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Schlagwort: KFMW

WIN: 2×2 Tickets für Nasty Avatar, 28.10.17., Z-Bau, Nürnberg

Am Samstag wird im Nürnberger Z-Bau gefeiert. Nasty lädt mit Avatar zum Tanz, aber auch zum chillen. Dafür bin unter anderem ich zuständig, weshalb ich schon mal jetzt meine aktuell liebsten Downbeats sortiere.

Wer in der Nähe ist und Bock hat, kann gerne auf einen Drink rumkommen. Ich habe hier jetzt zwei mal zwei Tickets. Wer die haben will, kommentiert einfach bis zum 27.10., 12:00 Uhr unter Angabe einer gültigen Email-Adresse. Sollten das mehr als zwei von euch machen, entscheidet wie immer Random.org, wer sich die Nacht im Z-Bau um die Ohren schlagen kann.

Line Up:
2000andOne (100% Pure, Intacto, Bitten)
Lydia Eisenblätter (Paracou, Kling Klong)
Adama (Stunde Null, DeepWithYou)
Adam Kay (Stunde Null, DeepWithYou)
Das Kraftfuttermischwerk (KFMW)
DJ To. (NASTY, Elektrisch)
Riots´Noize (Aether)
Haustberg&Kehrer (Aether)
Elektrik.Earliner (Monstersofjungle)
Oakin (BassDusche)

Visuals by Plastinca

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Mix: Das Kraftfuttermischwerk & Rudi Stöher at Meeresrausch 2017

Und dann ist eins der Jahres-Highlights auch schon wieder vorbei. Meeresrausch-Festival 2017. Schön wie eh und je und trotzdem von Jahr zu Jahr noch ein bisschen schöner. Ab Samstagmittag kam dann sogar der Sommer zum Feiern vorbei und hat für ordentlich Sonnenbrand gesorgt, was am Ende egal ist, weil es im Sommer genau so sein soll. Manchmal.

Ich hatte den Samstagmorgen von 05:00 bis 08:00 auf dem von Birken umschlungenen kuscheligen Kinkerlitzchen und Rudi war auch da. Klar, dass wir dann zusammen spielen.

Irgendwie war es dann wie ein Familientreffen. Der Käpt’n kommt pünktlich vorbei. Rudi hat seine Eltern am Start, meine Frau und meine Kleine kommen nach ihrem wohlverdienten Schlaf vorbei. Freunde sind da. Alte Freunde auch, aber ebenso erst neu gewonnene. Wir drücken uns. Alle irgendwie. Lachen. Trinken. Tanzen. Und drücken uns nochmal. Und trinken noch was – und tanzen weiter. Alles mit einem Honigkuchenpferdlachen bei allen. Und zwar ein echtes, eins, das vom Herzen kommt. Hippiescheiß und so. Es ist einfach so schön dort. Und wer es immer noch nicht geschafft haben sollte, da am zweiten Juniwochenende mal aufzuschlagen, der will es dann halt auch nicht anders.

Hier der Mitschnitt bis um 08:00 Uhr. Danach haben wir abgebaut und wollten gerade den Stagemanager in seinen verdienten Feierabend entlassen, als der Käpt’n in seiner Funktion als Chef kam und meinte, „Ihr müsst jetzt weiterspielen. Bitte! Ich besorgt Schnaps, ihr baut wieder auf!“ Und wenn der Käpt’n das sagt, dann machen wir das halt und haben dann noch bis 10:00 gespielt, was hier jetzt fehlt. Denn so verrückte Sachen wie Blumentopf, alte Fischmob-Platten und Erobique spielen wir meistens immer dann, wenn keiner auf „Record“ gedrückt hat. Aber als Querschnitt reichen auch die drei Stunden, die mal wieder ziemlich fix eskaliert sind, aber die Leute wollten das halt auch so.

Es war wieder ein mal wundervoll. Meeresrausch ist Liebe. Jetzt aber erstmal Schlaf nachholen.

Herzlichts,
Ronny,
Hippie for real.


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Neue Tapete – und endlich responsive


Es ist jetzt schon vier Jahre her, dass ich hier in meinem Blog das letzte Mal renoviert habe. Gemeinhin sollte man das ja regelmäßig mal machen. Bisschen Staub wischen, neue Farbe an die Wand und alles mal feucht durchfeudeln.

Als ich damals tapezierte, waren mobile Versionen von Webseiten erst gerade anspielende Zukunftsmusik. Das ist heute anders, heute erwartet man so etwas. Das wurde mir auf allen Kanälen mindestens 137653 Mal mitgeteilt. Ich mochte mein klassisches Blog Layout bis zum Ende ganz gerne und tue mich mit Veränderungen von der Kiste hier generell eher schwer, aber ich sehe ein, es ist schon länger überfällig.

Es hat eine ganze Weile und mehrere Anläufe gebraucht, dass jetzt hier so umsetzen zu können. Ich wollte es nicht alleine machen. Auch, weil mir da einfach die Kompetenzen fehlen und ich keine Lust auf Try & Error hatte, mit dem ich meine Seiten früher immer alleine zusammengeklickt hatte. Ich wollte, dass mir ein Profi zur Seite steht und fragte einige. Einige sagten erst zu, dann aber wieder ab oder meldeten sich einfach nicht mehr. So zog sich das jetzt gut zwei Jahre hin.

Vor ein paar Wochen kam der Kontakt zu Andy zu Stande und der bastelte mir das hier, so wie ich es wollte.

Großartige Überraschungen wird es dabei nicht geben. Alles, was nicht mehr zeitgemäß und/oder irgendwie überflüssig war, flog raus. Alles ist etwas schlanker geworden, was hoffentlich auch den Ladezeiten zu Gute kommen wird. In die Sidebar packe ich noch das ein oder andere.

Alle meine eigenen musikalischen Kapriolen finden sich jetzt in einer Kategorie, die tatsächlich nur dafür gedacht ist: KFMW-Disco. So kommt die mal dafür angedachte zusätzliche Domain wieder weg.

Farblich alles noch heller und klarer. Ich mag das so minimal. Der neue Header, für den Max eigens eine Typo gebaut hat, muss an Farbe reichen. Dafür gibt es ihn in 15 verschiedenen Varianten, die alle buntbunt sind. Der Rest der Abwechslung ergibt sich aus dem Content, der jetzt 40 px mehr Platz in der Breite hat.

Ansonsten ganz klassisch Blog. Ich will den letzten Artikel ganz oben haben, weil der eben genau jetzt wichtig war. Für mich. Kein Magazin-Gedöns – kein featured-Gedöns. Man muss das nicht geil finden, aber ich tue das nach wie vor. Content, der nach unten wandert, aber im Archiv bleibt. Weil sich seine Relevanz je nach gefühlter Relevanz verändert. So was halt.

Ein paar Änderungen werden jetzt noch am offenen Herzen vorgenommen und ich hoffe, wir haben alles mit reinholen können (Die Werbung bisher nicht komplett. Scheiß Werbung immer!!11!!!). Sollte irgendwem irgendwo etwas auffallen, was nicht funktioniert einfach „hier“ und „aber“ in die Kommentare schreien. Das macht ihr ja ganz gerne. ;P Das kriegen wir dann schon hin.

Und jetzt, wo das geschafft ist, kann ich mich endlich wieder gänzlich darauf konzentrieren, den Laden hier zu füllen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Weitermachen.

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Afterhoursounds Podcast Nr.109: Das Kraftfuttermischwerk

Schon im Zuge meines letzten Adventskalenders fragte mich Arkaduisz, ob ich nicht mal Bock hätte, einen Mix für den großartigen Afterhoursounds Podcast zu machen. Da musste ich nicht lange überlegen und sagte sofort zu. Freitag war ich dann ausufernd Musik kaufen und habe das Dingen abends aufgenommen. In der Mitte eskaliert das dann ein bisschen mehr, als es eigentlich sollte, aber irgendwie ist das dennoch eine runde Sache geworden.

Egal, ob ihr von gestern Abend noch am koman seid, hierzu aftert oder gar darauf in den Mai tanzt: gönnt euch.

Und danke auch für die lieben Worte.

Seine Hingabe zum ‚Entspannten‘ ist tatsächlich in jedem seiner sehr abwechslungsreichen Sets zu hören.
Dazu bringt er in jedes seiner Sets eine ganz spezielle ,individuelle, musikalische Note ein, dass sich vor allem mit dem Gefühl der Anspannung und Entspannung erklären lässt. Und ganz egal ob wahrnehmbar melodisch, ‚toxisch‘ verträumt, kindlich spielerisch oder extatisch treibend, stets bietet er dem Zuhörer auch Raum das Unbewusste zu erkunden: Gedanken zu vereinen, Gefühle zu reinigen oder einfach nur den Geist und den Körper baumeln zu lassen.
Ganz egal was du auch vorhast. Eine Reise die sich immer wieder lohnt!


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Mix: Das Kraftfuttermischwerk at Polarnacht, Braunschweig, 20.01.17

Ich habe gestern Abend auf der ersten „Polarnacht“ im Bad Gliesmarode in Braunschweig gespielt. Ambienten Techno, wenn man so will, der imho ziemlich gut dort hingepasst hat. Leider hat es mir nach knapp 2,5 Stunden die Aufnahme zerschossen, so dass das Set hier nur gekürzt erscheint. Es ging dann halt einfach so weiter.

Der Mix passt bestens in ein Wochenende. Legt euch wieder hin, genießt die Zeit an der Heizung, oder besser noch: am Kamin. Genehmigt euch 2-25 Drinks, entspannt. Mach ich jetzt auch.


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Tracklist:
Adverb – Hyle
Anenon – Sonora
Birds of Mind – Ankara (Stavroz Remix)
Hannes Fischer, Coss – The Return of Marshal Conga
James Murray – The Black and the Grey
Nu – Palomita
Moby – Porcelain (Arty Remix)
Shkoon – Ala Moj Al Bahr (JAVID Remix)
Max Würden – Kalibrierung
Landhouse, Raddantze – Spaceships
Matthew Herbert – Çafé de Flore
Tomzen – Che Amichi
Xique-Xique – Xaxoeira
Jichael Mackson – Bob in motion
Korablove – Train in Vain (Anonym Nan Madol Mix)
Parra for Cuva, Senoy – Sacred Feathers
Satori – Ikyadarh
Warmth, Faidel – Stray Lights
Ulrich Schnauss, Tigerskin – Love Went Without Saying
Planet Boelex & Lisa’s antenna – Outlet
BT Gate X-138 – Distant Pulse Wavelength Emulator
Blancah – Learning to Fly (Kris Davis Slow Remix)
Martin Nonstatic – Bowed Thoughts
Kyson – Wattle Rise
Lars Leonhard – Night Train To Berlin
Lars Leonhard – Underground Railroad
Fingers In The Noise – Close Your Door
Shlohmo – Empty Pools

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Mix: Das Kraftfuttermischwerk – Forever young

Schon vor ein paar Wochen fragte mich Nikki, die ich sehr mag, ob ich denn nicht auf ihrem Geburtstag in Berlin spielen wollen würde. Ein Runder. Da musste ich nicht lange überlegen und sagte spontan zu. Und so spielte ich dort letzte Nacht, was so einfach nicht war. Nicolas vor mir spielte so Indie-Pop-Zeug der 80er, 90er und 00er Jahre, worauf die Leute natürlich abgehen. Sound, den ich nicht habe. Weil das mein Sound nunmal nicht ist. Also: harter Cut.

Ich spielte mich dann durch das Popigste, was ich aktuell so auf der Platte habe und fragte mich währenddessen, ob „Forever young“ am Ende für das steht, was man als Junger gehört hat und heute noch feiert, weil man damals noch jung war, oder ob „Forever young“ nicht viel lieber für das stehen sollte, was man heute im fortgeschrittenen Alter feiern kann, weil die heute – mitunter – Jungen da für Nachschub sorgen. Ganz endgültig habe ich darauf keine Antwort, tendiere aber zum letzteren. Na klar. Musikalisch zusammengefasst klang das dann so:


(Direktlink)

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Mix: Das Kraftfuttermischwerk – Hibernationsräume

Ich habe gestern Abend noch fix einen Mix für Johannes seinen Adventskalender aufgenommen. Downbeats und Bass und ein bisschen Pop. Ich mag diesen Mix sehr, weil ich vorher absolut keine Idee hatte und einfach drauf los spielte. Am Ende halte ich ihn für einen der besten Mixe, die ich 2016 aufgenommen habe und überhaupt passt der verdammt gut zum kommenden Fest.


(Direktlink)

Tracklist:
Xerxes – Mimmis Song
Ash Walker – Dark Hour
Tycho – See (Beacon Remix)
Existance – Miles Apart (Concepts)
Holly Drummond – Will This Ever End (DFRNT Remix)
Manu Shrine – Clocks ticking in my head (feat. CoMa)
Manu Shrine – Buddhi Cutout
Alaskan Tapes – Vacant (Ft. Monika Cefis)
AMyn – Insular
KOSIKK x Subsets – Wait for me
Lyndon Jarr – Play the Tape
Soular Order – Doublespeak
SG Lewis – Warm
Lapalux – We lost
Stillhead feat. Zoe Ellying – Pounds Of Gold
Austin Plaine – Only Human
Irma – It Ain’t Easy

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Adventskalender 2016, Türchen #09: Das Kraftfuttermischwerk – tief #7

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So. Ich habe langen keinen Dubtechno mehr gemixt. Der letzte Mix meiner alten Tief-Serie liegt auch schon gut drei Jahre zurück. Im letzten Jahr hatte ich zu meinem Geburtstag keinen eigenen Kalender-Mix geschafft – und ich dachte es wäre mal wieder an der Zeit. Also habe ich mich letzte Nacht hingesetzt und tief #7 aufgenommen.

Ein paar Klassiker, ein paar frische Sachen. Immer schön tief und meistens sehr dubby.

Ich geh jetzt noch ein bisschen was einkaufen, später mit den liebsten essen und für heute Nacht das Spartacus vorbereiten. Gehabt euch wohl und kommt gut über den Tag. #tief 7 könnte dafür ein toller Begleiter sein. <3
(Direktlink)

Style: Dubtechno
Length: 01:28:56
Quality: 320 kbit/s

Tracklist:
Kris Dubinsky – Älvorna dansar i gryningen
Monodisc – Nacht
Minimal Boffin – Machine Dub
DRGBL5 – Nebula
Pablo Bolivar – Chiyoda line
DRGBL5 – Fog
Rhauder & Paul St. Hilaire – No more
Martin Schulte – Cold Heart (Marko Fürstenberg Remix)
Alex Humann – Violet Violence
Doyeq – Morning Snow
Warmth, Faidel – Zenit
Heavenchord – Chordalia
Yuuki Hori – Absolute Dub 1
Heavenchord – Dub Maker
STL – Amelie’s Dub
Yagya – The Great Attractor
Giriu Dvasios – Guolis

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier, alle anderen Mix der Tief-Serie dort.

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Betrunkene Mainzerin fährt aus Versehen nach Dresden – kann ich auch, nur in kleiner

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(Regionalbahnhof Borkheide, Endboss)

Ich habe eine ziemlich lange Nacht hinter mir. Ich ging gestern um 22:00 Uhr im Berliner Umland arbeiten. Aufpassen, dass die ortsansässige Jugend eine Techno-Party im Dorf gut übersteht. Um kurz vor 05:00 Uhr heute Morgen machte ich Feierabend und ging zum dortigen Regionalbahnhof. Das Kaff hat wenigstens einen Bahnhof, was 40 Kilometer vor Berlin schon als Privileg durchgeht. Währenddessen quatschte ich mit dem Kollegen und auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig fuhr ein Zug ein und wieder aus. Wir quatschten weiter – war ja der andere Bahnsteig. Der Kollege ging und ich wunderte mich, wo denn nun mein Zug blieb, der eigentlich schon hätte kommen sollen. Kam aber nicht. Ansagen gab es keine und ich dachte, der würde dann wohl ausfallen. Das passiert manchmal da draußen. Manchmal kommt ein Zug halt einfach nicht. Sagt auch keiner was durch. Es war kalt, so um die 0 C°. Fuck. Immerhin hatte ich noch 88% Akku auf dem Phone. Genug, um sich damit ablenken zu können. Ich lass ein paar Artikel zu Fidel Castro und fror. Ich hasste – mal wieder – die Deutsche Bahn, was ich immer tue, wenn im Winter Züge nicht fahren, und fragte mich – mal wieder – wo all die beheizten Wartehallen hin sind, die ich aus meiner Kindheit noch kenne. Die alten Bahnhofsgebäude stehen da neben den Bahnhöfen so rum und hätten solche Räume, weil die genau dafür mal gedacht waren, aber sie vergammeln, diese Bahnhöfe, sind verbarrikadiert und bieten keine wärmende Obhut mehr. Schon lange nicht mehr. Rechnet sich wohl nicht. Ein paar dunkelblaue Schilder, die du nachts ohne Licht kaum sehen kannst – und am Licht spart man auch – und diese Lautsprecher, über die Infos aus irgendeiner, irgendwo sitzenden Zentrale kommen, sollen die alten, damals Wärme schenkenden Bahnhöfe ersetzen. Da stand dann immer noch eine Person hinterm Schalter, verkaufte Fahrscheine und wusste zu informieren.

Kann nicht mal irgendwer eine Fotoserie davon machen, wie all diese Wartesäle von damals heute so aussehen?! Bitte für den Tipp, gerne geschehen.“

Ich lief so auf und ab, fror, hasste die Deutsche Bahn. Dann, eine Stunde später, kam endlich der Zug, mit dem ich dachte fahren zu müssen. Dummerweise musste ich feststellen, dass dieser in genau die andere Richtung fuhr und ich Idiot seit einer Stunde auf dem falschen Bahnsteig auf meinen Zug wartete. Als ich das realisierte, dachte ich so, na dann mal fix auf die andere Seite rüber, dort müsste mein Zug genau jetzt einfahren. Was dann auch passierte. Allerdings schaffte ich es nicht mehr, denn dieser Gedanke überschnitt sich mit dem Einfahren des Zuges, der der meinige gewesen wäre. Als ich auf dem anderen Bahnsteig ankam, war der schon weg. Also noch eine Stunde warten. Ich hatte noch Akku, ich hatte immer noch ungelesene Artikel zu Fidel Castro, die alle irgendwie interessant und auch durchaus kontrovers waren. Ich lief also wieder auf und ab, fror und hasste nicht nur die Deutsche Bahn, sondern in dem Moment irgendwie alles. Dachte über Trump und die AfD nach, was irgendwie auch nichts wärmer machte – es war scheiße kalt. Ich hasste auch kurz die Infrastruktur, die junge Menschen aus Käffern wie diesen treibt, weil dort im Winter um diese Zeit irgendwie alles scheiße ist. Vor allem, wenn du endlich in dein Bett willst!

„Einer der Gründe, warum Kids das Ländliche verlassen: die völlig im Arsch seihende Infrastruktur. Züge fallen einfach mal weg und du musst eine Stunde auf den nächsten Zug in die Stadt warten, der dann vielleicht auch mal nicht kommt. Ohne, dass der bekloppte Lautsprecher auf dem Bahndamm darauf hinweisen würde. Wenn Du Glück hast. Kein Wunder also, dass die alle das Ländliche verlassen wollen, sobald die 18 sind. Weil hier draußen so gar nichts funktioniert und deshalb alles scheiße ist. Es ist so kalt hier draußen gerade.“

40 Minuten später kam dann endlich der Zug, der mich in meine Stadt bringen würde. Landeshauptstadt von Brandenburg, in der um diese Zeit dann schon wieder ein bisschen was fährt. Und wenn nicht – und wenn du Glück hast – bekommst du vielleicht ein Taxi. Ich wähnte mich in weniger als einer Stunde im Bett, stieg in den Zug, laberte den Zugbegleiter bezüglich eines Anschlussfahrscheins voll, den er nicht bezahlt haben wollte, setzte mich auf einen leeren „Vierer“ und genoss die Wärme, die mein Körper dankend aufzunehmen begann. Nach zwei Stunden des Frierens und der Warterei würde ich in 17 Minuten aus dem Zug in eine Straßenbahn steigen, dann an derer Endstation für 7 Minuten in einen Bus und kurz darauf ins Bett gehen können. Sonntag, nichts tun, nicht frieren, arschlecken. Dachte ich.

Gut 50 Minuten später wachte ich auf, als der Zug gerade aus dem Bahnhof Zoo in Berlin rausfuhr. Am Berliner Hauptbahnhof stieg ich aus und hasste alles Alles noch viel mehr als Alles zuvor. Was für eine Scheiße!

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Ich Ticket bis Potsdam gezogen, postwendend zurück in den Regio und nach dorthin gestiegen, wo mich die Frau des Hauses mit einer Wärmflasche und frischen Brötchen empfing. Beste Frau der Welt. Odyssee beendet, mal eben vier Stunden für 40 Kilometer gebraucht. „Doller Morgen“.

Und das alles, nachdem ich gestern erst las, dass eine Studentin in Mainz besoffenen in einen Bus Jusos aus dem Saarland gestiegen ist und erst in Erfurt wieder aufwachte. Ich lachte da sehr drüber und bin am Ende froh darüber, heute Morgen nicht erst in Wünsdorf aufgewacht zu sein, was die Endstation meines Zuges gewesen wäre.

„Morgens um halb acht, etwa vier Stunden später, steuerte der Busfahrer einen Rastplatz in Erfurt an. Hier wollten die Jusos frühstücken, bevor es weiter nach Dresden ging. „Fuck, wo bin ich hier?“, schallte es plötzlich durch den Bus. Die Mainzerin war aufgewacht und merkte, dass sie nicht in ihrem Bett lag, sondern in einem Reisebus, rund 300 Kilometer entfernt davon. „Sie war total verkatert und wusste nicht, was abgeht“, erzählt Brück.“

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(via Karolin)

Dabei war ich nicht mal besoffen! Nur müde, halb erfroren und genervt von allem.

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