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Schlagwort: USA

Verlassene Autokinos

Ich war mein Leben lang noch nie in einem Autokino. Auf Usedom bin ich hin und wieder mal an einem vorbeigefahren, aber hatte nie das Bedürfnis, mich da mal reinzubegeben. Autokinos kenne ich aus Filmen, aus alten Filmen. Dort wurden sie immer als etwas Romantisches gezeigt. Irgendwie aber scheint die Zeit der Autokinos vorbei zu sein.

Die Fotografin Lindsey Rickert war in ihrer Kindheit wohl ziemlich oft in Autokinos. „Autokinos waren ein Eckpfeiler meiner Kindheit. Fangen spielen unter der Leinwand, viel zu viel Popcorn essen, oder, in Betttücher gehüllt, während einer Doppelvorführung einschlafen – Autokinos waren immer etwas Besonderes“, sagt sie. Und weil dem so ist, hat sich Rickert im September 2014 auf einen Roadtrip begeben, der sie 65 Tage lang durch 32 Bundesstaaten 12.000 Meilen zurücklegen lies, um 28 verfallende Autokinos zu fotografieren. Hier ihre Fotoserie Drive In Theaters.


(via SpOn)

1350 Kilo als Wassermelonen verkleidetes Marihuana entdeckt

An der Pharr International Bridge über dem Rio Grande zwischen den USA und Mexiko haben amerikanische Grenzbehörden 390 Wassermelonen entdeckt, die sich beim genaueren Hinsehen und der Prüfung durch Spürhunde als Marihuana entpuppten. Insgesamt um die 1350 Kilo mit einem Wert von $600.000. Vielleicht, aber das nur rein hypothetisch, war die Tarnung jetzt nicht so das Gelbe vom Ei das Grüne von der Melone.

The search resulted in the discovery of 390 packages disguised as watermelons. The packages contained a total of 3,000 pounds of alleged marijuana, which CBP reports is valued at approximately $600,092.

“Smugglers continue to be creative as they attempt to introduce illegal narcotics into our country,” said Port Director Efrain Solis Jr., Hidalgo/Pharr/Anzalduas Port of Entry in a release. “Our frontline CBP officers’ experience, vigilance and attention to detail prevents the introduction of these dangerous drugs into our country.”

(Foto: CBP, via BoingBoing)

Für $213 quer durch die USA reisen

Einmal quer durch die USA zu reisen muss nicht zwangsläufig ein Vermögen kosten. Zumindest dann, wenn man das nicht unbedingt mit dem Auto oder dem Flieger machen möchte. Mit dem Zug geht das und Zug ist ja ohnehin eines der geilsten Reisemittel überhaupt.

Derek Low hat diese Reise einfach mal gemacht und hier seine Route sowie seine gemachten Erfahrungen aufgeschrieben. Ich packe mir das mal als Lesezeichen weg – man weiß ja nie.

Traveling coast-to-coast across the United States by train is one of the world’s greatest travel experiences. Amazingly, it’s also one of the world’s greatest travel bargains — the 3,400-mile trip can cost as little as $213.

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(via Michael Horak)

Podcast: Eine Lange Nacht über amerikanische Volksmusik – Songhunters: John A. Lomax und Alan Lomax

Musik ist schon immer mehr als nur Musik. Sie hat nicht immer aber meistens auch gesellschaftliche Relevanz. Vermutlich weil sie eine der uns wichtigsten Kulturgüter überhaupt ist. Es gibt Musik, die wir als Musik kennen, von der wir aber im geschichtlichen Kontext keine Ahnung haben. Weil wir damals nicht dabei waren – nicht dabei sein konnten. Weil das, was dabei wichtig war, von keinem aufgezeichnet wurde, um uns das später erzählen zu können. Vielleicht auch, weil uns das alles egal war.

Ich jedenfalls wusste so gar nichts über amerikanische Volksmusik, die dort, ganz anders als hier, nicht zwangsläufig als Schimpfwort durchgehen muss. Womöglich bildet diese heute noch einen Grundpfeiler der internationalen Popkultur.

John Avery Lomax und sein Sohn Alan haben sich schon Mitte des letzten Jahrhunderts auf die Suche nach den Ursprüngen der amerikanischen Volksmusik gemacht und erstaunlich Wissenswertes – unbedingt Erhaltenswertes – zusammentragen können.

„John Avery Lomax (1867 – 1948) und sein Sohn Alan (1915 – 2002) gelten als die Retter der genuin amerikanischen Volksmusik vor dem Vergessen, mithin eines zentralen kulturellen Erbes der USA. Heerscharen von Musikern des Rock’n’Roll, die Rolling Stones, die Beatles, Tom Waits, Chuck Berry, Bob Dylan oder Joe Cocker wären undenkbar ohne die Vorbilder von schwarzen Bluesmusikern wie Leadbelly, Muddy Waters oder Mississippi Fred McDowell, ohne die Old Mountain Music der schottischen und irischen Einwanderer aus den Apalachen, ohne die Balladen eines Woody Guthrie – Musik großartiger Laienmusiker, an der die Plattenindustrie kein Interesse hatte. Ohne die lebenslange leidenschaftliche Arbeit des Musikanthropologen John A. Lomax, seines Sohns Alan Lomax und zeitweise der ganzen Familie wären sie womöglich unbekannt geblieben. Denn diese Musik lebte am unteren Rand der amerikanischen Gesellschaft, auf den Baumwollplantagen des Südens, unter Wanderarbeitern, Landstreichern und armen Halbpächtern, in Gefängnissen und Kaschemmen, wo man sich als Fremder besser nicht blicken ließ. Vater und Sohn Lomax haben sie aufgespürt, aufgezeichnet und Zigtausende dieser Tondokumente in der Library of Congress archiviert. Alan Lomax hat vor allem aber dafür gesorgt, dass diese im Verschwinden begriffene musikalische Kultur über das Radio und später auch über TV-Kanäle eine Öffentlichkeit erreichten, in der ihr Erbe übernommen und in unendlichen Metamorphosen weitergegeben wurde. „Alan Lomax ist eine absolut zentrale Figur in der Kultur des 20. Jahrhunderts. Wo immer man sich in der Welt der Popmusik und ihrer Geschichte umsieht, wird man ihm begegnen.“, so Brian Eno, englischer Musiker und Musiktheoretiker.“

(Direktlink)

Der Deutschlandfunk hat der Arbeit der Beiden in der letzten Nacht Tribut gezollt und ihrem Schaffen das grandiose Format der Langen Nacht „überlassen“. Eines dieser Formate, für die ich verdammt gerne Rundfunkgebühr zahle. Ein fast drei Stunden langes Hörspiel der musikhistorischen Weiterbildung über amerikanische Volksmusik. Wer macht so etwas sonst? Richtig; Keiner. Und dann lernt man. So viel.

„Im Sommer 1933 ermöglichte ein bescheidenes Stipendium der „Library of Congress“ Vater und Sohn Lomax eine viermonatige Studienreise durch den Südosten der USA – 26.000 Kilometer in einem alten Ford-A-Modell, ausgestattet mit einem vier Zentner schweren Aufnahmegerät, zwei Feldbetten und Kochausrüstung. Es war der Auftakt einer zehnjährigen Zusammenarbeit mit dem „Archive of American Folk Song“ der Kongressbibliothek, die erst im Zweiten Weltkrieg durch Streichung der Mittel ein Ende fand. Für den damals gerade 18jährigen Alan Lomax indes war es der Beginn einer lebenslangen rastlosen Jagd nach Zeugnissen mündlicher Überlieferung in Wort und Musik.“

Wenn ihr die Zeit und Lust darauf habt, gönnt euch das. Das ist wirklich gut.

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(Direkt-MP3)

Autofangvorrichtung

In den USA haben sie eine Vorrichtung entwickelt, die es für die Polizei möglich machen soll, vor ihnen flüchtende Autos aus der Fahrt raus anhalten zu können. Erinnert ein bisschen an James Bond. Ich kann mir vorstellen, dass das Dingen früher oder später zum Einsatz kommen wird.


(Direktlink, via Shock Mansion)

Ein Satellitenflug über die Grenze zwischen Mexiko und den USA

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Eine Zusammenfassung von 200.000 Satellitenfotos, die die insgesamt 3144 Kilometer der Grenze zwischen den USA und Mexiko zeigen. Es soll ja Leute geben, die an diesen 3144 Kilometern gerne eine Mauer bauen wollen. Hier wird deutlich, dass der Begriff von „Grenze“ sich zwar räumlich an etwas Theoretischem orientieret, sich um tatsächliche geographische Gegebenheiten aber weiter nicht schert. Interessanter Ansatz.

Josh Begley, Macher des Films hat dazu hier ein Interview zu seinem Projekt gegeben und meint, „best of Luck with the Wall“.

(Direktlink)

Damian Marley macht aus ehemaligem Gefängnis eine Cannabis-Farm

Damian Marley, jüngster Sohn von Bob Marley, hat angekündigt aus einem ehemaligen Gefängnis in Kalifornien eine Farm machen zu wollen, die sich dem Anbau von medizinischem Marihuana widmen soll.

„Viele Leute haben im Laufe der Jahre so viel für das Zeug geopfert und wurden dafür eingesperrt“. sagt der 38-jährige Marley.

Damian Marley has announced that he, in partnership with Ocean Grown Extracts, is converting a former 77,000 square foot California State prison into a cannabis grow space that will cultivate medical marijuana for state dispensaries.

„Many people sacrificed so much for the herb over the years who got locked up,“ says Marley, 38, noting the poetic justice of turning a prison that once housed non-violent drug offenders into a cannabis cultivation facility. „If this [venture] helps people and it’s used for medicinal purposes and inspires people, it’s a success.“