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Schlagwort: 40s

Ein Engländer, der im Jahr 1946 lebt

Wir haben womöglich alle Sympathien für vergangene Jahrzehnte und schleppen aufgrund derer bestimmte Relikte dieser Zeit auch noch heute mit uns rum. Normal, denke ich. Der jetzt 39-jährige Engländer Ben Sansum ist dabei konsequenter und hat einen Teil seines Lebens so eingerichtet, dass es ihm das Gefühl gibt, er würde im Jahr 1946 leben. Das geht natürlich nicht in Gänze, aber er versucht so nahe wie möglich daran zu kommen. Oder versuchte es – das Video ist schon etwas älter. Dennoch interessant.


(Direktlink, via Laughing Squid)

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In Farbe und HD: Potsdam im Juli 1945

Nach den Aufnahmen, die hier schon Berlin und Hamburg im Sommer 1945 zeigten, nun auch welche aus Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam. Ich mag derartig historisches Material ohnehin schon sehr gerne, finde diese hier aber aufgrund der Tatsache, dass ich täglich in dieser Stadt unterwegs bin, noch sehr viel beeindruckender. Viel näher dran halt.

Aufgezeichnet von amerikanischen Soldaten an einem schönen Julitag.

„Impressions filmed on the road from Berlin to Potsdam, just after the end of World War Two from Potsdam, close to Berlin (south-west). These images must have been shot in or after July 13th in 1945.
At 2:20 we see Lt. Col. George Stevens, head of the signal corps of the US Army, showing a card – maybe an invitation card – to the Berlin Conference of the Allied Powers that took place in July 1945.
Around Potsdam and in the city, the camera filmed many German refugees, families, pulling their last belongings. At the end (4:45) we get a short glimpse at Schloss Sanssouci.“


(Direktlink, via Blog in Berlin)

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Ein Fahrrad aus den 1940ern: Bowden Spacelander

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(Foto: Brooklyn MuseumCC BY 3.0)

Benjamin Bowden war Industrie-Designer und entwarf Autos, designte Sportwagen, diesdas. Ende der 1940er entwickelte er auch ein Fahrrad mit Elektromotor, das erst 1960, nur in den USA und ohne den Motor in Kleinserie ging. Das Bowden-Spacelander.

„Bowden gestaltete das Spacelander-Fahrrad 1946 als Beitrag zu der Londonern Großausstellung „Britain Can Make It“ im Victoria and Albert Museum. Bowden brach für das Fahrrad mit der bisherigen Tradition des Fahrradbaus. Anstelle von verschiedenen Rohren, die miteinander verschweißt wurden, entstand das Spacelander aus zwei Pressstahlrahmen, die miteinander verbunden einen hohlen Körper formen. Das Modell von 1946 enthielt einen Elektromotor, der auf Abfahrtsstrecken und beim Bremsen Energie sammelte, die dann bergauf vom Fahrer abgerufen werden konnte. Die Batterie im Fahrrad versorgte ebenso Licht, Hupe und ein eingebautes Radio mit Strom. Damalige Fahrradproduzenten betrachteten das Gerät als zu exotisch und wollten es nicht bauen. Das von Bowden vorgestellte Pressstahlverfahren wurde später von Honda für seine Mopeds und Piaggio für seine Vespas benutzt, beide begründeten damit einen Massenmarkt für preiswerte Motorroller.

Erst 1960 ging das Fahrrad in den Vereinigten Staaten in einer Kleinserie in Produktion. Das Fahrrad verzichtete auf den Elektromotor, Licht und Hupe waren aber weiterhin batteriebetrieben. Das Spacelander war aus Glasfaser statt aus Stahl, wog aber immer noch über 20 Kilogramm. Anstelle des revolutionären Antriebskonzeptes mit einer starren Welle benutzte das Spacelander einen konventionellen Kettenantrieb. Das Modell erschien in sieben Farbvarianten. Mit 522 verkauften Exemplaren fand es jedoch kaum Abnehmer und der Produzent ging Konkurs. Obwohl Bowden auch in seiner amerikanischen Karriere zahlreiche Erfolge erzielte, soll er innerlich nie den Misserfolg des Spacelanders verwunden haben.“
(Wikipedia)

Ich verstehe das. Was für’n Fahrrad!

1960 Bowden Spacelander from pics

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Podcast: Eine Lange Nacht über das besetzte Warschau

Ich mag dieses Format vom Deutschlandfunk, irgendwo zwischen Dokumentation und Hörspiel, wirklich außerordentlich gerne. Und eigentlich wollte ich nach einem hier wirklich harten Wochenende schon lange im Bett sein. Aber nun sitze ich hier – und höre zu. Erfahre Dinge, von denen ich so explizit bis heute nichts wusste: Eine Lange Nacht über das besetzte Warschau.

Vom Herbst 1939 bis zum Winter 1945 herrschten in Polens Hauptstadt die Deutschen. Man setzte sich gegen den Terror der Deutschen zur Wehr, doch gemeinsam kämpfte man selten. Die Lange Nacht erzählt von Alltag und Widerstand im besetzten Warschau aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/08/27/lange_nacht_ueber_alltag_und_widerstand_im_besetzten_dlf_20160827_2305_3789bdc3.mp3]
(Direktlink, via Swen)

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Musikvideo zeigt Tokio nach dem zweiten Weltkrieg: Boogie Belgique – Ms. Yutani

Schon älter. Sowohl in Bild und Ton. Boogie Belgiques „Ms. Yutani“ wurde bereits 2012 veröffentlicht, das qualitativ hochwertige Videomaterial zeigt vermutlich Teile Tokios im November 1949.

The clips „take us for a ride down a shopping street in the Shinbashi district, past market stalls in Shibuya, alongside the river, and even into areas meant exclusively for the occupying American forces,“ says Colin Marshall at Open Culture.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Berlin 1945 und heute

Passend zum Video hier noch eine interaktive Seite der Berliner Morgenpost, die Fotos von damals mit welchen von heute gegenüberstellt, die aus der selben Perspektive aufgenommen wurden.

1945 kam der sowjetische Fotokorrespondent Georgiy Samsonow mit der fünften Stoßarmee unter Generaloberst Bersarin nach Berlin. Seine Kamera war eine FED – ein russischer Nachbau ohne Lizenz der Leica II. Ihm gelangen eindrucksvolle Bilder der zerstörten Stadt. Auf einigen sind russische Soldaten in Kampfhandlungen zu sehen. Ob sie für Propagandazwecke nachgestellt worden sind, ist nicht klar. 70 Jahre später suchte der Berliner Fotograf Fabrizio Bensch die Plätze auf, die Samsonow damals fotografiert hatte. Was nicht einfach war: Der russische Kollege hatte nur spärliche Informationen hinterlassen.

Bildschirmfoto 2015-05-03 um 14.15.17


(via Pieces of Berlin)

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Berlin in Farbe im Juli 1945

Nach Hamburg nun beeindruckendes und zum Teil unveröffentlichtes Filmmaterial aus Berlin kurz nach Kriegsende.

u.a. der Berliner Reichstag, das Brandenburger Tor, der Pariser Platz, der Boulevard Unter den Linden, der Berliner Dom, das Nationaldenkmal Wilhelm I. beim Berliner Schloss, der Alexander Platz, die Reichskanzlei und der Führerbunker, der Sportpalast und Zerstörungen im Stadtgebiet.

(Direktlink, via Peter Glaser)

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