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Kategorie: Nur mal so

Minilogue – Six Arms And One Leg

Vorneweg: ein wundervolles Video! So mit fliegenden Tieren und so, man weiß ja wo sowas herkommt. Minilogue sind mir ein Begriff, seit sie unter dem Namen Sonkite ziemlich fetten, progressiven Psytrance veröffentlicht hatten. Später dann kam dazu eben auch Minimal, was als Microtrance unter die Leute gebracht wurde. Und das sogar ziemlich gut, ein sehr erfrischender, sonniger Livesound, den die so machen, wovon man sich gerne selber überzeugen kann. (Download: Live@Panorama Bar – Berlin)

Diese Nummer hier zieht nun reihenweise Vergleiche mit Massive Attack heran, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Gut, das geht schon irgendwie in diese Richtung, aber so ganz… Nee. Aber ist ja auch egal, immerhin fliegen da Elefanten durchs Video, das hat man nicht alle Tage und schlecht ist der Song auch nicht.

(Direktflugelefanten)

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Angela weiß, wie man Computer runterladen kann

Die Kandesbunzlerin antwortet per Videobotschaft auf das Gejammer der Industrie von gestern. Schade eigentlich, dass sie Argumente jener, die die ganze Kiste auch von einer anderen Seite betrachten, komplett außen vorlässt. Wundern tut mich das natürlich gar nicht.
Fragen tue ich mich, was sie wohl meint, wenn sie sagt „Das Herunterladen von Computern ist eine Sache…“
Das zeugt mal wieder davon, dass die Damen und Herren, die „sich kümmern werden“ und „dicke Bretter bohren“ wollen, absolut gar keine Ahnung von der Sachlage haben.
(via)

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Die Kleine, die gerade frische 15 war, als ich sie vor fünf Jahren kennenlernte, nahm mich heute ein Stück mit dem Auto ihres Vaters mit. Einem A6. Ein wenig hatte ich Angst.

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„Weil, wissense, die Internet-Leute sind ja nicht blöd.“

René schreibt heute schon mal eine offene Antwort auf den morgen erscheinenden, an die Kandesbunzlerin adressierten, offenen Brief der Musik,- Film und Verlagsindustrie, die darin mal wieder heult, wie schlecht es ihr geht und das sie nun endlich mal jemand bräuchte, der ihr Händchen hält, um gemeinsam gegen das Böse zu Felde zu ziehen. Inklusive dem ekelhaften Hinweis, dass die Engländer und die Franzosen das ja auch ganz anders halten. Das die nicht nach deutschem Recht handeln, entgeht der alten, dicken, trägen Tante da irgendwie. Eigentlich hätte ich dem nichts hinzuzufügen bis auf zwei Kleinigkeiten vielleicht: Ich frage mich ernsthaft, was die unter einer „fairen Entlohnung“ verstehen, wenn sie davon reden. 15 Euro für einen Silberling können sie da ja kaum meinen. Millionen, die ein Film einspielt sicher auch nicht. Die andere Kleinigkeit, die ich allerdings gravierend finde ist das:

Denn während etablierte Künstler noch von den Erfolgen der Vergangenheit zehren können, trifft die Internetpiraterie vor allem junge Nachwuchstalente. Langfristig wird so die kulturelle und kreative Vielfalt in unserem Land abnehmen und wir verspielen eine unserer wichtigsten Zukunftsressourcen.

Wann begreifen die endlich, dass Kultur und kommerzielle Verwertbarkeit nicht zwangsläufig etwas gemeinsam haben müssen. Die Zeiten sind lange vorbei und es gibt so dermassen viele Talente, die nicht mehr auf den Industriebatzen angewiesen sein wollen und nicht angewiesen sind? Das Internet hat sie doch erst gebracht, die echte „kreative Vielfalt“.

Interessant finde ich auch zu sehen, wer sich alles mit dem Haufen gemein macht, indem er da unterschreibt. Udo Jürgens enttäuscht mich dann doch schon.

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Spontan den Einfall gehabt, mir die Haare abschneiden zu lassen. Glatze wäre im Hinblick auf meinen Arbeitstag am 1.Mai irgendwie praktisch. Gedanken schnell wieder verworfen, aber die Grundidee bleibt erst mal.

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Es schmerzt beim Sehen

Es ist schwer zu beschreiben, dieses Gefühl. Einfacher vielleicht für jene, die selber eine persönliche Bindung dazu haben. Eine Bindung, zu dem Umstand, dass man früher oder später seine Sprösslinge, seine Kinder, in eine mehr oder weniger öffentliche Erziehungsinstanz geben muss. Vielleicht nur kurzeitig, weil man doch eine gewisse Zeit am Tag arbeiten muss, die Kinder ja aber trotzdem irgendwie betreut werden müssen. Oma ist keine Option auf immer und Soziales nehmen die Kleinen so vielleicht noch am einfachsten auf. So zumindest die Hoffnung.

Bei mir hieß das zu jener Zeit „Kindergarten“ und ich ging gerne hin, glaube ich. Heute heißt das wahlweise „KiTa“, „Kinderladen“, immer noch oder nun wieder „Kindergarten“, aber auch „Tagesmutter“. Was alle dieser auerhäuslichen Betreuungsinstanzen als zwingend von den Eltern, die ihre Kinder dort täglich abgeben, erwarten müssen, ist Vertrauen. Vertrauen in die Tätigkeiten der Betreuer, die nicht nur betreuen, bespielen, verwalten, verwahren oder bestimmen sollen, sondern sie sollen auch in der Lage sein, Liebe zu geben, Trost zu spenden, Zeit zu haben, Interesse und Geduld zu zeigen. Mindestens. Weiter nach oben gibt es da eine kaum definierbare Grenze, die das Gute einschränkt, was diejenigen, denen man sein Kleines gibt, zu geben in der Lage sein sollten. Nach unten, zum Schlechten, ist die Grenze allerdings ziemlich deutlich und auch schnell geklärt. Alles was man selber nicht erleben möchte, sollte auch den Kindern erspart bleiben. Zumindest diese Erwartung teilen wahrscheinlich alle jene, die das o.g. Vertrauen aufbringen und ihre Kinder nicht nur in andere Hände, sondern eben auch in andere Herzen geben. Alles was den eigenen Norm, – Wertvorstellungen gerecht wird, sollten diejenigen vermitteln können, denen man das Unmögliche möglich macht und ihnen seine Kinder überlässt. Soweit zur Theorie.

Um so mehr schmerzt es mich zu sehen, dass manche der so genannten Erzieherinnen Kinder an den Armen hinter sich herziehen, sie vollblöffen, sie anbrüllen, erwarten, dass sie wie ein Hund auf die ihnen hingebläkten Befehle reagieren. Kurz und bündig. Kommunikation findet nicht statt, die Kleinen haben zu spuren. Stress und was weiß ich nicht noch alles. Ich glaube, dass das dem Vertrauen, was den Eltern zu geben nicht immer leicht fällt, nicht gerecht wird. Konkreter noch: Ich weiß, das dem so nicht ist, nicht so sein kann.

Geweint hat die Kleine heute am Bahnhof. Bitterlich geweint. Angeschrien hat die Alte sie, an ihr gezogen, sie geschubst, ihr Befehle entgegen gebrüllt. Immer in der Erwartung, das die Kleine spurt. Weil sie spuren soll, weil die Alte es so will, weil sie es gewohnt ist, dass immer alle spuren. Die Alte nennt sich Erzieherin und will womöglich für ihre Arbeit noch gewertschätzt werden. Fick Dich!

Wie es wohl den Eltern damit gehen würde, das zu sehen.

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