Bully Parade

(Foto bei PopSuite)

Adventskalender 2010, Türchen #17: Colla-gen – Schneegeflüster

Colla-gen. Ich habe keine Ahnung, was Martin sonst so treibt, aber ich weiß, dass er neben der Tatsache, dass er hier Stammleser ist, ein ausgesprochener Musikliebhaber sein muss. Zumindest dann, wenn es um Elektronika geht. Davon habe ich hier einige, wie ich zu glauben wisse, was mich freut – aber das nur mal am Rande. Ich hatte mal am Rande erwähnt, dass nicht alle Mixe die zugesagt waren auch kommen würden, worauf er mir eine Mail mit dem Angebot schickte, auch einen Mix dazu beitragen zu können. Davon gab es an dem Tag einige, aber es interessierte mich wirklich, was er so auf die Teller in die Mixtur bringt, da ich wusste, wo überall er eben diese, seine, Mixtur schon durch die Boxen jagen konnte. Deshalb habe ich gesagt, “her damit”.

Und dann kam ein Mix mit einer Playlist aus mindestens 15 Jahren IDM mit jeder Menge Dub und jeder Menge Psychedelic. Und Elektronik und überhaupt allem, was ich so mag, was diesen Kosmos der Musik ausmacht. Der Mittelfinger an Schubladen, zumindest dann, wenn an dieser Schublade nicht das Post-it “Gute Musik” klebte, was handgeschrieben mit dem Edding drauf gekritzelt wurde. Denn genau diese Schublade öffnet er mit diesem Mix hier. Eine Reise durch 15 Jahre IDM und an jeder Ecke, an der er kurz damit verweilt, stutze ich und denke, “Hey, hier war ich doch schon mal. Damals.”

Ein wunderbarer unaufgeregter und dennoch konkreter Mix durch die letzten zwei Jahrzehnte Ambient und IDM. Und mindestens die Hälfte der gespielten Nummern habe ich hier im Plattenregal zu stehen, welches es momentan neu zu sortieren gilt, wovor ich mich innerlich sträube. Weil das auch immer heißt, endgültige Entscheidungen zu treffen. Bleiben oder gehen.


(Direktlink, Direktdownload)

Style: IDM
Lenght: 01.56.12
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
James Bernard – Odyssey (1994)
O. Lieb – Secret Visitors (1994)
Anton Zap – You Better Find A Job (2010)
Plastikman – Outbak (1994)
Ulysses & Filipsson – The Endless (Extended Remix) (2010)
Kukan Dub Lagan – Colazione Dalla Nonna (2009)
Yagya – Snowflake 7 (2002)
Dr. Fernando – Caverna Magica (1994)
Salt Tank – Saragasso Sea (1994)
Pete Namlook – Dream Time (1998)
The Infinity Project – When Sound Becomes Colour (1995)
Kosmas Epsilon – Cubabe (2008)
Gas – Untitled #4 (1997)
Mondero – Dub Planet (2009)
Single Cell Orchestra – Access Seraphim Flight Log (1995)
Ray Mang – Look Into My Eyes (Original Mix) (2010)
Electronic Consciousness – Mindcontrol (2010)
M-Seven – World In A Rain Drop (2008)
James Bernard – Euph (1994)
A New Consciousness – Tabletop (foursixone) (1994)
Yagya – But if these words are heard (2006)
Tetsu Inoue – Karmic Light (2000)
Tanzen ‘Pole – 1/Kiff SM’ (1998)

Alle Adventskalender-Mixe gibt es hier.

[Thanks to Rico Passerini for hosting all this Mixes.]

Just my daily two cents

2010 in photos | The Big Picture – Part 1 | Part 2 | Part 3
Auch in diesem Jahr die beste Anlaufstelle im Netz wenn es um tagesaktuelle Fotos geht, denn die sagen manchmal so viel mehr als tausende Worte. Hier alle drei Teile.

Robert The – Bookguns | Merely Thinking
“Knarren aus Büchern. Knowledge is power, oder wie war das?”


(via Lovegifs)

Wie wir damals Bäume fällten


(via Mützenmax)

Infografik: Was bei einer Platte für den Musiker übrig bleibt

So was in der Art habe ich schon öfter mal gesehen, hier ist aber noch mal schön aufgesplittet, was bei einer Platte, gemacht auf einem Label, bei wem hängen bleibt und was letztendlich bei dem einzelnen Musiker übrig bleibt. Sicher kann das so nicht für allgemein zutreffend erklärt werden, zumal Verträge mit Labels immer individuell ausgehandelt werden und bekanntere Musiker natürlich andere Deals bekommen. Auch wird hier nicht einbezogen, dass ein großes Label eben auch in der Lage ist mehr Platten zu verkaufen, was dem kommerziellen Erfolg der Musiker ja auch zu gute kommt, aber ein guter Überblick ist das hier alle mal. Gefunden auf Tumblr und, wie leider so oft, ohne direkten Link zur Quelle. Da es sich hier aber um eine Grafik handelt, die von 1000 eingenommenen Dollar für “Crudbump” ausgeht, könnte es sein, dass sie ursprünglich mal von hier kam.


(klick für in groß)

Wie man sich 1965 in London den Pub der Zukunft vorstellte

Aus der BBC Serie Tomorrow’s World. Und die hatten ja keine Ahnung, dass man heute sein Futter übers Netz bestellen kann.


(Direktlink, via How to be a Retronaut)

Apple Kuchen

Mir ist gerade so verdammt doll nach Kuchen und wenn das haptisch schon nicht klappt, dann eben wenigstens visuell. Update: Und hier kann man sich ansehen, wie man so ein Dingen herstellt, was alles andere als ein Kinderspiel ist. (Danke, Doktor Katze!)

(via Publique)

Bob Marley & The Wailers present Live December 1973

Ein Schmankerl zu Download bei Meatskull.

“I’m not entirely sure where this recording actually comes from, or for that matter what show it was broadcast on.I think this is the show recorded on 24th May 1973 at the Paris Cinema, Regent Street, London. What I do know though is this is a brilliant show and a copy of it should occupy a place in everyones record collection.If you can tell me more about it, please get in touch.”

Playlist:
1. Intro
2. Rasta Man Chant
3. Slave Driver
4. Stop That Train
5. No More Trouble
6. 400 Years
7. Stir It Up
8. Concrete Jungle
9. Get Up Stand Up
10. Kinky Reggae

Ein Foto aus der Eifel von 1910

Manchmal sind es die kleinen, die unspektakulären Dinge, an denen ich mich erfreuen kann. So wie an diesem Foto, dass den “Zauberhaften Eifelschatz” Monschau im Jahre 1910, entwickelt im Autochrome-Verfahren zeigt. Fotografiert vom Autochromisten Charles Corbet, von dem es hier eine kleine Fotoserie gibt. Da fällt mir wieder ein, dass ich schon immer mal ein paar Tage in der Eifel verbringen wollte.

(via ffffound)

Tattoo, gif’d

Piks, piks, piks.


(via Left For Dead)

WikiLeaks – Binden nicht

„… denn die Geschichte der Menstruation ist eine Geschichte voller Missverständnisse.”

(Foto bei Publique)

Gorillaz verschenken Album zu Weihnachten

Wie das FACT Mag zu berichten weiß, werden die Gorillaz zu Weihnachten ein Album für umme raushauen.

Gorillaz have confirmed details of a free album, due out on Christmas Day.

The record is called The Fall, and was recorded while Damon Albarn was on tour in October. It’s mostly been made on an iPad, with “a few non-iPad sounds” added [via Pitchfork].

Albarn confirmed all this on an interview with Australia’s Triple J radio. You can listen to the interview on the station’s website, where Albarn also performs stripped-down takes of Gorillaz songs.

Adventskalender 2010, Türchen #16: Microdizko – Weihnachtsstressabbauseminar

Microdizko. Ich lernte Erik mal vor 150 Jahren in einem Forum kennen. Ja, so was hatte damals noch Unterhaltungswert und wir – jung – benutzten so was tatsächlich um uns auszutauschen, auch wenn ich mir das heute nicht mal mehr annähernd vorstellen kann, aber so war das eben damals.

Wir beiden hauten uns dort täglich leidenschaftlich verbal die Köppe ein. Er, der, der mit der Musik, die er machte unbedingt Geld verdienen wollte, bisschen berühmt werden auch, Junge aus gutem Hause, einen irgendwie konservativen Eindruck machend. Ich, der sein Herz schon in den 90ern an den Underground und die Leidenschaft für Unkommerzialität verloren hatte. So beballerten wir uns regelecht täglich mit übelstem Geschimpfe, Häme und auch Beleidigungen. Irgendwie aber wussten beide, dass das alles nicht ganz ernst zu nehmen sei. Es war ein Forum – Trolling galore.

Später dann lernten wir uns mal persönlich kennen und merkten, dass wir auch mit unterschiedlichen Vorstellungen von Musik, Feierei, Szene und vom Leben im Allgemeinen irgendwie durchaus miteinander zu recht kämen. Sporadisch und mit einem gewissen Abstand. Das ging soweit, das wir uns, so glaube ich respektieren gelernt haben.

Heute fliegt er durch die Welt, spielt mit seinem ersten Projekt immer noch Musik, die mir die Rückenhaare hochstellt und kann davon ganz gut leben. Er macht also das, was er eigentlich immer machen wollte. Dafür musste er sich auch nicht mal verbiegen, er war schon immer so. Etwas, das ich Leuten immer hoch anrechne.

Microdizko ist das Projekt von ihm, bei dem es etwas gesitteter zur Sache und was ich mir durchaus auch anhören kann. Techno, mit massiven House-Einschlag und hin und wieder einer klitzkleinen “Trompete”, die ich eigentlich so gar nicht mag. Aber ich wollte den Kalender bunt und deshalb gehört dieser Mix hier auch rein. Und in dem Kontext mag ich ihn auch, diesen Mix.


(Direktlink, Direktdownload)

Style: Techno
Lenght: 01.10.39
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
1. Sasha Funke – Mango Special
2. Matt Star – Kuhle Fliege (Hugo Remix)
3. Beckers & Gabe – Hell’s You
4. Loko – Kumale
5. Tapesh – Chicago Groove
6. Andrew M. – La Rubia (Slicerboys Remix)
7. Steven Beyer – Jazz Appears (M. Reinkober Remix / Microdizko Edit)
8. Andreas Henneberg – Earth Goat
9. Alex Gori – Baldo Degli Ubaldi (Federico Milani Remix)
10. ICS – Workshop (Madskillz Remix)
11. Microdizko – Stadtlichter (Album Edit)
12. Felix da Housecat – Three Anthen (Eric Prydz Remix)
13. Pleasurecraft – Tarantula
14. Luthier – Crystal Lake
15. D-Nox & Beckers – Sunrise over Mali

Alle Adventskalender-Mixe gibt es hier.

[Thanks to Rico Passerini for hosting all this Mixes.]

Just my daily two cents

Sport Casual presents Soul Rocksteady | Meatskull
Manchmal muss es einfach Rocksteady sein.

Soldier of the Future, 1959 | How to be a Retronaut
Wie man sich im Jahre 1959 die Zukunft der amerikanischen Soldaten vorstellte. Soweit davon weg ist man heute auch gar nicht.