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Schlagwort: Ad

Santa Clara kommt als Weihnachtsmann (Werbung)

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Immer das Selbe: am Ende des Jahres feiern alle wieder mal den Weihnachtsmann. Dabei lässt der sich – wie immer – das ganze Jahr über nicht blicken und kommt erst dann, wenn es darum geht beschenkte, freudige Kinderaugen als Lob für sich zu ernten. Alle anderen rackern sich das ganze Jahr über einen ab, um Familie im bestmöglichen Sinne als Familie zusammenzuhalten und zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen. Dabei natürlich ganz vorne am Start: all die Mütter, die auch zum Fest eine zentrale Rolle spielen. Zumindest eine eigentlich viel wichtigere als der bärtige Onkel, der am Ende die Geschenke bringt und sich dafür feiern lässt.

Warum eigentlich nicht mal all den wichtigen Menschen eines Jahres soviel Aufmerksamkeit entgegenbringen wie dem Weihnachtsmann. Nicht, dass der dabei komplett leer ausgehen sollte, aber vielleicht könnte man den Fame ja mal in gleichen Teilen unter jenen aufteilen, die das ganz Jahr über für einen da sind. Sich kümmern, machen, Liebe schenken und dafür mitunter ihre Bedürfnisse hinten anstellen. Und das auch um die Festtage. Nach einer Studie sind es die Frauen, die in den Familien jedes Jahr die Organisation des Weihnachtsfests auf die Beine stellen. Warum aus Santa Claus nicht Santa Clara machen? Weihnachten ist für alle – und sollte von allen zudem gemacht werden.


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Eine Werbung aus den 80ern für das Skateboard aus der DDR: Germina Speeder

Ich schrieb hier vor Jahren mal über das Germina Speeder, dem wahrscheinlich einzigen Skateboard, das in der DDR produziert wurde, und damals natürlich „Rollbrett“ genannt wurde. Unsere eigentlichen Boards hatten wir aus Ungarn, die waren aus Plastik, um einiges preiswerter und erinnern an die Penny Boards, die unter den Kids heute wieder der heiße Scheiß sind.

Ich wusste bis eben nicht, dass es für die Speeder einen Werbefilm gab. Gab es auch nicht, dieser Clip entspringt der tollen Mockumentary „This ain’t California“, die vor ein paar Jahren in die Kinos kam.

Es wurde als Erzeugnis des VEB Schokoladen-Verarbeitungsmaschinen aus Wernigerode produziert, das dem Kombinat Nahrungs- und Genussmittel Maschinenbau (Nagema) angehörte.Die Produktion begann Ende 1986. Ein Germina Speeder kostete 135 Mark.

Auf der Unterseite des Decks waren folgende Hinweise aufgedruckt:

• Befahren öffentlicher Verkehrsflächen verboten
• Üben nur auf ebenem Gelände
• Unebenheiten und Rollsplitt meiden
• Kopf, Hände, Ellbogen und Knie schützen
• Festen Sitz von Rädern und Muttern prüfen
• Abspringen nur nach vorn
• Fallen und Abrollen üben
• Kugellager reinigen/kontrollieren

[…]

Das Skateboard, das abfällig als „Schoko-Board“ bezeichnet wurde, wurde ohne rutschhemmendes Griptape ausgeliefert. Stattdessen wurde das oftmals brüchige Sperrholz des Decks zusätzlich lackiert, wodurch die Rutschgefahr für den Sportler stieg. Die Achsen und Rollen waren zu schmal dimensioniert, wodurch es für den Skateboard-Sport nahezu ungeeignet war. Diese Meinung teilte das DDR-Heimwerker-Magazin practic, das 1987 einen entsprechend kritischen Artikel veröffentlichte.


(Direktlink, via Marc)

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