Skip to content

Scheidender Twitter-Mitarbeiter löscht den Account von Donald Trump

Letzte Nacht war für elf Minuten der Twitter-Account von Donald Trump verschwunden. Die Welt atmete kurz auf und dachte schon, dass doch noch alles irgendwie gut werden könnte. Eine kurze Hoffnung nur, denn dann war der Account samt der pöbeligen Tweets wieder da. Twitter begründete das Verschwinden anfänglich mit einem „menschlichen Fehler“ – und stellte später klar, dass ein das Unternehmen verlassender Mitarbeiter an seinem letzten Tag den Account von Trump einfach gelöscht hatte.

Womöglich dachte der sich: „Am letzten Tag mal die AGB durchsetzen hier, keinen Bock mehr auf die Scheiße von dem Tüpen“. Not All Heroes Wear Capes. Mann der Woche!

9 Kommentare

  1. gorka5. November 2017 um 12:07

    bestes beispiel dafür, mit welcher willkür die mitarbeiter dort agieren dürfen.

  2. BonsaiBong5. November 2017 um 17:23

    ich weiß wo du herkommst und warum du so denkst. mein erster impuls war genauso. ich dachte auch „geil! endlich hat mal einer was gemacht gegen diesen clown!!“
    aber wenn man sich überlegt, wofür man eigentlich steht, also seine werte, dann kann man das eigentlich nicht gut finden. das kann man ausweiten auf viele andere bereiche im moment. ich bin für redefreiheit, konstruktiven dialog, dem vermeintlichen ‚gegner‘ empathisch gegenübertreten etc. von daher find ich die aktion, den account zu löschen im endeffekt nicht gut. auch wenn ‚die andere seite‘ gerne mit solchen ‚tricks‘ spielt (leute mundtot machen etc.), ist das nix für mich. wenn der account jetzt unwiderruflich weggewesen wäre, würde ich das richtig shice finden. und garantiert nicht aus entertainment gründen.
    so, wollte ich nur mal loswerden ;)

    • Harry5. November 2017 um 20:25

      Ich finde, das ist genau der Kruzschluss, der leider viel zu oft gemacht wird.
      Twitter ist ein privates Unternehmen, dass Menschen erlaubt über seine Internetseite Kommentare zu posten und sich die Kommentare von anderen anzuschauen.
      Wenn da jemandem der Account gesperrt wird hat das genau garnichts mit „Mundtotmachen“ oder einer Einschränkung der Redefreiheit zu tun.
      Niemandem ist verboten seine Meinung kund zu tun, wenn ihm*ihr der Twitteraccount gesperrt wird.
      Ich finde das interessant, dass so viele Leute davon ausgehen, dass sie irgend eine Form von Anrecht darauf haben die Dienste von Twitter/Facebook etc. zu nutzen. Es würde auch niemand auf die Idee kommen von einer Zeitung einzufordern, dass sie den Artikel, den man geschrieben hat auf jeden Fall abdrucken muss, weil das sonst ein Eingriff in die Redefreiheit darstellen würde.
      Um das mal in Real-Life zu übertragen ist das wie, wenn es einen kostenlosen Megafon-Verleih gäbe, der dann sagt, dass er einer bestimmten Person halt kein Megafon verleihen will.
      Was nicht passiert ist, ist, dass Trump eingesperrt worden wäre oder eine Strafe zahlen müsste, wenn er weiter seinen geistigen Dünnschiss von sich gibt.

      Davon abgesehen ist es ja tatsächlich so, dass man eingesperrt werden kann oder Geldstrafen zahlen muss wegen Sachen, die man auf Twitter schreibt. In Fällen von Verleumdung, Volksverhetzung, Aufrufen zu Straftaten etc. zum Beispiel. Ganz genau so, wie außerhalb des Internets auch, wenn man die entsprechenden Äußerungen durch ein Megafon über den Marktplatz brüllt (und ziemlich genau das tut man, wenn man bei Twitter oder Facebook etwas postet).

      Und auch davon abgesehen, finde ich es auch nicht selbstverständlich, dass man z.B. mit Rassisten und/oder Faschisten diskutieren muss. Es gibt Sachen, die sind einfach nicht diskussionswürdig. Da mache ich auch keine Ausnahme, bloß weil es viele sind, die ne beschissene Einstellung haben. Soll die Leute halt mal Buch lesen, statt son Scheißdreck rumzuposaunen.

      • gorka6. November 2017 um 12:16

        wenn man über die jahre hier so mitverfolgt was du hier vom stapel lässt, wärst du doch einer der ersten derer, die bei unliebsamen meinungen den delete button drücken würden. von maas‘ gnaden. gerade wegen leuten wie dir gilt es das grundrecht auf meinungs- und redefreiheit zu schützen.
        heute argumentierst du damit, dass twitter ein privates unternehmen wäre, trifft es einen vermeintlich falschen, ist das zensurgeschrei wieder groß.
        deine überheblichkeit zu entscheiden, was diskussionswürdig ist und was nicht, kannst du gerne auf dich anwenden. das ist typisch linkspolitisches verhalten, alles und jeden die eigene meinung aufzudrücken und erziehen zu wollen weil sie glauben, im besitz des schlüssels zur wahrheit zu sein.

        • Harry6. November 2017 um 15:16

          Da hast du all die Jahre wohl nicht so aufmerksam gelesen oder halt nur das verstanden, was du verstehen wolltest.
          Du wirst keinen einzigen Kommentar von mir finden, in dem ich mich über Zensur beschwere. Ich verwende den Begriff wenn überhaupt nämlich nur sehr vorsichtig um nicht z.B. „ich durfte meinen rassistischen Kackscheiß nicht rumposaunen“ nicht mit z.B. „ich wurde eingesperrt weil ich ein Interview mit einem Kurden gehalten hab“ auf eine Stufe zu setzen.
          Ich behaupte weder im Besitz der Wahrheit zu sein, noch will ich die irgendjemandem aufdrücken. Ich tue nur eben gerne meine Meinung kund insbesondere versuche ich gerne mit Leuten zu diskutieren, die anderer Meinung sind als ich. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich den entsprechenden Leuten dabei widerspreche.
          Ich entscheide in allererster Linie für mich selbst, was ich für diskussionswürdig halte und was nicht. Das ist meine private Ansicht und die weder als Direktive gültig für Twitter oder Facebook noch für irgend jemand anderen. Ich denke z.B. auch, dass ein Laden wie Twitter deutlich mehr zulassen sollte als ich das persönlich tuen würde. Wäre ich in einer entsprechenden Position in der ich darüber entscheiden müsste was gelöscht wird und was nicht, würde ich zumindest von mit behaupten auch entsprechend zu handeln. Bin aber nicht in der Position und war es auch noch nie.
          Für mich ist es ein Zeichen von gesellschaftlichem Fortschritt wenn es einen breiten gesellschaftlichen Konsens gibt, dass Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homophoie, faschistische und autoritäre Ideen nicht diskussionswürdig sind – insbesondere öffentlich. Es braucht meiner Meinung nach auch nicht so viel um das zu verstehen. Man muss es aber verstehen wollen.
          In einem privaten, respektvollen Gespräch bin ich sogar bereit mit Leuten zu diskutieren, deren Positionen ich öffentlich nicht für diskussionswürdig halte. Man muss nicht jedem Arsch ne Plattform bieten, aber ich sehe es durchaus auch als Teil meiner persönlichen politischen Verantwortung mich in solche Konflikte rein zu begeben.

          Du kommst mir dagegen wie jemand vor, der direkt die Meinungsfreiheit in Gefahr sieht, wenn er*sie nicht die eigene Meinung unwidersprochen überall hinklatschen kann. Das halte ich für selbstgefälliges Opfer-Gehabe, kurz: mimimi.

          • gorka6. November 2017 um 16:33

            jaja, schon klar. und du entscheides was *istisch oder *phob ist. deine verwendung von „er*sie“ lässt schon sehr tief blicken. wobei die höflichkeitsform eigentlich sie*er wäre. dass aber wäre schon wieder positiver sexismus.
            und wenn vertretern von partikularinteressen/sjw nichts mehr einfällt, dann wirft man dem gegenüber eben „mimimi“ vor. was für ein armutszeugnis.

            • Harry9. November 2017 um 17:20

              Ich entscheide auf jeden Fall was *istisch oder *phob ist. Für mich. Wenn das jemand anderes anders sieht, kann man darüber diskutieren.
              Und dass es tief blicken lässt, dass ich er*sie schreibe verstehe ich auch nicht. Wie tief lässt es denn blicken und was sieht man da?
              Und wenn vertretern von schwachsinn nichts mehr einfällt, dann wirft man halt mit „lässt tief blicken“ und „partikularinteresse“ um sich. Was für ein Armutszeugnis.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.