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Doku: Lohn ohne Arbeit – Das bedingungslose Grundeinkommen

Aktuelle Doku vom BR zum bedingungslosen Grundeinkommen.

Das bedingungslose Grundeinkommen, Bürgergeld oder Existenzgeld, wie der garantierte Lohn für jeden auch genannt wird, ist kein Hirngespinst arbeitsmüder Müßiggänger oder linker Spinner. Die Riege der Befürworter reicht vom ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten Dieter Althaus über den Präsidenten des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, den Unternehmensberater Roland Berger bis zum Gründer der Drogeriemarktkette dm und Milliardär Götz Werner.

Die linken Kräfte im Land beißen sich dagegen die Zähne an dem Thema aus. Katja Kipping, für die Linkspartei im Bundestag, hat es nicht geschafft, ihre Partei von den Vorteilen eines bedingungslosen Grundeinkommens zu überzeugen. Teile der Linkspartei lehnen es strikt ab. Mit knapper Mehrheit hat die Piratenpartei das Grundeinkommen ins Bundestagswahlprogramm für 2013 geschrieben. Die Grünen konnten sich dazu nicht durchringen – obwohl auch sie den Sozialstaat reformieren wollen und es unerträglich finden, wie Hartz-IV-Empfänger in Deutschland drangsaliert würden.


(Direktlink, via Mogreens)

20 Kommentare

  1. gregoa3. April 2012 um 16:15

    Als ich so einem (verbitterten) Behördenheiz das mal ggü. ansprach, meinte der „da könnt ihr lange drauf warten“.
    Tjo, dann warten wir also noch ein bisserl.

  2. hdwr3. April 2012 um 19:56

    der einwand von attac bei ca. 17″ ist aber so nicht von der hand zu weisen..

  3. Meierbödefeld4. April 2012 um 08:10

    @hdwr Da hast Du Recht – mir kommt das ein bisschen wie Kuchenverteilen aber ihn nicht backen wollen vor.

    Wir werden damit eine getrennte Gesellschaft bekommen – und das kann umkippen wenn sich die Leute überlegen: Warum arbeiten, dass Geld kommt ja so. Aber dann gibt es auf einmal niemanden mehr der die Werte schafft die verteilt werden sollen.

    Hat im Kommunismus nicht funktioniert und auch in Schweden nicht (über 100% Einkommensteuer auf hohe Einkommen – da haben die Leute einfach nur ein halbes Jahr gearbeitet oder sind gegangen).

  4. Jubai4. April 2012 um 16:01

    Sehe ich nicht so wie du @Meierbödefeld. Im Gegenteil: Das Resultat wäre mMn nicht eine getrennte, sondern eine viel enger zusammenrückende Gesellschaft. Jobs, die wirklich einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen (e.g., Kranken- und Altenpflege, Müllabfuhr) würde viel höher bewertet werden als Jobs, die nur fiktive Werte schaffen (z.B. Zahlenschubse bei der deutschen Bank). Es wäre viel mehr Freiraum da für künstlerische und soziale Betätigung.

  5. Meierbödefeld4. April 2012 um 16:10

    @Jubai

    Das ist die Utopie die „ihr“ euch vorstellt / erträumt – hätte so auch im Kommunismus sein sollen – war aber nicht. Das funktioniert vielleicht im Paradies wo einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Inzwischen gibt es Leute die haben ein Haus und leben auf Hartz IV (vorzeitiger Ruhestand auf „unsere“ Kosten – das regt mich mehr auf als Ehrensold).

  6. Ronny4. April 2012 um 16:27

    Ich weiß jetzt gar nicht genau, wo man den Kommunismus schon ausprobiert hätte. Die getrennte Gesellschaft haben wir jetzt schon. Auch weil manche sich darüber aufregen, dass es HartzIVler mit eigenen Häusern gibt.

    Es sind auch immer die selben phrasenartigen Argumente der Gegner. Meistens der uninformierten.

  7. Meierbödefeld4. April 2012 um 16:29

    Nicht nur die Gegner sind uninformiert – auch die Befürworter leben da von idealisierten nicht tragfähigem, oder?

  8. Jubai4. April 2012 um 16:47

    @Meierbödefeld Was sagst du denn den Leuten, die trotz Arbeit mit 800 € nach Hause gehen und den anderen, die keine Arbeit mehr finden obwohl sie gerne würden? Für die leben die Leute in einer Utopie, die sagen, dass es ja allen gut geht in Deutschland. Geht es eben NICHT. Es gibt halt keine faire Verteilung der Gewinne.

  9. dapperdan4. April 2012 um 17:37

    zunächst würde mich interessieren, woher die lieben leute im film die die summe von 1 billion euro für sozialausgaben ziehen. im haushalt 2011 waren gut 130. mrd € für soziales veranschlagt.
    zum thema: so gut wie sicher ist, dass ein konsumsteuerfinanziertes BGE einen inflationsschub sondersgleichen auslösen würde. 1000 € sind unter derzeitigen umständen möglicherweise halbwegs vernünftig, hätten aber unter BGE-bedingungen die kaufkraft des derzeitigen SGB-II-satzes. dies konterkariert ja gerade alle ehrenwerten absichten des BGE, da so der arbeitnehmer wieder aus unterlegener position den bedingungen des AG zuzustimmen hat, so er sich eine gewissen lebensqualität wünscht.
    darüber hinaus, wie im film angeklungen, entbindet ein BGE die AG von jeglicher moralischen verpflichtung. jede gesetzlich normierte sozialbindung zwischen AN und AG könnte dieser mit dem argument des BGE aufkündigen.
    eine konstruktion, wie sie hr. werner propagiert, ist sicher ganz in seinem unternehmerischen sinne, da sie vollständige marktliberalisierung unter dem deckmantel eines feigenblatt-BGE rechtfertigbar macht.
    wünschenswert ist vielmehr die sanktionslose gewährung einer grundsicherung, die diesen namen auch verdient, ein anständiger spitzensteuersatz und vor allem weitaus höhere besteuerung der einkünfte aus kapitalvermögen (insbesondere der einkünfte aus finanzgeschäften).

  10. dapperdan4. April 2012 um 17:38

    nicht zu vergessen: flächendeckender mindestlohn!

  11. h wie darm4. April 2012 um 21:59

    Diese Art von Diskussion ist immer stark vom eigenen Standpunkt, Erfahrungen und Vorstellung die man von einem schönen Leben hat, abhängig.
    Es ist ein Fakt dass es viele viele Menschen gibt, die einfach keine Lust haben zu arbeiten.Ich kenne solche Menschen persönlich.Die sind vollkommen zufrieden mit ihrem Hertz4 und trödeln sich so durchs Leben.
    Ein Einkommen aufs Staatskosten ohne irgendwelche Bedingungen ist ein Schlag in die Fresse von jedem der sich jeden Tag den Arsch aufreissen geht.
    Natürlich ist das Lohngefüge fürn Eimer und trägt die grosse Hauptschuld daran dass so viele Menschen nicht Arbeiten gehen möchten.Wieso soll man auch ackern gehen für lausige 100eur mehr im Monat als unter H4.
    Daran sollte man als aller erstes arbeiten.Ein solider Mindestlohn MUSS kommen oder dieses Sozialsystem geht den Bach runter.

  12. h wie darm4. April 2012 um 22:15

    Die Welt in der wir leben ist Streichelzoo.
    Unser aller Wohlstand ist nur durch Ausbeutung von anderen Menschen möglich die den Scheiss für uns 1.Weltbürger günstig zur Verfügung stellen.
    Erzählt doch mal einem kleinen Mädchen welches in Thailand irgendwelche Sneaker zusammenklöppelt das es hier sooooo arme Menschen gibt die nicht wissen wie sie Leben sollen.

    Jeder Sozialhilfeempfänger in Deutschland lebt auf traumhafen Niveau im Gegensatz zu 90% der Menschen in der 3 Welt.

    Wenn man schon mal von Solidaritätsgemeinschaft spricht….

  13. dapperdan5. April 2012 um 00:27

    @h wie darm: fakt ist, dass es „viele viele menschen gibt, die einfach keine lust haben zu arbeiten“. ein paar hundert vielleicht, ja, von knapp 7 mio. hartz-4-beziehenden. diese deutsche blockwart-denunziatorische haltung, die keine ist, sondern ausschließliche manifestation der ständigen blöd-medialen penetration in bücklingsstellung, die kotzt mich dermaßen an! geh doch fdp wählen, wenn du weiter kleiner spalter sein willst!
    allein dass du den h4-beziehenden ein globalisiertes leidensniveau zumuten willst, zeugt doch von fehlender sachkenntnis als auch empathiefähigkeit. nicht die schwächsten unserer geldgesellschaft tragen soziale verantwortung, sondern diejenigen, die es sich problemlos leisten könnten.

  14. PianoPlayer5. April 2012 um 01:06

    Meierbödefeld :
    @hdwr Da hast Du Recht – mir kommt das ein bisschen wie Kuchenverteilen aber ihn nicht backen wollen vor.
    Wir werden damit eine getrennte Gesellschaft bekommen – und das kann umkippen wenn sich die Leute überlegen: Warum arbeiten, dass Geld kommt ja so. Aber dann gibt es auf einmal niemanden mehr der die Werte schafft die verteilt werden sollen.
    Hat im Kommunismus nicht funktioniert und auch in Schweden nicht (über 100% Einkommensteuer auf hohe Einkommen – da haben die Leute einfach nur ein halbes Jahr gearbeitet oder sind gegangen).

    Mehrere Einwände dazu:

    1. Die getrennte Gesellschaft im Sinne einer Spaltung in Arm und Reich, in haben und nicht-haben etc. haben wir längst.
    2. Warum arbeiten? Weil das BGE so gerade zum Überleben reichen würde. Wem das reicht, nun, der soll es so haben. Arbeit bedeutet mehr als nur Geld verdienen. Miese Jobs mit mieser Bezahlung müssen, gäbe es ein BGE, aufgewertet werden, damit sie noch jemand macht.
    3. Im Kommunismus gab es kein BGE.

    Ich bin nicht unbedingt für ein BGE, aber deine Argumente sind etwas schwach, wie ich finde.

  15. h5. April 2012 um 06:12

    @ depperdan

    erst lesen, veruchen zu verstehen
    und dann antworten.

    ist das denn so schwer?

    emphati

  16. dapperdan5. April 2012 um 10:01

    @h interessant, dieser defensive null-argumente-rückzug auf hohle phrasen aus dem konversationslexikon der panzerknacker.
    dabei ist es ganz einfach: sobald die empfänger deiner worte diese deiner meinung nach falsch interpretieren, ist es deine pflicht (auch in selbstachtung vor dir selbst), diese falsche interpretation durch inhalte(!) geradezubiegen.
    allerdings denke ich, dass ich dich ganz richtig verstanden habe: (1) arbeit muss sich wieder lohnen -> kann ich mit leben. (2) h4-beziehende bekommen zucker in ihren fernseharsch geblasen -> populistische scheiße. und die politik freut sich, weil die unteren 90 % sich die köppe gegenseitig einschlagen.

    in diesem sinne: erst lesen, versuchen zu verstehen und gegebenfalls einer inhaltlichen selbstkritik unterziehen. dann abschicken. ist das denn so schwer?
    (ps: typos!)

  17. dapperdan5. April 2012 um 10:08

    PianoPlayer :
    Miese Jobs mit mieser Bezahlung müssen, gäbe es ein BGE, aufgewertet werden, damit sie noch jemand macht.

    leider nicht. durch die inflationsbedingten rückkoppelungseffekte wäre die kaufkraft der nichtarbeitenden bevölkerung ähnlich niedrig wie heute unter hartz-4. miese jobs würden weiterhin mies bezahlt werden mit dem unterschied, dass die AG sich mit dem BGE-argument aus der sozialen verantwortung stehlen.

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