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Schlagwort: Trailer

Ein Campinganhänger mit einem Boot als Dach aus den 1950ern

Ich habe ja eine Schwäche für außergewöhnliche Vintage-Campingfahrzeuge und von denen schon so einige gesehen. Trotzdem lasse ich mich von diesbezüglichen Neuentdeckungen immer wieder gerne überraschen. So wie jetzt gerade von diesem Trailer, der von Beginn bis Mitte der 1950er Jahre in den USA gebaut wurde: dem Kom-Pak Sportsman. Seine Besonderheit: das Dach des Anhängers war ein Boot. Ob dieses auch als solches genutzt oder eben nur der Einfachheit halber verbaut wurde, erschließt sich mir nicht genau. Viele Infos gibt das Internet nicht her. Nur diese, dass die noch erhältlichen Modelle alles andere als Schnäppchen sind. Kein Wunder. Abgefahrenes Teil.

The fiberglass Kompak Sportsman trailer with fiberglass boat weighed approximately 1,180lbs. The trailer came with built-in work table, cabinets, 5.4 cubic foot ice refrigerator and 8.4 gallon water tank. Convenient roll-off for one man boat removal. F.O.B. $1,595 Medford, OR. This trailer was seldom used. This trailer benefited from inside storage in its early years and then went into a California „Camper Trails Museum.“ When the museum was disbanded, the 1952 Ford and Kompak Trailer were sold to a couple in Fishkill, NY. That owner restored the 1952 Ford Wagon and „outfitted“ the trailer for use by him and his wife. After one 4-day weekend camping trip, his wife informed him she was not the „camping type.“

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Trailer für Netflix-Film „Okja“

Netflix bringt am 28.06. den Film „Okja“ ins Netz. Dieser gezählt die Geschichte eines furchtbar knuffigen Haustiers, das irgendwie eine Mischung aus Nilpferd und Hund mit dem Blick von Fuchur sein könnte, aber eigentlich nur gehalten wird, um später den maximalen Ertrag von Fleisch aus ihm rauszuholen. Das finden nicht alle Beteiligten in Ordnung.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

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Was Chucky, die Mörderpuppe, vielleicht mit meiner Jugend zu tun hat

Als wir damals 1990 eines Tages, ein Jahr nachdem die Mauer gefallen war, in die von uns gewählte Schule gekommen waren und dort keiner so genau wusste, was genau diese neue „Freiheit“ denn sein sollte, reizten wir den Versuch, das herauszufinden, voll aus. Natürlich.

In der DDR gab es keine Schulen, wie der des uns heute völlig vertrautem Schema der Grund- und Oberschule. Wir kamen mit sechs Jahren auf eine Polytechnische Schule und blieben dann dort bis zum Abschluss der 10. Klasse. Bis dahin erstmal alle. Mit Fahnenappell, Klassenwimpel, Gruppenrat und Freundschaftspionierleiterin. Für einige wenige ging es dann noch weiter auf eine Erweiterte allgemeinbildende polytechnische Oberschule (EOS). Die Bezeichnung Gymnasium war in der DDR nicht üblich. Der Besuch einer EOS war nur wenigen vorbehalten. Die Eltern mussten politisch gefestigt sein und sollten im besten Fall nicht aus kirchlichen Kreisen kommen. Das war dann schon immer ein wenig problematisch.

Wir gingen einfach zur Schule und irgendwann kamen dann halt irgendwelche alten Männer in Mänteln und erklärten uns, wie unsere, für jeden individuell, Zukunft am besten aussehen könnte. Sören, Thomas und Ronny sollten wohl am besten für den Rest ihres gerade noch jungen Lebens zur Armee gehen. NVA ginge, die Grenztruppen auch. Alternativ dazu Sport. Sören spielte Tischtennis – und das verdammt gut. Thomas war Fußballer – und der Beste im Sturm. Ronny stand für den „großen BSG“ beim Handball im Tor und wurde damit Bezirksmeister. Schule fertigmachen, irgendwas lernen, was dich dann für den Rest deines Lebens festgenagelt hätte. Oder zur Armee gehen. Oder sich für den Sport entscheiden, was im Osten zwangsläufig bedeutet hätte, sich über Umwege für die Armee zu entscheiden. Weil es nirgendwo anders so viel Förderung für Sport gab, als eben bei der Armee. Schach wäre noch eine Option gewesen. Aber auch die hätte bei irgendwas mit Armee geendet.

Wenn das alles sportlich nicht drin war, dann eben Ausbildung zum „Facharbeiter“. In irgendeinem VEB. Fürs Leben lang. Oder halt Soldat.

Die Idee, dass die Mauer irgendwann mal fallen würde, gab es für mich in jungen Jahren nicht. Natürlich nicht. Die stand bis dahin ja mein Leben lang. Ich war verdammt gut im Tor. Aber ich war auch verdammt gut im Chor. Der einzige Junge, frische 13, nur Mädels um sich. Und dann die Frage, wohin es denn nun gehen sollte. Ich wollte Panzerkommandat werden. Wirklich. Der einfachste Weg. Mein Alter war Feldwebel und hätte da sicher irgendwas drehen können. „Vitamin B“ und so. Das Ding mit dem Sport hatte sich recht schnell erledigt. Vier mal die Woche Training. Am Wochenende Punkt- und wenn keine Saison war, Testspiele. In den Ferien Trainingslager fernab der Familie. Das war schon fast Arbeit und so hatte ich keine Lust, mich beim ASV Frankfurt zum Leistungssportler ausbilden zu lassen. Schon damals fast alles gewonnen und ob dessen dennoch beide Knie komplett im Arsch.

Viel lieber wäre ich damals zum Thomanerchor gegangen, zu dem mich meine Musiklehrerin schicken wollte, was meine Mutter untersagte. Weil: „Wer Mathe nicht richtig kann, muss es auch mit dem Singen nicht versuchen. Singen hat keine Zukunft, Junge!“ Okay und danke. Womöglich wäre ich dann einer der Prinzen geworden und das konnte ja keiner wollen.

Dann fiel die Mauer. Alles war anders. Alles war neu. Alles zurück auf Start.

Es ging auf einmal um so was wie „weiterführende Schulen“. Von einem Jahr auf das nächste. Wovon wir damals alle keine Ahnung hatten. „Abitur? Fürn Arsch! Was soll das schon bringen?“ Lass uns mal lieber dort auf die Schule gehen, wo die besten Kumpels der Stadt auf die Schule gehen würden. Von etwaiger Zukunft und etwaigen Perspektiven hatten wir damals eh keine Ahnung. Primär sollte jeder Tag aufs Neue Spaß machen. Also sammelten sich die damals Beklopptesten auf der vermeintlich schlecht gewähltesten Schule der Stadt. Der Ruf der selbigen ist bis heute nicht gänzlich rehabilitiert. Ich bilde mir ein, dass wir dafür bis heute nicht ganz unverantwortlich sind. Gesamtschule.

Die Lehrer dort setzten sich aus denen zusammen, die im Osten irgendwie politisch „Dreck“ am Stecken hatten, und jenen, die in Westberlin keiner mehr auf Kinder loslassen wollte. Aus dem Osten welche, die zweifelsohne Stasivergangenheiten aufzuarbeiten hatten. Aus dem Westen, Altlinke, die mit ihrem Marxismus oder gar Kommunismus an dortigen Schulen schon länger Probleme hatten. Nun konnte man sie von dort aus auch einfach mal ganz offiziell in den Osten abschieben.

Und so trafen wir uns dort alle. Manche jung, manche alt. Die Alten satt, die Jungen verdammt hungrig. Alle die, die keine Ahnung hatten, wie genau es für jeden von uns nun weitergehen würde. Wir versuchten das Beste daraus zu machen. Die Lehrer, die es noch über die ein oder andere „Überprüfung“ schaffen mussten. Oder jene, die eh nur noch auf ihre Rente warteten. Wir, die Schüler, denen nichts wichtiger war, als herauszufinden, was genau denn diese neu gewonnene „Freiheit“ für uns bereithalten würde. Wir als Schüler haben alles übertrieben. Wirklich alles. Ich hätte damals kein Lehrer von uns sein wollen. Aber es war halt schon wichtig, herauszufinden, wo genau diese neue Freiheit ihre Grenzen haben sollte. Unsere Schule hat das zu erfahren, nicht geschafft. Dafür haben wir damals viel geschafft. Die Grenzen für dortige Lehrer damals zu zeichnen, zum Beispiel.

Wenn wir dann mal Freistunde hatten, brachte Kramer VHS-Kassetten mit, die wir dann aus dem „Medienschrank“ heraus der Klasse vorführen konnten. Ohne Lehrer. Die hatten ja auch keine Ahnung. Und so kam es, dass ich Chucky – die Mörderpuppe zum allerersten Mal in einer Freistunde in der Schule sah. Irgendwann gegen 10:30 Uhr. Die Lehrer wussten noch weniger darüber als wir selber und waren froh, wenn ihnen mal keiner gesellschaftlich zukunftsorientiert auf den Sack ging.

Danach warfen wir das komplette Klassenzimmer inklusive des Lehrertischs aus den Fenstern. Wissen wollend, wie weit diese neue Freiheit gehen darf. Es geschah: nichts. Keine Konsequenzen.

Ein paar Wochen später bekamen alle Schüler der Schule in dem Viertel tagsüber Hausverbot in dem benachbarten Rewe. Wir hatten das mit der neuen Freiheit dort wohl doch etwas überreizt – und der Supermarkt reagierte. Ganz anders als die Schule. Aber das ist nochmal eine andere Geschichte.

Das alles fiel mir gerade ein, als ich den Trailer für das Remake von Chucky sah. Chucky hat so etwas nie erleben können. Die Pfeife!


(Direktlink)

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Ein Trailer für das Jahr 2016 als Film

Ich bin immer noch der Meinung, dass es eine Illusion wäre, zu glauben, dass 2017 zwangsläufig besser werden müsste, nur weil 2016 dann vorbei ist. So wird das nicht laufen. Ganz sicher nicht. Hoffnung hin, Hoffnung her. Aber: dieser Trailer fasst 2016 als kommenden Horrorfilm dennoch ziemlich treffend zusammen.


(Direktlink, via Tobi)

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TR-808 Doku kommt im Dezember

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Die schon länger angekündigte Doku über die am wärmsten klingende Rumpelkiste aller Studiozeiten kommt nun endlich im Dezember für jedermann. Und zwar bei iTunes. Ab 9. Dezember zum schauen, ab 15. dann zum Ausleihen und zum Download.

„Alexander Dunn’s documentary 808 finally gets to the rest of us in December, having premiered in 2015 at South by Southwest. The film isn’t so much the story of the drum machine itself as it is its musical transmission. So accordingly, it lines up a star-studded cast of musical celebrities talking about the machine’s musical influence, Fatboy Slim to Afrika Bambaataa to Phil Collins. Arthur Baker, executive producer, was an early champion of the project. Some of those celebs, like Guetta, have elicited groans from some 808 lovers; I’m still curious to see how the picture’s full narrative works.“

Hier der neue Trailer:


(Direktlink, via CDM)

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Trailer: Ghost in the Shell

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Masamune Shirows Über-Manga von 1989 kommt im März als Spielfilm in die Kinos. Scarlett Johansson jagt als Major Motoko Kusanagi den Puppenspieler.

Für mich die gezeichnete Umsetzung von „Ghost in the Shell“ neben „Akira“ einer der besten Mangas, die je gemacht wurden. Mal gucken, wie die das hier filmisch umgesetzt haben. Ich bin gespannt.


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