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Kategorie: Kopfkinomusik

Ein achtstündiger Mix von DJ Hell und DJ Disko aus dem Berliner E-Werk 1994

Das E-Werk in Berlin hat in den 90gern den Techno für mich endgültig zur echten Liebe gemacht. Nachdem das alte Matrix damals dicht gemacht hatte und später als ziemlich ordinäre Großraumdiskothek an der Warschauer Straße eröffnete, suchte ich nach für mich passenden Alternativen. Tresor war nice, WMF ziemlich geil, Elektrokohle in Lichtenberg ziemlich beschissen. Auch weil da nicht wenige BFC-Hools ihre Lines zogen und mit solchen Leuten wollte ich schon damals nicht feiern. Also E-Werk. Immer wieder E-Werk. Ich habe da wirklich legendäre Nächte verbringen können. Und legendäre Sonntage auf dem Parkplatz sowieso. Weiß gerade nicht, was davon ein höheres Legenden-Potenzial haben könnte. Jedenfalls hat ein Kid Paul damals nicht auf dem Parkplatz, sondern in der so für mich unfassbar anziehenden Halle gespielt. Alles hat vibriert, Zucken durch Nebel, der Geruch von Schweiß und von ganz viel Liebe. Ich war davon komplett überwältigt und ging dann so oft, wie es halt ging. Bis der Laden 1997 dicht machte. Um die Zeit band mich der Psytrance an mich, den wir damals „Goa“ nannten und machte die alten Grandes Dames der Berliner Clublandschaft für mich ein bisschen obsolet. Aber wenn mich auch heute noch wer fragt, was für mich den 90er-Techno in Berlin definiert, antworte ich instant: „E-Werk“. Auch wegen der Chill Outs beim Chromapark.

Jedenfalls hat irgendwer seine Mix-Kassetten durchforstet und dieses sehr schmackhafte und 8 Stunden lange Set von DJ Hell und DJ Disko gefunden, das am 10.12.1994 aufgenommen wurde. Einen Tag nach meinem 18. Geburtstag. Ich weiß, dass ich da unbedingt hin wollte, war aber am Vorabend aufgrund meiner Geburtstagsfeier so dermaßen besoffen, dass ich das einfach nicht schaffen konnte. Aber schön, das 27 Jahre später dann doch noch mal zu hören zu bekommen. Genau das ist der Sound, der es mir damals so hart zu geben wusste. Der das E-Werk für mich klanglich definierte. Es ist einfach alles dabei, was zu dieser Zeit gespielt werden musste und unendlich klatschende 909 Hi-Hats. Schön. Während ich den hier so höre, kann ich das E-Werk riechen.


(via Rave Strikes Back)

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Abacusynth

Elias Jarzombek hat mit dem Abacusynth ein ganz wunderbares Spielzeug entwickelt, das optisch an einen Abakus erinnert, aber mit Mathematik deutlich weniger zu tun als Musik. Das dann aber um so mehr.

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Bonobo & Anna Lapwood spielen „Otomo“ live in der Royal Albert Hall

Bonobo hat gerade fünf Tage in der Royal Albert Hall gastiert. Die dortige Hausorganistin Anna Lapwood übt ihr Orgelspiel gerne in der Nacht, als ein Tontechniker von Bonobo auf ihr Spiel aufmerksam wurde. 18 Stunden später spielte sie gemeinsam mit Bonobo an ihrer Orgel Bonobos „Otomo“ und war sichtlich ergriffen. Schöne Story.

At 1am on Friday 20th, someone called up asking me to play Bach’s Toccata in D minor. It turned out it was Bonobo’s band. 12 hours later they had written me an organ part, and 18 hours later I was helping them close their show to an audience of 5000. This was, undoubtedly, the best moment of my life so far…!


(Direktlink)

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Album-Stream: Ameeva – Die Wellen

Nach fünf Tagen Festival ist es gar nicht so einfach, hier wieder reinzufinden. Schon gar nicht nach zwei Jahren des kulturellen Fast-Stillstands, den wir alle hinter uns haben. Aber: es war wild, es hatte diese magischen Momente, ganz viel Liebe und eine ständig applaudierende Fitness-App.

Als ich dann gestern Abend endlich im Bett lag, kam eine Mail von Ryan an, ich klickte auf den Link. Auch weil ich wusste, dass es Ambient geben würde, von dem ich in den letzten Tage so gar nichts gehört habe. Dann habe ich mich mit dieser Live-Aufnahme von Ameeva in den Schlaf tragen lassen. Bester Ausklang eines solchen Wochenendes. Gibt es bei Bandcamp digital und sympathischerweise auf Kassette, limitiert auf 100 Exemplare.

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The Floppotron 3.0 – Computer Hardware Orchestra

Paweł Zadrożniak hat für über zehn Jahren mit seinem Floppotron ein „PC Hardware Orchestra“ entwickelt, das wohl schon jeder von uns beim Musizieren gesehen haben dürfte. Mittlerweile ist er mit dem Teil in Version 3.0 angekommen, was bedeutet, dass 512 Floppy Disk Drives für uns spielen. Und auch wenn mir der Sound zu viel Zirkus ist, ist das schon auch beeindruckend.

The big upgrade of my PC hardware orchestra. 512 floppy disk drives, 16 hard disks and 4 scanners.


(Direktlink)

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Mixtape: Djanzy – Soul Echoes

Keine Ahnung, mit welchem Sound ihr diesen Pfingstsonntag untermalt, bei mir hier ist es definitiv dieser. Laidback Soul, der gänzlich unaufgeregt, aber verdammt stilsicher daherkommt. Dazu heute bisschen im Garten abhängen, in der Küche das Pulled Pork bewachen, später vielleicht ein wenig aufs Sup auf der Havel. Das passt alles ganz wunderbar. Wieder ein mal mehr eine echte Perle von Djanzy.

Tracklist:
01 Ash Walker Feat. Lord Laville – Thunder
02 Buttering Trio – Love In Music
03 Jesse Boykins III – Earth Girls
04 Tall Black Guy Feat. Miles Bonny – This One Is for the Ladies and Gents
05 Phonte & Eric Roberson – Something
06 RC & The Gritz feat. Erykah Badu – Leave Me Alone
07 Potatohead People ft. Sorceress & Mosaic – Messenger
08 Darkhouse Family – The Offering
09 Eric Lau Feat. Rahel – Here
10 Melodiesinfonie Feat. Christian Crow – Tuk Rueh
11 Children Of Zeus – Still Standing
12 Jordan Rakei – Add The Bassline
13 Blended Babies & Lorine Chia – I Just Want To Love You
14 Myron & E – They Don’t Know
15 Yazmin Lacey – 90 Degrees
16 Joomanji – Where Are You? (Love for JL)
17 Oscar Jerome – Give Back What You Stole From Me
18 James Tillman – Shangri La

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