{"id":94859,"date":"2015-09-25T22:28:01","date_gmt":"2015-09-25T20:28:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/?p=94859"},"modified":"2015-09-25T23:02:12","modified_gmt":"2015-09-25T21:02:12","slug":"wenn-zeitungen-die-ersthelfer-zu-fluechtlingsgegnern-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wenn-zeitungen-die-ersthelfer-zu-fluechtlingsgegnern-macht\/","title":{"rendered":"Wenn Zeitungen die Ersthelfer zu Fl\u00fcchtlingsgegnern machen"},"content":{"rendered":"<p>Auch hier in Potsdam konnten in den letzten Wochen endlich hunderte Fl\u00fcchtlinge ein vorl\u00e4ufiges Ende ihrer Flucht und somit eine Bleibe finden. Wie fast \u00fcberall ging das nur, weil sich ehrenamtliche Helfer die Tage und die N\u00e4chte um die Ohren geschlagen haben, da die St\u00e4dte, die Kommunen und letzendlich der Staat schlicht nicht in der Lage sind\/ist, sich angemessen um die Fl\u00fcchtenden zu k\u00fcmmern und diese zu versorgen.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-content\/uploads2\/2015\/09\/Bildschirmfoto-2015-09-25-um-22.20.11.jpg\" alt=\"Bildschirmfoto 2015-09-25 um 22.20.11\" width=\"600\" height=\"388\" class=\"alignnone size-full wp-image-94867\" srcset=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-content\/uploads2\/2015\/09\/Bildschirmfoto-2015-09-25-um-22.20.11.jpg 600w, https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-content\/uploads2\/2015\/09\/Bildschirmfoto-2015-09-25-um-22.20.11-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/>\n<p>Hier war f\u00fcr diese Hilfe ein Verein mit ausschlaggebend: das Potsdamer <a href=\"http:\/\/www.freiland-potsdam.de\/\">freiLand<\/a>. Ein linksalternatives Jugendzentrum, das sowohl die Organisation als auch die Koordination und letztendlich die Umsetzung der Erstbetreuung \u00fcbernahm. Daf\u00fcr wurde nicht nur eine Facebook-Gruppe gegr\u00fcndet und ein <a href=\"http:\/\/refugeesinpdm.tumblr.com\/\">Tumblr<\/a> aufgesetzt, sondern am Ende nat\u00fcrlich auch vor Ort Arbeit geleistet, die ohne diese Menschen eben keiner leisten w\u00fcrde. Schon gar nicht die Stadt. Es wurde Wasser und Essen besorgt, ein WLAN gebaut, Spenden gesammelt und sortiert und an die Ankommenden weitergeleitet. Von Seiten der Stadt waren in diesen N\u00e4chten kaum Helfer vor Ort, nach ein paar Tagen \u00fcbernahm dann das DRK die Orga und die Koordination. Wie die Menschen dort empfangen worden w\u00e4ren, wenn die Initiative des freiLands nicht stattgefunden h\u00e4tte, kann ich nicht beurteilen, zunehmend aber habe ich das Gef\u00fchl, dass der Staat sich auf die Hilfe von Freiwilligen verl\u00e4sst und auch deshalb eher tr\u00e4ge reagiert &#8211; wenn \u00fcberhaupt. <\/p>\n<p>Eigentlich sollte die Arbeit, die Freiwillige Land auf, Land ab leisten, Sache der Kommunen sein, die damit absolut \u00fcberfordert scheinen. Mely Kiyak hat dar\u00fcber einen ganz gro\u00dfartigen Artikel geschrieben, der mir aus der Seele spricht: <a href=\"http:\/\/kolumne.gorki.de\/kolumne-39\/\">Brot dringend, Wasser sehr dringend!<\/a><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Und der Landwirtschaftsminister k\u00f6nnte mal die Industrie zwingen, dass sie den gesamten Bedarf an Milch und Brot f\u00fcr die Versorgung der Fl\u00fcchtlinge \u00fcbernimmt. Wer als Lebensmittelunternehmen die Felder der Welt pl\u00fcndert, Menschen und Ressourcen ausbeutet, soll sich anschlie\u00dfend um die Handvoll Hungrigen k\u00fcmmern, die bei uns landen. Nestl\u00e9 und Co! Ihr seid gemeint! 70 % der Agrarfl\u00e4chen Rum\u00e4niens werden von ausl\u00e4ndischen Unternehmen kontrolliert. Aber sich aufregen, wenn arme Rum\u00e4nen Deutschland betreten!<\/p>\n<p>Nein, nein, Leute, wir m\u00fcssen w\u00fctender werden. Und genauer aufpassen, dass wir nicht an die Stelle von Pflicht und Grundversorgung Hilfsbereitschaft setzen. Wir leben gerade den Traum der FDP. Der Staat zieht sich zur\u00fcck und die B\u00fcrger springen ein. Ich m\u00f6chte daran erinnern, dass wir als B\u00fcrger dieses Landes Steuern zahlen. Wir d\u00fcrfen nicht nur, wir m\u00fcssen laut werden und an unsere Politiker gerichtet sagen: Wir geh\u00f6ren zu den reichsten L\u00e4ndern dieser Erde. Es ist Eure Aufgabe die Bedarfslisten durchzuklicken. Nicht unsere! Unsere Aufgabe ist es, die Fl\u00fcchtlinge in unsere Mitte zu nehmen. Jeder, wie er kann.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>So sieht&#8217;s n\u00e4mlich aus!<\/p>\n<p>Nun ist es so, dass auch hier gesagt und geschrieben wird, dass die r\u00e4umlichen Kapazit\u00e4ten zur Unterbringung &#8222;knapp&#8220; werden. Kein Wunder. Die Stadt verscherbelt seit Jahren alles, was sich irgendwie zu Geld machen l\u00e4sst, um dort dann Eigentumswohnungen bauen zu lassen. Prober\u00e4ume und oder Ateliers  gibt es hier auch deshalb kaum noch welche, weil fast alle alternativen Kulturst\u00e4dten \u00fcber die Jahre auf Hochglanz saniert wurden, und auch deshalb jetzt zwangsl\u00e4ufig wirtschaftlich arbeiten m\u00fcssen, weshalb aus den einst &#8222;alternativen&#8220; Kulturst\u00e4dten ganz fix kommerzielle wurden, die eigentlich immer nur furchtbar Langweiliges bieten.  Manche Ateliers sind in alten noch nicht sanierten Immobilien von Leuten untergekommen, die sich Kunst &#8222;leisten wollen&#8220; und das auch k\u00f6nnen. Freir\u00e4ume, die noch nicht zu Geld gemacht wurden, gibt es kaum noch. <\/p>\n<p>Nun ist die Stadt auf der Suche nach M\u00f6glichkeiten, Fl\u00fcchtende unterbringen zu k\u00f6nnen. Dass man mit Krampnitz \u00fcber die Jahre hinweg eine alte Russenkaserne mit der Infrastruktur einer Stadt hat schlichtweg vergammeln lassen, bis sich ein Investor finden konnte, scheint vergessen &#8211; dar\u00fcber spricht ja auch keiner so gerne. Dar\u00fcber, dass trotzdem in der Stadt immer noch Immobilien leer stehen, die von irgendwem in den letzten Jahren gekauft wurden, auch nicht. Auch dar\u00fcber nicht, dass das erste Hotel im Zentrum immer miserabel gebucht ist, weshalb man es  von Seiten der Stadt am liebsten h\u00e4tte auch schon abrei\u00dfen wollen. So gesehen wird es halt schon eng. Meint auch ein Autor des lokalen Tagesspiegel-Ablegers PNN,  der jetzt in seiner Printausgabe ausgerechnet den Menschen vom freiLand vorwirft, keine Fl\u00fcchtenden auf ihrem Gel\u00e4nde haben zu wollen.<\/p>\n<p>Kurz zur Erkl\u00e4rung: Das freiLand ist hier in Potsdam die letzte echte alternative Kulturst\u00e4dte. Sie bietet Prober\u00e4ume, mit dem Spartacus den letzten echten, besuchbaren Dancefloor, einen Jugendclub, Ateliers und eine f\u00fcr Potsdamer Verh\u00e4ltnisse gro\u00dfe Au\u00dfenfl\u00e4che. <\/p>\n<p>Nun kam die Stadt wegen der oben, g\u00e4nzlich selbst gebackenen Probleme, auf die Idee, dem Freiland ein paar Zelte auf die Freifl\u00e4chen zu stellen, in denen sie Fl\u00fcchtlinge unterbringen will. An sich kein Ding, machen die dort sicher gerne. Wei\u00df ich. Weil genau die es ja auch erst m\u00f6glich machen, dass das hier an anderen Stellen \u00fcberhaupt erst funktioniert! Das Problem daran  ist, dass man das auf der staatlich mittlerweile gerne gefahrenen Sparflamme zu machen gedenkt. In sogenannten Container-Zelten. Mit dutzenden Menschen, die auf engstem Raum zusammen leben sollen. Diese Art von Unterbringung also, die keiner wirklich guthei\u00dfen mag. Auch die immer engagierten Leute vom Freiland nicht. Zudem sind keinerlei Gemeinschaftsr\u00e4ume f\u00fcr die Fl\u00fcchtenden geplant, ebenso wenig wie K\u00fcchenr\u00e4ume. Weil Container-Zelte eben schei\u00dfe sind.  Zumal dann, wenn es wie hier, zur Gen\u00fcge menschenw\u00fcrdige Alternativen g\u00e4be, wenn die Stadt sich endlich mal an ihre Pflichten erinnern und die Nummer mit der Sparflamme vergessen w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Also schreibt das <a href=\"http:\/\/www.freiland-potsdam.de\/news\/offener-brief-des-freiland-22092015-refugees-welcome-%E2%80%93-containerzelte-no-way\">freiLand einen offenen Brief<\/a> an die Stadt, den ich hier mal komplett zitieren will, weil der Kontext das verlangt. <\/p>\n<blockquote><p><strong>Offener Brief des freiLand 22.09.2015<\/strong><\/p>\n<p>freiLand: Refugees Welcome! \u2013 Containerzelte? No Way!<\/p>\n<p>Seit Beginn der letzten Woche kommen immer mehr Fl\u00fcchtlinge in Potsdam an. Das freiLand unterst\u00fctzt die vielen Freiwilligen in der Heinrich-Mann-Allee 103 mit seinen Ressourcen von Beginn an. Dass diese Unterst\u00fctzung auch auf dem eigenen Gel\u00e4nde weiter gef\u00fchrt werden soll, ist f\u00fcr alle Aktiven des Kulturzentrums selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Am Montag dem 14.09.2015 erreichte uns \u00fcber eine Arbeitsgruppe der Stadt Potsdam die Anfrage, ob auf dem freiLand-Gel\u00e4nde \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Gefl\u00fcchtete aufgestellt werden k\u00f6nnten. L\u00e4ngerer Zeitraum bedeutet hier eine Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen \u00fcber mehrere Jahre und nicht ein vor\u00fcbergehendes Provisorium.<br \/>\nNach den Pl\u00e4nen der Arbeitsgruppe handelt es sich um zwei Container mit Stoffd\u00e4chern, welche mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 12 mal 30 Metern, jeweils 48 Gefl\u00fcchteten Platz bieten sollen. Diese \u201cContainerzelte\u201d enthalten laut Angaben der Arbeitsgruppe nur Schlafpl\u00e4tze. Sanit\u00e4reinrichtungen w\u00fcrden zus\u00e4tzlich auf dem Gel\u00e4nde installiert werden. Auf die Einrichtung von Gemeinschaftsr\u00e4umen und K\u00fcchen soll nach Angaben der Arbeitsgruppe verzichtet werden. Es ist an eine Essensversorgung \u00fcber ein Cateringunternehmen gedacht. Die Beheizung dieser Containerzelte soll \u00fcber ein Hei\u00dfluftgebl\u00e4se erfolgen. Weitere sechs Container sollen an anderen Standorten in und nahe Potsdam platziert werden. Aus unserer Sicht ist diese Form der massenhaften Unterbringung von Gefl\u00fcchteten \u00fcber Monate und Jahre hinweg unzumutbar. Sie nimmt den Menschen die letzten M\u00f6glichkeiten, selbstbestimmt zu leben und zu handeln. Das ist einfach w\u00fcrdelos sowohl f\u00fcr die Fl\u00fcchtenden, als auch f\u00fcr uns, die aufnehmende Gesellschaft. Mit den Prinzipien der Solidarit\u00e4t ist diese Art der Unterkunft nicht vereinbar. Wir sind \u00fcberrascht ob der Ideenlosigkeit von Politik und Verwaltung.<\/p>\n<p>Das freiLand ist sich in Anbetracht der aktuellen Situation seiner Verantwortung als \u00f6ffentlicher Raum im vollem Umfang bewusst und absolut bereit, Menschen einen Zufluchtsort &#8211; auf bestimmte oder unbestimmte Zeit &#8211; zu bieten. Eine Unterbringung von Gefl\u00fcchteten im freiLand ist f\u00fcr das freiLand-Plenum nur unter Voraussetzungen denkbar, die f\u00fcr die Menschen ein Mindestma\u00df an Wohn- und Lebensraumstandard und auch einen weiteren Betrieb des freiLand als Kulturzentrum zulassen.<\/p>\n<p>Wir bieten an, gemeinsam mit der Stadt und anderen Akteuren L\u00f6sungen zu erarbeiten, welche f\u00fcr die Untergebrachten  eine gewisse Lebensqualit\u00e4t erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Wir fordern die Stadt auf, f\u00fcr die Unterbringungen von Gefl\u00fcchteten alle leerstehenden Immobilien zu nutzen, denn eine Behausung in gebl\u00e4sebeheizten Containerzelten \u00fcber Monate oder Jahre kann nicht eine in Betracht zu ziehende Antwort einer wohlhabenden Gesellschaft auf die humanit\u00e4ren Katastrophen unserer Zeit sein. Die Ert\u00fcchtigung von leerstehenden Geb\u00e4uden wie der ehemaligen VHS in der Dortustra\u00dfe, der Fachhochschule am Alten Markt, des Kreiswehrersatzamtes in der Berliner Stra\u00dfe oder auch Geb\u00e4udeteile des Rechenzentrums m\u00fcssen von der Stadt ernsthaft gepr\u00fcft werden, anstatt finanzielle Ressourcen in die Errichtung dieser menschenunw\u00fcrdigen \u201cZeltcontainer\u201d zu investieren.<\/p>\n<p>Wir laden andere Kultur- und Sozialeinrichtungen dieser Stadt ein, sich mit der langfristigen Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen zu besch\u00e4ftigen. Wir sehen darin die Chance, ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen, welches uns hilft diese Aufgaben kollektiv zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Wir sehen eine weitere M\u00f6glichkeit in der momentan in Berlin diskutierten tempor\u00e4ren Beschlagnahme leerstehender Gewerber\u00e4ume gegen Entsch\u00e4digung. Es existieren einige in Frage kommende Objekte, die wenigstens halb leer stehen, zum Beispiel in der Gartenstra\u00dfe in Babelsberg oder in der David-Gilly-Str. in Bornstedt. Auch wenn eine Unterbringung in B\u00fcror\u00e4umen nicht optimal sein mag, ist sie einer Containerl\u00f6sung allemal vorzuziehen.  <\/p>\n<p>Wir wollen alle m\u00f6glichen Ressourcen zur Aufnahme von Gefl\u00fcchteten aussch\u00f6pfen und trotzdem nicht den Fokus und die Kritik an den Fluchtursachen und gesamtgesellschaftlichen Problemen verlieren. Aktuell steht eine unsinnige und unmenschliche Asylrechtsgesetzesversch\u00e4rfung an, die 100.000 Gefl\u00fcchtete obdachlos und ohne Unterst\u00fctzung zur\u00fcckzulassen droht. \u2013 Das muss verhindert werden! In diesen Zeiten kann die lokale Hilfe nur ein Teil der \u00c4nderungen der gesamtgesellschaftlichen Zust\u00e4nde sein.<\/p>\n<p>\u00d6ffnet die Grenzen und H\u00e4user!<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein sehr deutliches Statement, wie ich finde. Ihr Pfeifen in den Parlamenten, macht endlich eure Arbeit! Und macht sie endlich mal in voller Verantwortung. <\/p>\n<p>Aber dann kam eben <a href=\"http:\/\/www.pnn.de\/potsdam\/1008751\/\">die PNN und versucht mit diesem Artikel<\/a>, aus den immer Engagierten und Helfenden Fl\u00fcchtlingsgegner zu machen. <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Nutzer des linksalternativen Jugendzentrums \u201eFreiland\u201c wollen nicht, dass Asylbewerber neben ihrem Gel\u00e4nde untergebracht werden \u2013 zumindest dann nicht, wenn die Fl\u00fcchtlinge in Hallen unterkommen und ihr alternativer Kulturbetrieb dadurch eingeschr\u00e4nkt w\u00fcrde.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-content\/uploads2\/2015\/09\/freiland.jpg\" alt=\"freiland\" width=\"130\" height=\"580\" class=\"alignleft size-full wp-image-94861\" srcset=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-content\/uploads2\/2015\/09\/freiland.jpg 130w, https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-content\/uploads2\/2015\/09\/freiland-67x300.jpg 67w\" sizes=\"auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px\" \/>\n<p>Geschrieben wurde das von Henri Kramer, der offenbar  so was wie der Bild-Wagner der PNN werden will. Wenn man sich nur mal drei Minuten Zeit nimmt und das diesbez\u00fcgliche Engagement des freiLands recherchiert, kann man Absurderes kaum noch schreiben. Delikater Weise kam die Printausgabe mit einer g\u00e4nzlich anderen Headline. Dort stand n\u00e4mlich sinngem\u00e4\u00df, dass das freiLand keine Fl\u00fcchtlinge haben will. Ausgerechnet das freiLand.  <\/p>\n<p>Vielleicht war er betrunken, vielleicht wusste er auch gar nicht, was er da schrieb, aber das ist der gr\u00f6\u00dfte Mumpitz, den ich seit langem  aus und \u00fcber diese Stadt lesen musste. Ich meine, wie dr\u00fcber kann man sein, wenn man schreibt, &#8222;Die Landeshauptstadt ist engagiert, macht im Vergleich zu vielen anderen Kommunen eine vorbildliche Fl\u00fcchtlingspolitik.&#8220;, wenn ausgerechnet die Leute vom freiLand daf\u00fcr sorgen, dass diese Menschen erstversorgt werden? Wo waren eigentlich die Vertreter der Stadt an dem Abend als die Busse aus Passau ankamen? Die Leute vom freiLand waren vor Ort. Und wo war Henri Kramer? <\/p>\n<p>Und wenn wir gerade bei Mumpitz sind, ist die Bild nat\u00fcrlich nicht weit, die diesen Rotz einfach und <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/70405\/wer-gegen-massenunterkuenfte-ist-muss-gegen-fluechtlinge-sein\/\">offenbar unnachgefragt \u00fcbernimmt<\/a>. Um linke Alternativen  diskreditieren zu k\u00f6nnen. Na klar. &#8222;Wir helfen&#8220; und so. Am liebsten immer uns selber. Wir erinnern uns. <\/p>\n<p><\/br><br \/>\n<\/br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch hier in Potsdam konnten in den letzten Wochen endlich hunderte Fl\u00fcchtlinge ein vorl\u00e4ufiges Ende ihrer Flucht und somit eine Bleibe finden. Wie fast \u00fcberall&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wenn-zeitungen-die-ersthelfer-zu-fluechtlingsgegnern-macht\/\">Mehr lesen -&gt;<span class=\"screen-reader-text\">Wenn Zeitungen die Ersthelfer zu Fl\u00fcchtlingsgegnern machen<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":94867,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[4482,1910,3761,4481,300,896],"class_list":["post-94859","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-alltaglicher-sinnwahn","tag-teamfreiland","tag-bild","tag-fuck-you","tag-pnn","tag-potsdam","tag-refugees","entry"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-content\/uploads2\/2015\/09\/Bildschirmfoto-2015-09-25-um-22.20.11.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pXEnA-oFZ","jetpack-related-posts":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94859","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94859"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94859\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94881,"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94859\/revisions\/94881"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94859"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94859"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kraftfuttermischwerk.de\/blogg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94859"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}