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Ommawörter – Bekannte Worte aus dem Ommadeutschen

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(Foto unter CC BY-ND 2.0 von LadyB)

So sehr ich den Jungen ihren ganz eigenen Umgang mit Sprache gönne, so schade finde ich es, dass viele der wirklich tollen Wörter, die eins meine Oma oder gar noch meine Eltern alltäglich benutzten, offenbar etwas in Vergessenheit geraten. Einige von denen benutze ich hier und wieder ganz bewusst. Ich mag sie gerne und finde, sie sollten auch erhalten bleiben. Für manche dieser Wörter aber ist es wohl schon ganz schön spät, denn manche davon kenne ich überhaupt nicht, was ganz sicher auch regional bedingter Unterschiede geschuldet ist. Die Seite Ommawörter nimmt sich genau jener Problematik an und sammelt Wörter, die damals sicher irgendwann auch mal Jugendwörter waren, ohne das sie dafür ausgezeichnet worden sind.

Hier ein paar schöner Beispiele:

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(Danke, Klaus!)

24 Kommentare

  1. Sencer16. September 2014 at 13:22

    Oh, wow. Viele davon gehören noch zu meinem aktiven Sprachschatz…

  2. tilo16. September 2014 at 13:28

    verhohnepiepeln ist kein oma-wort, sondern tiefstes sächsisch und es bedeutet auch nicht veräppeln sondern das entstellen von etwas. wenn man zum beispiel das lied „atemlos durch die nacht“ mit keuchender stimme singt, hat man es verhohnepiepelt, aber niemanden damit veralbert.

  3. KBass16. September 2014 at 13:36

    @Ronny: gern geschehen…

  4. Wckdm16. September 2014 at 13:56

    Meine Oma sagte zu meinen selbstgedrehten Kippen immer „Giftnüdele“

  5. Kaffchris16. September 2014 at 14:18

    *prust* wegen „fickerich“ hatte der Kollege aus Sachsen hier in München gestern die Lacher auf seiner Seite. Durfte er erklären. Kenn ich als Thüringer aber auch noch ^^

  6. Matthias16. September 2014 at 14:20

    Besonders gelungen finde ich die Seite nicht. Omma-Wörter? Auf der Seite finden sich viele Wörter, die Teil des alltäglichen Sprachschatzes in Norddeutschland sind und zum Teil aus dem plattdeutschen kommen. Düster, glitschig, einholen gehen, plünnen…. Kann man in Hamburg jeden Tag hören. Da gibt es viel interessantere Seiten, die aussterbende Wörter sammeln, wie z.B http://retropedia.de/Retropedia-fast-vergessene-Woerter.1.0.html

  7. Känguru16. September 2014 at 14:47

    Als „Herrenwinker“ bezeichnet man keine Tolle wie Götz Alsmann sie trägt, sondern Haarsträhnen, die von den Frauen aus den 20iger Jahren unterhalb des Ohres ins Gesicht frisiert wurden.

  8. bemme5116. September 2014 at 14:52

    normeler einsatz bei mir:

    Plünnen: ✔
    in‘ Dutt: ✔
    gildet: ✔
    fickerich: ✔
    Schüppe: ✔

    ÖÖÖÖÖÖÖHHHH, ICH BIN NICHT ALT!!!!!^^

  9. naja16. September 2014 at 14:56

    Ja da sind definitiv ein paar schöne Erinnerungen aber das Götz Alsmann einen Herrenwinker hat halte ich für völlig daneben.. Herrenwinker sind Damenfrisuren mit denen man Herren „heranwinkt“ und da er verheiratet ist gehe ich mal davon aus, dass er eher Damen winken würde außerdem ist das eher eine Glasfiberfrisur die eher einem Helm gleicht… da winkt gar nix!! ;-) also die Erklärungen sind etwas daneben…

  10. ichhalt16. September 2014 at 15:20

    Als Dreckschippe hat meine Oma immer meine Fingernägel bezeichnet, wenn die untendrunter schwarz waren, nachdem ich im Garten gespielt hatte.

  11. Ahoi16. September 2014 at 15:40

    Die Bedeutung von“Plünnen“ ist hier falsch. Das Worte bezeichnet nicht irgendwelche Dinge, sondern ist ein norddeutscher Begriff, der für alles steht, was aus gewebtem Material besteht.
    Beim Segeln heißt es „die Plünnen hochziehen“, also Segel setzen.
    Sich „anplünnen“ bedeutet sich anziehen.
    „Plünnen-Kram“ bezeichnet Produkte von minderwertiger Qualität, keine solide Qualität aus starkem Metall oder gutem Holz, sondern zu dünn, zu weich, fadenscheinig.

    Ahoi.

  12. Lausitzer16. September 2014 at 18:13

    Wie oft wurde ich schon von Schlaumeiern bei dem Wort „aufwaschen“ korrigiert. :)

  13. Harro16. September 2014 at 18:13

    wenn man die Ikea anna mit duch machst mich ganz fickerich beschreibt wird man als schmutzfink abgetan, sollte man mal bei Facebook auch verwenden

  14. TOPCTEH16. September 2014 at 18:20

    „Herrenwinker“ sind doch die Haarsträhnen, die vor dem Ohr hervorwinken, wie bei den weiblichen Raumflottenoffizieren der „Orion“. Die Beispiele sind auch eher norddeutsch-lastig, wobei ich hier in Stuttgart immer versuche, „gildet“ einzuführen.

  15. Edith16. September 2014 at 21:48

    ichhalt,

    Das waren bei uns „Grabschaufeln“

  16. Thoralf16. September 2014 at 22:21

    Also poussieren wird ganz bestimmt mit ou geschrieben. Kommt hundertpro aus dem französischen. So wie zum Beispiel auch Muckefuck.

  17. some lucid dreams17. September 2014 at 17:53

    was isn mit „Huttsche“? kennt dit wer?

  18. Walter von der Vogelweide18. September 2014 at 02:19

    @Kraftfuttermischerwerk, was für eine verarsche eurer Leserschaft. Als Sprachwissenschaftler kann ich allen anderen lesern mitteilen, ihr wundert euch nicht zu unrecht. Die hälfte der genannten wörter gibs nicht und der Rest, naja der ist … wie soll ich sagen, hat hier nichts zu suchen.

  19. danke18. September 2014 at 12:59

    also das is ja ne ziemliche nullnummer. vieles davon ist ganz stark regionalbezogen und wie man was für sprache übrig haben und dann an selbiger so scheitern kann – es heißt „einst“ „HIN und wieder“ und „geschuldet“ geht mit Dativ…

  20. Schlawiner18. September 2014 at 23:07

    Etepetete, wah, eh? B)

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