • Eisboer13. Juni 2017 um 18:56

      Rob genau das Thema wird doch angesprochen: Du kannst sehr wohl Israel kritisieren, ohne antisemitisch zu sein. Die Frage ist aber wie und warum du Israel kritisierst und es macht den Anschein als wenn der Großteil der Israelkritiker irrationale Kritik in noch absurderen Arten äußern.

      Oft reicht schon die Frage, ob du dieselben Kritikpunkte auch gegen andere Länder laut machst. Wenn nicht, solltest du deinen Standpunkt nochmal sehr genau untersuchen.

      • sld13. Juni 2017 um 19:58

        Stimme den vorrednern und dir zu. Nur fand ich den anfang bereits etwas fragwürdig, als die linken abgeordnete über wasserpolitik und deren auswirkungen sprach und die filmschaffenden darin den „brunnenvergiftungsmythos“ hineinprojizierten. So etwas macht sachliche kritik schwer, da sie bereits am anfang gehemmt wird.
        Mal unabhängig ihrer politischen gesinnung (propalästina).

      • Alreech13. Juni 2017 um 20:07

        Wieso ?
        Man kann doch Israel als rassistischen Apartheitsstaat kritisieren der nur durch seine starke Lobby in der USA und der restlichen westlichen Welt damit durchkommt das er andere Länder straflos besetzen kann.

        Dabei ist internationl anerkannt das Juden kein Recht haben in Hebron, Bethlehem, Ost-Jerusalem zu siedeln. Das ist Palestinänsischen Land – so wie Sachsen den Sachen gehört.
        Die würden sich ja auch wehren wenn Horden von fremden Siedlern mit rückständiger Religon bei ihnen Einfallen, und keiner würde ihnen das Recht auf Widerstand absprechen.

        Fakt ist: kein anderes Land hält momentan andere Länder seit Jahrzenten besetzt.
        Würde z.B. die Türkei Zypern oder Marokko die Westsahare besetzen würden die Islamischen Länder und die Israelkritiker auch eine Hilfsflotte losschicken.
        Zum Glück gibt’s diese Probleme ja nicht.

        Ganz besonders schlimm ist das die Macher der Doku ihren Auftrag nicht nachgekommen sind.
        Wenn sie rausfinden das z.B. der Antisemitismus in Schweden vor allem bei Muslimen und Arabern verbreitet ist und die Gründe dafür im Nahen Osten und Palestinakonflikt liegen können sie doch nicht einfach von Schweden auf den Palestinakonflikt umschwenken – das war nicht ihr Auftrag.
        Hätte sie lieber mal was über schwedische Nazis und Trump gebracht !

  3. Bernd13. Juni 2017 um 21:48

    Ich fand die Doku auch ziemlich low. Das wirkte in Teilen wie so ein Verschwörungstheorie-Video wo assoziativ eine Theorie mit irgend einem O-Ton verknüpft wird und dann noch irgend ein Videoschnipsel und zackfertig: Theorie belegt. Dass die Bildzeitung das geiler findet als Arte kann ich da schon irgendwie verstehen.

    • JanN14. Juni 2017 um 23:07

      Stimmt, irgendwann habe ich mich bei dem Gedanken erwischt: „Na ja, typisches YouTube Video“ Dabei war das gar kein YouTube Video. Die Doku erfüllt auf jeden Fall nicht den Standard, den ich von Arte erwarte.

  4. Martin Däniken13. Juni 2017 um 22:37

    Nee,wirklich-ich fand es erfrischend wenn man aufgeschlüsselt bekommt,was an Kohle die Palestinänser Bosse von der EU und anderen bekommen und was wirklich bei denen ankommt,die es brauchen…
    Ich bin mir fast sicher das es viele gibt,die das nicht wissen wollen/sollen…
    Man könnte ja Fragen stellen;
    wer verantwortlich ist
    und ganz entfent daran denken was zu überdenken..
    Dafür sind ja dann die Antizinistisreal-Idealisten auch gut …
    Man guckt auf das pöhse Isreal und kann sich ganz entspannt von der Frage abwenden:
    “Was geht da wirklich ab und wo ist das Geld?“
    Nicht das es Idealisten wirklich interessiert,
    aber es gibt ja immer diese paar Nachdenklichen/-fragenden! Ganz schlimme,diese!!!
    Und gottseidank gibt es Leute bei Arte,die das subtile EU-Kohle-an-Korrupte-(Hamas)Bosse-Enthüllen erkannt haben und uns davor schützen woll(t)en…

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