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Kategorie: Doku

Doku über Alexander Hacke, „Einstürzende Neubauten“, und Danielle de Picciotto, die Mitbegründerin der „Love Parade“ war: Traumfänger

Superschöne Doku über Alexander Hacke, der nicht nur Bassist sondern offenbar auch immer noch der musikalisch kreative Kopf der „Einstürzenden Neubauten“ ist, und seiner Frau, Danielle de Picciotto, die nicht nur Geigerin ist, sondern auch Mitbegründerin der Love Parade war.

Die beiden waren jahrelang unterwegs, um ihre Definition von Heimat zu finden, nachdem sie das aufgegeben haben, was sie damals eigentlich als Heimat für sich zu deklarieren versucht haben. Hippies – und Musik. Und die Priorität von Kunst in dem was man tut. <3

Das Künstlerpaar, die Loveparade- Mibegünderin und Geigerin Danielle de Picciotto und Alexander Hacke, Bassist der „Einstürzenden Neubauten“, tourte um die Welt, lebte aus dem Koffer. Nun kehren sie nach Berlin zurück. Hier möchten sie ein künstlerisches Zentrum, einen internationalen Treffpunkt für Künstler gründen. Der Film begleitet sie auf der Suche nach einer Location und bei Clubauftritten.

Hier in der Mediathek.

Und ich wäre übrigens wirklich mehr als nur dankbar dafür, wenn man den Content der Öffentlich-Rechtlichen, für den ich ganz gerne zahle, auch einfach und ohne irgendwelche Umwege einfach so einbetten könnte, ihr Sackgesichter. JA!
(via Frau Beckedahl)

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Doku: Am rechten Rand – Wie radikal ist die AfD?


Sehenswerte Doku über die Verflechtungen, die die AfD mit Neonazis, rechtsextremen Burschenschaftlern und Identitären pflegt, ohne damit ein Problem zu haben.

Hier in der Mediathek.

Demnach ist die AfD erkennbar eingebettet in ein Netzwerk aus rechten und rechtsextremen Gruppierungen. Darunter national-völkische Burschenschafter, die im Bundestag und den Landtagen als Abgeordnete oder Mitarbeiter der AfD-Fraktionen tätig sind. Auffallend auch die Nähe zu den so genannten „Identitären“, eine vom Verfassungsschutz beobachtete rechtsextreme Gruppe, mit der AfD-Politiker trotz eines Unvereinbarkeitsbeschlusses der Partei unverhohlen sympathisieren und sie sogar unterstützen.


(Direktlink)

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Spiegel TV Interview mit Sven Väth aus dem Jahr 1994

Erstaunlich, dass immer noch Videos aus dieser Zeit auftauchen. Hier eins, das Spiegel TV im Jahr 1994 mit Sven Väth geführt hatte. Vor 24 Jahren. VOR 24 JAHREN!

Der Frankfurter Sven Väth erlebt zu Beginn der 1990er Jahre einen wahren Höhenflug. Diskotheken und Clubs bieten dem Exzentriker ein kleines Vermögen, wenn er ein paar Stunden lang am Plattenspieler steht.
Sven Väth ist ein Popstar der neuen Art. Er weiß nicht, wie man eine Gitarre richtig hält, und beherrscht auch sonst kein Instrument; er kann keine Note lesen und eine Bühne betritt er äußerst selten. Dafür weiß er, wie Sampler und andere Computer funktionieren; er kann ein Unternehmen führen; und er hat ein jahrelang trainiertes Gespür dafür, welche Stücke auf der Tanzfläche explodieren. Väth ist Ingenieur, Geschäftsmann und Plattenkenner zugleich – und deshalb der prototypische Musiker für die neunziger Jahre, die Zeit nach Rock’n’Roll.


(Direktlink, via Daniel)

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Doku: Debbie Harry – Atomic Blondie

Sehenswerte Doku über die Punk/Pop-Ikone der 70er und 80er Jahre.

Lange vor Madonna und Lady Gaga gab es Debbie Harry, die sinnliche Blondie-Sängerin mit ihrem bekennend aggressiven Pop. Die Stilikone steht bis heute für Coolness an der Grenze zwischen Punk, Rap und Rock. Porträt einer jungen Frau aus New Jersey, die sich aus Langeweile ins New Yorker Nachtleben stürzte und Popgeschichte schrieb.
Deborah Ann „Debbie“ Harry wurde 1945 als Angela Tremble in Miami geboren. Mit Gitarrist Chris Stein gründete die Sängerin die Band Blondie. Mit „French Kissin‘ in the USA“ hatte sie einen Solohit. Mit Hits wie „Heart of Glass“ oder „One Way or Another“ stürmten Blondie in den 70er und 80er Jahren weltweit die Hitparaden. Die Frontfrau von Blondie mit dem unterkühlten New-Wave-Sexappeal wurde zur unsterblichen Ikone der Cool-Attitude, typisch für ihre Musik ist der Genre-Mix aus Punk, Rock, Disco und Rap. Der Film zeichnet das hautnahe Porträt eines wohlerzogenen Mädchens aus New Jersey, das der Langeweile der Kleinstadt entflieht, um sich der New Yorker Undergroundszene anzuschließen – und dabei die Musikgeschichte nachhaltig prägte.

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Doku: Freddie Mercury – The Great Pretender

Eine Doku, die schon im Jahr 2012 gemacht wurde, aber immer noch sehenswert ist, wie ich finde.

Freddie Mercury war mysteriös und rätselhaft, ein Mensch, der über die Grenzen hinausging. Er liebte die Promiskuität, hasste Interviews und Songtexte zu schreiben. Er war „The Great Pretender“: ein fast schüchterner Mann, der auf der Bühne zum Orkan wurde. Vor allem aber war er eine der schillerndsten und facettenreichsten Figuren des britischen Rock. Der Dokumentarfilm zeigt den vielseitigen Künstler, der viel mehr war als der Leadsänger der erfolgreichen Band Queen. Mercury machte nicht einfach Rockmusik. Er tanzte 1979 für ein Wohltätigkeitskonzert mit dem Royal Ballet, sang 1987 das Lied „Barcelona“ mit der spanischen Operndiva Montserrat Caballé und arbeitete an einem Album mit dem zwölf Jahre jüngeren Michael Jackson, das nie veröffentlicht wurde. In München nahm er sein Solo-Album „Mr. Bad Guy“ auf, das sich zu seiner großen Enttäuschung schlecht verkaufte. Seine Fans liebten ihn mit Queen – ohne Queen liebten sie ihn ein bisschen weniger. Doch mit seinen Bandkollegen kämpfte er mehr, als dass er sich ihnen anvertraute. Er hatte nicht viele Freunde und machte viel mit sich alleine aus. Seine Musik war vielleicht einer seiner besten Freunde. In einem Interview sagte er einmal, dass er kein John Lennon sei, der eine Message für die Menschheit habe. Er habe nur ein Gefühl, aus dem heraus er seine Songs schreibe: Liebe.

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Kurz-Doku über öffentliche Tischtennisplatten in NYC: The Tables

Ich habe mein Leben lang Tischtennis gespielt. Manchmal besser als die Anderen, manchmal nicht. Ich habe mir nie Gedanken über Tischtennisplatten im öffentlichen Raum gemacht. Aber die sind Thema – und das nicht nur in New York City. Nur von woanders habe ich bisher keine Filme gesehen. Hier ist einer. Über die Relevanz von öffentlichen Tischtennisplatten in NYC.

A look at the powerful connection between a pair of outdoor ping pong tables in the heart of New York City and the unlikely group of people they’ve brought together, from homeless people to investment bankers to gangbangers.

(Direktlink)

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Nachtdigital-Dokumentation online: Escape to Olganitz

Für manche ist das Nachtdigital das beste Festival auf dem ganzen Planeten. Ich glaube das gerne, habe es allerdings selber noch nie ins Bungalowdorf Olganitz geschafft, wo das Nachtdigital schon seit 1998 stattfindet.

Schon im Jahr 2014 haben Philip Zeller, Florian Fischer und Yves Kasten dem Festival eine Dokumentation gewidmet, die jetzt auch online zu sehen ist – und mich am Anfang nicht wenig auch an meine Jugend in den 90er Jahren im Osten erinnert: Escape to Olganitz.

Inmitten der Dahlener Heide, fernab der großen Städte liegt das kleine Dörfchen Olganitz.
Der Weg dorthin führt über geschwungene Landstraßen durch die stille Märchenhaftigkeit aus Kiefernwäldern, Kornfeldern und ausgestorbenen Straßendörfern. Hierher, in ein Bungalow- Feriendorf aus DDR-Zeiten, treibt es jedes Jahr 3000 Menschen, die eines eint: Die Liebe zur elektronischen Musik und zu einer großen Party namens Nachtdigital. Dieses Festival ist anders als andere Festivals. Keine kommerzialisierte Techno-Party, eher ein exzessives, musikalisches Zusammensein unter Freunden. Ein Wochenende am See, mit Ruderboot und Schaukelpferd, ein Spielplatz mit vielen kleinen Kuriositäten und exzellenter Musik.
„Escape to Olganitz“ erzählt wie mitten in Sachsen, abseits des Hypes, diese kleine Insel des Glücks entstanden ist. Es ist die Geschichte echter Freundschaft und gemeinsamer Leidenschaft, ein Film über die kleinen Träume und wie man sie Wirklichkeit werden lässt. Diese Dokumentation wird laut und gemütlich, fröhlich und mitreißend, richtig sächsisch, persönlich und berührend, überschwänglich wie ein Kindergeburtstag und so schön wie das Gefühl kurz bevor der Bass einsetzt.


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Doku über die legendäre amerikanische Musikshow „Soul Train“

Ich habe tatsächlich nie eine ganze Folge von Soul Train gesehen, weiß aber, wie wichtig sie gerade für Afroamerikaner war. Aber nicht nur das: auch allen anderen wären sicher einige Soulkarrieren verborgen geblieben. Vielleicht hätte es einige davon ohne Soul Train gar nicht gegeben.

Arte hat gerade eine sehenswerte Dokumentation über die legendäre Show. Love, Peace and Soul.

Die Sendung „Soul Train“ ist nicht nur wegen ihrer langen Lebensdauer von 35 Jahren, sondern vor allem wegen ihres Inhalts und ihrer gesellschaftlichen Wirkung zur Legende geworden. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Musiksendung, die wesentlich dazu beitrug, dass sich der Soul weltweit verbreiten konnte.

Als der Produzent und Moderator Don Cornelius „Soul Train“ ins Leben rief, schwebte ihm eine Show vor, in der die größten Stars der afroamerikanischen Musik auftreten sollten. Damals ahnte niemand, welche kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung „Soul Train“ – ursprünglich als reine Musiksendung gedacht und von den immer zahlreicheren Zuschauern auch zunächst so wahrgenommen – erlangen würde. Stars wie James Brown, Aretha Franklin, Stevie Wonder, Michael Jackson und Snoop Dogg interpretierten unveröffentlichte Songs, die später zu Hits wurden. Mit der Zeit avancierte die Sendung zur Vitrine der afroamerikanischen Kultur. Zunehmend spielte bei den Studiogesprächen auch politisches Engagement eine Rolle. So kam es, dass im Rampenlicht der Show ein bedeutender Teil der amerikanischen Bevölkerung seinen Stolz wiederfand und nach langjähriger Ausgrenzung plötzlich umjubelt wurde.

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Doku: Hüte Dich vor Ginger Baker! Drummer ohne Kompromisse

Als Schlagzeuger zweifelsohne eine lebende Legende, menschlich wohl eher der Tüp, mit dem man lieber nicht rumhängen möchte: Ginger Baker.

Zwischen Wahnsinn und Genie: Er gilt als einer der Besten seines Fachs – aber auch als unberechenbare Persönlichkeit: Cream-Schlagzeuger Ginger Baker. Der Dokumentarfilmer Jay Bulger hat die Legende für seinen Dokumentarfilm „Beware of Mr. Baker“, der 2013 in die deutschen Kinos kam, mit der Kamera begleitet.
In den 60er und 70er Jahren galt Ginger Baker als einer der furiosesten und besten Jazz- und Rockschlagzeuger der Welt. Der Teufelsschlagzeuger ist der exzentrische Mittelpunkt des schlagkräftigen Dokumentarfilms „Beware of Mr. Baker“. Bekannt wurde er mit den Bands Cream und Blind Faith; zu sich selbst fand er jedoch erst in den frühen 70er Jahren in Nigeria durch die Bekanntschaft mit Fela Kutis Afrobeat. Ginger Baker führte ein Leben im Rausch von Musik und Drogen. „Beware of Mr. Baker“ ist die Lebensgeschichte des brachial-brillanten Schlagzeugers, der seine Karriere in Alexis Korners Blues Incorporated und der Graham Bond Organization begann.

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Eine Dokumentation über Dub FX

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als Dub FX mit seiner Art zu musizieren vor Jahren im Netz auftauchte und dieses dann kurz aber global fest in seinem Griff hatte. Als Vocalinstrumentalist war er einer der ersten, die das konsequent im Netz auslebten. Ein ganz großes Ding.

Später ging er auf ausgedehnte Touren und blieb mit seiner hippiehaften Art immer noch Sympathieträger, auch wenn die musikalische Faszination an seinem Sound bei vielen wohl ein bisschen verloren ging.

Michael Fein hat den Beatboxer die letzten 12 Jahre begleitet und in dieser Zeit eine Dokumentation gemacht, die nun veröffentlicht wurde.


(Direktlink, via DeepGoa)

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