{"id":525,"date":"2007-03-22T01:25:35","date_gmt":"2007-03-22T00:25:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/?p=525"},"modified":"2007-03-22T02:05:51","modified_gmt":"2007-03-22T01:05:51","slug":"ataricubes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/ataricubes\/","title":{"rendered":"Ataricubes"},"content":{"rendered":"<p>Vor zehn Jahren noch war das Musizieren mit <a href=\"http:\/\/tamw.atari-users.net\/cubase.htm\">Cubase auf dem Atari<\/a> richtig harte Arbeit. Und das lag nicht nur an der grausam h\u00e4sslichen Bedienoberfl\u00e4che.<\/p>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/ataricubes.jpg\" alt=\"www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/ataricubes.jpg\" \/>\n<p>Da gab es noch keine Audio-Spuren, wie es heute Standart ist. Gut, bei einem Falcon vielleicht, aber wer hatte so ein Ding schon? Alles war einzig und allein auf MIDI-Anwendungen gebaut. Was man an Samples schneiden wollte, wurde mit dem Sampler geschnitten. Wenn man aus einem Sample zwei individuelle Sounds machen wollte, klickte man sich stundenlang durch das Men\u00fc des Samplers, dessen Display 8 x 2 Zentimeter gro\u00df war, wenn man Gl\u00fcck hatte. Software-Synthis waren noch Utopie und von VST-Plug Ins, hatten wir noch nie was geh\u00f6rt. Auch Effekt-Automationen lie\u00dfen sich nur via MIDI steuern, wie so ziemlich alles, was dynamisch ver\u00e4ndert werden sollte. Gemischt wurde auf einem Riesenpult, was zwangsl\u00e4ufig ein Rauschen mitbrachte, unter dem der Rest voll unterging, wenn man Gl\u00fcck hatte. Wenn nicht, dann hatte man zus\u00e4tzlich auch noch irgendeinen russischen Radio-Sender mit drauf. Wenn man am Nachmittag damit begann, dass ganze Hardware-Ged\u00f6ns hochzufahren und zu tunen, war man zum Abend hin auch startklar, wenn man Gl\u00fcck hatte. Wenn die 40MB Festplatte aber mal wieder nicht angehen wollte, konnte es auch schonmal Mitternacht werden.  Wenn man dann so richtig Pech hatte, stellte man fest, dass Irgendjemand aus der WG alles neu gekabelt hatte, nur man selber wusste erstmal nicht wie. Nat\u00fcrlich war dieser Irgendjemand an genau dem Abend nicht zu Hause um f\u00fcr kabelige Aufkl\u00e4rung zu sorgen und man musste sich da alleine durchk\u00e4mpfen. Und das eigentlich ung\u00fcnstigste was, dass man auf den alten Teilen so gut wie nichts zuverl\u00e4ssig speichern konnte. Wenn man also was fertig machen wollte, hatte man soviel Zeit, bis man alles wieder ausmachen wollte. Das waren verdammt lange und harte N\u00e4chte, damals.<\/p>\n<p>   <strong>Aber:<\/strong> Wir hatten diesen alten, <a href=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blog\/dyna24.jpg\">fetten Dynacord-Mixer<\/a>, wir hatten dieses <a href=\"http:\/\/www.effectsdatabase.com\/model\/741\/\">geile Bandecho<\/a> (Abb. \u00e4hnlich)  und wir hatten das <a href=\"http:\/\/www.synthzoo.de\/ensoniq\/dp2.html\">Ensoniq DP\/2<\/a>. Alles davon war in jedem Song vertreten, den wir machten. Wir sollten das mal alles wieder aus der Kammer holen.<br \/>\nNat\u00fcrlich gab es auch schon PC\u00b4s die das alles h\u00e4tten vereinfachen k\u00f6nnen, aber doch nicht f\u00fcr uns! Wir sa\u00dfen vorm Atari ST1040.<\/p>\n<p>   Ach was haben wir es gut heute. Save geklickt, ausgemacht, ins Bett gegangen  und am n\u00e4chsten Tag nahtlos weiter gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor zehn Jahren noch war das Musizieren mit Cubase auf dem Atari richtig harte Arbeit. 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