Was übrig bleibt, wenn man von Festival-Line Ups alle Bands ohne Frauenbeteiligung radiert

Ich weiß selber, dass eine 50-50 Beteiligung nicht immer ganz einfach ist und merke das spätestens bei meinem alljährlichen Adventskalender, bei dem ich schon versuche, das Geschlechterverhältnis so ausgewogen wie möglich zu gestalten, was mir nie gelingt. Zum einen frage ich aufgrund musikalischer Vorlieben schon er 2/3 der Gesamtsumme bei männlichen Musikern an, zum anderen melden sich eben leider auch immer viel zu wenig rück – auch bei den Frauen. So bleiben meistens leider nicht mehr als 3-6 Mixe von Frauen, was ich sehr schade finde, aber auch nicht genau weiß, wie sich das ändern lässt.

Die Gründe für den männlichen Überschuss auf Festival Line Ups sind sicher mannigfaltig, aber in der Summe doch sehr, sehr deutlich. Und irgendwie ist es derbe, das so deutlich visualisiert zu sehen. BR hat sich das mal genauer unter die Lupe genommen und Bands ohne weiblichen Anteilen auf den Plakaten diverser Festivals gelöscht: Männerdomäne Festival – Reine Würstchenparty! Viel bleibt da nicht übrig.

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(via Schlecky)

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Kommentare: 18

  1. Ronny 5. März 2015 at 18:10  zitieren  antworten

    dnb,
    Vielleicht aber mag ich diesen Umstand ja gar nicht ignorieren.

  2. Ronny 5. März 2015 at 19:36  zitieren  antworten

    Flow,
    1.) Mach selber was draus.
    2.) Achso. Du meinst also, die durschnittlichen Festivals sind eher den Männern vorbehalten? Dann sage mir doch bitte eins, dass für Frauen ausgelegt ist, damit ich das gegen checken kann.
    3.) Nach deiner Aussage ist ein ganz normales Festival also ohnehin als „Männerabend“ gedacht? Aha.

  3. Ich organisiere mit ein paar Leuten auch ein kleines Festival mitten in der Pampa und kann aus eigener Erfahrung sagen:
    Da das „Bandkommittee“ bei uns aus 4Männern besteht, wird aus rein ästhetischen Gründen schon darauf geschaut auch immer 1-3 Bands mit Frauenanteil zu haben. Bei 9 Bands an einem Tag is das dann immerhin ein Drittel wenn man Glück hat. Wir sind eher auf der Sparte „kleines Dorffestival“ unterwegs und haben dementsprechend auch die meisten Bewerbungen aus dem Bereich der „Schulbands“.
    Was man sieht ist das sich weniger Bands mit Frauengesang bewerben, was sicher erstmal daran liegt das es weniger gibt, vielleicht aber auch daran das einige etwas zurückhaltender sind was das bewerben angeht.
    Man bekommt nach einiger Zeit einen Blick dafür wer dick aufträgt. Eine Aussage wie „Wir bringen jedes Publikum zum kochen egal ob 5 oder 5000Leute“ heißt eher man spielt immer vor 5 Leuten und würde gern vor 5000 spielen.
    Dieses Übertreiberische gibt es tatsächlich von Frauen eher nicht so, also wenn die Bewerbung von einer Frau ausgefüllt ist.
    Aber das war ja für den Frauengesang. Frauen in Bands allgemein gibt es eigentlich genug und auch sehr gute Bassistinnen, Drummerinnen, Gitarristinnen, Keyboarderinnen usw.
    Da finde ich es eher erschreckend das auf den großen Festivals dann doch wirklich so wenig Bands zu finden sind.

    Eigentlich ist das also nur ein Appell an Frauen: Traut euch, macht was. Sich hinterher ärgern, weil man denkt, das was die da verzapfen hätten wir auch geschafft, nur besser bringt ja auch nix.

  4. […] Frauenquote: Das bleibt von Line-Ups über, wenn man die reinen Männer-Gruppen […]

  5. […] mag’s ja ganz gerne, wenn Frauen singen. Auf Festivals sieht das offenbar anders aus. Was übrig bleibt, wenn man von Festival-Line Ups alle Bands ohne Frauenbeteiligung radiert. […]

  6. Links – six umbrellas 6. Mai 2015 at

    […] Was übrig bleibt, wenn man von Festival-Line Ups alle Bands ohne Frauenbeteiligung radiert | Da… Das ist ein ziemlich erschreckende Visualisierung. Gefühlt hätte ich gesagt, dass Frauen in der Rock/Indie/Pop-Ecke recht ausgewogen vertreten sind. Lag ich wohl falsch. Was eigentlich schade ist. […]

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