Skip to content

Schlagwort: Berlin

80 qm, Altbau, Prenzlauer Berg, unter 1000 Euro: 800 Interessenten

Man muss in Berlin schon einiges in Kauf nehmen, um eine bezahlbare Wohnung zu finden. Zumindest im Prenzlauer Berg. Gilt aber auch für andere Bezirke. Und am Ende bekommt die Wohnung dann womöglich jemand, der am besten so selten wie möglich da ist. Als Zweitwohnsitz. Da nutzt sich die Bude nicht so schnell ab. Klar.

4 Kommentare

Tod den Hippies!! – Es lebe der Punk!

Oskar Roehlers Film aus dem Jahre 2015 gibt es aktuell in der arte-Mediathek. Wer ihn also noch nicht gesehen haben sollte, kann das jetzt noch für ein paar Tage nachholen.

Deutschland, Anfang der 80er Jahre: Auch in der westdeutschen Provinz sind die Hippies an der Macht. Robert muss da raus. Es gibt für ihn nur eine Stadt, die Sex, Drogen und Punk verspricht: West-Berlin! Sein alter Kumpel Schwarz nimmt ihn dort mit offenen Armen auf. Schwarz braucht in seiner Peepshow ein Mädchen für alles, und das wird Robert. Wichskabinen schrubben und die Verpflegung der Mädchen organisieren sind seine Hauptaufgaben. Dabei lernt er Sanja kennen, auch eine in der anarchischen Subkultur gestrandete Seele auf der Suche nach einem Sinn im Leben. Tag und Nacht verschwimmen, Robert lässt sich treiben, seine Nächte verbringt er im legendären „Risiko“. Der Ort, an dem Zeit nicht existiert und sich unter anderem die Ikone Blixa Bargeld herumtreibt. Dort, wo alles möglich ist, alles sein kann und nichts sein muss. Kunst kommt nicht von Können, sie kommt vom Leben. Dank üppiger Berlin-Zulage und eines kleinen Überfalls zusammen mit Schwarz hat Robert eine ganz neue Einkommensquelle und plant mit Sanja die nicht ganz typische Lösung familiärer Probleme … Oskar Roehler inszenierte nach eigenem Drehbuch ein authentisches, radikales und ironisches Zeitdokument über die Anarchie einer Stadt, in der nichts mehr Gültigkeit hatte und auf nichts mehr Verlass war. Er erzählt von denen, die aus der versnobten, konservativen Kleinstadt nach Berlin kamen, die keinen Plan hatten, politisch inkorrekt waren und deren Nichtstun eine Haltung war.


(via Tanith)

3 Kommentare

West-Berlin 1987: U-Bahnfahrt in Kreuzberg, Smogalarm und Fahrverbot

Schöne Zeitdokumente, die Privataufnahmen aus dem Jahr 1987 in Berlin Kreuzberg zeigen. Einmal U-Bahn zwischen Kottbusser Tor und Schlesischem Tor, dann vom Schlesischen Tor zum Halleschen Tor.


(Direktlink)

Ein weiteres Video zeigt einen Sonntag mit Smogalarm und Fahrverbot.

Sonntagvormittag, 01.02.1987: Wenig Autos auf den Straßen, weil am frühen Morgen in Berlin die Smog-Alarmstufe 1 ausgerufen worden war. Schon am Vorabend war bei Bodentemperaturen von -12 bis -15 °C° und starkem Dunst der Schwefeldioxyd- Grenzwert überschritten. Erstmals galt ein Fahrverbot für alle PKW, die nicht als schadstoffarm eingestuft waren oder eine Sondergenehmigung hatten. Ausnahmen gab es für Taxis, die BVG, Polizei- und Hilfsfahrzeuge und für alle, die nach Ost-Berlin oder ins Bundesgebiet fahren wollten.

Hier Aufnahmen von der Urban- Ecke Körte- und Grimmstraße in Kreuzberg, der Graefestraße und aus meiner damaligen 1-Zimmer-Hinterhauswohnung (mit Kohleofen ohne Bad), in der ich Wohnungsanzeigen in der Berliner Morgenpost studiere. Das orangene Telefon mit Wählscheibe war nach meiner Erinnerung damals die einzige Alternative zu den mausgrauen Apparaten.

Zum Schluss Aufnahmen von den U-Bahnhöfen Hermannplatz und Südstern.

In Ost-Berlin gab es keinen Smogalarm und es wurde in der „Aktuellen Kamera“ am Abend auch nicht darüber berichtet. Man sah Bilder von fröhlichen Ausflüglern in Ost-Berlin. Offensichtlich schützte die Berliner Mauer die DDR-Bürger auch vor ganz, ganz schlechter Luft aus dem Westen.


(Direktlink)

3 Kommentare

Goodie Bag-Verlosung zur Eröffnung des Urban Nation Museum For Urban Contemporary Art in Berlin

Am Samstag eröffnet in der Berliner Bülowstraße das Urban Nation Museum For Urban Contemporary Art. Urban Nation zeigt während des Eröffnungswochenendes nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb des Museums Werke der nationalen und internationalen Urban-Contemporary-Art-Szene. Vom Nollendorfplatz bis zur Frobenstraße verwandelt sich die Bülowstraße in eine „Artmeile“. Unter dem Viadukt der U-Bahn-Trasse werden einmalige Kunstinstallationen zu sehen sein, Besucher können Künstlern – wie etwa der Häkel-Künstlerin Olek – live beim Entstehen ihrer Werke zuschauen und sogar selbst kreativ werden: An einer „Community Wall“ haben die Gäste die Möglichkeit, selbst zur Sprühdose zu greifen und eigene Wandgemälde zu schaffen. Das bunte Quartiersfest mit Skater-Rampe, Breakdance-Performances und vielen anderen Highlights wird von der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag unterstützt und läuft bis zum Abend des 17. Septembers.

Ein guter Anlass, sein Wochenende in Berlin zu verbringen. Los geht es am Samstag, den 16.09. um 19:00 Uhr. Aber auch danach will das Urban Nation neue Maßstäbe setzen. Im Mittelpunkt steht die Förderung junger Künstler der Urban Contemporary Art. Seit 2013 lädt Urban Nation unter ihrem Leitmotiv „Connect. Create. Care.“ lokale und internationale Künstler sowie Kuratoren nach Berlin ein, um urbane Räume zu gestalten und ihnen positive Impulse zu geben. Dabei kommt es zu einem inspirierenden Austausch zwischen bekannten und aufstrebenden Kreativen. Das Urban Nation Museum wird ein Ort des Austauschs, der Zusammenkunft und zugleich Archiv sein. Interaktive Workshops und neue pädagogische Formate geben dem Stadtleben in Zukunft neue Impulse.

Anlässlich der Eröffnung hat Urban Nation einen prall und exklusiv gefüllten Goodie Bag mit folgendem Inhalt zur Verfügung gestellt.

• exklusive Special-Edition Montana-Cans
• ein Poster A1 zur Eröffnung
• ein UN-Shirt (weiß)
• ein UN-Hoodie (schwarz)
• Klebetattoos
• Stickerbogen
• Metallschlüsselanhänger
• Keychain

Wer den Goodie Bag haben möchte, kommentiert hier unter der Angabe einer echten Email-Adresse bis Samstag, 16:00 Uhr. Sollte das mehr als einer tun, entscheidet wie immer Random.org, an wen das Säckchen gehen soll.

98 Kommentare

Prozess um einen Furz in der Nähe von Polizisten

(Foto: Scott WilcoxsonCC BY 2.0)

In Berlin stand gestern ein Mann vor Gericht, weil er in der Nähe eine Polizistin gefurzt und damit ihre Ehre verletzt haben soll. Angezeigt wurde er nicht von ihr, sondern vom Gruppenleiter der 32. Polizeieinheit, die im Februar 2016 eine Personengruppe im Gefahrengebiet der Rigaer Straße im Friedrichshainer Nordkiez kontrollierte und im Sommer als Berliner Partypolizei beim G20-Gipfel zu zweifelhaftem Ruhm gelangte.

Jener Gruppenleiter will beobachtet haben, wie der Angeklagte zweimal in der Nähe einer Polizistin gefurzt haben soll und drohte mit einer Anzeige wegen Beleidigung. Später wurde dem vermeintlichen Pupser ein Strafbefehl in Höhe von 900 Euro zugestellt. Diesen wollte er nicht zahlen und legte Widerspruch ein. Es kam zur Varhandlung, bei der entschieden werden sollte, ob er durch Flatulenz eine Polizistin beleidigt und damit in ihrer Ehre verletzt hatte. Gehören tut sich das schließlich nicht. Dennoch hat die Richterin das Verfahren eingestellt.

„Es gab keine Auflagen, und das Gericht übernimmt auch sämtliche Kosten, was sehr selten ist“, betonte der Jurist gegenüber der taz. Trotz des humoristischen Aspekts sieht er aber auch ein Politikum in der Sache. „Dass ein Gruppenleiter der Polizei die Ehre einer Kollegin durch einen Furz verletzt sieht und Anzeige erstattet, ist die eine Sache. Dass dann aber die Staatsanwaltschaft und das Gericht die Anklage zulassen, ist ein klarer Fall von behördlichem Versagen“, erklärte Werner gegenüber der taz.

3 Kommentare

Über die Ostberliner Club-Szene im Jahr 1997

Artes TRACKS feiert dieses Jahr 20 jähriges Jubiläum. In diesem Zuge zeigt die Redaktion immer wieder Zeitdokumente aus dieser Zeit. Hier einen Beitrag aus dem Jahr 1997, der sich der Clubszene im damaligen Ostberlin widmet – und da ging wirklich so einiges. Man konnte schon damals 24/7 durchfeiern, wenn man denn wollte und der Körper das hergab. Schade, dass das alte Matrix da schon Geschichte war.


(Direktlink, via Urbanshit)

Keine Kommentare

Der Berliner Bierpinsel steht zum Verkauf

(Foto: ANBerlinCC BY-ND 2.0)

Ich habe ein paar Jahre um die Ecke gewohnt und bin mindestens 387 Mal daran vorbei gelaufen. Allerdings habe ich den eigentümlichen Bau nie von innen gesehen. Mittlerweile steht der Pinsel unter Denkmalschutz. 2010 wurde die Fassade von diversen Street Art-Künstlern gestaltet, was eigentlich nur eine Sache der Zeit sein sollte, aber dann doch immer noch Bestand hat.

Nun steht das Dingen zum Verkauf, beim Auktionshaus Sotheby’s möchte man 3,2 Millionen dafür.

Ein Mitarbeiter von Sotheby’s sei auf ihn zugekommen, auf der Suche nach neuen Objekten, sagt Axel Bering, Geschäftsführer der Schlossturm GmbH und Sprecher der Eigentümerin. Man habe daraufhin entschieden: Wenn jemand den Bierpinsel für den geforderten Preis kaufen wolle, gebe man ihn ab. Ein Interessent habe sich bereits gemeldet, um sich das Gebäude anzusehen.

(via Daniel)

Keine Kommentare