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Schlagwort: Berlin

Berlin: Fuchs klaut über 100 Schuhe und sammelt sie in einem Lager

(Foto: Pexels)

Im Berliner Stadtteil Zehlendorf verschwinden seit ein paar Wochen immer wieder Schuhe aus Gärten und von Terrassen. Jetzt stellt sich raus: der Dieb der ganzen Botten ist ein Fuchs. Dieser wurde mit zwei Schuhen im Maul angetroffen und führte seinen Beobachter zu einem „Lager“, wo sich mehr als 100 von ihm zusammengetragene Schuhe finden ließen. Angesichts der Schuhe kann festgehalten werden: besonders geschmackssicher ist dieser Fuchs nicht.

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Doku: Loveparade – Als die Liebe tanzen lernte

Eigentlich ist das Thema hier so gut wie durch, alle Geschichten sind erzählt und auch in dieser Doku dürfte es wenig neue Infos und oder Erinnerungen geben und trotzdem besuche ich gerade nochmal gedanklich die Orte meiner späten Jugend. Das E-Werk, der Tresor, der Bunker. Mir fehlt hierbei das alte Matrix, das damals der mir liebste Club von allen war, wenn auch nur kurz. An meiner ersten Loveparade nahm ich 1993 teil. Ich kam gerade erst aus London und dachte es sei eine gute Idee, meine dort neu gekauften 9-Loch-Martens einzulaufen. War es nicht. Irgendwann bluteten mir die Füße, tanzen gingen wir danach dennoch. In der Halle Weißensee. Ich trank zum ersten Mal Pfirsisch-Eistee und erwartete alles vom Leben. Wirklich alles. Das blieb ein paar Jahre so und erfüllte sich regelmäßig. Es gab keine Grenzen mehr, dort ganz besonders deutlich spürbar. Verrückte Zeit und die vielleicht beste meines Lebens. Dem Techno blieb ich ihm und er mir treu. Bis heute. Die Loveparade interessierte mich ab Ende der 1990er nicht mehr sonderlich. Dann kam Psytrance, der nochmal alles veränderte.

Hier ein kleiner Rückblick mit den damals jungen und heute stark angegrauten Protagonisten. Ich hol‘ mir mal eben einen Pfirsich-Eistee. Ohne Zucker. Klar.

Es war die größte Party aller Zeiten: 1999 tanzten 1,5 Millionen Menschen auf den Straßen von Berlin. Angefangen hatte die Loveparade mal mit nur 75 Menschen. Die Geschichte der Loveparade – bis zu ihrem unglücklichen Ende in Duisburg.

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Doku über die historische Abschaffung der Berliner Sperrstunde: Stadt ohne Morgen

Als ich mich als junger Mensch durch die Berliner Wochenenden gefeiert habe, habe ich mir nie Gedanken über eine Sperrstunde gemacht. Es war total normal, jede Nacht zum Tag und den wieder zur Nacht machen zu können. Erst später wurde mir klar, dass das woanders alles andere als normal galt. Als ich mal in Neapel auflegte, ging um fünf morgens das Licht an und die Leute gingen gesammelt nach Hause. Ich staunte nicht schlecht und war früher im Hotelbett als ich mir hätte vorstellen können.

Der Nachteil dort war, dass die Leute so hart am Feiern waren, dass sie ganz schnell ganz viele Sachen zu sich nahmen, weil sie ja wussten, dass die Nacht bald ein Ende haben würde und dementsprechend sehr verballert waren.

Aber glücklicherweise bleibt derartiges in Berlin erspart und man kann, wenn man mag, das komplette Wochenende durchmachen. Diese Doku zeigt, wie es dazu kam und wie das die Clubkultur der Stadt beeinflusst hat und immer noch beeinflusst. Und jetzt, wo da gerade gar nichts geht, macht es schon auch ein bisschen Bock, mal wieder eine Nacht zum Tag und den wieder zur Nacht zu machen.

1949 schaffte ein Mann namens Heinz Zellermayer in Berlin die Sperrstunde ab und legte damit den Grundstein für die niemals enden wollenden Nächte die daraus erblühende grenzenlose Freiheit, die wir heute genießen. STADT OHNE MORGEN geht der Frage nach, wie diese historische Entscheidung die Entstehung einer vielfältigen Clubkultur befördert hat und was diese Freiheit innerhalb einer sich rapide verändernden Stadt für ihre Bewohner bedeutet.

(Direktlink, via Das Filter)

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Kurzfilm: Lockdown Berlin

20 Minuten in der fast menschenleeren Hauptstadt.

Einige Bilder sehen in Retrospektive wie Photoshop aus, Straßenmusik ohne Publikum, offene Geschäfte ohne Kunden, Flughafen ohne Flugzeuge. 20 Minuten Momentaufnahme einer Geisterstadt ohne Menschen. Langsam füllen sich die Straßen wieder mit Menschen, mit diesem Kurzfilm wollten wir ein Bild von Berlin einfangen, als die Straßen noch leer waren, ein Bild von einer historischen Situation, die hoffentlich nicht wieder kommt.


(Direktlink)

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Auch das Gretchen könnte gerade etwas Hilfe gebrauchen

Ich weiß, fast alle könnten gerade etwas Hilfe gebrauchen, auch ich. Aber es gibt da halt welche, die mir wichtiger sind als ich, weil sie wichtiger als ich sind. So wie das Gretchen in Berlin. Der mir lieblingsweltschönste liebste Club der Hauptstadt. Die haben jetzt zu. Und weil die natürlich trotzdem Ausgaben neben keinerlei Einnahmen haben, sind die gerade auf finanziellen Support angewiesen. Und wenn ein Club in Berlin neben dem Blank und dem Mensch Meier aktuell Unterstützung dieser Art verdient hat, dann ist es das Gretchen. Weil ohne das Gretchen der vielleicht außergewöhnlich best bebuchte Club der Hauptstadt einfach nicht mehr da wäre. Und das wäre mehr als traurig. Es wäre eine Schande.

Die brauchen Geld. Ihr könnt, wenn ihr könnt hier bei Startnext was in den Sammelbeutel tun. Ich fänd’s geil.


(Direktlink)

Wer schonmal da war, weiß, warum es wichtig wäre, das Gretchen am Leben zu erhalten. Wer nochmal hinwill und kann, haut was in deren Topf. Und wenn der ganze Bums hier überstanden sein sollte, lasst uns dort treffen. Der erste Sekt geht dann auf mich. Versprochen!

Gretchen steht für ein diverses Musik-Programm abseits des Mainstream. Mit Konzerten und Clubnächten von Electronica, Bass, Drum’n’Bass über Experimental, Avantgarde bis zu HipHop, Funk, Afrobeats, Jazz und World überwinden wir Genregrenzen, öffnen unseren eigenen Horizont genauso wie den unserer Gäste. Als Betreiber-Duo sind wir seit über 20 Jahren mit ganzem Herzen Clubbetreiber*innen. Unser Icon haben wir durch Gentrifizierung verloren. Nun droht uns wegen Corona der Verlust unseres Gretchen.

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