{"id":1138,"date":"2007-07-24T16:51:20","date_gmt":"2007-07-24T14:51:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/?p=1138"},"modified":"2007-07-24T16:54:39","modified_gmt":"2007-07-24T14:54:39","slug":"flossimo-extremo-tag-5-und-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/flossimo-extremo-tag-5-und-6\/","title":{"rendered":"Flossimo Extremo Tag 5 und 6"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/?p=1126\">Tag 1-4 >>><\/a><\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/flossimo-17.jpg\" width=\"260\" height=\"195\" border=\"0\" style=\"border: 4px solid white; float: left;\"><\/a><p><strong>Tag 5:<\/strong> Die Nacht war anders als erwartet relativ ruhig, Polizei kam keine. Nur das gegen um 5:00 Uhr der Berufsverkehr einsetzte, der nat\u00fcrlich auch \u00fcber die benachbarte Br\u00fccke f\u00fchrt. Das war nach den Tagen, die immer in einer n\u00e4chtlichen Ruhe m\u00fcndeten doch etwas ungewohnt, und ja, auch etwas belastend.Wir als Betreuer standen alsbald auf, da an weiterschlafen gar nicht zu denken war. Wir machten Espresso und genossen es, ein paar Minuten f\u00fcr uns zu haben, so wie wir das jeden Morgen taten. Einige der Kids schliefen in dieser Nacht auf dem Floss, was an sich eine nette Idee w\u00e4re, wenn man das Floss dann auch richtig antauen w\u00fcrde, was sie nicht taten. Sie begn\u00fcgten sich mit f\u00fcnf Metern Paketband, was sie doppelt nahmen, um das Floss an einen Zaun zu binden. Als sie noch schliefen, machten wir uns den Spass und verl\u00e4ngerten das Band auf die doppelte L\u00e4nge, so das sie erst mal einige Meter in die Flussmitte trieben. Um an Land zu kommen w\u00fcrden sie sich erstmal etwas anstrengen m\u00fcssen. Das war ihnen sp\u00e4ter dann, nat\u00fcrlich, alles andere als Recht. Ein wirkliches Problem war es dennoch nicht.<\/p>\n<p>Zum Fr\u00fchst\u00fcck kam dann der Anruf aus dem Krankenhaus, der die Info mit sich brachte, dass der dort liegende Teilnehmer besser nicht wieder aufs Floss steigen solle, was bedeutet, dass er die Tour abbrechen musste. Schade, aber die Gesundheit geht nun mal vor und wenn der Arzt dies als Empfehlung abgibt, werden wir uns daran halten.<br \/>\nNachdem Fr\u00fchst\u00fcck gingen die Kids unsere 12 Euro f\u00fcr den heutigen Tag ausgeben. Auch mit Hinblick darauf, dass es derlei M\u00f6glichkeiten, etwas einzukaufen bis zum Ende der Tour nicht mehr geben w\u00fcrde. Eigentlich wollten sie in diesem Moment genau das nachholen, was sie sich eh schon f\u00fcr den Tag davor vorgenommen hatten: die letze Lagerm\u00f6glichkeit vor dem D\u00e4mmeritzsee zu erreichen und die restliche Zeit dort zu &#8222;chillen&#8220;, wie sie das nennen.  Das war ohnehin etwas, was sie partout verhindern wollten: Mit dem Floss \u00fcber den See zu fahren. Es muss so was wie eine Horrorvorstellung f\u00fcr sie gewesen sein, was ich durchaus nachvollziehen konnte, habe ich doch gesehen, wie sie sich auf dem Fluss, der ja nunmal nur in eine Richtung str\u00f6mt, schon gequ\u00e4lt haben mitunter. Das Ziel war also klar: Die kleine nette Stelle kurz vor Erkner, mit exklusivem Anlegeplatz und einer Affenschaukel auf dem gegen\u00fcberliegenden Ufer. Von dort w\u00e4ren es dann h\u00f6chstens vier Kilometer bis zum Bahnhof, die ja zu Fuss zur\u00fcckgelegt werden sollten. Sollte diese nicht durch jemand besetzt sein, w\u00e4re es zumindest das wegliche Ende der Tour. <\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/flossimo-19.jpg\" width=\"260\" height=\"195\" border=\"0\" style=\"border: 4px solid white; float: left;\"><\/a><p>Die Ausbeute, die sie heute noch an Essen machten, ohne daf\u00fcr zu bezahlen, war beachtlich. Selbst 15 frische Br\u00f6tchen und ein noch warmes Brot wurden uns geg\u00f6nnt. Morgen w\u00fcrde es ein letztes, leckeres Fr\u00fchst\u00fcck geben. In der Nacht hatten sich 150 Meter neben uns noch weitere Wasserwanderer zur Nacht gebettet. Sie lagen direkt unter der Br\u00fccke, was schonmal ein gewisses Abstumpfungspotenzial voraussetzt. Ich meine, neben der Br\u00fccke war es schon unangenehm, aber direkt unter ihr stank es aus allen Mauerporen nach Pisse, aber ich schweife ab.<\/p>\n<p>Wir brauchten wieder eine ganze Weile, um alles was wir so bei hatten, auf die Fl\u00f6sse und das Kanu zu packen. Wir hatten Zeit. Es w\u00e4re nur noch eine Etappe zu fahren. Dort w\u00fcrde man am n\u00e4chsten Morgen das Floss zerlegen und sich gen\u00fcsslich auf den Heimweg machen. Es liegen maximal noch zwei Stunden Weg vor uns. Einige, auch wir, kennen diese Stelle und sie m\u00fcsste schon bald auf der Linken des Horizontes auftauchen. Alle sind weitestgehend entspannt, sie haben es fast geschafft und das macht alle etwas lockerer. Die Stimmung auf dem Floss war in der gesamten Woche nicht so easy. Wir, als Betreuer, sind froh dar\u00fcber, dass sie sich den Weg \u00fcber den Fluss ersparen wollen, auch wenn wir das urspr\u00fcnglich mal als eigentliches Ziel erfasst hatten. Wir wollen sie alle mit einem guten Gef\u00fchl nach Hause schicken. Genau in dieser Gem\u00fctsstimmung befindet sich, die gesamte Gruppe im Moment. Das soll so bleiben. Wenn wir nun noch \u00fcber den See fahren w\u00fcrden, w\u00e4re das alles im Arsch, denn einer derartigen Extremsituation waren sie bisher nicht ausgesetzt und haben dennoch auch so schon allerhand Konfliktpotenzial entwickelt und das mitunter auch rausgelassen.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/flossimo-18.jpg\" width=\"260\" height=\"195\" border=\"0\" style=\"border: 4px solid white; float: left;\"><\/a><p>Nach 90 Minuten erreichen wir den letzten Lagerplatz. Ein gemeinschaftliches Aufatmen geht durch die Gruppe. Hier ist es sehr nett. Wir sind alleine, dr\u00fcben wartet ein Affenschaukel darauf, dass sich jemand an sie dranh\u00e4ngt und der Lagerplatz ist im allgemeinen sehr idyllisch. Die Kids gehen baden, sammeln Feuerholz und &#8222;chillen&#8220;, wie sie das nennen. Wir brauchen heute ein sehr fr\u00fches Feuer. Es wird heute auf jeden Fall noch was vom Himmel fallen. Das sollte zwar die letzten Tage auch schon der Fall sein, aber nun kann man den Regen schon fast riechen. Deshalb erstmal Feuer an. Wenn das dann eine Weile brennt, muss es schon \u00fcberm\u00e4\u00dfig stark regnen, um es zu l\u00f6schen.Nebenbei beginnen die Jungs ihre Kr\u00e4fte zu messen. Im Nahkampf. Ringen, Judo und alles verwandte ist erlaubt. Wir stellen gemeinsam Regeln auf und wer nicht mitmachen m\u00f6chte, kann sich auch gerne da rausnehmen. Am Ende allerdings hat sich jeder mit jedem gebalgt. Es ist kurios, denn diese Sache stellt die \u00fcber die Woche gefestigte Gruppenhierachie auf den Kopf. Es wird deutlich, dass eben nicht die Lautesten auch gleich die St\u00e4rksten sein m\u00fcssen, auch wenn diese das bisher gedacht hatten. Da wir ganz bewusst nur Teilnehmer  m\u00e4nnlichen Geschlechts dabei hatten, sollte so eine beobachtete Balgerei auch dabei sein. Das geh\u00f6rt einfach dazu.<\/p>\n<p>Der Himmel verdunkelt sich zunehmends  und wir werden werden heute auf keinen Fall drum herum kommen, ein Biwak zu bauen. Es wird regnen. Ganz sicher. Also spannen wir Betreuer unser 5 x 3,5 Meter gro\u00dfes Tarp und wissen um eine trockene Nacht. Die Kids tuen es uns nach und bauen sich ein eigenes Biwak. Allerdings nicht ganz so, wie man es machen sollte, wie sich sp\u00e4ter herausstellen wird. Es gibt heute Abend Couscous mit Gem\u00fcse, dessen Zubereitung sich endlos  in die L\u00e4nge zieht, da die Kids nur minder motiviert sind, etwas zu essen. Dennoch wird es irgendwann fertig und wir k\u00f6nnen unser letztes Abendmahl am Feuer einnehmen. Kurz darauf beginnt es zu regnen. Kategorie: Schwacher Landregen. Da kann nicht viel passieren, denken wir, sitzen trotz dessen noch eine Weile am Feuer und kriechen dann in die Schlafs\u00e4cke im trockenen Biwak. Ich kann nicht so recht einschlafen. Der Boden ist furchtbar uneben und ich rolle immer wieder von einem kleinen H\u00fcgel, auf dem meine Isomatte eigentlich f\u00fcr einen geruhsamen Schlaf sorgen sollte. Tut sie aber nicht, die Sau, die bl\u00f6de.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/flossimo-20.jpg\" width=\"260\" height=\"195\" border=\"0\" style=\"border: 4px solid white; float: left;\"><\/a><p>Der Regen wird zunehmend st\u00e4rker. Ich checke, ob irgendwo von unten Wasser ins Tarp l\u00e4uft und stelle beruhigt fest, dass dem nicht so ist. Ich lege mich hin und warte darauf, dass der Schlaf zuschl\u00e4gt. Tut er aber nicht. Gegen 3:00 Uhr morgens bemerke ich im Zelt der Kids eine enorme Aufregung. Mir deucht, dass Zelt steht unter Wasser, was sich nach dem Aufstehen und Nachsehen auch leider bewahrheitet. Mir ist hier im Dunkel nicht ganz ersichtlich, warum denn die Planen, die sie als Unterlage benutzt haben, bis zu Zehn Zentimeter Wasser auf sich lagern. Einige Schlafs\u00e4cke sind v\u00f6llig durchn\u00e4sst und wenige Klamotten auch. Nun muss es schnell gehen. Alle m\u00fcssen aus den nassen Pennt\u00fcten und in trockene Klamotten. Das Tarp muss neu gespannt und gerichtet werden, was nat\u00fcrlich bedeutet, dass man zwangsl\u00e4ufig nass wird. Nun m\u00fcssen wohl oder \u00fcbel elf Mann unter dem 17,5 m2 gro\u00dfen Tarp schlafen. Gruppenkuscheln quasi, wo man seinen k\u00f6rperlichen Freiheitsbereich um einiges einschr\u00e4nken muss, was nicht unbedingt zu meinen St\u00e4rken z\u00e4hlt, wie ich zugeben muss. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter liegen somit alle irgendwie in dem Tarp. Kreuz und quer, eng an einander gedr\u00fcckt, aber zumindest trocken. Ich verabschiede mich von dem Gedanken, hier auch nur ann\u00e4hernd so etwas wie Schlaf zu bekommen. Aber ich t\u00e4usche mich. Nach einer weiteren halben Stunde, sind alle still und der Schlaf kommt \u00fcber uns.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/flossimo-21.jpg\" width=\"260\" height=\"195\" border=\"0\" style=\"border: 4px solid white; float: left;\"><\/a><p><strong>Tag 6:<\/strong> Die Nacht war mehr als kurz. Nach bereits drei Stunden, versuchen wir, die Betreuer, gute Miene zum viel zu fr\u00fchen Spiel zu machen und qu\u00e4len uns aus den Schlafs\u00e4cken. Espresso.Nachdem wir einmal um das Zelt der Kids gelaufen sind, um heraus zu finden, warum denn nun der Regen ins Zelt lief, wird relativ schnell deutlich, dass die Erbauer zwar Wert auf die Optik, jedoch nicht auf die Schutzfunktion gelegt haben.  Sie haben die Planen, die sie sich unterlegten soweit nach aussen gezogen, dass das vom Dach ablaufende Wasser direkt darauf niederprasselte und somit freie Bahn ins Zelt hatte. Dazu kommt, dass sie sich in eine Kuhle gelegt hatten, was alle weiteren Fragen ungestellt beantworteten d\u00fcrfte. Nun gut, auch das geh\u00f6rt dazu. Nun geht es nur noch daran, die Klamotten, ebenso wie die Schlafs\u00e4cke, so trocken wie m\u00f6glich zu bekommen. Der Regen hat aufgeh\u00f6rt und wir h\u00e4ngen alles in die B\u00e4ume.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/flossimo-22.jpg\" width=\"260\" height=\"195\" border=\"0\" style=\"border: 4px solid white; float: left;\"><\/a><p>Um 8:00 Uhr ist Weckzeit. Es gibt einen Zeitplan zu erf\u00fcllen. Das Floss muss bis um 11:00 Uhr abgebaut werden, dann kommt ein bestellter Fahrer, der das alles aufladen soll. Bis dahin sollten alle gefr\u00fchst\u00fcckt haben, ihre Sachen gepackt und das, erst im Morgenlicht ersichtliche Schlachtfeld, aufger\u00e4umt haben. Das wird zeitlich knapp. Die immer noch frischen Br\u00f6tchen vom Vortag schmecken bestens und sind im Nu verzehrt. Danach geht es dann ans Floss. Auch das ist z\u00fcgig auseinander gebaut und soweit sortiert, so das es ohne weiteres schnell im Transporter verstaut sein wird. Nun geht es ans Packen der Klamotten. Hierbei kommt es zu einem \u00e4usserst unsch\u00f6nen Zwischenfall, der so ziemlich den absoluten Tiefpunkt der gesamten Fahrt darstellt. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/flossimo-23.jpg\" width=\"260\" height=\"195\" border=\"0\" style=\"border: 4px solid white; float: left;\"><\/a>Es \u00e4rgert mich sehr, denn ich hatte bis heute Morgen das angestrebte Ziel, alle Teilnehmer mit einem guten Gef\u00fchl nach Hause schicken zu k\u00f6nnen, als erf\u00fcllt betrachtet. Es macht mich sauer, dass dem nun nicht mehr so sein wird. Ein wirklich unsch\u00f6nes Ende, was der eigentlich zusammengewachsenen Gruppe die komplette Legitimation nimmt und sie splittert.<br \/>\nNachdem das Material komplett in dem Transporter verstaut ist, macht sich die Gruppe gegen 12:30 Uhr auf den Fu\u00dfweg zum Bahnhof Erkner. Da kommen alle gegen 13:40 Uhr an und warten auf den Zug. Das war es. &#8222;Flossimo Extremo&#8220; endet hier.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Es war nun die dritte Tour dieser Art. Die Erste fand vor zwei Jahren mit dem Fahrrad statt, die Zweite dann im letzten Jahr mit dem Kanu und diese nun mit dem Floss statt. Die Grundlagen, was Essen und Trinken waren immer die Selben. Die Teilnehmer variierten immer. Fand die Erste noch geschlechtergemischt statt, waren die letzten Beiden auf die Teilnahme von jungen M\u00e4nnern konzipiert, was auch durchaus Sinn macht. Bis eben auf den letzten tag, war es auch eine sehr sch\u00f6ne Tour, auf der die mentalen Stimmungen der Teilnehmer auf und nieder gingen. Genau das aber geh\u00f6rt dazu. Das soll so sein. Das soziale Gef\u00fcge in einer Gruppe organisieren  zu lernen ist Hauptaspekt, bei dieser ganzen Angelegenheit. Jeder der Teilnehmer hat davon positive Erfahrungen mit nach Hause genommen, aber auch negative. Das geh\u00f6rt auch zum Lernprozess. Weg von der Bequemlichkeit, an die sich so viele junge Menschen gew\u00f6hnt haben, hin zur Selbstversorgung, ohne den von Mutti gef\u00fcllten K\u00fchlschrank und die Gem\u00fctlichkeit der elterlichen Couch. Das hat gut geklappt, auch in diesem Jahr. Auch dann, wenn wir als Betreuer, bestimmte Dinge anders bzw. besser h\u00e4tten machen k\u00f6nnen, oder sollen. Aber auch das ist menschlich. Auch wir gehen mit jeder dieser Tour auf Erfahrungssammlung und lernen dazu. Sowohl p\u00e4dagogisch als auch soziologisch betrachtet, ist das das Gr\u00f6\u00dfte, was einem passieren kann. Das Verhalten von einer Gruppe zu studieren, die sich eine Woche lang auf 8 m2 organisieren muss und \u00fcber ihre kommunikativen F\u00e4higkeiten aneinander wachsen muss, um dass alles unbeschadet zu \u00fcberstehen.  Das wohl gr\u00f6\u00dfte, was ich danach immer mitnehmen kann, ist die Unwichtigkeit der Zeit. Diese spielt gar keine Rolle. Es gibt nur hell oder dunkel. Ich genie\u00dfe die Langsamkeit des Seins durch und durch. Wenn man dann wieder so ankommt im eigentlichen Leben, f\u00e4llt es schwer, sich der Geschwindigkeit des Lebens wieder anzupassen. Ja, es ist, um genauer zu sein, der absolute Horror, was wir uns hier jeden Tag an Unwichtigkeiten antuen, die wir uns, aus welchem Grund auch immer, irgendwann mal als Priorit\u00e4ten gesetzt haben. Anderseits sind genau diese, nach sp\u00e4testens drei Tagen, wieder genau so wichtig, wie sie es davor auch waren.<br \/>\nDer Plan f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr steht: 100 Kilometer. 50 mit dem Kanu, 25 mit dem Rad und weitere 25 zu Fuss. Alles was es als Zielvorgabe geben wird, sind GPS &#8211; Koordinaten und ein GPS &#8211; Ger\u00e4t. Die Grundlagen, was Essen und Trinken betrifft, werden die selben sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 1-4 >>> Tag 5: Die Nacht war anders als erwartet relativ ruhig, Polizei kam keine. 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