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Das Kraftfuttermischwerk Posts

Sonntagabend. Ska.


(Connected by Netaudio, Uni Mensa, Weimar, Foto by Lahnix)



Das war ein ziemlich hartes Wochenende. Also nicht ich, das Wochenende an sich eher. Die Connected by Netaudio in Weimar war überraschend groß ausgefallen und dennoch sehr gut besucht, was ich beim Eintritt in die noch leere Halle nicht annähernd erwartet hätte. Dennoch waren gut 600 Kilometer hin und zurück zu überbrücken, und die machen sich ja nicht von alleine. Jetzt sitz ich hier mit rotem Wein und höre Ska, der mir dankbarer Weise gerade in den Reader gehüpft ist und nach dem ich in gemixter Version in der letzten Woche des öfteren Mal erfolglos gesucht hatte. Lazy Sunday. Und irgendwie gut gelaunt. Und das passt.

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(Direktdownload)

Tracklist:
The Skatelites – Skaravan
Dave & Ansel Collins – Double Barrel
The Rio Grandes – Samphey Man
The Upsetters – Wildcat
The Steer Towners – Him Say You Say
Symarip – Skinhead Moonstomp
Carlos Malcolm – Bonanza Ska
Haryy Johnson & The Allstars – The Dog
The Riots – Yea Yea
Harry Johnson & The Allstars – Liquidator
The Skatelites – Guns Of Navarone
Derrick Harriott – Reach Out (I’ll Be There)
Jimmy Cliff – King Of Kings
Lord Tanamo – Taller Than You Are
Derrick Harriott – Monkey Ska
The Virtues & The Ambassadors – Your Wife and Mother
The Maytals – My Daily Food
The Des Allstars – Night Food Reggae
(via Deepgoa)

Zum Thema „Digitale Gesellschaft“ sollte man das unbedingt gelesen haben.

Die Internetnutzer sind eine Masse, wie sie heterogener kaum sein könnte. Es ist alles dabei – von reinen E-Mail-Verschickern, Newskonsumenten und Facebook-/YouTube-/StudiVZ-Nutzern über Twitterer, Blogger, so genannte Nerds, bis hin zu Unternehmern, NGOs und Politikern, Behörden und Geheimdiensten. Nun müsste man Internetnutzer eigentlich unterscheiden und gewichten: Nach Nutzern. Und Machern. Aber eigentlich “macht” auch jeder, der bei Facebook Katzenfoto-Links postet, etwas. Dann gibt es andere, die _mehr_ “machen”, die Blogs über Lokal-, Netzpolitik, Medien und Alltag schreiben. Aber genaugenommen ist es doch so: Alles, was man im Internet nutzt, macht auch etwas mit dem Internet, und sei es nur, dass man bei Google einen Suchbegriff eingibt und damit werberelevant wird. Zwischen passivem Konsum und aktiver Teilhabe ist es nirgends so nah wie hier.

Das Tolle ist: Jeder kann Internet, jeder ist Internet. Irgendwie. Doch daraus ergibt sich ein Relevanzproblem: Wo zieht man die Grenze? Wer, wessen Meinung, wessen Inhalte, sind relevant? Dass Relevanz nicht nur über Quantität (Zahl von Blogeinträgen, Tweets, Verlinkungen) definiert werden kann, dürfte mittlerweile durchgesickert sein. Eine genaue Definition wird vermutlich aber immer praktisch unmöglich bleiben. Wessen Meinung ist also wichtig? Ist es die Meinung derer, die für Themen, die sie als Internetnutzer betreffen, auf die Straße gehen? Die Meinung derer, die drüber schreiben und online debattieren? Ist einfach jede Meinung relevant, Hauptsache, sie ist eine Meinung?

Cafe Lehmitz, Reeperbahn, Ende der 60er

Ich hatte hier vor gar nicht all zu langer Zeit die fantastischen Fotos von Billy Monks Nachtclubfotografie im Südafrika der späten 60er. Der schwedische Fotograf Anders Petersen hat zur gleichen Zeit ganz ähnliche Fotos im Cafe Lehmitz auf der Reeperbahn gemacht. Die sind mindestens ebenso eindringlich und unbedingt sehenswert. Peter beschreibt das Gesehene auf folgende, treffende Art: „Egal wo man sitzt, irgendwie sitzt man immer an der Theke. Einrichtung rustikal. Vor den Regalen mit den harten Sachen hängen Netze, damit man nicht rüberlangen kann. Publikum gemischt. Penner, Banker, Söhne, alle wenig nüchtern. Aber die Stimmung ist gut, bisweilen auch super. Zur fortgeschrittenen Stunde sollte man nicht unbedingt große Sprüche klopfen. Bier gibt es nur aus Flaschen.“

Ganz großartige Dokumente der vergangenen Zeit!

(via Glaserei)