Zum Inhalt springen

Kategorie: kfmw.stuff

„Haare ab, Zivildienst!“

Als wir damals, so Mitte der 1990er, alle fast zeitgleich mit dem Zivildienst begonnen haben, gaben wir uns eine Challenge mit auf den Weg. Die forderte, dass wir uns alle gemeinsam die Haare auf sechs Millimeter runter rasieren sollten, um dann so lange wachsen zu lassen, wie unsere Zivildienste halt dauern würden. Damals 13 Monate, wenn ich mich recht erinnere. Wir waren fünf Dudes, die keinen Bock auf Kriegsdienst hatten. Wir haben alle durchgehalten und sahen dann auch aus wie die Hippies, die wir damals im Fühl sehr viel länger ohnehin schon waren. Meine Familie meinte zu der Zeit, dass ich gar nicht mal so gesund aussehen würde und ich ließ das ob dessen mit dem Vegetarismus erstmal wieder sein.

Und heute ist keiner der fünf Dudes mehr an meiner Seite, was total okay ist, weil das Leben halt so spielt. Mitunter. Die Erinnerungen bleiben natürlich dennoch.


(Danke, Uschi!)

9 Kommentare

Es macht auch wirklich keiner mit! Unboxing

Wir haben hier heute die wirklich letzten der 161 Pakete mit dem Album verschickt. Die gingen in die Schweiz, nach Schweden, nach Kanada. Und das ist auch ganz gut so, denn das alles zusammen war wirklich ein Haufen Arbeit, den wir uns so nie wieder machen wollen würden (Ist gelogen!). Dass das erstmal durch ist, ist trotzdem sehr schön.

Falk, der unser 500er Paket inklusive eines exklusiven, ersten Live-Gigs des Albums gekauft hat, hat heute sein Paket bekommen und vom Auspacken ein Video gemacht. Finden wir schön. So endet es. Vorerst. Es war uns ein Fest! Danke, dass ihr alle mitgemacht habt.

Und hier existiert mittlerweile ein Ordner, der den Namen „Album 2021“ trägt. Joar.

1 Kommentar

Album-Stream & Download: Kraftfuttermischwerk – Es macht auch wirklich keiner mit!

>>> Bandcamp <<<<

Es ist jetzt gut 10 Jahre her, dass ich, damals noch allein, das letzte Mal Musik veröffentlicht habe. Seitdem hatten Rudi und ich immer wieder mal vor, gemeinsam Musik zu machen und zu veröffentlichen. Lange blieb es nur bei dem Vorhaben.

Als ich vor zwei Jahren dann einen Herzinfarkt hatte und 10 Tage im Krankenhaus lag, dachte ich, dass es jetzt an der Zeit sei, aus diesem Vorhaben Realität werden zu lassen. Man weiß ja nie, wie viel Zeit einem noch bleibt und ganz ohne noch mal Musik veröffentlicht zu haben, will ich dann doch nicht gehen. Ich nahm mir im Krankenbett meinen Rechner, meine Kopfhörer und machte den Track, der hier als „Auf Station“ mit drauf ist und eigentlich erst als Nachfolger zu „Unterm Bassphalt der Strand“ gedacht war. Ganz lange klang der ganz anders als die jetzt veröffentlichte Version. Rudi und ich haben den vor ein paar Monaten dann doch komplett umgebaut.

Überhaupt haben wir in den letzten Monaten sehr intensiv und vor allem verdammt effektiv gebastelt. Es ist wahnsinnig inspirierend mit ihm zu arbeiten. Ich habe schon immer mit anderen Leuten gemeinsam musiziert, aber eben noch nie so effizient wie mit ihm. Da passt einfach alles zusammen und fließt.

Einige Tunes hat er mitgebracht, einige kommen von mir, über alle haben wir dann gemeinsam gehorcht und final zu Ende gebracht. Andere sind dann komplett gemeinsam entstanden. Mitunter innerhalb von zwei Nächten. Ein Track brauchte drei Wochen. Rudi hasst es, so lange an einem Song zu schrauben, weil er dann schon wieder fünf bis zwölf neue Ideen hat, denen er währenddessen nicht nachgehen kann. Aber es ist wie es schon immer war: gut Ding will manchmal Weile haben. Und so haben wir uns gut zwei Jahre Zeit gelassen, dass das Album jetzt so klingt, wie es klingt – und wir lieben einfach alles daran. Weil es in seiner Summe klingt, als wäre es ein langer Track mit kurzen Pausen. Wir waren zwischenzeitlich immer etwas unsicher, ob wie die verschiedenen Soundideen klanglich zusammenbekommen würden. Aber am Ende klingt „Es macht auch wirklich keiner mit!“ in unseren Ohren perfekt. Genau so wie es klingen sollte.

Im Spätsommer waren wir mit dem Bulli auf dem von uns so sehr geliebten Meeresrausch-Gelände, um über ein Wochenende hinweg alle Mixdowns zu machen. Draußen. Keiner von uns beiden glaubte auf dem Hinweg, dass das an einem Wochenende zu schaffen sei. Keiner sagte das. Als wir dort ankamen, bauten wir alles auf und arbeiteten verdammt fokusiert daran, das zu schaffen. Sonntag früh waren wir durch, schleppten die riesengroße Bluetooth-Box an den Peenestrand legten uns dort hin, schauten in den Himmel und ballerten volle Möhre dieses Album, unser Album in den Sonnenaufgang – was für ein grandioser Moment!

Überhaupt war der ganze Prozess dieses Album zu machen immer wieder großartig. Von der Idee, den ganzen Klangskizzen, die sich mehr und mehr zu endgültigen Tracks formten. Euer Wille, dass Ding auf Vinyl haben zu wollen, die Covergestaltung, die Max übernahm, der früher als Jugendlicher von mir betreut wurde und heute studierter Designer ist, das Mastering, das Sven Weisemann übernommen hat, die Shirts zu drucken. Die Kommunikation mit Rand Muzik, die die Platten pressten, die Abende, an denen man all die Tracks mit guten Freunden hörte und deren Meinungen dazu haben wollte. Und dann der Moment, in dem man dann im Presswerk steht und sein Baby aus dem Karton holt und dann aus dem Cover zieht. Leudde, das ist ein großartiges Fühl! Wirklich!

Nun stehen die Scheiben hier, werden von uns noch bedruckt, bevor wir sie endgültig an euch verschicken werden.


(Direktlink)

Und jetzt hauen wir das Album auch für alle raus. Digital und zum Download. Unter CC-Lizenz (CC BY-NC-SA 4.0), weil das eben immer so war und so bleiben soll. Hört es, teilt es, kauft es und vielleicht – oder im besten Fall – liebt ihr es halb so sehr wie wir das tun. Das würde uns viel bedeuten. Und wenn ihr es nicht mögt, ist uns das auch egal. Wir lieben‘s für euch mit.

Wir wünschen euch in erster Linie, dass ihr gesund bleibt und irgendwie durch diese verrückte Zeit kommt, ohne schwer darunter leiden zu müssen. Habt unter diesen Umständen ein für euch schönes Fest und kommt gut ins neue Jahr. Hört das Album, genießt es, träumt dazu von einer besseren Zeit. Wir werden uns wiedersehen! Und jetzt Prost!

21 Kommentare

Video: Kraftfuttermischwerk – Es macht auch wirklich keiner mit!


(Direktlink)

Hier ist die letzen Tage wenig bis gar nichts passiert. Aus Gründen. Wir haben eure Shirts gedruckt, wir haben eure (!) Platten bei Rand in Leipzig abgeholt. Und ich habe ein Video zu dem Album-Titel geschnipselt. Es zeigt: uns auf dem Weg zum Album. Weil hier halt fast immer keiner mit macht und wir uns wünschen, dass im nächsten Jahr auf dem Meeresrausch endlich mal wieder alle wirklich mitmachen werden. Und wir werden diese Nummer zum Abschluss sowas von laut spielen. Bis alle mitsingen werden. Und wenn es sein muss, läuft der Song halt einfach drei bis sechs Mal. Solange bis alle mitmachen.

Heute Abend dann das ganze Album am Stück – und der Track ist zum Mitsingen. Kaufen könnt Ihr den hier.

5 Kommentare

United We Rise Podcast Nr. 048: Kraftfuttermischwerk

Rudi und ich haben vor gut zwei Wochen unseren letzten gemeinsamen Mix für dieses desolate Jahr aufgenommen. United We Rise hatte gefragt und wir dachten, wir rumpeln nach all den Monaten unser ewig von Bummeltechno geprägten Soundcloud-Blasen einfach mal rum. Denn diese Monate waren auf Soundcloud eben mitunter auch völlig einschläfernd. Wir konnten das Beide nicht mehr hören.

Also haben wir das einfach mal ganz anders gemacht und die Kuh samt Kalb zum Fliegen gebracht.

Mit Kenny Larkin, deren „Loop 2“ das erste war, was ich damals bei Allen Alliens „Braincandy“ auf KissFM gehört hatte, mit Ultrashocks „Sound of E“, mit Emmanuel Top, Haldoliums „Diabolika“, Electric Universes „One Love“ und mit Plastikman. Vieles davon hat mich musikalisch tief geprägt und gehörte endlich mal zusammen in einen Mix, ohne dabei zu bummeln. Und vielleicht waren auch 1,2,3 Schnaps im Spiel.

Drei Fragen haben wir auch beantwortet. War eine dolle Nacht.

🗯🗯 Wie hat Corona dein Künstlerleben verändert? 🗯🗯

Unser Künstlerleben quasi ist komplett eingefroren. Wir hatten übers Jahr zwei Gigs. Die haben wir sonst mindestens pro Monat. Es ging halt nichts. Zum Glück sind wir davon finanziell nicht abhängig, weil wir eigentlich andere Dinge machen, um unseren Lebensunterhalt einzufahren. Ich würde da mit jenen, die mit dem Auflegen ihr Leben finanziell meistern, nicht tauschen wollen. Und dennoch fehlt das. Nicht nur finanziell, vor allem eher soziokulturell. Die gemeinsame Eskalation, das Ausrasten, die kollektive Ekstase. Das sind ja auch Gründe, warum wir das, was wir da machen, so lieben – und das war halt ab März einfach mal so weg. Gänzlich. Das fehlt nicht wenig. Und dennoch sind die Maßnahmen natürlich notwendig und auch richtig. Das ist vielleicht das größte Dilemma an all dem – man kann das nicht mal irgendwem übelnehmen oder seinen Ärger auf irgendwen projizieren. Weil es ist wie es ist und weil es genau so sein muss.

Und wir konnten aufgrund der vielen freien Zeit endlich mal unser Album fertigmachen, das nun Ende Dezember erscheinen wird. Einer der wenigen Vorteile.

🗯🗯 Wo hast du diesen Mix aufgenommen? Wie ging es dir dabei? 🗯🗯

Wir haben beide ein bisschen die Schnauze voll von unseren Soundcloud-Streams. Seit Monaten nur noch Bummelschneckentechno auf allen Kanälen. Nicht selten sehr uninspiriert, sehr lame. Ich kann es, bis auf wenige und doch gute Ausnahmen, nicht mehr hören. Also dachten wir so, „lass mal das Bums-Zeug von früher spielen. Das kennen doch die ganzen jungen Leute ja gar nicht nicht mehr!“ Und so war das. Dann ballerten wir im Studio die Monitore fast auf Anschlag, machten die Fenster auf (weil Rudi unbedingt beim Auflegen im Studio rauchen wollte und da wird halt eigentlich nicht drin geraucht) und dachten, dass irgendwer der Nachbarn die Bullen rufen würde. Was keiner tat. Wir tranken viel zu viel Schnaps, Rudi kam irgendwann mit Sekt um die Ecke und ging erst gegen 04:30. Es ist mal wieder alles komplett eskaliert – und wir lieben das. Das Studio stinkt immer noch wie eine Berliner Raucherpinte zu Beginn der 90er Jahre. Aber das war das den Abend wert.

🗯🗯 Was wünscht du dir für die Zeit nach oder mit Corona? 🗯🗯

Gigs, Festivals, Meeresrausch, gemeinsame Eskalation, das Ausrasten, die kollektive Ekstase. Und Pyros.

Und damit kann das Jahr dann auch endgültig weg.

7 Kommentare

Pre-Order Digital Album: Das Kraftfuttermischwerk – Es macht auch wirklich keiner mit!

So. Wie hier schon ausführlicher beschrieben erscheint am 24.12.2020 unser neues Album „Es macht auch wirklich keiner mit!“ Die von euch gekauften Vinyls werden gerade gepresst und gehen raus, sobald wir sie höchstpersönlich bei Rand Muzik in Leipzig abgeholt und die Cover gesiebdruckt haben.

All jene, die kein Vinyl kaufen wollten oder nicht konnten, haben dennoch die Möglichkeit, die 12 Tracks am 24.12. zu erstehen. Digital und bei Bandcamp im Format eurer Wahl. Wem die Acht Euro auch noch zuviel sind, kann das gute Stück dann ab dem 03.01.2021 auch für umme laden und auf gefühlt 387 Streaming-Plattformen hören.

Zwei Tracks sind schon hörbar. Einer davon ist der großartige Remix, den und Oakin für Lλmbda geschraubt hat.


So kaufet!

7 Kommentare

Roy kann Late Night #5 mit das Kraftfuttermischwerk

Rudi fragte mich vor ein paar Wochen, ob ich mir vorstellen könnte, mit ihm zusammen an einem Format teilzunehmen, bei dem die Potsdamer Musiker von Im Modus Leute in einer Erdgeschosswohnung im Holländerviertel einen Talk machen würden, der direkt per Anlage auf die Straße vor dieser Wohnung übertragen werden würde. Es würde Wein und Schnaps geben. Ich sagte zu. Auch, weil es halt um Potsdam gehen sollte – und da bin ich immer gerne dabei.

Ich hatte das – natürlich – komplett vergessen und gestern früh erinnerte mich Facebook daran, dass ich abends diese Veranstaltung haben würde. Also fuhr ich mit dem Rad dorthin und wir redeten mit Fabian, Robert und Benjamin über das Kraftfuttermischwerk, über Rudi, über mich, über Potsdam. Und übers neue Album. Und draußen saßen halt wirklich ein paar Leute auf Bänken auf der Straße und haben uns zugehört.

Und: ich fuhr danach völlig trumbunken mit dem Rad auf Techno nach Hause und fand die Aufnahme heute Morgen etwas cringy, aber jetzt mittlerweile halt auch ziemlich echt und okay. So sind wir halt. Und trotz all des ganzen Quatsches halt immer noch irgendwie auch ernsthaft.

Und Roy kann vielleicht Late Night. Aber er kann keine 17 Minuten vorher die Warteschleife in seinem YouTube-Video rausschneiden und kann auch nichts dagegen tun, dass in den schlimmsten Momenten der Sound komplett wegbricht. Danke dafür. Müsst ihr skippen. Der Rest geht klar – und wir sind cool damit.

Schöner Abend, schönes Format, gute Leudde.

4 Kommentare

Crowdfunding für 161 farbige Doppelalben auf Vinyl: Das Kraftfuttermischwerk – Es macht auch wirklich keiner mit

Wenn ihr eine der streng limitierten, fast komplett selbstgemachten und nahezu mundgeblasenen 161 Vinyls nebst 7inch haben wollt; hier lang: 161 Doppelvinylalben von Das Kraftfuttermischwerk.

Ich weiß nicht, wie viele der Leser hier schon so lange dabei sind, dass sie noch wissen, dass der ganze Bums hier eigentlich mal eine „Band-Site“ war. So ganz ohne Blog und den ganzen Quatsch hier. Vor 20 Jahren habe ich mit meinem damaligen Partner Musik gemacht und sie irgendwie unters Volk zu bringen versucht. Das funktionierte recht gut. Dann kam die von mir bis heute so hart geliebte Netlabel-Zeit – und mit der lief es noch viel besser. Wir kamen auf 5-stellige Downloadzahlen und veröffentlichten konsequent für umme und unter CC-Lizenzen. Immer.

Irgendwann war mein damaliger Partner weg, ich machte später so halberfolgreich mit einem neuen Partner ein klassisches Label und war damit rückblickend nur so halbzufrieden wie wir erfolgreich waren. Nebenbei veröffentlichte ich unter diesem Namen hier auch weiterhin noch auf Netlabels den Sound, den ich so liebte und der zweifelsohne schon damals eher so Liebhabernischen bediente. Dub, Downbeats, Ambient. Nichts mit dem man wirklich Geld verdienen konnte, aber das war auch nie Triebkraft dahinter. Ich wollte meine Musik machen und fand es cool, wenn andere da draußen sie hören wollten. Was sie wohl auch tatsächlich wollten.

Irgendwann überholte mich das Leben. Familie, Arbeit, diesdas, Netlabels verschwanden nach und nach von der Oberfläche, ich wollte immer mal wieder Musik machen, kam aber selten dazu. Ich war dann ganz viel mit Rudi Stöher, meinem damals ganz neuen Partner und heutigem Lieblings(b)Rudi, unterwegs, wir legten viel zusammen auf und hatten einen Riesenspaß dabei. Die Leute auch. Wir hatten seit Jahren die Idee, auch endlich mal gemeinsam Musik zu produzieren. Aber wir hatten halt auch beide ein Leben und kamen neben unseren DJ-Tätigkeiten zu kaum was.

Nachdem ich dann vor 1,5 Jahren meinen Herzinfarkt hatte und daraufhin so im Krankenhaus vor mich hinschimmelte, dachte ich, „Dicker, dein Rechner ist da. Da ist Live, da ist Reason, da ist Logic drauf. Mach doch jetzt mal wieder.“ Ich ging in den Hof des Krankenhauses, sampelte mit dem Telefon die Raben, die dort rumflogen, baute klassische Dubstep-Parts und machte auch endlich mal wieder Musik. Musik für die Liebhabernischen. Ambient, Dub, Dubstep und mit der KFMW-Würze von damals. Downbeats galore! Und dann packte Rudi seine Parts drüber oder auch drunter. Alles passte.

Ab dort trafen Rudi und ich uns regelmäßig und wir arbeiteten, für meine damaligen Erfahrungen bisher unbekannt so unfassbar voneinander inspiriert, auf ein Album hin, das nun endlich fertig ist. Für mich ein wirklich großartiger Prozess, der so gut wie ohne jeglichen untereinander stattfindendem kreativem Stress von statten ging. Und nun ist das Ding im Kasten. „Es macht auch wirklich keiner mit“ heißt es – auch wenn da trotzdem viele Menschen, die wir lieben, mit am Start waren. Wir lieben es beide sehr und es klingt dann so und so ähnlich:

Butter auf die Mische: am 24.12.2020 wird es nach über zehn Jahren endlich mal wieder ein neues Kraftfuttermischwerk Album geben. Es wird, wie hier bisher immer, unter Creative-Commons-Lizenz erscheinen und für 10 Euro zum digitalen Download zu haben sein. Der wird für ein paar Tage 10 Euro kosten. Ab dem 03.01.2021 dann aber für jeden auch für umme zu haben sein. Weil auch das immer so war. Daran will ich nicht viel ändern.

Aber: wir dachten uns, vielleicht bieten wir daneben auch die Möglichkeit an, das Album auf Vinyl erstehen zu können. Weil wir das Beide eigentlich ganz geil finden würden. Aber auf Label-Suche hatten wir keinen Bock, das selber zahlen, wäre komplett bescheuert – und so würden wir jetzt gerne Euch überlassen wollen, ob das sein soll, oder halt unnötig wäre. So haben wir eine Crowdfunding-Idee entwickelt, für deren Umsetzung wir alles komplett selber machen und mundblasen würden. Mit der Annahme, dass ihr vielleicht und hoffentlich Böcke auf die haben könntet. Dazu gehören 161 Doppelvinylalben auf 180 Gramm schwerem und farbigem Vinyl, 161 dazugehörige, in verschiedenen Farben von uns selber gesiebdruckten Covern, T-Shirts, die wir ebenfalls selber siebdrucken würden, eine auf 61 Stück limitierte, white labeled 7inch, die es tatsächlich nur so und später nicht zum Download geben würde und noch ein paar Schnörkel. Klingt erst mal schon ganz geil, kostet aber. Natürlich. Und ist ökonomisch betrachtet ziemlich bescheuert – machen wir uns nichts vor. Aber das könnt ihr ja jetzt entscheiden.

Was euch erwartet, wenn das Ding hier durchgehen sollte: 14 Tracks, die vom Ambient über Downbeats bis hin zum Bummeltechno alles mitbringen und natürlich immer mit einer Prise Dub gewürzt sein werden. Auf Vinyl, auf 7inch. 161 mal. Sollte das hier nicht klappen, und es liegt halt nur an euch, ob dem so ist, gibt es 12 Tracks mit ähnlichem Sound, aber halt ohne Vinyl und Schnörkel. So weit, so einfach und so klar. Und wir sind auch cool damit, wenn das am Ende nicht klappen sollte, zum Download kommt das Album so oder so, wie bei mir schon immer, aber gucken wir mal, was es so geben würde. Wir hätten sechs verschiedene Pakete für euch im Angebot, die da wären:

Album ohne Schnörkel für 26,50 Euro:
Es kommt ein farbiges auf 161 Stück limitiertes Doppelvinylalbum zu Dir. Das Cover wurde von uns für Dich farbig individuell gesiebdruckt. Ja, es wird 161 verschiedenfarbige Cover geben.

Album ohne Schnörkel, aber mit T-Shirt für 36,50 Euro:
Es kommt ein farbiges auf 161 Stück limitiertes Doppelvinylalbum zu Dir. Das Cover wurde von uns für Dich farbig individuell gesiebdruckt. Ja, es wird 161 verschiedenfarbige Cover geben. Außerdem bekommst du ein von uns für Dich gesiebdrucktes Shirt mit unserem neuen, geilen Logo.

Album ohne Schnörkel, aber mit T-Shirt und limitierter 7″ für 56,50 Euro:
Es kommt ein farbiges auf 161 Stück limitiertes Doppelvinylalbum zu Dir. Das Cover wurde von uns für Dich farbig individuell gesiebdruckt. Ja, es wird 161 verschiedenfarbige Cover geben. Außerdem bekommst du ein von uns für Dich gesiebdrucktes Shirt mit unserem neuen, geilen Logo und eine auf insgesamt 61 Stück limitierte 7inch, deren Tracks es später nicht zum Download geben wird. Ganz schön exklusiv…

Album mit Schnörkel und T-Shirt und 7inch und Coverdruck und Sektfrühstück für 86,50 Euro:
Es kommt ein farbiges auf 161 Stück limitiertes Doppelvinylalbum zu Dir. Das Cover wurde von uns für Dich farbig individuell gesiebdruckt. Ja, es wird 161 verschiedenfarbige Cover geben. Außerdem bekommst du ein von uns für Dich gesiebdrucktes Shirt mit unserem neuen, geilen Logo und eine auf 61 Stück limitierte 7inch, deren Tracks es später nicht zum Download geben wird. Siebdrucke mit uns dein eigenes Cover und lass uns dabei ein Sektfrühstück machen. Gedruckt wird in Potsdam Mittelmark.

161 Spezial mit nur Schnörkel und Sekt für 161 Euro:
So, jetzt festhalten hier! Du bekommst die 161ste Pressung und das drucken wir Dir da sogar mit rauf. Dazu ein Shirt mit unserem neuen, geilen Logo, die 7inch und jetzt fährt hier die Lock durch: Du stehst beim nächsten Meeresrausch Festival in Peenemünde auf der Gästeliste und bei unserem dortigen,
legendären Morgen-Set mit uns auf der Bühne – und wir trinken Sekt, bis du da runter fällst. Diesen Slot würden wir ja kaufen, wenn wir ihr wären! Auch klar.

Album mit Schnörkel und T-Shirt und 7inch und ein Live-Gig für 500 Euro:
Du bekommt das Album, die 7inch und ein Shirt. Und du bekommst den ersten Live-Gig, den wir zu diesem Album spielen werden. Egal, ob bei dir im Wohnzimmer, im Garten, auf einem Dorffest (sic!) oder einem Festival. Die Live-Premiere zu „Es macht auch wirklich keiner mit!“ gehört Dir. Exklusiver kann es nicht mehr werden.

Soweit. Das Crowdfunding wird vier Wochen laufen. Klappt es, wird es „Es macht auch wirklich keiner mit“ ganz fies limitiert auf farbigem Vinyl geben. Klappt das nicht, halt dennoch zum Download. Unter CC. Für umme. Für jeden, der es hören will.

Aber geil wärs schon, wenn das hier so klappen würde.

Gepresst werden würde dann bei R.A.N.D. Muzik in Leipzig.
Das Mastering kommt so oder so von Sven Weisemann.

16 Kommentare

Kleine Zeitplanänderung bezüglich unseres Album-Crowdfundings

Eigentlich sollte hier heute um 10:00 Uhr das Crowdfunding für eine limitierte Vinyl-Ausgabe unseres kommenden Albums starten. Aber, wie das so ist, wenn man alles selber machen will, übersieht man mal Kleinigkeiten, die rückblickend eigentlich logisch vorher zu beachten gewesen wären. Zum Beispiel, dass so ein Funding nicht von heute auf Morgen erstellt werden kann. Als ich mein letztes Funding gestartet habe, ging das halt noch von jetzt auf gleich. Nun nicht mehr. Hätten wir drauf kommen können, aber manchmal sind wir halt einfach auch ein bisschen doof. Also: Alle 161 Pakete sind gepackt, das Funding steht und wartet quasi nur noch auf Freischaltung seitens des Hosters. Das kann drei Tage dauern, weshalb wir den ganzen Bums hier jetzt mal auf Freitag, 10:00 Uhr verschieben. Freitag ist eh der bessere Wochentag für alles.

All jene, die sich für heute den Wecker gestellt oder ihre Schicht verschoben haben, bitten wir um Entschuldigung. Sorry, Leuddies. Wir sehen uns am Freitag.

11 Kommentare

Video: Das Kraftfuttermischwerk – Diese Sonnenblume, Alter! (feat. Josi & Darius)

So. Wie schon erwähnt, wird es im Dezember nach über zehn Jahren Pause ein neues Das Kraftfuttermischwerk Album geben. Wenn ihr Bock habt, könnt ihr es ab Montag, 10:00 Uhr, auf farbigem und limitiertem Doppel-Vinyl crowdfunden. Solltet Ihr das dann so wollen, lassen wir 161 Doppel 12inch davon pressen und zusätzlich 50 7inch. Ganz Genaues dazu dann am Montag.

Aber da ja keiner gerne die Katze im Sack kaufen mag, hier schon mal ein Reinhören in das, was da kommen wird. Natürlich ist das Album am Ende deutlich diverser, aber dieser Tune, bei dem uns Josi mit den Vocals und Darius an der exorbitant großartigen Gitarre unterstützt haben, fasst das im Dezember erscheinende Album klanglich schon mal ganz gut zusammen.

Außerdem haben wir es vielleicht geschafft, das langweiligste Musikvideo aller Zeiten zu machen – und das will ja auch kaum einer von sich behaupten. Und am Ende geht es halt sowieso um den Tune. Und um diese Sonnenblume, Alter!

Mastering: Sven Weisemann.

8 Kommentare