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Schlagwort: West-Berlin

MfS-Mitarbeiter fahren 1976 mit dem Auto durch Westberlin

Wo wir gerade beim Thema sind, hier noch ein Video aus Westberlin, das aus POV-Perspektive eine Autofahrt zeigt, die Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit im Jahre 1976 in Westberlin gefilmt haben. „Der Film könnte dazu gedient haben, Agenten vor einem Einsatz in West-Berlin Ortskenntnisse zu vermitteln.“


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West-Berlin 1987: U-Bahnfahrt in Kreuzberg, Smogalarm und Fahrverbot

Schöne Zeitdokumente, die Privataufnahmen aus dem Jahr 1987 in Berlin Kreuzberg zeigen. Einmal U-Bahn zwischen Kottbusser Tor und Schlesischem Tor, dann vom Schlesischen Tor zum Halleschen Tor.


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Ein weiteres Video zeigt einen Sonntag mit Smogalarm und Fahrverbot.

Sonntagvormittag, 01.02.1987: Wenig Autos auf den Straßen, weil am frühen Morgen in Berlin die Smog-Alarmstufe 1 ausgerufen worden war. Schon am Vorabend war bei Bodentemperaturen von -12 bis -15 °C° und starkem Dunst der Schwefeldioxyd- Grenzwert überschritten. Erstmals galt ein Fahrverbot für alle PKW, die nicht als schadstoffarm eingestuft waren oder eine Sondergenehmigung hatten. Ausnahmen gab es für Taxis, die BVG, Polizei- und Hilfsfahrzeuge und für alle, die nach Ost-Berlin oder ins Bundesgebiet fahren wollten.

Hier Aufnahmen von der Urban- Ecke Körte- und Grimmstraße in Kreuzberg, der Graefestraße und aus meiner damaligen 1-Zimmer-Hinterhauswohnung (mit Kohleofen ohne Bad), in der ich Wohnungsanzeigen in der Berliner Morgenpost studiere. Das orangene Telefon mit Wählscheibe war nach meiner Erinnerung damals die einzige Alternative zu den mausgrauen Apparaten.

Zum Schluss Aufnahmen von den U-Bahnhöfen Hermannplatz und Südstern.

In Ost-Berlin gab es keinen Smogalarm und es wurde in der „Aktuellen Kamera“ am Abend auch nicht darüber berichtet. Man sah Bilder von fröhlichen Ausflüglern in Ost-Berlin. Offensichtlich schützte die Berliner Mauer die DDR-Bürger auch vor ganz, ganz schlechter Luft aus dem Westen.


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Westberlin in den 70ern: Luftschlösser der Anarchisten

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(Foto: Barbara Ann Spengler • CC BY 2.0)

Schöne Fotoserie von Siebrand Rehberg auf einestages mit dazugehöriger Story von Corina Kolbe.

„Als Rehberg 1969 aus dem beschaulichen Niedersachsen nach Berlin kam, lag in Kreuzberg Aufbruchstimmung in der Luft. Von Gentrifizierung und Luxussanierungen sprach damals noch niemand. Der Künstler war von der kulturellen und ethnischen Vielfalt des heruntergekommenen Bezirks fasziniert. „Kreuzberg war für mich das Fremde“, erinnerte er sich später. Seine Eindrücke dokumentierte er auf zahlreichen Fotos.“

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B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979–1989

Die Filmemacher Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck und Heiko Lange haben mit B-Movie einen viel beachteten Film gemacht, der das West-Berlin der Achtzigerjahre portraitiert. Gestern lief dieser Arte und ist dort jetzt in der Mediathek gelandet.

„B-Movie“ ist ein Dokumentarfilm über Musik, Kunst und Chaos im wilden West-Berlin der 80er Jahre. Bevor der Eiserne Vorhang fiel, tummelten sich hier Künstler und Kommunarden, Hausbesetzer und Hedonisten jeder Couleur. Die eingemauerte Stadt war ein kreativer Schmelztiegel für Sub- und Popkultur, geniale Dilettanten und Weltstars. „B-Movie“ erzählt die letzte Dekade der geteilten Stadt, von Punk bis zur Love Parade, mit authentischem Filmmaterial und Originalinterviews.

1980: Mark Reeder aus Manchester ist 20, als er die legendäre Musikszene um Joy Division verlässt, um nach West-Berlin zu kommen. Der britische Musiker, Produzent, Schauspieler und Autor ist fasziniert von der deutschen elektronischen Musik und taucht ein in den Großstadtdschungel der geteilten Stadt. Schnell ist Reeder mittendrin – als Roadie, Türsteher, Musiker, Manager und als Schauspieler in Kurz- und Undergroundfilmen. Alles ist immer in Bewegung, neue Bands gibt es in ständig wechselnden Konstellationen, und Reeder trifft sie alle, die Helden für einen Tag, von denen Bowie sang. Niemandem geht es hier um den langfristigen kommerziellen Erfolg, sondern nur um den Moment, das Hier und Jetzt. Am Ende des Jahrzehnts steht der nächste musikalische Urknall unmittelbar bevor: House und Techno, die letzte musikalische Innovation. Reeder ist auch einer der 100 Teilnehmer der ersten Love Parade, die als Demonstration über den Ku’damm zieht. Wochen später ist West-Berlin Geschichte.


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Videos Westberliner Straßen in den 1960ern

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Facebook-User Frank Bremen-Berlin hat in den letzten zwei Wochen jede Menge Videos auf seinen Account geladen, die sich pro Clip jeweils mit den Veränderungen der gezeigten Straße zu Beginn der 1960er Jahre auseinandersetzen. Ich vermute, dass die Videos aus dem Archiv des SFB stammen, bin mir dessen aber nicht ganz sicher. Und auch wenn nicht, sind das ganz wunderbare Zeitdokumente.

Ich packe hier mal ein paar rein, die mich irgendwie persönlich tangieren, den Rest gibt’s bei Frank.

Steglitz, Schlossstraße. Weil wir nach dem Fall der Mauer immer dort shoppen gingen.

STEGLITZER SCHLOSSSTRASSE 1963

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 10. Juni 2015

Bundesallee. Weil ich 30 Jahre später in dieser mal gewohnt habe.

BUNDESALLEE 1966

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 10. Juni 2015

Müllerstraße.

MÜLLERSTRASSE

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 3. Juni 2015

Turmstraße.

BERLIN – TURMSTRASSE 1964

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 3. Juni 2015

Tempelhofer Damm.

TEMPELHOFER DAMM 1966

Posted by Frank Bremen-Berlin on Mittwoch, 17. Juni 2015

Clayallee.

CLAYALLEE

Posted by Frank Bremen-Berlin on Freitag, 19. Juni 2015

Karl Marx Straße.

KARL-MARX-STRASSE

Posted by Frank Bremen-Berlin on Freitag, 19. Juni 2015

Kurfürstenstraße.

KURFÜRSTENSTRASSE

Posted by Frank Bremen-Berlin on Donnerstag, 18. Juni 2015


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Lüül & Band: West-Berlin

Ich bin kein Berliner und auf der anderen Seite südlich sprichwörtlich im Schatten der Mauer aufgewachsen. Mit 17 bin ich für ein paar Jahre nach Schöneberg gezogen, Walter Schreiber Platz. In den Westen. War geil.

Ich habe also das, was Lüül & Band hier besingen, nicht mitbekommen. Dennoch ist mir nichts in diesem Text neu – alles gehört, alles irgendwo gelesen. Weil die Geschichte von West-Berlin auch heute noch an jeder Ecke dieser Stadt irgendwie am Leben scheint. Sie lebt quasi mit all den neuen Menschen für Jahre weiter.

Auch deshalb hat dieser Song eine sehr berlinische Romantik. Zumindest für die nicht mehr 20-Jährigen. Ich mag das. Irgendwie.


(Direktlink | Danke, Gunnar!)

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