Blog Archives for category Kopfkinomusik

Selig – Ohne Dich

Als ich gerade die Kleine ins Bett brachte und wir mit dem Lesen fertig waren, machten wir kurz und zum Einschlafen nochmal Radio Teddy an. Hört sie halt manchmal. Irgendwer dachte vor kurzem wohl, es wäre mal wieder an der Zeit, Seligs „Ohne dich“ neu aufzunehmen und unter die Menschen zu bringen. Zumindest lief dort gerade ein Remake dieser grandiosen Nummer. Es schmerzte mich, das zu hören, was ich ihr auch sagte, worauf hin sie fragte, warum dem denn so sei?

Ich meinte, „Lass uns kurz das Original hören. Etwas lauter. Ich werde nicht mitsingen. Aber versuch mal den Schmerz aus Plewkas Stimme zu hören. Diese schonungslose Ehrlichkeit einer emotional noch offenen Wunde. Man kann die hören, man kann sie förmlich fühlen. Sie kann einem das Herz zerreißen.“

Ich sang nicht mit, wir sagten nichts und hörten einfach nur zu. Schweigen. „Ich nähte mir einen Bettbezug aus der Zeit, die wir hatten.“ Ich glaube, sie verstand, was ich meinte. Kann einem das Herz zerreißen. Sie schlief ein.

Mittlerweile gibt es auch von Selig selber ein Update des Songs in Bild und Ton. Auf YouTube seit zwei Jahren als „Official Video“ und so. Aber das klingt im Gegensatz zum Original halt doch schon sehr (v)erwachsen und viel zu aufgeräumt. Schmerz lässt sich halt nicht wegbügeln.


(Direktlink)

Der Klang eines Mittelfingers

Es fing an mit einem Einhornkopf, dann gab es einen Dickbutt, nun einen klingenden Mittelfinger.


(Direktlink, via reddit)

Aphex Twin Logotype Construction

Der Grafiker Paul Nicholson hat im Jahre 1991 die heute ikonischen Logos und Schriften für Aphex Twin entworfen. Seine damaligen Blueprints zeigt er jetzt auf Instagram.

It is exactly 25 years since the release of Selected Ambient Works – February 12th 1992.

The lettering that reads Aphex Twin, the logotype, was drawn by hand using circle templates and rulers in late 1991.

With there being many incorrect versions of this lettering floating about, I thought it about time to release the definitive logo construction.
Enjoy.

Designed by Paul Nicholson, 1991.

Number 3 – www.number3.co

(via FACT)

Ein Kurzfilm mit Pfeilen im Rücken und Blut im Gesicht auf Musik: Khruangbin – Two Fish and an Elephant

Riesennummer, Riesenvideo. Mit Tanz. Und irgendwie mit auf Dub: Khruangbin.

(Direktlink)

Wie ein Einhorn-Kopf klingt

YouTuber Andrew Huang hat mal eben den Kopf eines Einhorns in Midi-Daten übersetzt und diese mit fast schon mittelalterlichen Presets in Musik verpackt. Ich weiß gerade nicht, was uns das sagen sollte, aber es klingt dann halt ziemlich genau so:


(via Thomas)

Metal auf der Sitar

Zugegeben: ich hab’s nicht so mit Metal. So gar nicht. Aber ich mag die Sitar als Instrument immer noch voll gerne. Etwas, was von diesem Hippie-Ding übrig blieb.

Hier spielt Rob Scallon zu Metal-Sounds auf einer 19-saitigen Sitar – und das fetzt dann schon auch ein bisschen. Der Sitar wegen.


(Direktlink, via Laughing Squid)

12-stündige modulare Synth-Session

Manche Menschen nehmen sich halt viel Zeit für ihre Hobbies. Und wenn man schon mal 12 Stunden vor seinem modularen Synthie hockt, kann man diese Session auch einfach streamen und aufnehmen. So wie Colin Benders, der das öfter mal macht. Klar.


(Direktlink, via CDM)

Arte-Dokureihe: Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (Teil 3/4)

Teil 3 und 4 der hervorragenden sechsteiligen Arte-Doku „Achtung, Aufnahme!“. Teile 1 und 2 finden sich hier.

Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (3/6) | Beruf: Produzent

„In dieser Folge geht es um einen Protagonisten des Musikgeschäfts, der selten im Rampenlicht steht. Und häufig sorgt er auch noch für negative Schlagzeilen: der Produzent, dem es im Musikbusiness häufig nur um Geld und die Goldene Schallplatte zu gehen scheint. Doch die Dokumentation zeigt auch die andere, weniger klischeebehaftete Seite: Oft ist es nämlich der Produzent, der als der eigentliche Künstler betrachtet werden muss, da er die Musiker entscheidend bei der Entstehung ihrer Songs unterstützt. Die Dokumentation stellt Musikproduzenten wie Charles Delaunay, Sam Phillips, Berry Gordy, George Martin, Phil Spector, Dr. Dre, Renaud Letang oder Rick Rubin vor und beleuchtet die Rolle, die sie im kreativen Schaffensprozess spielen. Und es geht um Musiker wie Django Reinhardt, Elvis Presley, die Beatles, Tina Turner, Manu Chao und Johnny Cash. Ferner kommen Künstler zu Wort, die sich aus verschiedensten Gründen entschieden haben, ganz auf einen Produzenten zu verzichten. So verraten Cat Stevens, Joni Mitchell und Sly Stone eine Menge über die Rolle des Produzenten in der Musikgeschichte. Daneben gibt es bislang unveröffentlichtes Material von Tony Visconti, dem Produzenten von David Bowie, Don Was, dem Produzenten der Stones, und Nigel Godrich, dem Produzenten von Radiohead.“


Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (4/6) | Das Geheimnis der Stimme

„Nach dem Einzug der Elektronik und des Mehrspurverfahrens in die Unterhaltungsmusik geht es in der heutigen Folge um die menschliche Stimme und die verschiedensten technischen Möglichkeiten, diese aufzunehmen. Vom simplem Schalltrichter, der Enrico Caruso zum Star machte, bis zur Software Auto-Tune, mit der das Lied „Believe“ von Cher die Charts eroberte, stellt die Dokumentation mehr als hundert Jahre technische Errungenschaften der Stimmaufnahme-Technik vor – aber auch neue gesangliche Vorlieben, die aus diesen Veränderungen hervorgegangen sind. Von der Kunst des Crooning bei Sablon, Crosby und Sinatra bis zur murmelnden Ästhetik eines Gainsbourg, von der Suche nach Authentizität bei großen Soul-Interpreten wie Ray Charles oder Amy Winehouse bis zu den gewollt artifiziell klingenden Songs von Kraftwerk oder Kanye West – Sängern, Produzenten und Toningenieuren stehen vielfältige Möglichkeiten offen, von der menschlichen Stimme Gebrauch zu machen. Die größte Herausforderung besteht allerdings darin, auch die Emotion, die in der Stimme liegt, zu transportieren. Ein Streifzug durch ein Jahrhundert Vokalkunst mit Smokey Robinson, Roger Daltrey, Bonnie Raitt, Catherine Ringer, Christina Aguilera, Suzanne Vega, dem Produzenten von Adele und dem von Kurt Cobain: Sie alle berichten von ihren persönlichen Erfahrungen, erinnern an große Stimmen, die sie inspiriert haben, und erzählen, wie ihre Hits entstanden sind.“


Teil 4 und 5 dann am Freitag, den 24.02., ab 21:50 Uhr auf arte.

Instant Mashups im Browser: The Magic iPod

Was Kleines für zwischendurch: The Magic iPod lässt einen verschiedene Songs auswählen und per Drag & Drop mit anderen Songs mashuppen. Und das gar nicht mal so schlecht. Download gibt es dann auch.


(via Martin)

Christian „Flake“ Lorenz in der Hörbar Rust

Christian „Flake“ Lorenz war schon im letzten Jahr zu Gast in der Hörbar von Bettina Rust. Ich hatte das verpasst. Heute wurde die Sendung wiederholt, ich hatte Zeit und ich habe dem sehr gerne zugehört. Ich kann mit Rammstein musikalisch nichts anfangen, mag Flake als Tüpe allerdings sehr.

„Christian kommt im Ostteil der Stadt zur Welt, er wächst in Prenzlauer Berg auf, wo er auch heute noch lebt. Der Junge ist dünn, er stottert, trägt eine große Brille und wird gemobbt. Aber Flake, wie er jetzt genannt wird, findet einen Weg, um cool zu sein. Er wird Punk und macht folgerichtig – Punkmusik. „Feeling B“ heißt seine legendäre DDR-Band, aus der 1994 fragmenthaft etwas Neues entsteht: Rammstein, die im Ausland erfolgreichste deutsche Rockband.“

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


(Direkt-MP3)

Bonobo @ Mixmag Live 2017

Wir hängen hier gerade im Garten rum und kochen über Feuer ein deftiges Kesselgulasch. Dazu läuft dieses großartige Set, das Bonobo beim Mixmag Live zum Besten gegeben hat – und das passt alles ganz wunderbar.

Since the turn of the millennium, Simon Green has been crafting a breathtaking discography, marking him out as one of electronic music’s most remarkable talents. Across six studio albums he’s shown a flair for producing sounds that are both steeped in emotional resonance and able to energise a dancefloor. Whether he’s alone at the controls or conducting orchestral arrangements, Green instils a depth of feeling into his tracks that always hits the spot.

His most recent Bonobo album, ‘The North Borders’, was a worldwide sensation, topping electronic charts across each side of the Atlantic, and sparking a tour which cut a path through four continents and 30 countries. An estimated two million people saw the 12-piece Bonobo band in action, with audiences left stunned in their globe-trotting wake.

Now Bonobo’s seventh album ‘Migration’ is on the horizon, scheduled for release through the label he’s made home, Ninja Tune, on January 13. As the title suggests, the record draws upon international influences, exploring themes of humanity and spatially defined identity within characteristically stirring tracks.
A residency at renowned New York club Output and numerous Outlier dates in many more of the world’s finest venues has also provided the opportunity to road test the tracks and ensure their dancefloor impact. Green’s DJ sets draw upon this wealth of back catalogue gold, as well as the variety of spellbinding records he’s collected over the years, to form moving musical trips.


(Direktlink)

Die Berufsbeschreibung des DJs beim Berufsinformationscomputer Österreich

Ich bekam das heute als Link und musste kurz darüber schmunzeln. DJ beim Berufsinformationszentrum als echte Arbeitsmöglichkeit in Österreich fand ich lustig. Zumal einige der aufgeführten Punkte auch echt putzig sind.

Dann sah ich nach, was es bei einem deutschen BIZ dazu gibt. Das ist soviel nicht – im Gegenteil.

Und dann fand ich das, was man beim BIC in Österreich darüber schreibt, gar nicht mal so abwegig. Obwohl mir immer noch nicht ganz klar ist, ob an sich DJ in Ö ein anerkannter Ausbildungsberuf ist. So wie der Schallplattenunterhalter in der DDR damals. Und ob Sozialkompetenz dabei bis heute nicht ein immer noch überbewertetes Kriterium ist? Hier das komplette PDF.

Vielleicht werde ich mal DJ.
(Danke, Paul!)

Blutiges Chaos im Zirkus als rückwärts laufendes Musikvideo

Verspultes Musikvideo für die Band Leningrad, deren Musik ich hierzu nicht gehört habe. Dafür habe ich ohne zu skippen das Video gesehen. Ganz schön was los da. Und habe jetzt Bock, das Video vorwärts laufend zu sehen.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

Hier in umgekehrter Version.


(Direktlink)

Mixmag Cover Mix: Bonobo

Bonobo ist auf dem aktuellen Cover des Mixmag abgebildert. Passend dazu hat er einen Cover Mix abgegeben.


(Direktlink)

Arte-Dokureihe: Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop

Hervorragende Dokureihe bei Arte, die sich in den jetzt schon ersten beiden Teilen der Elektrifizierung der Musik widmet. Insgesamt wird es sechs Teile geben. Hier die ersten beiden, die letzten Freitag liefen und noch für drei Tage in der Mediathek zur Verfügung stehen. Freitag, den 17.2.2017 um 21.50 Uhr dann Teil 3 und Freitag, den 24.2.2017 21.50 Uhr Teil 5 und 6 auf Arte. Danach auch in der Mediathek.

Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (1/6) | Electric Wonderland

„In der ersten Folge geht es um die massiven Veränderungen infolge des Einzugs der Elektronik in die Welt der Musik. Die erste Phase dieser Revolution bestand in der Verstärkung akustischer Instrumente, allen voran der Gitarre. Die Dokumentation stellt Großmeister der E-Gitarre vor, von Charlie Christian – der als erster sämtliche Möglichkeiten dieser neuen Technik ausschöpfte – über Muddy Waters, die Rolling Stones und Cream bis hin zu dem legendären Gitarrenvirtuosen und experimentierfreudigen Studiomusiker Jimi Hendrix. Doch die Elektronik ermöglichte es nicht nur, mit der Gitarre bis dahin unvorstellbare Sounds zu erzeugen, sondern erweiterte dank des Synthesizers die Welt der Klänge um neue Dimensionen. Ob in der elektronischen Musik (Kraftwerk und Jean-Michel Jarre), im Pop-Rock (The Who und Stevie Wonder) oder in der Tanzmusik (Disco und French Touch) – das Instrument wurde schlichtweg unentbehrlich. B.B. King, Jeff Beck, Roger Waters, Brian Eno und Giorgio Moroder erzählen, wie elektrische und elektronische Techniken die Geschichte der Unterhaltungsmusik für immer veränderten.“




Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (2/6) | Die Magie des Studios

„Die heutige Folge befasst sich mit dem Mehrspurverfahren, einer technischen und ästhetischen Revolution in der Aufnahmetechnik. Mit ihrer Hilfe können mehrere Tonspuren einzeln aufgenommen und gemischt werden. Das Studio wurde dadurch von einem Ort der bloßen Musikaufnahme zu einem wahren Soundlabor. Es ging nicht mehr länger darum, live gespielte Musik möglichst authentisch widerzugeben, sondern darum, sie kreativ zu bearbeiten beziehungsweise völlig neue Effekte zu schaffen. Eine Hommage an den Vorreiter Les Paul, den weniger bekannten Soundpionier Pierre Schaeffer, die unerreichten Beatles und ihren Produzenten George Martin, den genialen Brian Wilson und die experimentierfreudigen Musiker von Pink Floyd. Viele dieser Altmeister des Mehrspurverfahrens melden sich persönlich zu Wort, aber auch die neue Generation kommt zu ihrem Recht, zum Beispiel die Band Les Rita Mitsouko oder das computergestützte Musikprojekt Bon Iver. Nicht zuletzt auch jene, die angesichts der unendlichen Möglichkeiten des Mehrspurverfahrens auf der Strecke geblieben sind oder Bands wie Radiohead, denen es gelungen ist, die Brücke zwischen alten und neuen Aufnahmetechniken zu schlagen. Eine faszinierende Reise durch die Geschichte der Unterhaltungsmusik auf ihrem Weg in die Moderne.“


(via Stereo)