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Kategorie: kfmw.stuff

Video: Kraftfuttermischwerk – Yellistone Nationalpark

Rudi und ich haben uns vor ein paar Wochen in die Brandenburger Pampa gestellt, um einen Mix aufzunehmen. Am Ende spielten wir uns für diesen unser komplettes Album „Es macht auch wirklich keiner mit!“ gegenseitig von Vinyl vor. War ein schöner, sonniger Nachmittag mit jeder Menge Spaß. Dennoch dachten wir schlußendlich, dass uns niemand 74 Minuten lang dabei zusehen will, wie wir uns gegenseitig unser Album vorspielen, denn das kann man sich so ja auch ohne Video anhören.

So entschieden wir uns dazu, aus den Aufnahmen noch ein Musikvideo zu machen, was halt deutlich kurzweiliger ist und ganz wunderbar zu „Yellistone Nationalpark“ passen dürfte. Wir hatten „Tee“ aus Ommas Kanne, Rauch, Nebel, Tischtennis, Golf und die Polizei zu Besuch, die allerdings nichts zu beanstanden hatte. Danke an Machi für das Video! Scheen war’s – und ab Morgen geht es hier dann auch wieder weiter. Genießt den sonnigen Sonntag. Gerne in der Brandenburger Pampa. Oder im Yellistone Nationalpark.


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Vorübergehend geschlossen

Liebe Leuddies,

ich muss hier mal ein paar Tage Pause einlegen, weil ich ein paar Dinge für mich klären muss, die wichtiger als das hier sind. Ihr versteht das. Und dann geht das hier auch wieder weiter. Gehabt euch wohl und macht bis dahin bitte nichts kaputt.

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Mix: Das Kraftfuttermischwerk at Meeresrausch. Punkt

Seit gestern gibt es diesen Mix, den wir vor drei Wochen für Meeresrausch. Punkt gespielt haben, bei Subground als Video. Hier als Audio. Wir haben uns darauf zum ersten Mal überhaupt intensiv vorbeireitet. Weil wir wollten, dass das ein besonderer Mix wird. Ist er in unseren Ohren. Irgendwie Trance bei 106 BPM. Es war ein schönes Gefühl, Musik mal wieder laut hören und vor allem fühlen zu können. Wir waren sehr aufgeregt, später ziemlich betrunken und ganz schön durchgefroren. Hoffen wir, dass wir das dann mal wider in echt und mit einer Crowd haben können.

Die anderen Videos, die jeweils einen der Meeresrausch-Floors repräsentieren und an dem Wochenende aufgenommen wurden, finden sich auch bei Subground. Wer kann und will, darf denen und der Meeresrausch-Crew gerne ein paar Taler rüberschieben.

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Ab Freitag im Video-Stream: Meeresrausch Festival at Subground.org (u.a. mit uns)

Ich weiß gar nicht, wann wir das letzte Mal soOo dermaßen nervös waren wie heute. Das ist alles so lange her, ganz große Vermissung. Und dann stehst du da und sollst vor keiner Crowd ein Set spielen. Auf einer Funktion One, die eigentlich nur wir hören können und mit allerhand Kameras um uns herum. Schon ganz vergessen, wie laut Musik sein kann, wenn sie darf. Und wie glücklich das machen kann, dieses Drücken der Bässe. Wir haben uns vor Aufregung fast in die Hose gepinkelt. Auch weil halt keine Crowd da war. Aber am Ende war es wunderschön. Wir hätten das gerne mal wieder in echt. Wenn es dann möglich sein wird.

Kurzer Break, weil mir das hier sehr, sehr wichtig ist.

Rudi und ich haben seit einem Jahr keinen regulären Gig mehr gespielt und wissen beide, wie sehr wir diese Momente lieben. Sie blieben jetzt lange aus und fehlen uns sehr. Andere haben natürlich ganz andere Sorgen, die ich mit den unseren nicht vergleichen mag. Ist eher so eine ganz persönliche Kiste. Aber auch in der muss man ja mal wühlen und das fühlen dürfen. Weil die steht da halt aktuell ganz unaufgeräumt in einem der Räume, durch die man täglich läuft, ohne die Möglichkeit wahrnehmen zu können, diese mal zu sortieren. Dabei wäre es schön, wenn es dazu mal wieder die Möglichkeiten geben würde. Haben wir nicht, soll so sein, bin ich auch okay mit. Im Sinne aller. Und trotzdem fehlt das.

Jedenfalls waren wir vor gut drei Wochen auf dem von uns so geliebten Gelände des Meeresrausch-Festivals, um Teil einer Video-Aufzeichnung sein zu können, die unter anderem genau das zeigen sollte, was dieses außergewöhnliche Lieblingsfestival für uns ausmacht. Liebe durch und durch.

Wir kamen an, wurden getestet und wurden vor unserer Abfahrt von dort nochmal getestet. Wie alle da Anwesenden negativ. Rudi und ich sind so genannte „Premium-Kontakte“, weshalb wir auf Masken verzichtet haben. Wir sehen uns eh 2-3 mal die Woche. Und man hatte uns überraschend den Opening-Slot für den Flyingfleur überlassen. Einer von Vieren. Um so einen Teil dessen zu präsentieren, was für das für uns liebste Festival von allen ausmacht. Wir waren aufgeregt as fuck, aber haben natürlich trotzdem nicht nicht zusagen wollen. Und uns vorbereitet wie nie zu vor. Wobei wir uns eigentlich noch nie für einen Gig wirklich vorbereitet haben. Für diesen schon. Und vielleicht ist dieses Set auf 106 BPM eines der besten, was wir je aufgenommen haben. Ich habe es mittlerweile mehrfach auf dem Rad gehört und liebe es mehr als nur ein bisschen.

Und bevor ich mich jetzt hier komplett emotional zerfasere: das Meeresrausch steht neben dem Fühl der Gesamtheit seiner Großartigkeit für vier Floors und jeder Menge geiler Menschen. Auf dem Flyingfleur (hier unserer Part), der Laguna Matata, dem Kinkerlitzchen und dem Schipp an Land. Ich liebe einfach alle Floors dort. Und alle, die diese zu dem machen, was sie sind. Freiräume mit jeder Menge Bass für alle. Mit dem Hosting und der Video-Expertise von Subground.org.

Und wenn ihr Bock drauf habt, könnt ihr ab Freitag Teil davon sein. Und vielleicht und hoffentlich dann ja auch mal wieder in echt. Wir werden da sein. Versprochen. Bis dahin lasst dem Meeresrausch und Subground ein paar Bucks dort, wenn ihr könnt und wenn ihr wollt. Die können das gebrauchen. Auf dass wir mal wieder gemeinsam tanzen können…

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Ich: in 20 Monaten 35 Kilo weniger

Man wird ja auch mal flexen dürfen. Auch dafür ist der Bums hier ja da.

Was ich in den letzten zwei Jahren geändert habe: mein Ess- und mein Bewegungsverhalten. Aktuell sitze ich mindestens 500 Kilometer im Monat auf dem Rad und fahre meistens sehr schnell, um viel zu verbrennen. Auch bei Minusgraden. Manchmal sitze ich hier abends immer noch mit einer Tafel Schokolade oder zwei Pfund Sahneeis. Dann muss ich halt am nächsten Tag noch mehr Kilometer machen. Eine eigentlich ganz einfache Rechnung: was rein geht, muss wieder raus. Oder etwas mehr. So halte ich das aktuell. Und das sehr konsequent.

Soll aber nichts heißen. Ich fand mich mit 35 Kilo mehr nicht weniger sexy, mein Herz schon und hat mir vor zwei Jahren mal eben einen Infarkt reingeballert, auf den ich gerne noch mindestens 10 Jahre hätte warten können und wollen. Hat’s nicht nach gefragt und mich dazu gezwungen, was zu ändern. Hab ich getan.

Ich bin da nicht stolz drauf oder wie das heißt. Aber freu‘ mich darüber, das so gemacht zu haben, weil es sich verdammt gut anfühlt. Das war es dazu auch schon.

Und damit wir uns hier nicht missverstehen: always sexy. No Pressure. Ganz wir ihr euch fühlt.

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„Haare ab, Zivildienst!“

Als wir damals, so Mitte der 1990er, alle fast zeitgleich mit dem Zivildienst begonnen haben, gaben wir uns eine Challenge mit auf den Weg. Die forderte, dass wir uns alle gemeinsam die Haare auf sechs Millimeter runter rasieren sollten, um dann so lange wachsen zu lassen, wie unsere Zivildienste halt dauern würden. Damals 13 Monate, wenn ich mich recht erinnere. Wir waren fünf Dudes, die keinen Bock auf Kriegsdienst hatten. Wir haben alle durchgehalten und sahen dann auch aus wie die Hippies, die wir damals im Fühl sehr viel länger ohnehin schon waren. Meine Familie meinte zu der Zeit, dass ich gar nicht mal so gesund aussehen würde und ich ließ das ob dessen mit dem Vegetarismus erstmal wieder sein.

Und heute ist keiner der fünf Dudes mehr an meiner Seite, was total okay ist, weil das Leben halt so spielt. Mitunter. Die Erinnerungen bleiben natürlich dennoch.


(Danke, Uschi!)

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Es macht auch wirklich keiner mit! Unboxing

Wir haben hier heute die wirklich letzten der 161 Pakete mit dem Album verschickt. Die gingen in die Schweiz, nach Schweden, nach Kanada. Und das ist auch ganz gut so, denn das alles zusammen war wirklich ein Haufen Arbeit, den wir uns so nie wieder machen wollen würden (Ist gelogen!). Dass das erstmal durch ist, ist trotzdem sehr schön.

Falk, der unser 500er Paket inklusive eines exklusiven, ersten Live-Gigs des Albums gekauft hat, hat heute sein Paket bekommen und vom Auspacken ein Video gemacht. Finden wir schön. So endet es. Vorerst. Es war uns ein Fest! Danke, dass ihr alle mitgemacht habt.

Und hier existiert mittlerweile ein Ordner, der den Namen „Album 2021“ trägt. Joar.

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Album-Stream & Download: Kraftfuttermischwerk – Es macht auch wirklich keiner mit!

>>> Bandcamp <<<<

Es ist jetzt gut 10 Jahre her, dass ich, damals noch allein, das letzte Mal Musik veröffentlicht habe. Seitdem hatten Rudi und ich immer wieder mal vor, gemeinsam Musik zu machen und zu veröffentlichen. Lange blieb es nur bei dem Vorhaben.

Als ich vor zwei Jahren dann einen Herzinfarkt hatte und 10 Tage im Krankenhaus lag, dachte ich, dass es jetzt an der Zeit sei, aus diesem Vorhaben Realität werden zu lassen. Man weiß ja nie, wie viel Zeit einem noch bleibt und ganz ohne noch mal Musik veröffentlicht zu haben, will ich dann doch nicht gehen. Ich nahm mir im Krankenbett meinen Rechner, meine Kopfhörer und machte den Track, der hier als „Auf Station“ mit drauf ist und eigentlich erst als Nachfolger zu „Unterm Bassphalt der Strand“ gedacht war. Ganz lange klang der ganz anders als die jetzt veröffentlichte Version. Rudi und ich haben den vor ein paar Monaten dann doch komplett umgebaut.

Überhaupt haben wir in den letzten Monaten sehr intensiv und vor allem verdammt effektiv gebastelt. Es ist wahnsinnig inspirierend mit ihm zu arbeiten. Ich habe schon immer mit anderen Leuten gemeinsam musiziert, aber eben noch nie so effizient wie mit ihm. Da passt einfach alles zusammen und fließt.

Einige Tunes hat er mitgebracht, einige kommen von mir, über alle haben wir dann gemeinsam gehorcht und final zu Ende gebracht. Andere sind dann komplett gemeinsam entstanden. Mitunter innerhalb von zwei Nächten. Ein Track brauchte drei Wochen. Rudi hasst es, so lange an einem Song zu schrauben, weil er dann schon wieder fünf bis zwölf neue Ideen hat, denen er währenddessen nicht nachgehen kann. Aber es ist wie es schon immer war: gut Ding will manchmal Weile haben. Und so haben wir uns gut zwei Jahre Zeit gelassen, dass das Album jetzt so klingt, wie es klingt – und wir lieben einfach alles daran. Weil es in seiner Summe klingt, als wäre es ein langer Track mit kurzen Pausen. Wir waren zwischenzeitlich immer etwas unsicher, ob wie die verschiedenen Soundideen klanglich zusammenbekommen würden. Aber am Ende klingt „Es macht auch wirklich keiner mit!“ in unseren Ohren perfekt. Genau so wie es klingen sollte.

Im Spätsommer waren wir mit dem Bulli auf dem von uns so sehr geliebten Meeresrausch-Gelände, um über ein Wochenende hinweg alle Mixdowns zu machen. Draußen. Keiner von uns beiden glaubte auf dem Hinweg, dass das an einem Wochenende zu schaffen sei. Keiner sagte das. Als wir dort ankamen, bauten wir alles auf und arbeiteten verdammt fokusiert daran, das zu schaffen. Sonntag früh waren wir durch, schleppten die riesengroße Bluetooth-Box an den Peenestrand legten uns dort hin, schauten in den Himmel und ballerten volle Möhre dieses Album, unser Album in den Sonnenaufgang – was für ein grandioser Moment!

Überhaupt war der ganze Prozess dieses Album zu machen immer wieder großartig. Von der Idee, den ganzen Klangskizzen, die sich mehr und mehr zu endgültigen Tracks formten. Euer Wille, dass Ding auf Vinyl haben zu wollen, die Covergestaltung, die Max übernahm, der früher als Jugendlicher von mir betreut wurde und heute studierter Designer ist, das Mastering, das Sven Weisemann übernommen hat, die Shirts zu drucken. Die Kommunikation mit Rand Muzik, die die Platten pressten, die Abende, an denen man all die Tracks mit guten Freunden hörte und deren Meinungen dazu haben wollte. Und dann der Moment, in dem man dann im Presswerk steht und sein Baby aus dem Karton holt und dann aus dem Cover zieht. Leudde, das ist ein großartiges Fühl! Wirklich!

Nun stehen die Scheiben hier, werden von uns noch bedruckt, bevor wir sie endgültig an euch verschicken werden.


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Und jetzt hauen wir das Album auch für alle raus. Digital und zum Download. Unter CC-Lizenz (CC BY-NC-SA 4.0), weil das eben immer so war und so bleiben soll. Hört es, teilt es, kauft es und vielleicht – oder im besten Fall – liebt ihr es halb so sehr wie wir das tun. Das würde uns viel bedeuten. Und wenn ihr es nicht mögt, ist uns das auch egal. Wir lieben‘s für euch mit.

Wir wünschen euch in erster Linie, dass ihr gesund bleibt und irgendwie durch diese verrückte Zeit kommt, ohne schwer darunter leiden zu müssen. Habt unter diesen Umständen ein für euch schönes Fest und kommt gut ins neue Jahr. Hört das Album, genießt es, träumt dazu von einer besseren Zeit. Wir werden uns wiedersehen! Und jetzt Prost!

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Video: Kraftfuttermischwerk – Es macht auch wirklich keiner mit!


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Hier ist die letzen Tage wenig bis gar nichts passiert. Aus Gründen. Wir haben eure Shirts gedruckt, wir haben eure (!) Platten bei Rand in Leipzig abgeholt. Und ich habe ein Video zu dem Album-Titel geschnipselt. Es zeigt: uns auf dem Weg zum Album. Weil hier halt fast immer keiner mit macht und wir uns wünschen, dass im nächsten Jahr auf dem Meeresrausch endlich mal wieder alle wirklich mitmachen werden. Und wir werden diese Nummer zum Abschluss sowas von laut spielen. Bis alle mitsingen werden. Und wenn es sein muss, läuft der Song halt einfach drei bis sechs Mal. Solange bis alle mitmachen.

Heute Abend dann das ganze Album am Stück – und der Track ist zum Mitsingen. Kaufen könnt Ihr den hier.

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United We Rise Podcast Nr. 048: Kraftfuttermischwerk

Rudi und ich haben vor gut zwei Wochen unseren letzten gemeinsamen Mix für dieses desolate Jahr aufgenommen. United We Rise hatte gefragt und wir dachten, wir rumpeln nach all den Monaten unser ewig von Bummeltechno geprägten Soundcloud-Blasen einfach mal rum. Denn diese Monate waren auf Soundcloud eben mitunter auch völlig einschläfernd. Wir konnten das Beide nicht mehr hören.

Also haben wir das einfach mal ganz anders gemacht und die Kuh samt Kalb zum Fliegen gebracht.

Mit Kenny Larkin, deren „Loop 2“ das erste war, was ich damals bei Allen Alliens „Braincandy“ auf KissFM gehört hatte, mit Ultrashocks „Sound of E“, mit Emmanuel Top, Haldoliums „Diabolika“, Electric Universes „One Love“ und mit Plastikman. Vieles davon hat mich musikalisch tief geprägt und gehörte endlich mal zusammen in einen Mix, ohne dabei zu bummeln. Und vielleicht waren auch 1,2,3 Schnaps im Spiel.

Drei Fragen haben wir auch beantwortet. War eine dolle Nacht.

🗯🗯 Wie hat Corona dein Künstlerleben verändert? 🗯🗯

Unser Künstlerleben quasi ist komplett eingefroren. Wir hatten übers Jahr zwei Gigs. Die haben wir sonst mindestens pro Monat. Es ging halt nichts. Zum Glück sind wir davon finanziell nicht abhängig, weil wir eigentlich andere Dinge machen, um unseren Lebensunterhalt einzufahren. Ich würde da mit jenen, die mit dem Auflegen ihr Leben finanziell meistern, nicht tauschen wollen. Und dennoch fehlt das. Nicht nur finanziell, vor allem eher soziokulturell. Die gemeinsame Eskalation, das Ausrasten, die kollektive Ekstase. Das sind ja auch Gründe, warum wir das, was wir da machen, so lieben – und das war halt ab März einfach mal so weg. Gänzlich. Das fehlt nicht wenig. Und dennoch sind die Maßnahmen natürlich notwendig und auch richtig. Das ist vielleicht das größte Dilemma an all dem – man kann das nicht mal irgendwem übelnehmen oder seinen Ärger auf irgendwen projizieren. Weil es ist wie es ist und weil es genau so sein muss.

Und wir konnten aufgrund der vielen freien Zeit endlich mal unser Album fertigmachen, das nun Ende Dezember erscheinen wird. Einer der wenigen Vorteile.

🗯🗯 Wo hast du diesen Mix aufgenommen? Wie ging es dir dabei? 🗯🗯

Wir haben beide ein bisschen die Schnauze voll von unseren Soundcloud-Streams. Seit Monaten nur noch Bummelschneckentechno auf allen Kanälen. Nicht selten sehr uninspiriert, sehr lame. Ich kann es, bis auf wenige und doch gute Ausnahmen, nicht mehr hören. Also dachten wir so, „lass mal das Bums-Zeug von früher spielen. Das kennen doch die ganzen jungen Leute ja gar nicht nicht mehr!“ Und so war das. Dann ballerten wir im Studio die Monitore fast auf Anschlag, machten die Fenster auf (weil Rudi unbedingt beim Auflegen im Studio rauchen wollte und da wird halt eigentlich nicht drin geraucht) und dachten, dass irgendwer der Nachbarn die Bullen rufen würde. Was keiner tat. Wir tranken viel zu viel Schnaps, Rudi kam irgendwann mit Sekt um die Ecke und ging erst gegen 04:30. Es ist mal wieder alles komplett eskaliert – und wir lieben das. Das Studio stinkt immer noch wie eine Berliner Raucherpinte zu Beginn der 90er Jahre. Aber das war das den Abend wert.

🗯🗯 Was wünscht du dir für die Zeit nach oder mit Corona? 🗯🗯

Gigs, Festivals, Meeresrausch, gemeinsame Eskalation, das Ausrasten, die kollektive Ekstase. Und Pyros.

Und damit kann das Jahr dann auch endgültig weg.

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