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Kategorie: Doku

Doku: Ich bin Greta

In der Mediathek der ARD gibt es die gerade erst erschienene Greta-Thunberg-Doku „Ich bin Greta“. Und die werde ich mir jetzt ansehen. So.

„Ich bin Greta“ – so beginnt nahezu jede Rede des wohl weltweit bekanntesten Teenagers. Im August 2018 beginnt Greta Thunberg, eine 15-jährige Schülerin in Schweden, einen Schulstreik für das Klima. Statt in die Schule zu gehen, setzt sie sich jeden Morgen mit einem handgemalten Plakat vor das schwedische Parlament. Von vielen Politikern, Eltern und der Presse zunächst belächelt und harsch kritisiert entwickelt sich daraus eine weltweite Jugendbewegung für den Schutz des Klimas: „Fridays for Future“.


(via Testspiel)

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Doku: Aretha Franklin – Soul Sister

Ich habe in den letzten Tagen ziemlich viel Arbeit um mich, weshalb hier gerade weniger passiert, als mir eigentlich lieb ist. Wir bauen Paletten-Sofas, betonieren Träger für Sonnensegel, verlegen 80 Quadratmeter neuen Fußboden und machen uns einen Beachvolleyball-Platz. Mit Aufmaß, Aushub, Strandsand und allem, was dazu gehört. Weil das alles gerade wichtiger als das hier ist. Andere würden dazu wohl Podcasts hören, ich lass‘ derweil immer irgendwelche Arte-Dokus dazu laufen. Weil es auch für Kids nicht falsch sein kann, das, wenn auch nur am Rande mal, gehört zu haben. Glaube ich. Jimi Hendrix, Elvis und eben diese über Aretha Franklin. Soul Sister.

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Doku: Auferstanden aus Platinen – Die Heimcomputerszene in der DDR

Volker Strübings Dokumentation über die Nerds der DDR, die damals nicht Nerds genannt wurden, weil halt keiner das Wort schon kannte.

Die Dokumentation „Auferstanden aus Platinen“ erzählt die Geschichte einer Gruppe computerbegeisterter Jugendlicher im Ostberlin der späten 80er Jahre. Ihre Geschichte ist zugleich eine Geschichte über die Anfänge der digitalen Revolution.


(Direktlink)

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Doku: Loveparade – Als die Liebe tanzen lernte

Eigentlich ist das Thema hier so gut wie durch, alle Geschichten sind erzählt und auch in dieser Doku dürfte es wenig neue Infos und oder Erinnerungen geben und trotzdem besuche ich gerade nochmal gedanklich die Orte meiner späten Jugend. Das E-Werk, der Tresor, der Bunker. Mir fehlt hierbei das alte Matrix, das damals der mir liebste Club von allen war, wenn auch nur kurz. An meiner ersten Loveparade nahm ich 1993 teil. Ich kam gerade erst aus London und dachte es sei eine gute Idee, meine dort neu gekauften 9-Loch-Martens einzulaufen. War es nicht. Irgendwann bluteten mir die Füße, tanzen gingen wir danach dennoch. In der Halle Weißensee. Ich trank zum ersten Mal Pfirsisch-Eistee und erwartete alles vom Leben. Wirklich alles. Das blieb ein paar Jahre so und erfüllte sich regelmäßig. Es gab keine Grenzen mehr, dort ganz besonders deutlich spürbar. Verrückte Zeit und die vielleicht beste meines Lebens. Dem Techno blieb ich ihm und er mir treu. Bis heute. Die Loveparade interessierte mich ab Ende der 1990er nicht mehr sonderlich. Dann kam Psytrance, der nochmal alles veränderte.

Hier ein kleiner Rückblick mit den damals jungen und heute stark angegrauten Protagonisten. Ich hol‘ mir mal eben einen Pfirsich-Eistee. Ohne Zucker. Klar.

Es war die größte Party aller Zeiten: 1999 tanzten 1,5 Millionen Menschen auf den Straßen von Berlin. Angefangen hatte die Loveparade mal mit nur 75 Menschen. Die Geschichte der Loveparade – bis zu ihrem unglücklichen Ende in Duisburg.

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Doku: Stax Records – Wo der Soul zu Hause ist

Wenn ihr den Soul so sehr wie ich mögen und irgendwann bis zum 25.08.2020 mal 53 Minuten Zeit haben solltet, schaut euch diese Doku an. Musikgeschichte.

1957 steckten die USA mitten in einem der düstersten Kapitel ihrer Geschichte: Die Hautfarbe entschied darüber, in welchen Hotels und Restaurants gewohnt und gegessen werden durfte – auch die Benutzung von Sanitäranlagen wurde durch die Rassentrennung reglementiert. Dunkelhäutige Menschen wurden als minderwertig betrachtet – obwohl die Sklaverei offiziell längst abgeschafft war.

Genau zu dieser Zeit sorgte ein weißes Geschwisterpaar aus den Südstaaten für eine historische Wende: In Memphis, einem der hermetischsten schwarzen Ghettos der späten 50er Jahre, gründeten Jim Stewart und seine Schwester Estelle Axton das legendäre Plattenlabel Stax Records – und holten schwarze und weiße Künstler gemeinsam ins Studio. Das Ergebnis: unvergessliche Hits von internationalen Stars wie Otis Redding, Isaac Hayes, Sam & Dave und William Bell. Doch wie konnte eine kleine Plattenfirma in Memphis zu einem der berühmtesten Labels der Welt avancieren? „Stax Records – Wo der Soul zu Hause ist“ blickt zurück auf das fantastische und wechselhafte Schicksal der Plattenfirma, die zum Sprachrohr der schwarzen Bürgerrechtsbewegung wurde und dabei eine neue Musikrichtung aus der Taufe hob.


(Direktlink, via Sascha)

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arte-Doku über die Geschichte des globalen Drogenhandels: Der große Rausch

Sehenswerte, dreiteilige Doku-Serie, die noch drei Tage im Stream zu sehen ist. Wer also die Zeit hat und sich nehmen mag; bitte schön.

Heroin und Kokain haben in der Weltwirtschaft genauso viel Gewicht wie Erdöl und Textilien. Für die Entstehung der mächtigen Drogenkartelle sind die Kolonialmächte ebenso verantwortlich wie Pharmaunternehmen, Bankensysteme und Geheimdienste der ganzen Welt. In drei Folgen zeichnet ARTE die Geschichte des globalen Drogenhandels nach. Im 19. Jahrhundert breitete sich Opium auf Betreiben der Kolonialmächte in ganz Asien aus. Zur gleichen Zeit entdeckte die pharmazeutische Industrie des Westens mit Morphium, Kokain und Heroin neue Wundermittel. Während sich die Rauschgiftabhängigkeit zum weltweiten Problem entwickelte, wurden Drogen nach und nach verboten. Infolge der Prohibition entstanden die ersten Drogenkartelle, die immer wieder den Schutz der Staaten suchen sollten. Einen beispiellosen Boom erlebten diese kriminellen Netzwerke während des Kalten Krieges, als Geheimdienste Drogen politisch instrumentalisierten. Die USA mussten das teuer bezahlen: Ein Drittel ihrer Soldaten in Vietnam waren 1970 heroinabhängig. Im Jahr darauf rief US-Präsident Richard Nixon in einer historischen Rede den „Krieg gegen die Drogen“ aus.

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Doku: Drum & Bass – The Movement

So. Da isse. Ich habe mich gerade erst reingeklickt, weiß also noch nicht, ob gut oder eher meh. Aber ich guck die jetzt mal. Nicht nur, weil Drum & Bass Mixe in der letzten Woche meine Trittfrequenz beim Radfahren ganz ordentlich nach oben geschoben haben, sondern auch weil ich Drum & Bass spätestens seit Kemistry (RIP) & Storm wirklich regelmäßig hart liebe. Und die Ataris von damals. Mit Cubase und all diesem Hardware-Wahnsinn. Awwww!!11!!! <3

20 years that changed our lives: Presenting our full, feature-length documentary – Drum & Bass: The Movement – capturing a specific and intense slice of drum & bass and jungle culture’s rapid acceleration from 1996 – 2016. Brought to you by Drum&BassArena, featuring Goldie, Andy C, Roni Size, DJ Flight, Grooverider, Ed Rush & Optical, Mefjus, Friction, El Hornet, Chase & Status, plus many more pioneers, as well as exclusive unseen footage from our scene’s rich history.

Drum & Bass: The Movement explores how a unique UK club culture rose from an underground movement to become a global phenomenon infiltrating and influencing disciplines from mainstream pop music to video games. From dubplates to mainstream crossovers, to the labels, the tracks and the clubs that shaped the game, Drum & Bass: The Movement is a snapshot of jungle drum & bass history and how it’s always been much more than a genre of dance music: it’s a lifestyle. The movement continues…


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Ein Videoportrait über Lieferfahrer in Manhattan während der Corona-Krise: Delivered

Schöner Kurzfilm von Law Chen, der Lieferfahrer in Manhattan über ihren Arbeitsalltag während der Corona-Krise reden lässt. Ohne die Leute würden einige wohl ganz schön hungrig bleiben.

A slice of life in the time of corona. Thousands of invisible front line workers risk their health every day to bring food to your couch. They aren’t just immigrants struggling to survive in New York City. They aren’t just the delivery men and women you don’t look at when you open your door. They are the backbone of this city, they are the essential. Most importantly, they are people too and they deserve our respect and recognition now more than ever. Tip generously if you’d like and give them PPE if you can.

I’ve been riding alongside couriers and messengers in the city for a decade. In the past, I’ve been mistaken as a delivery biker whenever I carry any sort of bag even in my own building, probably because I’m asian. That used to annoy me, but now I realize they’re more needed than most of us.

DELIVERED from LAW CHEN on Vimeo.

(Direktlink, via Gilly)

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Dresdner Interregnum 1991 – Ein Poem


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Dresden 1991, die DDR war gerade erst zu einem Kapitel in den zukünftig zu druckenden Geschichtsbüchern geworden, als der Dresdner Kameramann, Autor und Regisseur Werner Kohlert seine Stadt im Auftrage des Kulturamtes filmte und jene Gegebenheiten für die Nachwelt festzuhalten versuchte. Grau war es. Grau, wie auch ich meine Kindheit im Osten in Erinnerung habe – und das einfach nicht los werde. Dresden, Halle, Leipzig, Schwerin, Potsdam, Rostock… Überall war alles dunkelgrau, so meine Erinnerung.

Kohlert hat für Dresdner Interregnum 1991 damals 6.000 Meter Film aufgenommen, die die Elbmetropole in der Zeit des Umbruchs und der Neufindung verewigten: „das Grau der Innenstadt, die ersten Aufbrüche in die westliche Warenwelt, Ruinen der Neustadt, die schon dem Abriss geweiht waren bis hin zur Tristes der Neubausiedlungen am Rande der Stadt.
Rund 20 Jahre danach fasste Werner Kohlert seine Aufnahmen zu einem 60-minütigen Filmdokument zusammen, wohl wissend, dass jetzt die Zeit reif ist, um vergleichend, manchmal auch staunend auf die Metamorphose Dresdens zurückzuschauen.“

Das ist jetzt über zehn Jahre her. Die dabei entstandene Doku würde ich gerne mal sehen, finde sie aber aktuell im Netz nicht. Deshalb hier so eine Art Trailer und die Empfehlung auf die eigentliche Doku.


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Doku: Back in the days – Hip Hop und die DDR

Sehenswerte mdr-Doku aus dem letzten Jahr, die sich mit HipHop in der DDR auseinandersetzt. Soll mal keiner sagen, der wäre komplett am Osten vorbeigegangen.

„Die winzig kleine geschützte Welt DDR hat mir erst die Möglichkeit verschafft, ein bunter Vogel zu sein“, Bernhard Beatschmidt aus Dessau wurde, wie viele andere, 1983 mit dem Hip-Hop-Virus infiziert.

Als die ersten Bilder von amerikanischen Breakdancern über das Westfernsehen hinter den Eisernen Vorhang schwappten, fingen in der DDR von der Ostsee bis ins Erzgebirge junge Menschen an zu tanzen – auf öffentlichen Plätzen und Straßen – argwöhnisch beäugt vom Staat, von der Polizei vertrieben und sogar inhaftiert.

Doch ein paar Jahre später war Hip-Hop mit Breakdance, Rapmusik und Grafitti im sozialistischen Staat salonfähig. Das DDR-Fernsehen schmückte sich stolz mit dieser Jugendkultur. „Wir wurden sogar benutzt“, meint Mike Dietrich aus Leipzig. Doch mit dem Mauerfall zerfiel auch die Hip-Hop-Szene der DDR.

„Back in the days“ erzählt ein kaum bekanntes, aber schillerndes Stück DDR-Geschichte. Breakdancer, Musiker und Sprayer der damaligen Zeit berichten von Grafitti in der NVA, Schmuggelware aus dem Westen, selbstgestalteten Klamotten und von einer bunten Republik im grauen Alltag. Die Dokumentation präsentiert bisher nicht gezeigte Amateuraufnahmen aus den Anfängen bis hin zu den großen Fernsehshows der DDR gegen Ende der 1980er.


(Direktlink, via I ❤ Grafitti)

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