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Kategorie: Doku

Kurzdoku: BPM Ecstasy – Die Techno-Welle zwischen Peking und Taipeh

Kurzer Blick über den Tellerrand nach Asien und was dort aktuell mit dem Techno so geht.

SUNK ist beim legendären DJ Youdai zu Gast, der Generationen von jungen Menschen in Rockmusik, Techno und Ravekultur eingeführt hat. Mit der Szenegröße Weng Weng blicken sie auf die Einschränkungen, mit denen der Techno in Peking zu kämpfen hat. In Taipeh besucht Elvis.T den bekannten Musiker Lujiachi und den Performance-Künstler Tzusing.


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Doku: How Techno Shapes the Future

Neue Doku der Deutschen Welle, die der Frage nachgeht, wo Techno heute steht, den Blick aber erstmal in die Vergangenheit richtet.

Before we look to the future, we take a look back to where the hype started. From Detroit to Berlin and Frankfurt – techno’s futuristic beats set dance floors on fire worldwide.
The lines between subculture and mainstream have long been blurred. Since the 1990s the genre has evolved.

Emerging from underground scenes techno has become a mainstream phenomenon with the message: “Be yourself – everything is allowed!” Fetish-wear is now the dress code of a young generation of TikTok ravers who discovered techno on social media. DJs do not only move dance floors but are simultaneously entrepreneurs who need to perform just as well online, as they do on stage.

On this episode of Arts Unveiled, we explore how all of this is changing the way techno music is produced and consumed.


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Endstation Schlesien – Eine Reise mit der Berliner U-Bahn Linie 1, 1986

Westberlin 1986, U-Bahn Linie 1, eine Dokumentation von Peter Adler. Hervorragendes Wochenendmaterial.

„Immer der Linie, den Bahngleisen entlang, aus dem Untergrund in die Höhe Kreuzbergs bis zur Endstation, kurz vor der Mauer, dem Schlesischen Tor, beobachten Peter Adler und Hans-Jörg Reinel die Bewegungen der Leute, die von dieser Lebensader angezogen, ausgespuckt werden. Die Dramaturgie wird von der Bewegung bestimmt; die Geschichten ergeben sich aus den Fundstücken an den Haltepunkten.
Zufallsbeobachtungen, Stimmungsbilder werden mit soziographischen Erkundungen am Dienstpersonal festgemacht. Berlin wird zwischen Opern-Kultur und „Orientexpress“-Exotik der5 Puls gefühlt. Ständig wechselt der Rhythmus, changieren die Farben, dringen neue Dialekte und Sprachen ans Ohr. Mit Francois Galvanis wehmütigen Saxophonklängen wir d man hineingezogen in diese Bewegung, dieses Stadtabenteuer entlang der Linie 1. Wie benommen taucht man schließlich nach diesen Impressionen, diesen vielen großen und kleinen Geschichten wieder auf….
Ein Berlin-Bild, das ganz ohne Schönmalerei und Weihrauchtöne auskommt, das aus seinen harten Kontrasten eine aufregende Spannung gewinnt….“

Thomas Thieringer in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 1.9.1987


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Wie in den 1970er Jahren ein Quelle-Katalog endstand

Lange vorm Online-Shopping bestellten wir unser Zeug in diversen Versandhäusern. Bei meinen Eltern lagen jährlich immer die neuen Kataloge von Otto, Quelle und Neckermann rum. Später dann noch der von Bon Prix, der (bis auf die Kategorie Damenunterwäsche) ziemlich grauselig war. Ich hab‘ damals mit meinem ersten Lehrlingsgehalt bei Neckermann meine erste HiFi-Kompaktanlage in einem rollenden Rack bestellt und war auf diese stolz wie Bolle. Und überhaupt bestellte ständig irgendwer irgendwas aus den Konsumbibeln jener Jahre.

Diese Doku hier zeigt, wie die Kataloge in den 1970ern für Quelle entstand und wie das so lief in dem Versandhaus Das dürfte bei anderen Versandhäusern ganz ähnlich gewesen sein.


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Doku-Serie: Capital B – Wem gehört Berlin?

Die fünfteilige Doku-Serie „Capital B – Wem gehört Berlin?“ jetzt in der Arte-Mediathek.

Die Doku-Serie „Capital B“ illustriert die Geschichte Berlins seit dem Mauerfall 1989. Schnell entwickelte sich die Vision einer pulsierenden Metropole, allerdings gibt es bis heute vielfältige Konflikte um die Zukunft dieser Mega-City. Wie wurde Berlin zur Stadt, wie wir sie heute kennen?

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Eine Doku mit Jugendlichen über Jugendliche in Berlin Marzahn 1991

Ich habe die Doku letzte Woche gesehen und den Tab seit dem offen. Ich habe intensiv darüber nachgedacht, ob ich sie bloggen sollte. Weil: einerseits ein wichtiges Zeitdokument, das anderseits zeigt, warum die damals so genannte „akzeptierende Jugendarbeit“ in Bezug auf Neonazis in meinen Augen komplett falsch und später dann auch mitverantwortlich für Rostock Lichtenhagen und Hoyerswerda war. Die Doku ordnet nicht ein, die beiden Filmemacherin aus Berlin Schöneberg, aus dem Westen der Stadt, widersprechen und hinterfragen nicht, sie zeigen nur. Vermeintlich akzeptierend. So schwierig und falsch wie eben jene „akzeptierende Jugendarbeit“, die damals im Osten so betrieben wurde. Vielleicht auch weil andere Konzepte fehlten. Rassistische Sprache wird ebenso zugelassen wie rassistische Musik. Das war der damalige Ton in den Vierteln des Ostens.

Ich war 1991 14 Jahre alt und fühle mich beim Sehen der Doku wie in diese Zeit zurück versetzt. Ich hing mit Punks und mit Nazis rum. Man kannte sich von früher und wollte vorerst diese Brücken nicht brechen. Man mochte die Leute, nicht ihre politischen Ansichten und irgendwie war man ja auch befreundet. Erst als die ersten Faschos damit anfingen, an den Wochenenden nach Berlin zu fahren, um vietnamesische Zigaretten-Händler*innen zu „klatschen“ und „abzuziehen“ hinterfragte ich meine Beziehungen zu ihnen. Als sie später dann den mit Punks voll besetzten Affenclub in Kleinmachnow in Brand steckten und draußen auf jene einprügelten, die aus den Fenstern flüchteten, kam es für mich zum Bruch mit alten Freunden. Ich hatte mich für eine Seite entschieden – und nicht für ihre. Die, die mir das gleichtaten, lebten wie ich in einem Klima der Angst. Es hieß häufig „rennen oder kassieren“. Selten nur hatten wir die Möglichkeiten auch „austeilen“ zu können, auch wenn es sie gab. Es ging um Macht und die der neuen Nazis war in den Wohnstätten Ostdeutschlands allgegenwärtig. Sie waren einfach überall und konnten gefühlt machen, was sie wollten. Keiner wusste, ob das nicht auch einfach Teil dieser neugewonnenen „Freiheit“ war, mit der kaum jemand umzugehen wusste. Eltern nicht, Lehrer nicht, die Bullen nicht. Man ließ diese Leute gewähren, was andere mitunter mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Die Doku zeigt auch, wie schwierig es ist, sich in diesem Alter überhaupt emanzipatorisch politisch zu positionieren, sich zu artikulieren. Und sie zeigt mir meine Jugend in einem kleinen Kaff im Schatten der Mauer Berlins.

Sie wurde mit Jugendlichen in einem Jugendclub Berlin Marzahns gedreht, der offenbar keine Probleme damit hatte, das Nazis dort ein- und ausgingen. Wie so viele zu dieser im Osten der Republik.

Ich habe im Jahr 2005 ein Videoprojekt begleitet, für das Jugendliche in Potsdam-Mittelmark unterwegs waren und Menschen random immer 10 gleiche Fragen gestellt haben. Das Projekt wurde nie fertiggestellt, aber ich habe neulich die Tapes gefunden, sie digitalisiert und mir dabei angesehen. Es ist schon krass zu sehen, wie sich in den letzten 20 Jahren die Prioritäten, die Träume und Ängste verändert haben. Ich hatte überlegt, diese damals Befragten heute nochmal mit den selben Fragen von damals zu konfrontieren. Würde auch dieser Doku hier sicher ganz gut tun.


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Doku: Wie das Streaming die Musik auffraß

Interessante Doku über gleich mehrere kulturelle Revolutionen der letzten Jahrzehnte und dem aktuellen Stand des Musik-Streamings.

Die gesamte Musik der Welt in der Hosentasche zu haben, ist heute normal, aber es waren mehrere Revolutionen nötig, um dies zu erreichen. Der Musikliebhaber Sophian Fanen erzählt, wie wir von den CD-Jahren zum Streaming, von der Knappheit zum unendlichen Zugang gekommen sind. Über mp3, wilde Downloads, den iPod, dann Deezer und Spotify zeichnet er die Geschichte unseres Musikhörens im 21. Jahrhundert nach.


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Doku über Laurent Garnier: Off the Record

Ich kann mich an zwei Nächte meines Lebens erinnern, in denen Laurent Garnier mich unsagbar glücklich machte. Eine im Oktober 1994, wo er mich beim Universe The Tribal Gathering in München Riem durch die Nacht trug, eine im alten Berliner Matrix, das, wenn es auch nur kurz existierte, bis heute zu meinen allzeit liebsten Clubs gehört. Ich bin mir sicher, Herrn Garnier deutlich öfter erlebt zu haben, aber die 90er waren wild und manches davon hat es nicht bis ins Langzeitgedächtnis geschafft. Jedenfalls ein für mich ganz Großer der elektronischen Tanzmusik, dessen Produktionen ich über all die Jahre immer wieder mal gehört und auch gespielt habe.

Arte hat jetzt eine Doku über das Leben und das Schaffen des sympathischen Franzosen, der sich langsam aus dem Show-Zirkus zurückziehen will. Guck-Empfehlung!

„Laurent Garnier: Off the Record“ ist ein persönliches und unterhaltsames Porträt des weltberühmten DJs und Technoproduzenten. Gleichzeitig erzählt die Dokumentation die Geschichte der elektronischen Musik, die im späten 20. Jahrhundert tausende Menschen in Clubs und auf Ravepartys rund um den Erdball vereinte.
Laurent Garnier war ein Wegbereiter der elektronischen Musik, der letzten musikalischen Revolution des 20. Jahrhunderts. Der junge Regisseur Gabin Rivoire ging von 2017 bis 2019 mit dem französischen DJ auf Welttournee und begleitete ihn bei seinen Auftritten von New York bis Tokio. Das intime Porträt schildert die 30-jährige Karriere des DJs: seine Anfänge im legendären „The Haçienda“ in Manchester im Jahr 1987, die rasante Eroberung der größten europäischen Clubs und schließlich seine legendären Auftritte im „Rex Club“ in Paris. Laurent Garnier verkehrte in der internationalen Technoszene und arbeitete mit Stars wie Carl Cox, Richie Hawtin, Sven Väth und Jeff Mills zusammen, die ebenfalls im Film vorkommen.

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