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Das Kraftfuttermischwerk Posts

Gregor Gysi zur Legalisierung von Cannabis

Das Ende der Prohibition wir politisch immer populärer, was jetzt allerdings so neu nicht ist. So aber gibt es mittlerweile auch parteiübergreifend die Forderung zur Legalisierung von Cannabis. Außer von der CSU, aber die wählt eh keiner außerhalb Bayerns.

Am Wochenende setzte sich Gregor Gysi auf Facebook für die kontrollierte Freigabe von Cannabis ein. Er bekam unter anderem eine Antwort, die auf den Jugendschutz abzielt. Vermutlich von jemandem, der nicht weiß, dass es aktuell für Kids einfacher ist, sich ein paar Gramm Dope anstatt eine Flasche Vodka zu besorgen.

So ähnlich sieht es wohl auch Herr Gysi, der wie folgt reagiert.

Bildschirmfoto 2015-05-19 um 21.38.30


(via Max)

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Verkaufen Nichtwähler ihr Wahlrecht?

Michel Abdollahi und Janina Kalle waren für Panorama 3 nach der Schließung der Wahllokale in Bremen unterwegs und haben Nichtwähler gefragt, ob sie denn ihr Wahlrecht verkaufen würden. Dabei entsteht ein recht interessanter Spin, denn hiernach würden einige Menschen ihr Wahlrecht in Länder vergeben, die ein Wahlrecht offensichtlich viel nötiger haben, als dieses Land hier. Was aber wenn alle ihre Stimme nach Ruanda geben würden und hier keiner mehr wählen könnte? So wie derzeit in Ruanda.

Stell dir vor es ist Wahl – und jeder Zweite geht hin. Da lässt sich doch was machen: „Für wie viel würden Sie Ihr Wahlrecht abgeben?“ Michel Abdollahi geht in Bremen einkaufen…


(Direktlink)

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass „Wahlrecht“ auch das Recht impliziert, nicht wählen zu gehen und verurteile niemanden, der von diesem Recht Gebrauch macht. Aber das nur am Rande.

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Stellungnahme des Westfalen-Blatts zu der Kolumne »Unsere Töchter schützen«

Jetzt ist auch beim Westfalen-Blatt selber angekommen, dass die von Diplom-Psychologin Barbara Eggert geschriebene Kolumne in der zum Westfalen-Blatt gehörenden „OWL am Sonntag“ mindestens neben der Spur war. Eggert empfiehlt in dieser einem Vater, seine Töchter nicht zu der Hochzeit seines Bruder mitzunehmen, der seinen Freund heiraten wird. Um sie zu schützen.

Das Westfalen-Blatt veröffentlichte nun folgende Stellungnahme.

Sollte die Einschätzung der Diplom-Psychologin Barbara Eggert Ihre Gefühle verletzt haben, so bedauern wir das außerordentlich. Wir bitten dafür ausdrücklich um Entschuldigung und versichern, dass uns nichts ferner lag als das. Wir haben Verständnis dafür, wenn beim Lesen insbesondere der kurzen Fassung der Kolumne »Guter Rat am Sonntag« der Verdacht der Homophobie entstehen konnte. Das WESTFALEN-BLATT weist aber zugleich den Vorwurf zurück, der Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit das Wort reden zu wollen.

Sehr selbstkritisch müssen wir einräumen, dass in der Kolumne so formuliert wird, dass der Text Kritik geradezu herausfordert. Das ist unzweifelhaft eine gravierende journalistische Fehlleistung, die die Redaktion in vollem Umfang zu verantworten hat. Wenn die Rede davon ist, dass die Kinder »verwirrt werden« könnten, dann fehlt zwingend die Erklärung, woraus dies resultieren könnte – nämlich nicht aus dem Besuch einer Hochzeit zweier Männer an sich, sondern dadurch, dass den beiden Töchtern des Ratsuchenden bisher jegliche Aufklärung über Homosexualität fehlt.

[…]

Geradezu absurd ist vor diesem Hintergrund der Verdacht, das WESTFALEN-BLATT empfehle »Kinder von Homosexuellen fernzuhalten«.

Wenn es sich nur halb so absurd gelesen hätte, wie man es durchaus verstehen konnte.

Eggert selbst rudert ein wenig mit den Armen. In der heißen Luft.

»Hier geht es nicht um meine Weltanschauung oder einen gesellschaftlichen Konflikt, sondern um ein ganz privates, nicht repräsentatives Problem eines verunsicherten Vaters. Ich habe ihm geschrieben, dass seine Kinder vielleicht nicht liberal genug erzogen wurden und ihm geraten, ein offenes Gespräch mit seinem Bruder zu suchen, um seinen Standpunkt zu erklären. Ich bin der Meinung, dass man alle Menschen ernst nehmen und respektieren muss, auch die, und gerade die, die anders denken als man selbst, alles andere würde mir intolerant erscheinen.«

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Mixumentary: “A History of the KLF” by United States of Audio

The KLF haben mit „Chill Out“ nicht nur eins der für mich bis heute wichtigsten Alben überhaupt produziert, sondern waren auch fernab davon Wegbegleiter für die elektronische Musik der 90er Jahre. Und auch das ist noch nicht alles, wer sonst schließlich hat schon mal eine Million Pfund verbrannt. In der Summe dürften The KLF eine heute kaum noch nachvollziehbare aber nicht zu leugnende Rolle in der Popkultur gespielt haben. Ohne „dürften“. Haben sie. 1992 haben sie den Sack zugemacht und sämtliche Band-Aktivitäten eingestellt. Auf Veranlassung der Band wurde auch der Verkauf von KLF-Tonträgern eingestellt. Irgendwann gab es noch ein Buch, Drummond und Cauty wuselten auch ohne KLF durch die Musikszene.

United States of Audio bringen die Geschichte von KLF mit dieser “Mixumentary” jetzt in einen hörbaren Fluss, der sich aus Interviews und diverser Musik zusammensetzt. Eine sehr geile Idee, nicht nur für KLF.

23 years ago the KLF announced they were leaving the music business. They deleted their back catalogue and burned £1m on a remote island in Scotland. This mixumentary tells their story; a strange and often chaotic tale traversing hip hop, gospel, trance, techno, ambient, house and pop amongst other things. It is my tribute to the band that produced the first single I ever bought, a tribute to a band that, despite becoming the largest selling singles act in the world, remain largely forgotten about.


(Direktlink, via Martin)

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Das Westfalen-Blatt empfiehlt: Töchter vor Hochzeit unter Männern schützen

Wir schreiben das Jahr 2015, im Westfalen-Blatt empfiehlt Barbara Eggert einem Vater, seine Töchter nicht zu der Hochzeit seines Bruder mitzunehmen, der seinen Freund heiraten wird. Um sie zu schützen. „Guter Rat am Sonntag.“ Die 50er haben angerufen und wollen ihre „Expertin“ zurück.

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