„FCK CPS“ kann ein Verwarnungsgeld kosten

So geschehen in Düsseldorf. Eine „grob ungehörige Handlung“.

„Im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Dügida-Naziaumarsch bekam ein Protest-Teilnehmer ein skurriles Schreiben. Ihm wird vorgeworfen „eine grob ungehörige Handlung“ vorgenommen zu haben, indem einen Rucksack mit der Aufschrift FCK CPS getragen habe. Angeblich ging er im Hbf „an den Einsatzkräften der Polizei mehrfach vorbei“. Aus diesem Grund bekam er eine schriftliche Verwarnung mit Verwarngeld über 50 €, deren Zahlung er natürlich verweigert. Ordnungsamt und Polizei lassen sich offensichtlich immer mal wieder neue Verrücktheiten einfallen, um AntifaschistInnen einzuschüchtern – es wird ihnen nicht gelingen!“
(Düsseldorf stellt sich quer)

11168056_1571302209788381_7974265102543150460_o
(via Schlecky)

Tagged: ,






Kommentare: 24

  1. Michael 27. April 2015 at 15:32  zitieren  antworten

    Viel zu wenig für so einen Idioten….!!!!

    Was bitte soll das Tragen eines solchen Spruchs mit Antifaschismus zu tun haben? Balla balla?

    Gleichzeitig also noch hirnrissiger Kommentar zu dem Schreiben von dieser Seite.

    Wer die Polizei pauschal anfeindet oder sogar attackiert ist in meinen Augen genauso widerliches Pack wie Pegida etc.

    Stell sich mal einer vor wie es wäre ohne Polizei etc und mit Anarchie in Deutschland, wir würden im Chaos versinken. Die armen Leute machen nur ihren Job.

  2. lokus 27. April 2015 at 15:33  zitieren  antworten

    Und was wenn er FC K fan war?

  3. Elwynn 27. April 2015 at 15:39  zitieren  antworten

    Geschieht ihm recht.

  4. Melitta M. 27. April 2015 at 15:50  zitieren  antworten

    Was hat denn ein FCK CPS Aufnäher mit Antifaschismus zu tun?

  5. Spatz 27. April 2015 at 16:07  zitieren  antworten

    Ich trage gerne Caps, und trotzdem fühle ich mich durch diesen Aufdruck in keinster Weise beleidigt…

  6. Olga 27. April 2015 at 16:23  zitieren  antworten

    Verstehe die Aufregung nicht, was ist daran schlimm Kaiserslautern-Fan zu sein und sich für die Kinderschutzbehörde einzusetzen?

  7. achim 27. April 2015 at 17:04  zitieren  antworten

    ungehörig: (online-duden): „nicht den Regeln des Anstands, der guten Sitte entsprechend; die geltenden Umgangsformen verletzend“
    OWiG: § 118
    Belästigung der Allgemeinheit

    (1) Ordnungswidrig handelt, wer eine grob ungehörige Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen oder zu gefährden und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen.

    (2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden, wenn die Handlung nicht nach anderen Vorschriften geahndet werden kann.

    Wikipedia hat ein paar Beispiele: http://de.wikipedia.org/wiki/Bel%C3%A4stigung_der_Allgemeinheit

    Faschismus ist ein generelles und strukturelles Problem. Die Polizei repräsentiert und verteidigt diese Strukturen. Dies tut sie inform einer klaren hierarchischen Befehlsstruktur, deren Spitze die jeweiligen Repräsentanten des Staates sind. Demgegenüber steht natürlich das je individuelle Gewissen des Einzelnen. Die Intutution Staat und mit ihr die der Polizei gehört stets kritisch beleuchtet und hinterfragt (da immer der Verdacht des Faschismus präsent ist). Polizeikritik ist ein antifaschistisches Element, weil Polizeigewalt ein faschistisches ist.

    Der Brief wirkt wie ein Schulverweis von einem sich persönlich beleidigt fühlenden Oberlehrer, der mal ein Exempel statuieren will. Ich finde es patzig, launig und unangebracht.

  8. therme 27. April 2015 at 17:11  zitieren  antworten
  9. Jan 27. April 2015 at 17:11  zitieren  antworten

    Ich hab diesen Blog eigentlich gern, aber das vermischen von Antifaschismus und pauschaler Anfeindung einer Berufsgruppe ist einfach dämlich.

    (Die Verwarnung ist auch bescheuert, aber das würde ohne diese undurchdachte Einleitung besser zur Geltung kommen).

  10. bla 27. April 2015 at 18:03  zitieren  antworten

    soldaten sind mörder? war da nicht mal was

    ich dachte man könnte eine unüberschaubare nicht näher definierte menge an menschen nicht beleidigen – dürfte hier wohl auch zutreffen

  11. kosmopol 27. April 2015 at 18:24  zitieren  antworten

    Wie jetzt? Wieso kommt denn das Ordnungsamt auf so schmutzige Gedanken?
    FCK heisst doch „Fussball Club Kaiserslautern“ und CPS steht für „Cambridge Philosophical Society“. Was ist daran falsch?

  12. Ursula von der Katz 27. April 2015 at 19:16  zitieren  antworten

    achim:
    Faschismus ist ein generelles und strukturelles Problem. Die Polizei repräsentiert und verteidigt diese Strukturen. Dies tut sie inform einer klaren hierarchischen Befehlsstruktur, deren Spitze die jeweiligen Repräsentanten des Staates sind. Demgegenüber steht natürlich das je individuelle Gewissen des Einzelnen. Die Intutution Staat und mit ihr die der Polizei gehört stets kritisch beleuchtet und hinterfragt (da immer der Verdacht des Faschismus präsent ist). Polizeikritik ist ein antifaschistisches Element, weil Polizeigewalt ein faschistisches ist.

    Hier treiben sich aber auch „Achims“ rum. Bei solch einer Klientel braucht an ja nur auf das Auftauchen des kompetenten Verfassungsschutz warten.

  13. DreckMAschiene 27. April 2015 at 19:37  zitieren  antworten

    wenn hier schon Studenten in Notwehr mit Kugeln durchsiebt oder geistig verwirrte in Berliner Brunnen wegen einem Messer erschossen werden.
    Wie soll sich da das Bild dieser Berufsgruppe zum positiven wandeln?

    Im Stuttgarter Schloßgarten wurden ja bereits Rentner mit Wasserwerfern blindgespritzt, weil sie einfach nur der Aufforderung der Obrigkeit zum Verlassen der Lokalität nicht folgen mochten.

    Polizeiversteher Fuck Off!

  14. Kimono Westerschelle 27. April 2015 at 20:12  zitieren  antworten

    DreckMAschiene,

    Stimmt hatte ganz vergessen, dass ich mich jeden Tag vor der Polizei in Acht nehmen muss, weil sie die ganze Zeit Unschuldige, insbesondere linke Linke, verprügeln und schikanieren. Sie haben ja keine Funktion außer das Sie als SA-Truppen für Bundesverschwörung fungieren. Es herrscht ja schließlich Mord und Totschlag in Deutschland.

  15. Herr Berrt 27. April 2015 at 21:00  zitieren  antworten

    ….ich bitte auch um Aufklärung, was den unmittelbaren Zusammenhang zwichen dem mutmaßlichen „F*ck the Cops“ und Antifaschismus darstellt.
    @dreckmaschiene: …süß – schreib doch noch ein ACAB, dann haste es der Obrigkeit mal richtig gezeigt.

  16. useR 28. April 2015 at 01:21  zitieren  antworten

    Der zusammenhang zwischen polizeiverhalten und faschismus war mir lange auch unbegreiflich. Weswegen man ueberhaupt frustriert von der polizei sein könnte war mir auch unbegreiflich, machen doch nur ihren job.
    Dann wurde ich aelter und bemerkte, dass es erstmal um das wie des job machens ging, da ging es noch um radfahren auf der „falschen“ strassenseite und kein licht am rad. Das wie war je autoritaer, aggressiv-dominant und von oben herab. Ich vermisste freundlichkeit, gelassenheit und souveraenitaet.
    Da konnte ich dann den hass meiner geschwister auf die bullen mehr und mehr verstehen. Sie waren damals in den anfaenglichen neunzigern bei den potsdamer raeumungen wiederholt ordentlich vermoebelt worden, von polizisten. Strafverfolgung von polizisten war auch damals nich angesagt.
    dann nahm ich an der asyldemo am brandenburger tor vor 3 jahren teil. Mit dem hintergrundwissen des jurastudiums schüttelte ich innerlich durchgehend den kopf, da ich gröbste verstöße gg verschiedene gesetzbuecher und vor allem art.1 wahrnahm. meine wahrnehmung wurde in vielem durch die folgenden gerichtsurteile bestaetigt, die eine fuelle von polizeilichen massnahmen fuer widerrechtlich urteilten. Doch das war wochen nach der aktion. Ab da konnte ich verstehen, was politische fuehrung der polizei und widerrechtliches handeln der staatsgewalt ohne schutzmöglichkeit bedeutet.
    Und nun die brücke zum faschismus: die dt polizei entstand aus der polizei des 3. Reiches, es gibt sehr viele personelle kontinuitaeten. Somit war auch der geist der institution erhalten. In den 60ern zeigte sich dann, dass die polizei abweichende politische auffassungen, vor allem staatskritische auffassungen bekämpft. Es sind m.e. immer die feinheiten, die den unterschied ausmachen. Wendet man nur die noetige gewalt an oder gern auch etwas mehr….
    ich sehe diese kontinuitaet auch heute noch. Psychologisch is es ja klar, dass die bewerberinnen fuer polizeistellen sehr regelliebend sind. Und die freiheitsliebende linke is daher per se die nemisis jedes polizisten, die sicherheit und ordnung favorisierende rechte der natuerliche partner der polizei. So leuchtet mir das ein.
    fuer manche ist es etwas weit her geholt, ich glaub das beruht dann auf einem wenig an negativen erfahrungen mit polizistinnen. Demos sind immer das beste feld um erfahrungen zu machen. Am besten freidlich mitlaufen und mal schauen, ob man auch unverhaeltnismaessige gewalt erfaehrt und eine anzeige dann im leeren verläuft. Ohne derart gelagerte erfahrungen geht man natuerlich davon aus, dass „sie nur ihren job machen“.
    auch ohne den faschismusaspekt bleibt bei mir suubstantielle kritik am selbst und rollenverstaendnis von polizisten und die ausuebeung der selben. Da gibt es leidliche untersuchungen zu, auch kritische stimmen innerhalb der polizei die, wie zu erwarten und das ganze nur bestaetigend, isoliert werden.
    zwischen alles scheisse und alles super gibts was dazwischen. Daß polizei wohl aktuell unverzichtbar ist, jedoch das was und wie der polizeiarbeit gegenstand oeffentlicher kritik ist und diese ernst genommen werden sollte statt mit immer mehr einschuechterung zu agieren, ist meine meinung.
    p.s. eben der aspekt der einschuechterung ist der, der souveraene von autoritaerer (naehe zum faschismus) polizeiarbeit unterscheidet. Getroffene hunde bellen.

  17. Martin-Mathias Rheutersberger 28. April 2015 at 03:32  zitieren  antworten

    Michael,

    Bitte haue Anarchie nicht mit Chaos in einen Topf. ;-) Derweil erklären Sie, was genau die Riot-Cops mit dem normalen Polizisten gemein. :-D
    Zwischen FCK CPS und Polizisten angreifen sehe ich noch einen großen Unterschied.

    Letztendlich weiß nur Bernd wo wir hinkommen, wenn jeder Pulli mit bösen Wörter in Bußgeldern mündet.

  18. Andreas 28. April 2015 at 11:43  zitieren  antworten

    Ich war gespannt auf die Kommentare und wurde nicht enttäuscht :-D

  19. Ronny 28. April 2015 at 11:53  zitieren  antworten

    Andreas,

    :D

  20. Martin Däniken 28. April 2015 at 12:54  zitieren  antworten

    Nicht das ich dem Verwarngeldantragstellenden Menschen (Behördenmitarbeitern) Mangel an Intelligenz unterstellen möchte aber derartige geistigen Meisterleistungen kriegen die doch nicht ohne Hilfe hin…
    Also wer war der Verräter?
    Oops kleine I-net recherche das Kürzel kommt aus der Mensaklubabteilung“Hooliganismus“ und gibt bei den Amazonen als Hoodie,hmmm.
    Wenn Behördenschelte dieser Art schon im Mainstream angekommen ist-taugt sie dann für Aufruhr und Verwarngeld!

  21. jens 28. April 2015 at 13:00  zitieren  antworten
  22. achim 28. April 2015 at 14:10  zitieren  antworten

    Ursula von der Katz,

    alles faschisten^^

  23. Olga 28. April 2015 at 17:30  zitieren  antworten

    Man kann CPS auch mit PLZ ersetzen, für die Anhänger der Postleitzahlen.

  24. mkzero 28. April 2015 at 18:48  zitieren  antworten

    Da muss man jetzt aber dem Bundesverfassungsgericht auch mal auf die Schulter klopfen fuer diese Entscheidung. Sowas kommt ja schliesslich nicht aller Tage, dass tatsaechlich mal jemand seine Meinung so frei aeussern darf und sogar ohne koerperliche Blessuren davonkommt. Also zumindest bis jetzt ohne koerperliche Blessuren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *