Traktor DJ fürs iPad

So. Nachdem sich dutzende App-Entwickler schon seit langem damit beschäftigten, DJ Apps für das iPad zu entwickeln, kommt mit Native Instruments nun der Obermacker der Branche aus der Deckung und stellt seine ganz eigene Variante davon für das iPad vor: Traktor DJ. Der Testbericht auf De:Bug liest sich schonmal sehr vielversprechend. Ich werde das ganz sicher ausprobieren, auch wenn, zumindest sieht es für mich bisher so aus, die App nicht über einen Controller gesteuert werden kann.

An dieser Stelle könnte man eigentlich schon schließen und behaupten: Traktor DJ ist die innovativste iPad-DJ-App. Während bisher alle versucht haben, digitales Auflegen mit zum Teil jämmerlichen Referenzen an die DJ-Kultur (drehende Plattenspieler, ouch) zu emulieren, will Traktor besser sein und das gelingt. Aber natürlich kann Traktor für das iPad mehr.

Richtie Hawtin ist das latte, er macht es auch einfach nur mit dem Pad und einem Grinsen.

(Direktlink)

Hier noch das Testvideo der De:Bugger, das zeigt, was genau damit alles möglich ist. Ich bin ziemlich geflasht.

(Direktlink, via De:Bug)

Kommentare: 34

  1. Jonas 21. Februar 2013 at 15:20  zitieren  antworten

    Ich sehe sie vor mir. Mit glühenden Wangen. Die Ader auf der Stirn pulsiert. Kurz vorm ausrasten. “Jetzt kann ja jeder! So geht das nicht! Das ist doch kein Auflegen mehr!”
    Ich find das gut :3

  2. flo 21. Februar 2013 at 15:42  zitieren  antworten

    gäääähn, ändert nichts an der tatsache, dass digital einfach nicht klingt. gerade wieder am we erlebt…ein traktor set eingebettet zwischen 2 knallige vinyl sets ….das digital set ist völlig verpufft(trotz toller tracks und allerhand gimmicks)….konnte der durschlagskraft der vinyl sets überhaupt nichts anhaben…gerade im magenbereich.
    man hört es auf jeder guten anlage …

  3. olli 21. Februar 2013 at 15:51  zitieren  antworten

    ein kompressor/limiter hinter dem digitalgedöns richtig eingestellt macht so viel druck wie vinyl.
    die vinyls klingen deshalb so voll weil a. eigentlich schlechte nadeln verwendet werden, b. eine komprimierung des signals durch den entzerrer erfolgt und c. weil das signal auf der platte auch noch mal komprimiert ist.

  4. flo 21. Februar 2013 at 16:06  zitieren  antworten

    zum 2. teil:richtig, wobei ich shure systeme nicht als schlecht bezeichnen würde.
    zum 1. teil: auch fünf richtig eingestellte kompressoren hintereinander können dem digitalkrams nicht den vinylklang und -druck verleihen. eine nadel nimmt ja nicht nur die informationen der rille auf.
    man hört immer noch den unterschied. vielleicht in einigen jahren ….

  5. tno 21. Februar 2013 at 16:28  zitieren  antworten

    In den beiden Videos sieht man eigentlich nur wie geloopt und mit effekten gespielt wird und beides mag ich nicht. am liebsten ist mir ein ehrlich gespieltes vinyl set…

  6. Sven 21. Februar 2013 at 17:09  zitieren  antworten

    Ohne Recordfunktion macht’s eh kein Sinn.

  7. Sven 21. Februar 2013 at 17:09  zitieren  antworten

    Ganz meine Meinung
    @tno

  8. Sven 21. Februar 2013 at 17:13  zitieren  antworten

    UPS. Gibt’s ja Record.

  9. martin 21. Februar 2013 at 17:42  zitieren  antworten

    Miditauglich und als DVS System geeignet:
    https://itunes.apple.com/de/app/dj-player/id339810085?mt=8

  10. [...]  Youtube Direktrichie, via Ronny [...]

  11. Uli.S 21. Februar 2013 at 18:28  zitieren  antworten

    Wie soll das funktionieren?
    Für DJ Software braucht man eine Multi-Channel Soundkarte mit ASIO oder sonstiger Hardwarebeschleunigung.
    Das iPad hat so weit ich weiß nur einen Audioausgang.
    Man braucht als Digital DJ aber 2 (einen für Master und einen für Monitoring/Kopfhörer)

  12. Uli.S 21. Februar 2013 at 18:29  zitieren  antworten

    Es sei denn, man nützt Auto-Sync oder ähnliches.

  13. Jonas 21. Februar 2013 at 18:54  zitieren  antworten

    @Uli.S
    zum einen kann man die beiden Kanäle auf L/R splitten, hat man dann halt nur ein Monosignal, zum anderen unterstützt Traktor jede Core-Audio fähige Soundkarte mit eigener Spannungsversorgung. Die können per USB mit dem Camera-Connection-Kit angeschlossen werden. Native Instruments nennt hier die Audio 6/10.
    Asio so wie Core Audio haben im Übrigen nichts mit Beschleunigung, sondern nur mit der Art des Zugriffes der Software auf das Interface, zutun.

  14. Uli.S 21. Februar 2013 at 19:48  zitieren  antworten

    @Jonas
    An ein iPad kann was anschließen?
    Ohne ultrateuren Apple-Spezialadapter? *erstaunt guck*

    War Apple nicht die Firma, die Tablet-PCs und Smartphones verkauft, wo man noch nicht mal Micro-SD-Karten einbauen kann?
    Verwechsel ich da etwa was?

  15. Markus303 21. Februar 2013 at 20:10  zitieren  antworten

    @Jonas: mit dem Camera Connection Kit kannst du Usb geräte ans ipad anschließen. Die gibts auch auch nachbau für kleines geld.

  16. Jonas 21. Februar 2013 at 20:24  zitieren  antworten

    @Uli.S
    http://store.apple.com/de/product/MC531ZM/A/apple-ipad-camera-connection-kit

    Aber du willst dich ja nicht ernsthaft beschäftigen sondern nur meckern, oder?

  17. Dulli 21. Februar 2013 at 23:44  zitieren  antworten

    @Uli.S
    Finger in Po = Mexiko

  18. Heinz Schulz 22. Februar 2013 at 02:28  zitieren  antworten

    jetz erst, eigentlich ja nichts besonderes, ob man nun alle jeräte vor sich zu stehen hat oder komprimiert aufn ipad.
    aber nen juter handwerker hat ochn werkzeugkoffer dabei und nicht nen multifunktions taschenmesser, oldschool bleibt einfach cooler, als ne party bei der nen 15 jähriger mitn ipad auf dj macht

  19. suspects 22. Februar 2013 at 08:43  zitieren  antworten

    Funktioniert aber auch nur bei Deep House, Minimal Techno und Tech-House! Wegen dem langsamen mixen und easy syncen!

  20. Martin 22. Februar 2013 at 12:12  zitieren  antworten

    Ich empfinde es richtig gut, dass jetzt ein jeder überall Musik zusammenmixen kann.
    Mensch braucht keine Tausende von Euros mehr, und es drängen sich dadurch weniger weniger fähige Leute in die DJ-Szene, die Ihre Investitionen erstmal wieder reinholen müssen.

    Im Grunde ein Kernaspekt der frühen Technoszene.
    Und es ist ja so, nicht die Werkzeuge entscheiden über ein gelungenen Mix, sondern das Gefühl für die entsprechende Musik.

    Der eine kann mit mit einen lumpigen Taschenmesser astrein und perfekt schnitzen – wofür der nächste eine Drehbank benötigt. Es wird lediglich entsprechendes Werkzeug benötigt, und gutes Holz.

    Lass uns doch mal einfach zurücklehnen und dem nächsten einfach mal zuhören, was er macht. und wenn es mit dem iDevice ist.

    Und davon abgesehen ist die Abhöre mit einem Technics nicht wirklich als Audiophil zu bezeichnen, da auch das Shure-System nicht wirklich in der Rille schwebt sondern immer etwas an der Rille schrabt; wir erinnern uns: Technix hatten den einfachen Vorteil des starken Motors und der pitchbaren Geschwindigkeit, und er war schwer und stabil gebaut. Nicht mehr und nicht weniger.
    Und ich erinner mich an diverse kleineren Openairs, wo sich dann die Feuchtigkeit des Nebels in zwischen das Vinyl und dem System legte… da kam ich auch mit den Technix nicht weiter, da hätte ich mir so ein Multifunktionswerkzeug wie oben gewünscht. ;-)

  21. ez 22. Februar 2013 at 13:21  zitieren  antworten

    tno :
    In den beiden Videos sieht man eigentlich nur wie geloopt und mit effekten gespielt wird und beides mag ich nicht. am liebsten ist mir ein ehrlich gespieltes vinyl set…

    Das ist nunmal das einzige, was nicht mit Vinyl geht, und was auch das digital-DJing ausmacht.. Wenn Tempo-getriggerte Effekte (wie Beatmash etc.) und Loops richtig eingesetzt werden, kann man durchaus etwas erschaffen, was mit Vinyl und herkömmlichen Effekten nicht geht..
    Mir macht’s Spass, genauso wie Vinyls in die zu Hand nehmen und damit das beste rausholen. Denn darum geht es immer, denke ich: Das beste aus dem jeweiligen Equipment rauszuholen. Digital klingt nicht so gut wie Analog? Ja, dann zeig den Leuten eben die Vorteile von Digital DJing..

  22. jo 22. Februar 2013 at 16:15  zitieren  antworten

    Irgendwie witzig. Solche Apps gibt es ungefähr schon seit es das iPad gibt. Aber man wird ja immer nur belächelt. “Wat, auf dem iPad Musik machen?” Aber schön, dass manche jetzt nach fast drei Jahren zum ersten Mal erfahren, dass ein iPad midifähig ist.

  23. Elektrosandy 22. Februar 2013 at 18:23  zitieren  antworten

    @Martin: Also mit dem Werkzeug und dem Gefühl für die Musik gebe ich dir absolut recht.

    Nur weil du was von Handwerk erzählst – ein guter Gitarist muss solange üben bis er richtig gut ist. Und dann kann er sich auf die Bühne stellen und spielen. Und zwar ohne Playback.
    Nur wie sieht das jetzt bei nem DJ aus, der nur mit IPads auflegt, Snych drückt und einfach ein paar Effekte noch drauf (oder drunter) packt? Kann man das noch als auflegen bezeichnen oder ist das schon “Playback”?

  24. Martin 22. Februar 2013 at 20:19  zitieren  antworten

    @elektrosandy: Ist ein DJ Musiker? Letztendlich zählt er auch nur den Beat… ob er es nun so oder so macht: meine Erfahrung sagt mir, dass er nur dann auf der Bühne stehen wird, wenn er die jeweilige Masse bedienen kann.
    Wie oft habe ich grottenschlechte DJ gehört, die als Hauptakt gebucht waren, saubere Übergänge vollziehen konnten aber überhaupt kein Spannungsbogen hinbekommen.
    Ich fand oft, das es eigentlich wie Playback wirkte. Und die Massen gingen voll ab…
    Wenn der iPad Jockey (stilecht: iPJ – klingt aber wie PJ Harvey) seinen Sync Button nutzt, und die FX ordentlich anwendet mit den Loops, ja mei, wenn er es gut macht, geh ich dabei auch ab.
    Die Musik ist’s.
    Mach Dir mal ein Spaß und Klebe mal den Beat Linzer des Pioneer Mixers ab…
    Aber mir ist’s gleich…
    Wie aber schon Tanith drüben sagt: jetzt bekommt der LaptopDJ seine credibily…

    Ich glaube nicht wirklich an die Einsatztauglichkeit im Club, aber in der Bar etc. Ist’s gewiss ne geile Sache.
    Davon abgesehen: ohne Hardware bringt mir diese Software nichts, kann als Deine Frage nicht wirklich beantworten, ob es Playback sei.

  25. Martin 22. Februar 2013 at 20:21  zitieren  antworten

    ^^ nicht Beat linzer sonder Beat Counter …

  26. maik 23. Februar 2013 at 13:12  zitieren  antworten

    da stehst du im club, eine miese PA, meilen weit weg von den boxen, ein moni den du kaum warnehmen kannst…jetzt mach ohne sync zwischen 2 tracks hin / her fitscheln. ein netter poltermix.
    unterm strich ist wichtig was du mit den leutz machst und du als dj dich anpassen kannst.
    die, die analoge vinyl so lieben…
    stell dich an ein system time code vinyl und mix mal…bist du´s nicht gewohnt, wirds poltern. schnell lernst du goodies wie im serato / trktor, was auch immer schätzen wo du sehen kannst wohin zu drehen ist.
    die netten fader der techniks…ausgelutscht bis zum get no…sehr prezieses arbeiten.

    hey, konzentriert euch auf die leute vor euch und schaut wie ihr denen spaß rüberbringen könnt. wenn ihr das schafft beherscht ihr das handwerk.

    und ma ernsthaft…als act n player zu fordern, wo ich n usb stick einstecke oder ne mp3 cd…was macht denn nun mehr her. man sehe wie mans wolle.

    PS:
    meine ersten veranstaltungen war mit 3 B116…quasi tonband, dann kassette und vinyl. war ich froh als die ersten pc systems kamen.
    lacht, aber haltet euch so viele jahre über wasser, redet dann weiter.

    pc dj, blabla…ich mags nicht mehr hören / lesen!

  27. Stephan 2. März 2013 at 12:00  zitieren  antworten

    Würden sich die selbsternannten Tontechnikspazialisten auch nur einmal ernsthaft mit der Physik hinter der ganzen Sache beschäftigen, anstatt nur auswendig gelernte Scheinargumente aus der Schublade zu holen, könnte man ja wirklich mal eine ernsthafte Unterhaltung über Vinyl/Digital starten.

    Fakt ist ( und ich bin Toningenieur ) dass eine Schallplatte anders klingt, aber keinesfalls besser.
    Unterhalb von 500hz wird nur noch Mono wiedergegeben oder nur noch mit einer Flankensteilheit von 12db/Oktave. Ab 15khz aufwärts sieht’s ebenfalls schlecht aus. Dazu kommt noch die mechanische Komponente, die das Schwingen der Nadel begrenzt…eine Schallplatte wird gegen einen gut gemasterten und gut produzierten 320er-MP3-Track hinsichtlich Frequenzspektrum und Dynamik immer den kürzeren ziehen. Ob das jetzt den Vinylfetischisten gefällt oder nicht.
    Ein Vinylschnitt ist alles andere, als ein ehrliches Produkt meiner (zu 99,999%) digitalen Produktion.
    Denn der Prozess, aus meiner digitalen Produktion eine analoge Schallplatte zu machen, ist von vielen Umrechnungsprozessen begleitet, die allesamt hervorragende Fehlerquellen sind.

    Sich seine DJ Existenz nur über die Wahl des Tonträgers zu definieren, zeigt außerdem, dass musikalisch wahrscheinlich nicht viel zu erwarten ist.

    Letztendlich aber, soll jeder auflegen, wie er will….das Bild ist die Kunst und nicht der Pinsel.

  28. gaya 2. März 2013 at 13:14  zitieren  antworten

    word….

  29. Stephan 4. März 2013 at 18:00  zitieren  antworten

    Das erstaunlichste Pänomen bei den ganzen Diskussionen ist, wenn sich jemand beteiligt, der wirklich vom Fach ist und den ganzen Neunmalklugen mal Fakten um die Ohren haut.
    Urplötzlich ist die Diskussion beendet, vorherige Aussagen wandeln sich in Fragen um und meist ist jemand dabei, der persönlich wird.
    Aber das nehm ich gern für die dummen und kleinlauten Gesichter hin.

    Zur App.

    Ich hab Sie am Wochenende mal ausprobiert und kann nur sagen, dass die Entwickler bei Native ganze Arbeit geleistet haben.
    Wenn jetzt im laufe der Zeit noch eine Midifunktion dazu kommt, bin ich wunschlos glücklich…

  30. [...] und Veränderungen müssen übertragen werden. Da skannbei größeren App (wie der neue Traktor DJ App) durchaus einiges an Volumen benötigen. Am billigsten ist es immer noch, solche Updates und [...]

  31. [...] And they didn’t fail. The price of 18 EUR is ok for what you get and after reading the first reviews and I instantly had to download and try [...]

  32. [...] aber auch, dass sich die neuen Apps (etwa die kostenlosen Angry Birds oder die neue Tractor DJ App) besser und schöner nutzen lassen. Wie groß der Unterschied zum iPad mini 1 sein wird, [...]

  33. maik 19. März 2013 at 20:08  zitieren  antworten

    @Stephan
    Daumen hoch.

    So technisch muss man es gar nicht sehen, es reicht, sich den Neuerungen nicht zu sperren. Wer das will, auch egal. Mir kommt nur die Worscht, wenn permanent auf neuem und digital-djing rumgehackt wird. Wie ich bereits sagte, ist interessant, was vorn abgeht.

    PS:
    hab dies teil auch ma live getestet. Es ist schon der Hammer. leider reichen meine 16GB nicht so weit und die Cloud ist, so find ich, auch keine Alternative. Selbst die 50GB reichen für ein volles Abendprogramm nicht aus. Dies geht wenn ich mich áuf ein 2 Std Set vorbereite und klar ist, das ich nicht rechts / links schauen muss um alle Glücklich machen zu können.

    Auch TrakProDJ hab ich mal getestet, das ist auch recht genial. dies ersetzt aber meine Konsole nicht so zu 100%

    >>MEIN<< FAZIT:
    Wenn ein direkter Zugriff auf iTunes des Rechners erfolgen würde / könnte / gefunden wird, kannste mit dem Ding richtig Spaß haben.

    Was ich hier für mich mitnehme:
    Ich muss kein Toningenieur sein, diesen auch nicht preisgeben. wenn ich mich aber DJ nenne, sollte ich wissen wovon ich rede bevor ich die Labbe aufmache. Fakt ist, dass sich der ein oader andere mit seinen Aussagen zum "Robert" macht, weil er mal garkeinen Plan hat und sich Abzeichen ansteckt die er nicht verdient.
    2-3x aufgelegt macht kein DJ.

    unterm Strich:
    nehme ich von hier nicht viel mit, werd diesem Forum nicht weiter beiwohnen.

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