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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Bass-Geschlacker fürs Bergfest: O.live.R – Spring Bass 2*14

Oliver schickt mir gerade sein „Frühlingstape“, was ich gerade erst gestartet habe. Da aber die Tracklist so ziemlich alles von dem hat, was ich aktuell besonders gerne mag, verblogge ich das ausnahmsweise mal ungehört. Der Oliver kriegt das im Regelfall eh immer ganz gut zusammen. Also: Bass, Frühling, Sonne, Breaks, Geschlacker, Liebe, Alles!


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Tracklist:
1. GoGo Penguin – Murmuration
2. Romare – Down The Line (It Takes A Number)
3. Dauwd – Ikopol
4. Illum Sphere – At Night
5. Werkha – Tempo Tempo
6. Submotion Orchestra – Finest Hour (Planas Remix)
7. Wagon Christ – Bend Over
8. Brookes Brothers – In Your Eyes
9. Kidkanevil – The Floating World (Eliphino Remix)
10. Jeremiah Jae – Survival (feat. Oliver the 2nd)
11. Eliphino – L.F. (I Know)
12. Koreless – 4D
13. DJ Koze – Nices Wölkchen (Robag’s Bronky Frumu Rehand)
14. Lapalux – Kelly Brook
15. Damon Albarn – Everyday Robots

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DDR-Flucht über China in den Westen


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Eine wirklich außergewöhnliche und abenteuerliche Geschichte, die eine verbotene Reise erzählt, die junges Paar vom Berliner Prenzlauer Berg 1987 auf eigene Faust quer durch die Mongolei und von dort weiter nach China macht. Eigentlich wäre die so gar nicht machbar gewesen, Jens Kießling hat sie trotzdem auf die Reihe bekommen. Dann ergab sich für Kießling die Gelegenheit zur Flucht in den Westen, die er wahr nahm. Marie Mentel hingegen fuhr zurück in die DDR.

Auf dieser Reise machten sie circa 5000 Fotos aus einer Welt, die den meisten DDR-Bürgern für immer fremd bleiben sollte. Einige davon zeigt einestages gerade. Spiegel-Autor Peter Wensierski hat Ihre Geschichte jetzt in ein Buch geschrieben, „Die verbotene Reise„, außerdem gehen Teile der wohl wirklich einzigartigen Fotos auf Wanderausstellung.

Sie trampten durch die Wüste Gobi, schliefen in der Wildnis und überlisteten sowjetische Kontrollposten: Mit gefälschten Papieren erkundeten im Sommer 1987 zwei Ost-Berliner Studenten die Mongolei und China.

[…]

Im Sommer 1987 verließen Jens und Marie die Rykestraße und stiegen am Ost-Berliner Hauptbahnhof in den Zug – an der polnischen Grenze wurden sie erstmals kontrolliert. Die Uniformierten staunten nicht schlecht, als sie die prallgefüllten Rucksäcke der beiden auseinandernahmen: Sie zählten 144 Schwarz-Weiß- und 100 Farbdia-Rollfilme, jeder Film ermöglichte zwölf Aufnahmen im Mittelformat 6×6, genug also für 3000 Fotos. Jens erzählte den Kontrolleuren, dass er Biologie studiere und Naturaufnahmen plane, das leuchtete ihnen ein. Außerdem konnten sie ja ihr trickreich erworbenes Visum für die Mongolei vorweisen.

Ausstellungstermine:
11. April bis 27. Mai 2014: Berlin – The Westin Grand
3. Juni bis 2. Juli 2014: München – The Westin Grand München
13. August bis 10. September 2014: Leipzig – The Westin Leipzig
16. September bis 16. Oktober 2014: Dresden – The Westin Bellevue Dresden
18. Oktober bis 19. November 2014: Potsdam – Mercure Hotel Potsdam-City

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Ein Kurz-Portrait über den Tresor-Macher Dimitri Hegemann auf Deutschlandradio Kultur: „Genie oder Chaot?“

Soweit sind wir heute. Techno hat alles überrollt und keiner hätte damals je nur (s)einen daran Gedanken verschwendet. Deutschlandradio Kultur über den Macher des Klubs, der dort vor 20 Jahren gerade mal als schmudeliger „Drogen-Laden“ durchgegangen wäre. Über Dimitri Hegemann, den „Dorfhippie“, den Macher des Tresors und seine Geschichte in Berlin.

Für mich war diese ganze Technokiste ja immer eher so ein Hippie-Ding mit einem Zacken Punk in der Krone. Ist es bis heute geblieben. Und so lange ich diesen Geruch noch immer in der Nase und den Klang davon in den Ohren habe, bleibe ich dabei. Egal, was alle anderen gerade feiern. So.

Er kam als Dorfhippie nach Berlin, züchtete Bienen auf dem Dach eines Kraftwerks, veröffentlichte Alben von Gesangsvereinen und betrieb einen legendären Technoclub. Für Dimitri Hegemann gehört das Chaos zum Alltag.

„Also ich weiß ja nicht, was Chaos ist, weil das für mich ja Realität ist. Auch dieses Springen: von einem Thema – und schon habe ich mich für ein völlig anderes, vielleicht romantisches Thema begeistern lassen.“

Dimitri Hegemann ist einfach vielseitig interessiert: neugierig und mit dem Gen des besessenen Forschers ausgestattet. Dabei sieht er überhaupt nicht aus wie ein Held der Subkultur, wie der Gründer des vielleicht berühmtesten Technotempels der Welt und der Partisan des Neo-Dadaismus, wie man eines seiner Projekte mal nannte: silberweißes schütteres Haar mit einem bisschen Glatze vorn, praktisch und bequem angezogen und äußerlich eher so bieder wie das Dorf, aus dem er stammt.

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(Tresor Berlin, 2010, Foto: Daniel Herceg)
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/04/08/drk_20140408_1053_cd288db8.mp3]

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Timnah Sommerfeldt – Exclusive Nightflight Guest Mix – 08.04.14

Nachdem ich ja nun in der letzten Woche aus Zeitgründen nicht dazu gekommen bin meinen wöchentlichen Beitrag hier zu verfassen und der Ronny mich ausnahmsweise vertreten hat, bin ich nun wieder da und präsentiere Euch den Exklusiv-DJ-Mix der letzten Nacht aus meinem Nightflight auf Fritz.

Der kam diesmal aus der Schweiz… und zwar von Timnah Sommerfeldt. Anfang des Jahres hat sie nen ziemlich coolen Remix für Dynamodyse auf One Step Back Ahead abgeliefert. Nur dadurch bin ich auf sie aufmerksam geworden. Ganz so unbekannt war sie zu diesem Zeitpunkt aber schon gar nicht mehr, so hat sie doch bereits 2010 zwei Tracks zu ner Platte auf Balance Alliance beigesteuert und war 2011 u.a. mit Marcello Napoletano auf einem Mini-Sampler auf Enterbt beteiligt.

Ich steh jedenfalls auf ihren leicht melancholisch verträumten Stuff und freue mich, dass sie diesen Mix für die gestrige Sendung bei mir abgegeben hat.

Damit übergebe ich jetzt die Plattenteller an Timnah und verabschiede mich bis nächste Woche.

Tobi


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Tracklist:

01. Lawrence – In A Rush – Smallville Records
02. Martin Donath – Veranda – Waehlscheibe
03. D’Marc Cantu – I Want To Ride – Crème Organization
04. Roaming – Belive In Reflecting (Smallpeople Remix) – Smallville Records
05. RVDS & Rau – Umbe Data – Smallville Records
06. Christopher Rau – Girl – Smallville Records
07. San Soda – Got Me Jumpin’ In My Car – We Play House Recordings
08. Smallpeople – In The Jungle – Running Back
09. Delano Smith – Celebration – Mixmode Recordings
10. San Soda – More Than Seven (Dub) – We Play House Recordings
11. ItaloJohnson – 01 (B1) – ItaloJohnson
12. Steffi – Moving Lips – Ostgut Ton

Hier findet Ihr…

… die komplette Playlist der Sendung.
… alle bisherigen Mixe noch ein mal zu Nachhören.

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1992: Potsdamer Jugendliche beklagen fehlenden Jugendraum

Die ganz frühen 90er im Osten. Die Mauer war gerade innerhalb kürzester Zeit Geschichte geworden, die Sache mit der neu gewonnenen „Freiheit“ war das ganz, ganz große Ding. Nicht nur für die Alten – gerade für die Jungen, für die dieses Wort nichts weiter als ein völlig abstrakter Begriff war. „Was meint sie überhaupt, diese Freiheit?“ war der Soundtrack dieser Tage. Zumindest wir probierten damals nahezu alles aus. Irgendwer würde uns schon sagen, wo genau die Grenzen dieser neuen Freiheit überschritten wurden.

Wir klauten in der Schulpause mit 25 Leuten bei Rewe, der vor nicht mal drei Jahren noch „die Kaufhalle“ im nun so genannten „Ghetto“ war, wogegen keiner was unternehmen konnte, weil 25 Leute schlicht viel zu viele waren, gegen die man hätte was unternehmen können. Und an Einzelpersonen ging man nicht ran, weil 25 junge Leute in so einem Laden einen Höllen-Respekt erzeugen konnten. Eine wirkliche Konsequenz ergab sich daraus nicht, außer dass der Rewe ein Verbot für Schülergruppen während der Pausen erließ. Damit konnten wir gut leben und gingen nach Schulschluss eben mit 10 Leuten darein.

Wir zerstachen dem Erdkunde-Lehrer in der Pause alle vier Reifen seines Ladas, weil er im Unterricht immer seine Schülerinnen begrapschte, die auch unsere Freundinnen waren. Konsequenzen gab es auch darauf hin nicht. Er wusste wohl, dass das, was er der im Unterricht trieb nicht das war, was einem Lehrkörper in seine Stellungsbeschreibung geschrieben gehört. Außerdem war er ein – mit Verlaub – ein echtes Arschloch, den sie aufgrund seiner politischen Vergangenheit übergangsweise an unserer Gesamtschule geparkt hatten. So wie viele andere der damaligen Lehrer auch. Nur wenige blieben für die restlichen drei Jahre unserer Schullaufbahn überhaupt an der Schule, „schieden aus“, wie das damals offiziell genannt wurde, was am Ende meist „hatte eine MfS-Vergangenheit“ meinte.

Mit dem selben Lehrer kloppten wir uns, wenn er sich in Rempeleien auf dem Schulhof einmischte, was an der Tagesordnung war. Keine Konsequenzen. Wir schlossen Lehrer in Räume ein, brachen den Schlüssel ab und verklebten den Rest des demolierten Schlosses mit Sekundenkleber zu, worauf hin der Hausmeister einen Schlüsseldienst rufen musste, der die arme Frau erst zwei Stunden später aus dem Raum befreien konnte, was mir heute rückblickend wirklich irgendwie sehr leid tut. (Entschuldigung, Frau Behrend!) Keine Konsequenzen.

Wir traten am Morgen nach einem Karate-Kid-und-Chuck-Norris-Abend ein Loch in die Tür des Lehrerzimmers, weil wir wissen wollten, wer sein Bein wohl höher bekommen würde. Der Paul rammelte seinen Fuß so dermaßen hart gegen die Pressspantür mit Pappwaben, das er mit diesem darin hängen blieb und auf einem Bein rückwärts hüpfen musste, als von innen mit einer Heidenaufregung diese Tür geöffnet wurde. Wir hatten keine Ahnung, dass dort Lehrer drin waren. Konsequenzen? Dafür? Keine. Vielleicht eine schriftliche Ermahnung, die unserer Eltern nie erreichten und die wir manchmal selber unterschrieben. Telefone waren damals noch nicht so.

Wir flaggten die komplette Inneneinrichtung eines Klassenzimmers aus dem dritten Stock, so dass das komplette Ghetto dieser Party zumindest aus sicherer Entfernung beiwohnen konnte. Und auch dafür gab es keine Konsequenzen. „Was wir ein geiles Ding, diese Freiheit!“, dachten wir damals. „Davon nehmen wir gerne noch mehr.“

Aber letztendlich gab es dann doch eine Grenze, die nicht überschritten werden durfte. Nachdem sich Paul ob eines Schlüsselbundwurfes des Direktors, der genau Pauls Stirn landete, mit dem Direktor ins Flicken bekam, kassierte er einen endgültigen und konsequenten Schulverweis. Ein halbes Jahr vor dem Abschluss der 10. Klasse. Ab da wurde es ruhiger, auch diese Freiheit also hatte Grenzen. Hätte man uns ja auch früher mal mitteilen können, aber ich glaube, die Lehrer wussten eben auch alle nicht so genau, wer nun wie weit gehen konnte. Sie waren das ja alles nicht gewohnt, woher also sollten sie das auch wissen. Das mit der Freiheit.

So war das zu Beginn der 90er in wahrscheinlich einigen Schulen im Osten. Vor allem in denen, in denen sich jene sammelten, die kein Bock auf Abitur und die Pfeifen an den Realschulen hatten. In den Gesamtschulen. Sicher landeten dort auch welche, die leitungsspezifisch keinen Platz am Gymnasium oder der Realschule bekamen, aber das waren nicht alle. Einige wollten eben nur mit den „coolen Leuten“ zur Schule gehen.

Wir drehten also schon im Schulalltag ziemlich bis sehr am Rad, mit dem nachmittäglichen Freizeitprogramm will ich erst gar nicht anfangen. Jugendclubs gab es zumindest in meinem Kaff damals noch keine, die sollten erst ein-zwei Jahre zum Thema werden, als man feststellen musste, dass sich die ehemaligen Jung- und Thälmannpioniere, die ihre Nachmittage in den Jahren zuvor noch in Sportvereinen, Betriebssportgemeinschaften und Musiknachmittagen verbrachten, auf der Straße sammelten, was kein schönes Bild abgab und nach 3,4,5,6,7 Bier ganz sicher auch keines mehr war.

Dabei sammelte sich dort in den Ansammlungen junger Menschen nicht nur übermäßig viel rechtes Gedankengut, sondern auch der Wunsch nach Jugendhäusern. Beides passte meistens nicht so gut zusammen, denn wer wollte schon Truppen von Rechtsradikalen Häuser stellen, in denen die sich dann auch nachmittags noch treffen und gemeinsam betrinken konnten. Städte und Gemeinden tat sich schwer damit zu begreifen, dass man in derartigen Jugendhäusern auch politisch aufklärerische Arbeit leisten konnte. Durch Sozialarbeiter beispielsweise, die sich auch damals schon durchaus über politische Brisanz junger Rechter im Klaren waren, was in der Politik noch sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen sollte, wie die 90er heute rückblickend und mitunter auf tragische Art und Weise verdeutlichen.

Dieser kurze Film hier ist ein Zeitdokument aus dem Jahre 1992. Er zeigt Jugendliche in Potsdam, die im Stern (einem ziemlich großen Neubaugebiet) täglich auf der Straße rumhingen und offenbar das Ding mit der neuen Freiheit ausprobierten. Sich betranken, Scheiben einschmissen, rechte Ideologien als Meinung zu verkaufen versuchten und vieles taten, um diese zu relativieren, was zu jener Zeit im Osten ganz weit verbreitet war und was womöglich auch heute noch in Deutschland an der Tagesordnung ist.

Am Ende aber wollten sie damals eins: einen Jugendraum, den sie als solchen nutzen konnten. Die Stadt brauchte dafür allerdings noch etwas Zeit. Irgendwann bekam der Stern dann seinen Klub. Ob diese jungen Menschen hier dann davon Gebrauch machten, entzieht sich meiner Kenntnis. Ob man im Vorfeld durch einen Klub hätte forcieren können, dass manche die Bomber-Jacken und Martens nicht aus vermeintlich politischen Motiven anzuziehen gedachten, leider auch.


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Testpressung von Aphex Twins nie veröffentlichtem Caustic Window Album auf Discogs zum Verkauf

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[Update] Das Angebot ist offline, vielleicht hat sie wer gekauft.

Richard David James war nie nur unter dem Pseudonym „Aphex Twin“ fleißig. Neben diesem produzierte er auch unter dem Namen Caustic Window und mindestens einem Dutzend anderer Aliases. Einige der EPs von Caustic Window wurden damals auf Rephlex veröffentlicht, ein Album wurde 1994 zumindest schon in vierfacher Ausführung testgepresst. Veröffentlicht hingegen wurde es damals nicht. Eine der vier Testpressungen ist jetzt auf Discogs zum Verkauf aufgetaucht. Preis: schlappe $13.500. Plus Versand.

Test pressing printed on 4 copies of vinyl, the persons in possession of this record are: Mike Paradinas (µ-Ziq), Chris Jeffs (Cylob), Grant Wilson-Claridge (co-founder of Rephlex Records) and Richard D. James (Aphex Twin). All labels written in black magic marker by Richard James himself.

(via FACT)

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