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EU-Politiker Michel Reimon filmt Hilfsflug zu den Jesiden

Es ist einer dieser Momente, in denen mir die Worte fehlen. Weil keine Worte Situationen wie diese verständlich machen können. Zumindest keine Worte, die ich kenne. „Drama“ wäre eins dafür, aber das sagt sich so da dahin – leider auch auch mehrfach täglich. „Humanitäre Katastrophe“ wäre ein anderes, welches sich dafür wohl auch durchgesetzt hat. Am Ende allerdings basiert das, was da gerade im Nordirak passiert, auf Unmenschlichkeit und es macht mich unsagbar betroffen.

Der österreichische Grünen-Politiker Michel Reimon, der auch EU-Parlamentarier ist, hat einen Hilfsflug für die Jesiden begleitet, von denen Tausende auf dem Berg Sindschar von der Dschihadisten-Milizen „Islamischer Staat“ (IS) eingekesselt sind. Und was er an Videoaufnahmen mitbrachte, ist kein Kinofilm, das ist aktuell Realität für jene Menschen, die unter dem Vormarsch des IS zu leiden haben. Hier hat er sein Erlebtes aufgeschrieben.

Seine Aufnahmen sind erschütternd. Sie zeigen unter anderem, wie verzweifelt Dutzende Menschen versuchen, an Bord des Hubschraubers zu klettern. „Die Jesiden sitzen in einer Todesfalle“, sagt Reimon am Telefon zu SPIEGEL ONLINE. „Es sind 45 Grad in der Sonne, es verdursten jeden Tag Menschen.“ Der Flug selbst fand bereits am Sonntag statt, nun verbreitet sich das Video im Netz.
(SpOn, die auch eine kürzere Version des Videos haben)


(Direktlink, via SpOn)

8 Kommentare

  1. Sandro13. August 2014 um 18:33

    Im Grunde macht mich das Wütend. Wütend auf die Menschen die von diesem Elend profitieren.

  2. aristo13. August 2014 um 22:36

    Für Geostrategen bedeuten Menschenleben nichts. Man muss sich in die Denkweise dieser Menschen einfügen, um zu verstehen, was passiert.

  3. Ronny13. August 2014 um 22:38

    aristo,
    Was genau ändert das an dem Leid dieser Menschen?

  4. Andreas14. August 2014 um 10:02

    aristo,

    Also wenn Du Dich tatsächlich in die Denkweise von religiösen Fanatikern hinein versetzen kannst, solltest Du Dir ernsthaft Sorgen machen.

  5. Andreas14. August 2014 um 10:10

    Sandro,

    Also mich macht in erster Linie wütend, dass es nach wie vor überall auf der Welt Menschen gibt, die unter dem Deckmantel der Religion anderen Menschen Leid zufügen.
    Und was in der Region Syrien/Irak im Zusammenhang mit dem IS gerade abgeht, ist absolut unfassbar. Das kann man mit gesundem Menschenverstand nicht ansatzweise nachvollziehen.

  6. Stephan14. August 2014 um 12:13

    Was mich wütend macht ist der Umstand, dass sich unser Leben in der heilen Welt maßgeblich auf Rüstungsexporten beruht. Es sind unsere Waffen mit denen getötet werden, ganz einfach…unsere. Und wir verdienen daran sehr sehr gut. Und es waren auch die Intervention und die Planspiele der westlichen Welt, die maßgeblich zur Destabilisierung im Nahen Osten und anliegenden Staaten geführt hat. Oder die Waffen gehen dann plötzlich verloren, so wie die 400.000 Sturmgewehre der Amis in Afghanistan – einfach futsch. Wir haben alle Dreck an den Händen kleben.

  7. Reinhard Rieder31. August 2014 um 14:05

    Es fing mit einer Lüge an… angeblich hätte der Irak Massenvernichtungswaffen. In Wirklichkeit ging es nur um das Öl und um den US-Dollar zu stützen.

    Die militärische Intervention der USA hat den Irak ins Chaos gestürzt, in der religiöse Minderheiten wie z. B. Christen und Jesiden zur Zielscheibe von Hass und Verfolgung werden.

    Danke an alle Menschen die finanzielle und humanitäre Hilfe im Nordirak leisten.

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