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Schlagwort: Anarchismus

Eine „Lange Nacht“ über Erich Mühsam: Liebe und Anarchie

(Foto: BundesarchivCC BY-SA 3.0)

Das klasse Konzept der „Langen Nacht“ vom Deutschlandfunk in der aktuellen Ausgabe über das Leben und Schaffen von Erich Mühsam.

Er saß zwischen allen Stühlen – fast sein ganzes Leben lang. Den ernsthaften Anarchisten war Erich Mühsam zu sehr Bohème: Der Schriftsteller dichtete zu unpolitisch, trank zu viel und vergnügte sich zu sehr, so damalige Vorwürfe.

Nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte Erich Mühsam (1878 – 1934) sich an der Münchener Räterepublik, redete vor Zehntausenden von Arbeitern und Soldaten. Im Gegensatz zu vielen anderen Genossen überlebte Erich Mühsam die Niederschlagung der Räterepublik.

Weil er mit den Kommunisten kooperierte, um den Aufstieg des Nationalsozialismus zu verhindern, wurde er von vielen anarchistischen Freunden verlassen. Weil Mühsam an der Staatskritik und am Individualismus der Anarchisten festhielt, wurde er von den Kommunsten als Kleinbürger kritisiert – auch noch nach seiner Ermordung im KZ Sachsenhausen.


(Direkt-MP3)

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Doku: Kein Gott, kein Herr! – Eine kleine Geschichte der Anarchie

Zweiteilige Doku über den Anarchismus, die bei arte gerade in der Mediathek steckt. Das Wissen darüber kann keinem Schaden.

„Der Anarchismus brachte die Welt immer wieder ins Wanken, ermöglichte aber auch die ersten sozialen Errungenschaften und beeinflusste die großen Revolutionen des 20. Jahrhunderts. Wo nahm diese Bewegung ihren Anfang, die seit 150 Jahren jeden Herrn und jeden Gott ablehnt? Warum ist der Anarchismus, der eine bessere Welt wollte als die, die sie früher war, noch immer aktuell?“

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Doku-Trailer: Projekt A – über Ⓐnarchistische Projekte in Europa

Man könnte ja auch mal wieder ins Kino gehen. Dort läuft seit ein paar Tagen die Doku Projekt A. Ein Film über anarchistische Projekte in Europa.

(Direktlink, via Fernsehersatz)

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„Der Dokumentarfilm PROJEKT A taucht ein in die vielschichtige Welt der Anarchisten und bricht mit den gängigen Klischees über Steinewerfer und Chaoten. Er eröffnet viel mehr den Blick auf eine Bewegung, die das Unmögliche fordert, an den Grundfesten unserer Gesellschaft rüttelt und gerade deshalb das Augenmerk auf zentrale ungelöste Fragen unserer Zeit lenkt. Der Film handelt von einer politischen Bewegung, ihrer Theorie und den Menschen, die sich für deren Verwirklichung einsetzen.

Hanna, Mariano, Didac, Margarita und Makis sind Anarchisten. Sie träumen von einer freien Gesellschaft. Sie entwerfen konkrete Visionen einer anderen Welt und versuchen diese in ihrem Leben umzusetzen. Sie glauben daran, dass Menschen herrschaftsfrei leben können, ohne Staat, ohne Polizei, ohne Gesetze und Justiz – aus heutiger Sicht eine absurde Vorstellung.
Ihr Leben ist ein Ringen mit Obrigkeiten, Konventionen und Vorurteilen. Egal ob in Spanien, Griechenland oder Deutschland, überall treten sie für ihre Ideale ein und bleiben trotz aller Rückschläge und auch Repressionen durch den Staat kämpferisch. Anarchie ist ein radikaler Ansatz und die Protagonisten von PROJEKT A stellen die Grundprinzipien der kapitalistischen Weltordnung in Frage.

Und damit sind sie nicht mehr alleine. Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus stellen weite Teile der Gesellschaft ebenso den Kapitalismus als zukunftsfähiges Gesellschaftsmodell in Frage. Welche Alternativen bietet der Anarchismus?

PROJEKT A geht dieser alten und zugleich neuen Idee nach und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise zu anarchistischen Projekten.“

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