Künstlergruppe will Tote der EU-Außengrenzen öffentlich in Berlin bestatten: “Die Toten kommen”

  
Radikale Aktion vom Zentrum für politische Schönheit, um in Erinnerung zu behalten, was täglich an den Grenzen der EU passiert, wo aufgrund dieser Grenze Menschen sterben. Manch einer vergisst das recht schnell. Aus den Augen, aus dem Sinn und so. Diese Aktion könnte dazu beitragen, diese humanistische Katastrophe im Sinn zu behalten. Ab Morgen (16.6.) „sollen 17 an den Außengrenzen Europas gestorbene und mit Einverständnis der Angehörigen exhumierte Refugees in Berlin öffentlich bestattet werden.“ Finanziert wird „Die Toten kommen“ mittels dieser Crowdfunding-Kampange.

Die Toten Einwanderer Europas kommen in den nächsten Tagen von den EU-Außengrenzen in die Schaltzentrale des europäischen Abwehrregimes: in die deutsche Hauptstadt – direkt vors Bundeskanzleramt. In einer großangelegten Aktion werden Menschen, die auf dem Weg in ein neues Leben vor wenigen Wochen getötet wurden, direkt zu ihren bürokratischen Mördern gebracht. Wir organisieren die Beerdigungen der Opfer der militärischen Abschottung – im Herzen Europas. Die Toten sind jetzt auf dem Weg nach Deutschland. Die Angehörigen haben jeweils entschieden, was gerschehen soll. Am Ende werden wir diese Opfer der Abschottungspolitik im Herzen Berlins menschenwürdig bestattet. Ihr Tod kann nicht rückgängig gemacht werden. Aber ihre sterblichen Überreste können Europas Mauern zu Fall bringen. Diese Aktion wird Europa in einen Einwanderungskontinent zurückverwandeln.


(Direktlink, via Martin)

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