Blog Archives

Kindern in Kitas den Mund mit Tesa zuzukleben ist nicht strafbar

Mund-zugeklebt-300x157Findet die Staatsanwaltschaft Mosbach. Zwei Erzieherinnen einer Kita in Wertheim (Baden-Württemberg) haben mehreren Kindern die Münder mit Tesafilm zugeklebt, um sie auf diese Weise zu disziplinieren. Eine der beiden Frauen ist die Leiterin der Einrichtung.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach entschied, dass in diesem Fall keine Körperverletzung stattgefunden habe, da die Kinder keine körperliche Beeinträchtigung erfahren haben.

Das Klarsicht-Klebeband habe sich schmerzfrei wieder lösen lassen oder gar von selbst gelöst. Die beiden Frauen hatten bei verschiedenen Gelegenheiten die Münder von insgesamt vier Kindern zugeklebt – etwa, weil ein Kind geschrien oder gespuckt habe, wie Oberstaatsanwalt Franz-Josef Heering sagte. Die Kinder seien zwischen drei und sechs Jahren alt gewesen.

„Es weiß ja jeder, dass körperliche Beeinträchtigung erst dann stattfindet, wenn man diese auch sehen kann,” dachte sich die Staatsanwaltschaft wohl. Was zum Fick?!? Und was machen die Erzieherinnen da noch? Zumal auch noch in Leitungsposition! Gehen die in ihrer Teamsitzung auch so miteinander um? „Ey, Bärbel, die Renate nervt heute voll mit ihrem Gelaber! Kleb ihr mal ein Stück Tesa auf die Fresse, damit hier endlich mal Ruhe herrscht.” Wenn man nämlich das Menschenbild, was die von Kindern haben dürften, auf Erwachsene überträgt, müsste das ja dann wohl genau so laufen.

Immerhin soll die Angelegenheit für die Leiterin noch nicht gänzlich erledigt sein. Ein betroffenes Kind klagte über eine beeinträchtigte Atmung, während es verklebt war. Dieses Verfahren soll erst dann eingestellt werden, wenn die Frau dem Kind ein Schmerzensgeld zahlt. Hoffentlich ein ordentlich gepfeffertes.

Wir leben in einem Land, in dem Erzieherinnen denen ihn anvertrauten Kindern den Mund mit Tesa zukleben dürfen, um sie zumindest zeitweise stumm schalten zu können. Na wenn das nicht was zum Kotzen ist…

Four Tet über sein Live Set

Four Tet hat für einen Brausehersteller vor ein paar Tagen in New York seine Weise des Livens erläutert. Gar nicht uninteressant.

(Direktlink, via RA)

Bundestags-ePetition für den Erhalt der Netzneutralität gestartet

plakat_06

Ich bin die ganzen ePetitionen ja etwas leid. Zum einen habe ich meine Zweifel daran, dass die irgendwas bewegen können, zum anderen werden die für alle möglichen Belange so inflationär gestartet, dass man gar nicht mehr hinterher kommt. Auf diese hier will ich trotzdem mal hinweisen. Denn das ist wichtig. Warum das wichtig ist, lest ihr in aller Ausführlichkeit hier.

In Petition 41906 geht es um den Erhalt der Netzneutralität. Sollten sich bis zum 18. Juni 2013 50.000 Mitzeichner finden, wird die Angelegenheit im Petitionsausschuss diskutiert. Und das kann, egal für wie sinnvoll man diese Petition halten mag, nicht schlecht sein.

Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge ein Gesetz beschließen, das Internetanbieter (“Provider”) verpflichtet, alle Datenpakete von Nutzern unabhängig von Ihrem Inhalt und Ihrer Herkunft gleich zu behandeln. Insbesondere sollen keine Inhalte, Dienste oder Dienstanbieter durch diese Provider benachteiligt, künstlich verlangsamt oder gar blockiert werden dürfen.

Begründung
Die Netzneutralität ist ein wichtiger und elementarer Grundbaustein eine freien Internets. Ist keine Netzneutralität gegeben, so besteht die Gefahr eines “Zwei-Klassen-Internets”, in dem die Provider kontrollieren, auf welche Dienste und Inhalte Nutzer zugreifen können. Das käme einer Zensur aus wirtschaftlichen Aspekten gleich. Des weiteren können Provider ohne den gesetzlichen Schutz der Netzneutralität erreichen, dass Nutzer bestimmte Inhalte und/oder Dienste nur noch gegen Zuzahlung nutzen können, außerdem können sie eigene Dienste priorisieren und sich so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Nutzer sind damit nicht mehr frei in ihrer Entscheidung zwischen Diensten und können eventuell das für sie beste Angebot nicht nutzen.
Die Aktualität diese Angelegenheit zeigt sich dadurch, dass ein führendes Telekommunikationsunternehmen in Deutschland gerade bei seinen Breitband-Internet-Tarifen eine Begrenzung des integrierten Datenvolumens eingeführt hat, dabei aber die eigenen Dienste teilweise ausnimmt. So werden Wettbewerber stark benachteiligt. Gleichzeitig hat dieser Provider angekündigt, dieses Prinzip in Zukunft ausweiten zu wollen und unter Umständen mit anderen Anbietern kooperieren zu wollen, um so deren Dienste ebenfalls zu priorisieren, wenn der Kunde dafür gesondert bezahlt. Diese erschreckende Entwicklung zeigt deutlich, dass der Wettbewerb auf dem freien Markt die Netzneutralität nicht alleine sichern kann und diese daher gesetzlich festgeschrieben werden muss.

Phaeleh – Whistling in the Dark feat. Augustus Ghost

Am 01. Juli erscheint Phaelehs neues Album Tides. Das hier ist die erste Auskopplung, die schon Teil einer bisher unveröffentlichten EP war (ich versteh es selber gerade nicht so genau), und die verspricht wie gewohnt von ihm Großes. Ich freu mich drauf. Die Nummer gegen Tausch seiner Mail-Adresse gibt es hier.

(Direktlink)

Berliner Stadtromantik, gif’d


(via Frau Jule)

Straßen nur zum Tanzen

6206_4fb1
(via Frau durch den Wald)

Go home, Windows 8, you’re drunk!

tumblr_mn0vhobtNF1rn7bzro1_1280
(via KTH)

Joy Divison-Shirts vs Tumblr-Kids

Klasse Shirt, dass fies auf die etwaige Unwissenheit einiger Kids aufmerksam zu machen versucht, die im Netz öfter mal über Dinge stolpern, die sie kuhl finden, per One-Klick rebloggen, aber eigentlich keine Ahnung davon haben, was genau hinter diesem eben weiterverbreiteten Content steht.

Das Cover des Joy Division Albums Unknown Pleasures dürfte eben genau so etwas sein. Ich habe es 183403436 Mal ohne jeglichen Kontext auf Tumblr gesehen. Ich mag das Cover sehr, ich weiß, wo ich es einzuordnen habe. Allein, jeglicher Erklärbär-Versuch versaut die Message von diesem Shirt. Toll! Aber eben auch dann nur jene, die blicken, worum es eigentlich gehen soll. Bestellt.

tumblr_mmwss5444R1qz5r5lo1_500-1
(via Dangerous Minds)

Wartburg 311, Wartburg 312 Tourist

Wer mir auf Instagram hinterhereiert, weiß, dass ich hin und wieder ein großes Herz für alte Autos habe. Die sind einfach schöner.

Mein absolutes Lieblingsgefährt ist der 311er Wartburg. Vielleicht eines der schönsten Autos, die jemals gebaut wurden. Heute traf ich zwei davon. Also nicht ganz, der Kombi, welcher damals wie alle Kombis bei Wartburg den Beinamen „Tourist” trug, ist ein 312er Modell. Und trotzdem wunderschön. Die gelben Acrylscheiben im Dach. Hach!

Ich hätte die auch gerne von innen geknippst, nur als ich die zum ersten Mal traf, bei dem sich die Fahrer gerade ein Zwei-Takt-Gemisch an der Tanke mixen liesen, hatte ich die Kamera nicht dabei, als ich dann wieder kam, waren die Fahrer nicht mehr da. Immerhin aber, habe ich so doch noch ein paar Schnappschüsse von meinem Traumauto machen können.

935727_4757783505966_831700363_n

936177_4757775625769_676253947_n

600789_4757773105706_450611734_n

Methamphetamin: 75 Jahre „Pervitin”

SpOns EinesTages hat gerade eine lesenswerte Story über „Pervitin“, einem Methamphetamin, das 1938 von den Berliner Tremmler-Werken in den Handel gebracht wurde und da gerade in der Wehrmacht vermehrt zum Einsatz kam.

Es war die Wunderpille der Wehrmacht: 1938 kam das Medikament Pervitin auf dem Markt. Das Aufputschmittel war nichts anderes als Methamphetamin. Doch trotz fataler Nebenwirkungen verschwand die Droge auch nach dem Krieg nicht – und erlebte in den USA sogar ein Revival. Dank eines Kochbuchs.

52129984112b1182f9d1907b3f94a602_image_document_xxl

Insbesondere während der so genannten Blitzkriege gegen Polen und Frankreich 1939/40 fand Methamphetamin millionenfache Verwendung. Unter den Spitznamen Panzerschokolade, Stuka-Tabletten und Hermann-Göring-Pillen diente das Mittel zur Dämpfung des Angstgefühls sowie zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bei Soldaten, Fahrzeugführern und Piloten.
(Wikipedia)

How to make Hip Hop Hits

Boy in a band klickt mal eben in Reason einen Hip Hop Beat zusammen, die Anleitung dazu rappt er gleich einfach drüber.

(Direktlink, via reddit)

Vesper, gif’d

tumblr_mmtjzev3fZ1rdmnfqo1_500
(via Irgendwas mit Farben)

Die guten Tage

920939_530609990313490_1990100397_o
(via Willy)

Ein ambient leuchtender Haufen: Poop Lamp

Die rumänische Designerin Diana Dumitrescu hat diesen leuchtenden Kackhaufen entwickelt, den ich mir ganz wunderbar auf dem häuslichen Schreibtisch vorstellen kann. Bisher ist das Dingen leider nur ein Konzept, aber sie arbeitet daran, dass zu ändern. Ich will das bitte haben, wenn es soweit sein sollte.

Poop lamp, totally not just another crappy gift!
With it’s remarkable ambient poop light, you can add a spot of color to your desk.
Make everyone envy your fine taste in light fixtures.
The lamp comes in a neat metal package that matches the color of the product inside.
The fixture is made of soft foam that lets the light shine through.
This is a concept I’m trying to have this produced.

c2b4917ecd7c8825000a116a8ef97ceb

6693ab2927c471bd9632dfd3d0f43e99

Ein ganz normaler Tag in Russland

„There is a man in the tree with a bear chasing him, let’s film some other stuff on the street.”

(Direktlink, via reddit)

Ein Mix aus Miles Davis, einer aus Curtis Mayfield und zwei aus Marvin Gaye

Hier scheint ganz wunderbar die Sonne, die Terrasse bestimmt das Dasein, mir ist heute so Jazz. Also bat ich Google, mir doch einen Mix aus Miles Davis auf den Tisch zu packen. Google brachte mich zu dem Mixcloud Account von Boycutter und dieser machte diesen Miles Davis Mix, um den ich Google ja bat.

Und weil Boycutter offenbar eine starke Schwäche für die alten Jazzhelden hat, hat er eben auch gleich noch einen Mix aus Curtis Mayfield und zwei aus Marvin Gaye gemacht. Und somit wird dieser sonnige Sonntag zu einem jazzig sonnigen Sonntag. Bis dann nachher die Sonne untergeht. Die Download-Links zu den Mixen gibt es auf der jeweiligen Mixcloud Seite.


(Direktlink)

Die weiteren Mixe nach dem Klick: (weiterlesen …)

Erst Hausaufgaben machen, dann kiffen

5533_e59d
(via Frau durch den Wald)

Doku: Die geheime Disco-Revolution

Während halb Deutschland den ESC-Bullshit zu gucken scheint, höre ich alte Wu-Tang Platten und gebe mir diese Doku über Disco. Ich gewinne. Und das, obwohl ich Disco nie wirklich leiden mochte. Aber womöglich würde der House ohne Disco heute ganz anders klingen, oder gar nicht da sein. Und ohne House hätten wir keinen Techno. Ist so.

Von der Ära der Disco-Musik nahm man bislang gemeinhin an, dass es den Fans seinerzeit in erster Linie um Sex, Drogen, weiße Polyester-Anzüge und Plateau-Schuhe ging. Nun legen neue Erkenntnisse namhafter Experten nahe, dass dahinter viel mehr gesteckt haben könnte.
Sollte diese Epoche bis zum heutigen Tag falsch interpretiert worden sein? Eine Zeit, in der es um viel mehr ging als um Tanz-Beats und Partys bis zum Morgengrauen? In der man ein sehr viel größeres Ziel verfolgte, nämlich die Befreiung der Schwulen, Schwarzen und Frauen?
War Disco tatsächlich mehr als eine Musikmaschinerie, die Milliarden von Dollars eingespielt hatte, bevor sie von der Bild- und Tanzfläche verschwand? Wahr oder falsch – es macht in jedem Fall Spaß darüber nachzudenken, wie eine Untergrund-Bewegung funktioniert haben könnte, die so geheim war, dass selbst ihre Mitglieder nichts von ihr wussten.
„Die geheime Disco-Revolution” verknüpft Neuinterpretationen ausgewiesener Experten mit aktuellen Interviews berühmter Stars der Disco-Ära und Insidern der damaligen Szene. Gespickt mit mitreißendem und teilweise unveröffentlichtem Archiv-Material wartet der Dokumentarfilm darüber hinaus mit einer Fülle von Hits auf, die den Zuschauer unmittelbar ins Jahr 1978 zurückversetzen.
„Die geheime Disco-Revolution” reizt die Grenze zwischen Realität und Satire aus und wirft einen höchst amüsanten und neuen Blick auf die Glitzer-Kugel-Ära, auf ihre millionenfach verkauften Platten und einige Künstler, die im Namen der Disco-Revolution noch immer die alten Hits spielen und die bis heute ihre Teilnahme an der Bewegung verleugnen. Die doppelbödige Doku-Satire changiert zwischen ironischer Amüsiertheit und sachlicher Strenge und lässt den Zuschauer im Unklaren, was wirklich ernst gemeint ist. Gab es sie wirklich, die Gruppe von „Master-Minds”, die – wie Hellseher über ihre Disco-Kugel gebeugt – die eigentlichen Strippenzieher der Revolution auf der Tanzfläche waren und die Filmemacher Kastner vor der Kamera wieder auferstehen lässt? Mit ihnen zusammen erlebt der Zuschauer eine eigentlich hinlänglich bekannte Zeit von einem neuen und völlig überraschenden Blickwinkel aus.


(Direktlink)

… bis der Bass meinen Herzschlag kontrolliert

923031_606870182657222_1165306133_n
(via StreetArt in Germany)

Diplo über das neue Daft Punk Album

Diplo hat das neue Daft Punk Album gegeben. Seine zusammenfassende Meinung darüber tat er per Twitter kund.

Meinen tut er das hier. Ich sollte es womöglich doch mal anhören, klasse Sound. Hihi.

(Direktlink, via Pitchfork)