Skip to content

Das Kraftfuttermischwerk Posts

Netaudio-Mixtape III / Digital Laptop Reggae

E voilà! Mixtape Nummer 3. Diesmal im Stil: Digital Laptop Reggae bzw. Digital Dub, ganz im Zeichen des großartigen Leipziger Netlabels Jahtari, was, musikalisch betrachtet, in der Netaudio-Landschaft gänzlich konkurenzlos ist. So einen Sound gibt es nur da. Kein Wunder also, dass das ein oder andere Release mittlerweile auf Vinyl oder Cd gelandet ist. Aufgrund der Tatsache, dass ich nun all das mit raufgepackt habe, was mir am besten gefällt, ist das eine sehr bunte Mischung geworden, die aber besser zu so sonnigem Wetter nicht passen könnte. Da disrupt, seines Zeichens Labelhead von Jahtari auch auf Phonocake und iD.EOLOGY seine Spuren hinterlassen hat, sind diese Releases hier mit bei. Ansonsten ein Labeltape, quasi. Und ich übertreibe kein bisschen, wenn ich sage, dass es mir eine Ähre war, mich durch die fantastische 8-Bit Klangwelt dieses Labels zu graben. Nicht nur, dass die Jungs unglaublich sympathische Sachsen Thüringer sind, nein, die machen einfach alles richtig. Nicht umsonst sieht ihr Terminplan so aus, wie er eben aussieht. Nun gut, Herrschaften. Bässe rein, laut gemacht, hier kommt Offbeatkaraoke! The Sound of Jahtari.

Info & Download :

Direkt-Download: Netaudio-Mixtape III
Archive-Download: KFMW Netaudio-Mixtape III

Erstmals auf eigenem Archive.org Host. Dann geht das auch fix mit den Downloads.

Nr. Artist – Title Related Link
01.) disrupt – grave robbers from outer space (iD.EOLOGY)
02.) krystoff – Holy Mount (Jahtari)
03.) Afrikan Simba Rootah – Jahtari Massive (Jahtari)
04.) Blaze Dem – Martial World (Jahtari)
05.) disrupt – dont talk – shoot (Phonocake)
06.) Ras Amerlock vs. Volfoniq – En Chantier (Jahtari)
07.) disrupt – Jah Red Gold And Green (Jahtari)
08.) disrupt – Bauhelm Dub (Jahtari)
09.) Volfoniq vs Kik The Hypez – Speak ‚ n‘ Sex (Jahtari)
10.) Volfoniq – Heroina Dub (Jahtari)
11.) disrupt – jah bit invasion (iD.EOLOGY)
12.) disrupt – kozure okami (iD.EOLOGY)
13.) Illyah Ltd Candy – Fight The Formation (Jahtari)
14.) Ras Amerlock – One From Teslas Lab (Jahtari)
15.) Blue Vitriol – Re-Entry Dub (Jahtari)
16.) Blaze Dem – Dubness Of This Creation (Jahtari)
17.) noisebeyondsilence – Sound Dimension (Jahtari)
18.) Normaa – Give Thanks To Be Part (Jahtari)

Qualität: 192 kbs Mp3
Dauer: 01.00.16
Stil: Digital Laptop Reggae

13 Kommentare

Is warm,wa?

Wie schlimm muss es sein, wenn Menschen zwanghaft das Gefühl haben, sich einem modischem Diktat zu unterwerfen und sich nach diesem auch anziehen, ganz egal wie warm es ist. Ich meine, heute sind 30 °C. Im Schatten! Einige junge Frauen scheinen das hier im Umland heute morgen noch nicht erwartet zu haben und zwängen sich auch bei dieser Temperatur in ihre womöglich einzige Röhrenjeans. Wenn es ganz schlimm kommt, in eine schwarze. Darüber tragen sie dann eine langärmelige Jacke, auf der in grossen Lettern eine Marke steht, die mir unbekannt ist. Gut, könnte man meinen, die werden sie ja spättestens Mittags dann ablegen. Nein, dass tuen sie nicht. Sie krempeln nur die Arme hoch. Die Marke soll ja schon noch zu sehen sein. Dann sitzen sie im Bus, der locker nochmal 8 °C mehr hat und tupfen sich mit dem Taschentuch die Schweißperlen von der Stirn. Aber okay, sie sehen noch gut aus, denken sie zumindest. Das aber ein gequälter Gesichtsausdruck nicht zum Gutausehen taugt, hatte ihnen offenbar vorher niemand gesagt. Sie sehen aus wie ein Häufchen Unglück und könnten einem fast schon leid tun, wenn sie nur nicht zu blöd wären, dass Wetter einfach so zu ignorieren, um sich dem Diktat zu unterwerfen. Mag sein, dass es die einzige Hose ist, – die in ihre Definition von aktuellem Style passt – für die die letzte Ration Taschengeld, der letzte Azubi-Lohn oder das letzte BAföG gereicht hat und sie die nun genau deshalb immer tragen, weil die vom letzten Jahr nicht mehr so kuhl sind. Und man will ja auch im Umland einen Hauch von urbanem Flair versprühen, denken sie vielleicht und vergessen dabei, dass genau das darauf hinweisen könnte, dass sie ja eigentlich vom Dorf kommen. Nicht das da nun alle so rumlaufen würden, gequält, verschwitzt, mitunter riechend und immer über die Hitze meckernd. Im Gegenteil, so gibt es genügend Menschen, die sich auch nach Wettersituation anziehen und nicht immer schlecht dabei aussehen. Nur tragen sie dann eben die Hose aus dem letzten Jahr nochmal, oder die aus dem Sommer 02, oder so. Die Sachen die man trägt sehen immer nur so aus, wie der Mensch der in ihnen steckt diese präsentiert. Und ein Lächeln ist mir doch allemal lieber, als so eine verkrampfte Bratze, die sich richtig einen abschwitzt, um die Kronen auf ihren Arschtaschen durch die Welt zu wiegen, nur um damit zu zeigen: „Seht her! Das was die in Mitte können, kann ich schon lange.“ Ich gebe zu, dass einige in Mitte auch in der Lage, sind 45 °C und das Modediktat zu vereinen. Aber das will gelernt sein. Das lernt man nunmal nicht im Stall.

2 Kommentare

Sind…

die eingebetteten youtube Videos nur bei mir irgendwie neu in Optik und Funktion, oder soll das so?

2 Kommentare

Und was sagt uns das?

www.kraftfuttermischwerk.de/blog/ratm.jpg


„Fresh off their triumphant reunion at the Coachella Festival and their highly anticipated upcoming appearances as part of the Rock the Bells tour, rumors are swirling about a full fledged Rage Against the Machine reunion tour. The buzz is focused on http://www.ratm82407.com/ where the RATM logo sits above a countdown clock (approx. 4 days and change remaining). Word is the clock is counting down to a special announcement regarding RATM.“
(via)

Nicht nur, dass Counter offenbar schwer in Mode kommen. Wirklich eine Reunion-Tour? Eine neue Platte? Oder nur ein neuer Fanclub? Man wird es erfahren, wenn der Counter auf 00:00:00:00 steht. Bis dahin kann man ja einfach schonmal darüber nachdenken.

5 Kommentare

Man kann viel lernen in der Bahn. Zumindest kann man viel darüber erfahren, wie sich andere Menschen so mit dem Leben arrangieren und was sie generell davon halten. So auch heute Nacht. Drei Ladys, ein junger Mann. Allesamt über dem Zustand, den man weitläufig als „beschwippst“ benutzen würde. Allesamt auf dem Weg nach Potsdam. Während er über seine physiotherapeutische Ausbildung lammentierte und den Ladys dabei ununterbrochen an den Gliedmaßen rumdrückte, um ihnen nun auch anschaulich zu machen, wie das mit den Muskeln so läuft, bevorzugten diese es, mal darüber zu reden, wie es denn mit dem richtigen Alter einer Frau für Nachwuchs wäre. 32, so konnte ich hören, „wäre schon viel zu alt“, hingegen 20 noch viel zu früh wäre. Gut, nicht das etwas Neues wäre. Es ist nur so, dass ich die Damen nicht um ihre Meinung gefragt hatte und sie diese, dennoch, für jederman deutlich hörbar in die Welt krakelen. Eine, ich nenn sie jetzt mal Petra, meinte sie sei „jetzt 26 und eigentlich im besten Alter, nur sie hätte keinen Mann.“ „Das sei ein Problem“, meinte ihr Gegenüber, „weil ohne Mann wäre es ja schlecht mit Kindern und so.“ Bingo, dachte ich, dass wäre zumindest schonmal keine schlechte Konstellation um ein Kind zu zeugen. Petra aber meinte, „dass das gar nicht so einfach wäre mit den Männern und Beziehungen ja auch so eine Sache sind.“ Diese sind nämlich „generell sowieso nur von den finanziellen Umständen abhängig.“ Aha, Petra. Da hatte ich dann offenbar bisher was verpasst. Mag ja sein, dass ich da etwas zu romantisch bin, aber eigentlich dachte ich bisher, es ginge eher um sowas wie die Liebe. Gut, wieder was gelernt. Dannach allerdings habe ich, dass Zuhören konsequent eingestellt. Ich hatte ein wenig Angst, die Bahn als Intellektueller verlassen zu müssen, wenn da noch mehr derlei Erkenntnisse Petras in meinem Kopf ankommen würden. Ein wenig Wissensvermittlung tut es ja auch des Nächtens in der Bahn, dachte ich. Nur eines hätte mich noch interessiert. Und zwar: ob der junge Mann es tatsächlich noch geschafft hat, nach seiner sehr engagierten Art und Weise, wie er den Ladys das mit den Muskeln erläutert und gezeigt hat, noch in die Gelegenheit kam, dass Alter der Damen für die Geburt ihrer Kinder zu fixen, ohne darüber zu reden, wenn ihr versteht. Es sah gut für ihn aus. Sehr gut sogar. Die Vier stiegen in Babelsberg aus und verschwanden in der Nacht. Wahrscheinlich in einer 3er Mädchen- WG.

Keine Kommentare

Uhhhha.

Drei Stunden! Ganze drei Stunden haben die gespielt. Daran hätte ich im Vorfeld nicht mal im Traum gedacht. Man hat ja so einiges gelesen in letzter Zeit, was eben darauf hätte schliessen lassen, dass es so dolle nicht werden würde. Bühenpräsenz gleich null, habe ich irgendwo gesehen, keinerlei Kommunikation mit dem Publikum und auch nicht untereinander auf der Bühne. Auch von keiner sichtbaren Spielfreude der Fünf war irgendwo die Rede. Das alles hatte ich im Kopf auf dem Weg dahin, dafür reicht es an Objektivität nicht aus. Wie auch? Ich hatte die vorher nie gesehen, dachte ich. Nun gut, es hat eine Stunde gedauert, bis sie warm waren. Corgan ist ein Genie, keine Frage. Blöd nur irgendwie, dass er nicht mal annähernd versucht, dass zu verstecken. Er wirkte ein wenig, wie ein kleiner Diktator, der sprachlos, gestenlos alles im Griff hat. Das er kein Mann der großen Worte, dafür aber eben einer der großen Musik ist, ist ja nicht neu und es hat mich nun nicht wirklich überrascht, dass er genau das an diesem Abend handhabte, wie er das immer getan hat. Aber ich will mir ja von dem auch keine Geschichten erzählen lassen, sondern die sollen, bitte schön doch, Musik spielen. Genau das haben sie getan. Fast alle relevanten Klassiker, wenn man das so sagen kann, haben sie zum besten gegeben, und zwar voller Magie, was es wohl am besten trifft. Natürlich wurden aber auch neue Songs gespielt und eines ist mal klar: Wenn das Album musikalisch dass hält, was da heute versprochen wurde, dann werden diese ganzen homogen klingenden englischen Indiebands, postpubertärer junger Männer zurück auf die Insel geblassen. Was ja auch mal an der Zeit wäre. Denn anders als diese, ist Corgan eine absolute Einheit mit seiner Gitarre, seinen Gitarren, von denen er heute Abend gefühlte 32,6 Stück bespielt hat. Die neue Lady am Bass mindestens die Hälfte davon, ihres bevorzugtem Instruments. Der spielt und spielt und spielt, wenn er denn die Zeit dazu hat, genau dass zu dürfen. Er ist der Chef auf der Bühne und das sieht man eben auch. Der Rest reiht sich ein. Und zwar treffsicher, durch und durch. Irgendwie gibt es dennoch eine spürbare Kommunikation, zwischen ihm und Jimmy Chamberlin, dem Drummer, der einer Maschine gleichkommt, einem Uhrwerk. Nichts da mit nur rythmischen Begleitmaterial. Der Mann hat begriffen, dass sein Drumset ein vollwertiges Instrument ist, dass er blindlings beherrscht. Das Bassistin Ginger Reyes und Gitarrist Jeff Schroeder nunmal ziemlich frisch sind, ist nicht zu übersehen. Aber was tut das schon zur Sache, sie machen einen großartigen Job auf der Bühne. Aber ein Corgan kann es sich eben auch erlauben, nach anderthalb Stunden vier Stücken solo auf vier verschiedenen Akustikklampfen zu spielen, was die Stimmung kurzzeitig dämpft, um danach wieder zu kochen. Sehr geil. Zum Thema Spielfreude: Es war ein Gastgitarrist dabei, dessen Namen ich nicht behalten habe. Da Corgan nun mal keine Labertasche ist hatte er den nur einmal erwähnt, was ich einfach nicht so recht verstanden habe. Ex-Scorpions Gitarrist Uli John Roth. Eine Ikone, nehme ich an, der zur seiner Gitarre ein ebenso inniges Verhältnis zu pflegen scheint, wie eben Corgan zu den seinigen. Wenn die Beiden gemeinsam spielen, wirkt Billy wie ein kleiner, faszinierter Junge, für den ein Traum in Erfüllung geht. Das ist dann Spielfreude pur. Er grinst sich einen ab und freut sich über jeden Anschlag, der eine Saite trifft und versinkt in expirimentellen, psychedelischen Klangstrukturen, die kein Ende zu nehmen scheinen. So auch die zweite Zugabe die in etwa 30 Minuten dauerte, obwohl sie nur einen Songs spielten. Die wollten einfach nicht aufhören.

Fazit: Ein großartiger Abend. Ein großartiges, dreistündiges Konzert mit einem Billy Corgan, der wie ein Kühlschrank wirkt. Zugegeben in etwas ungewohnter Form, aber ich habe noch nie einen Kühlschrank so charmant lächeln sehen…

1 Kommentar