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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Zwei sich im Netz vollpöbelnde YouTuber sorgen für Massenschlägerei auf dem Alexanderplatz

(Foto: Couleur)

Zwei mehr oder minder bekannte YouTuber haben durch ihr Online-Gedisse und einem jeweiligen Aufruf an ihre „Fans“ dafür gesorgt, dass sich gestern 400 Menschen auf dem Alexanderplatz in Berlin trafen, woraufhin es zu einer Massenschlägerei kam, an der wohl 50 Leute beteiligt waren. Der Berliner Polizei musste mit 100 Leuten anrücken, um den Tumult aufzulösen. Es flogen Schottersteine und sowohl „Fans“ als auch die Polizei setzte Reizgase an. Es gab 9 Festnahmen.

Ist ja gut, wenn die jungen Menschen mal wieder rausgehen, um sich mit Leuten zu treffen, aber…

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Wenn du dich beim deutschen Länderspiel im Rang gegen Rassismus stark machst

Es gibt so Momente an denen man nicht weiß, wohin mit sich und dem gerade Erlebten. Ich kenne das und habe hier hin und wieder darüber geschrieben. Im Nachhinein weiß ich heute, dass ich das vielleicht hätte anders machen sollen. Konnte es in jenen Momenten allerdings nicht. Weniger emotional hätte gut getan und mit mehr Bedacht auf meine kommunikativen Fähigkeiten, denke ich manchmal. Und dann aber auch wieder: Genau so hab ich das in dem Moment gefühlt, genau so habe ich reagiert und genau so habe ich es wiedergegeben. Und daran kann ich dann selbst im reflektierenden Rückblick nichts Falsches finden. Weil die Leute da draußen tatsächlich mitunter so arschlochig unterwegs sind, dass ich es manchmal halt einfach anders nicht auszuhalten ist. Man muss ja irgendwas machen in diesen Situationen.

So ähnlich muss es gestern wohl auch dem Journalisten André „Dré“ Voigt gegangen sein, der eigentlich eher Basketball beschreibt, aber nun in Wolfsburg in den Rängen beim Testspiel zwischen Deutschland gegen Serbien gelandet ist – und sich jede Menge Scheiße anhören musste, die vielleicht viele von uns täglich in den Öffentlichen hören müssen. Geht zumindest mir so. Und dann diese Ohnmacht, dass keiner was sagt. Und dann macht man das halt selber, wenn man es gerade irgendwie so auf die Reihe bekommt. Und dann merkt man, dass viele gar nichts sagen, weil es für sie dazu offenbar nichts zu sagen gibt. Harter Scheiß. Wirklich.

Und ich weiß keine Antworten. Bleibe aber dabei, dass es in diesen Momenten immer wichtig ist, das Maul aufzumachen, so denn man dazu in der Lage ist. Das nicht als „normal“ durchgehen zu lassen, denn dann wird es irgendwann normal. Weil keiner was dagegen sagt.

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Tüp streift durch verbotene Tschernobyl-Zone in Weißrussland und trifft dort auf Bewohner und seine 92 jährige Mutter

Keine Ahnung, wie viel Wahrheit in diesem Video steckt. Es wirkt in der Tat etwas „überzeichnet“, weshalb ich mir empfehle, es nicht ganz so ernst zu nehmen. Aber: die Story, dass dort in der weißrussischen Verbotszone nahe Tschernobyl nach der Nuklearkatastrophe vor über 30 Jahren einfach so ein Mann nebst seiner heute 92 jährigen Mutter am Wohnen blieb, hat schon Potenzial. Dennoch keine Garantie auf Echtheit.

So many vloggers have made the trip to Pripyat to make Chernobyl films that it has become an embarrassing cliche. So I decided to enter the real unexplored Chernobyl zone instead. The one across the border in Belarus.


(Direktlink, via reddit)

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Twitter über den selbsternannten aber offenbar völlig ahnungslosen Urheberrechtsfreiheitskämpfer Axel Voss (CDU)

#axelsurft. Und das hat er sich ganz zu Recht ganz alleine zuzuschreiben. Hätte sich ja wenigstens Berater suchen können, die diese nach draußen getragene Inkompetenzkatastrophe hätten verhindern können. Tat er nicht. Und die CDU/CSU im EU-Parlament haut gleich nochmal obendrauf und macht alles noch viel schlimmer.

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Hausbesitzer in Texas vermutet ein „paar Schlangen“ unter seinem Haus – Schlangenfänger holt dann 45 Klapperschlangen raus

Ich sag es mal so: Nope. Nope! NOPE! Aber wenn du in Texas wohnst, kannste dir das halt manchmal nicht aussuchen. Was ja auch einer der Gründe ist, nicht in Texas wohnen zu wollen. Klar.

Texas homeowners thought there were a few snakes under their home, but a snake removal company soon recorded video of their hours-long work to remove 45 rattlesnakes from under the house.


(Direktlink)

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Wie Axel Voss das Internet sieht

Axel Voss (CDU), der gerade dabei ist, auf Biegen und Brechen die äußerst umstrittene EU-Urheberrechtsreform durchzuboxen, hat der Vice gestern ein Interview gegeben. Dieses ist entlarvend und erschütternd zugleich. Entlarvend, weil der Mann offenbar wirklich nicht die geringste Ahnung von dem hat, was er gesetzlich ändern und dann verantworten will. Erschütternd, dass er dennoch in die Lage kommt, seine offenbar völlige Inkompetenz dazu zu nutzen, derlei Entscheidungen zu treffen.

Was sich teilweise wie Satire ließt, lässt wahrscheinlich den ein oder anderen mit offenem Mund und ratlos vor dem Monitor sitzen. Es macht – ganz ehrlich – ein wenig fassungslos. Man hofft, dass der Wecker klingelt und einem aus dem digitalen Albtraum reißt.

Kurz gefasst:

„Ich weiß das nicht mehr so im Detail, das ist alles so rasant und schnelllebig.

[…]

Es wurde ja schon im Sommer zweimal vergeblich zu Protesten aufgerufen. Da waren ja immer nur so’n paar Leute da.

[…]

Ja, es kann sein, dass was blockiert wird, was nicht blockiert werden soll.

[…]

Ich bin kein Techniker und kann ich Ihnen auch nicht erklären, ob man Remixe dann wirklich so gut unterscheiden kann.

[…]

Man muss schon davon ausgehen, dass das nicht 100 Prozent funktioniert.“

Ich weiß nicht, ob es überhaupt möglich ist, sich noch ahnungsloser zu geben und stelle mir gerade ernsthaft die Frag, ob Voss überhaupt je schon mal das Internet benutzt hat.

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Eine Nacht im billigsten Hotel New York Citys

Ich kenne die Preise der Hotels in Manhattan nicht so gut, gehe aber davon aus, dass es nicht sonderlich billig ist, dort zu übernachten. Weil NYC auch dort besonders ist.

Die Bowery Lodge ist das billigste Hotel in Manhattan. Bei einem Preis von 45 US-Dollar pro Nacht kostet das Hotel in Chinatown etwa ein Fünftel des durchschnittlichen Preises für ein Hotelzimmer in Manhattan. Dafür bekommt man ein wirklich kleines Zimmer mit einem Bett und einem Schreibtisch. Muss man wirklich wollen, oder anders nicht können. BostWiki ist vor zwei Jahren mal da gewesen, um sich ein Bild zu machen.


(Direktlink, via Doobybrain)

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Bulgarische Polizisten pfeffern gegen den Wind

In Bulgarien laufen Demos gemeinhin offenbar so friedlich ab, dass es für die dortige Polizei wohl eher nur selten notwendig scheint, Pfefferspray einzusetzen. Anders als hierzulande fehlt da vielleicht die Routine im Umgang mit dem Zeug. Und dann kann es schon mal passieren, dass eine Ladung Pfeffer gegen die Windrichtung abgefeuert wird, die dann dafür sorgt, dass alle Kollegen etwas davon abbekommen. In Deutschland wären das dann mal eben ein gutes Dutzend, die später in der Statistik als im Einsatz verletzte Beamte gezählt werden würden.

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