Skip to content

Das Kraftfuttermischwerk Posts

Nachtrag zu der CC-Veranstaltung, für die die GEMA Gebühren kassierte

Jan, der Veranstalter der Creative Commons Veranstaltung, für die er GEMA-Gebühren zahlen musste, hatte jetzt das angekündigte Gespräch dazu bei der GEMA in Dresden. Natürlich beharrt die auch nach dem Gespräch weiterhin auf die Beweislastumkehr und lässt Jan erneut die Playlisten der Nacht vorlegen. Wenn sich diese dann tatsächlich als rein GEMA-freies Repertoire erweisen, werden ihm die 200,00 Euro zurückerstattet.

Ende gute, alles gut? Nein, denn an dem Unfug und der Ungerechtigkeit der „GEMA-Vermutung“ ändert das natürlich gar nichts. Außerdem bleibt auf den Fahrtkosten sitzen, da die GEMA für so etwas kein Budget hat.

Jan hat die ganze Angelegenheit hier mal komplett aufgeschrieben: Die Geschichte der GEMA ist eine Geschichte voller Missverständnisse.

Bei dem Gespräch wurde offensichtlich, dass die GEMA kaum einen Blick für die Realität hat. Sie scheint nur Mainstream und entsprechende Veranstaltungen zu kennen und kann sich nicht so recht vorstellen, dass bei einer Veranstaltung Musik gespielt werden kann, die nicht bei der GEMA gelistet ist, geschweige denn, dass jemand dazu tanzen würde. Dabei sind Drum & Bass, Dubstep und viele weitere, dem Mainstream nicht angehörige, Musikrichtungen nicht nur keine Modeerscheinung, sondern werden von Menschen auf der ganzen Welt gehört und auch hier gibt es „Stars“, die damit (hauptsächlich durch ihre Auftritte) ihren kompletten Lebensunterhalt bestreiten können. Auch existieren Musikveranstaltungen abseits von Großraumdiskotheken in kleinen Clubs, Bars und Off-Locations, die Woche für Woche von vielen Besuchern frequentiert werden.
Die GEMA nahm also wohl an, dass man hier versucht, sich um die Kosten zu drücken, die man aber rechtmäßig zu zahlen hätte.
Der ausschlaggebende Grund, dass man weiterhin auf der Zahlung bestand, war, dass in der von mir angegebenen Musikfolge Künstler aufgeführt waren und keine Urheber. Dass ich in meinem ersten Antwortschreiben nochmal betonte, dass in diesem Fall Urheber und Künstler dieselbe Person sind, wurde wohl überlesen.
Ich selbst verstehe unter einem Künstler vieles im Musikbereich. Das kann ein DJ genauso wie ein Produzent, Sänger, MC u.s.w. sein. Wenn also jemand zu Hause an seinem PC einen Track produziert und der von einem DJ im Club gespielt wird, sind für mich beide Künstler.

6 Kommentare

Periodensystematischer Tisch des Fluchens

Die Macher von Modern Toss haben sich diesen tollen Tisch bauen lassen, der jede Menge Beschimpfungen in Form eines Periodensystems in sich trägt. Und wenn man wen vollnölen will, drückt man einfach das passende Knöpfchen.

Clay produced the interactive Periodic Table of Swearing for Modern Toss. It was built in our Hoxton Street studio during our summer holidays. It’s constructed from over 100 buttons, CNC’ed and laser cut MDF, direct to media printing, over 100 meters of cabling, over 300 soldered joints and a whole lot of swearing!


(Direktlink, via TDW Geeks)

2 Kommentare

Adventskalender 2011, Türchen #08: Alex Azary – Quantum StarDub

Alex Azary, Labelmacher von Elektrolux, die sich mittlerweile Elux nennen, was eigentlich egal ist, da ich Elektrolux nach wie vor eher mit deliziösen Downbeats anstatt mit Kühlschränken verbinde.

Elektrolux gehört zu den dicken Pfeilern meiner musikalischen Zivilisation. Egal, ob die Space Night Compis oder die dort zahlreich veröffentlichten Alben einzelner Künstler prägen meinen eigenen Sound bis heute. Ebenso die Vorliebe für schleppende Downbeats unter dicken Bads, gespickt mit mal mehr, mal weniger satten Chords. Es gab eine Zeit, in der ich alles gekauft habe, wo Elektrolux drauf stand – ohne vorzuhören. In den absolut seltensten Fällen habe ich das bereut. Die Platten von Ruxpin, The Sushi Club (was machen die eigentlich?), Norman Feller (das Über-Downbeat-Album), Ünn, Seohngenetic und Aural Float gehören noch heute zu den mir am liebsten und auch regelmäßig gehörten. Insgesamt kam Elektrolux auf über 220 Releases voller ambienter Perlen und einem Hang zum klassischen Elektro.

Mittlerweile ist es auf Elux etwas ruhiger geworden. Chris Zippel meinte am Wochenende zu mir, „Diese Art von Musik die wir machen, ist heute reinste Liebhaberei.“ Ich verstehe, wie er das meint und denke, dass es da einen Zusammenhang zur heutigen VÖ-Politik von Elux gibt. Downbeats zu verkaufen – ganz gleich wie gut die sein sollten – dürfte heute ein eher trockenes Brot sein. Dennoch gibt es nach wie vor Platten auf Elux. Diese gehen mittlerweile eher in die deepe, dubbige Techno-Ecke. Aber wer will schon sagen, dass das jetzt schlechter sein müsste. Ich nicht.

Hier ein Stunde Quantum StarDub, des Soloprojektes von Alex. Minimaler Dubtechno mit Hang zum House.


(Direktlink, Direktdownload)

Style: Deep Dub Techno
Lenght: 01:07:55
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
01 Quantum StarDub – Silent View
02 Quantum StarDub – Change In…
03 Quantum StarDub – Green
04 Quantum StarDub – When My Heart Meets Yours
05 Quantum StarDub – This…
06 Quantum StarDub – Endless
07 Quantum StarDub – Balanced

Alle Adventskalender-Mixe gibt es hier.

[Thanks to Rico Passerini for hosting all this Mixes. Foto unter CC von saturn ♄.]

6 Kommentare