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Kategorie: Kopfkinomusik

Puppenbabykopf als Theremin

Schon etwas älter, aber immer noch spooky genug: ein Puppenbabykopf als Theremin.

Playing the baby head theremin.
Photocell on the back of Baby’s head controls light input and frequency.
Low light = low tone; high light = high tone.
A separate tone control knob can also be used ( see last half of video )


(Direktlink, via Neatorama)

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Adventskalender 2019, Türchen #04: 10 Mark DJ Team – Christmas Country in der Prärie

Adventskalender heißt auch immer, dass du vorher nie weißt, was du hinter dem Türchen bekommst. Geht nicht nur euch, sondern auch mir so. Und dann kommt das furiose 10 Mark DJ Team mit diesem Mix um die Ecke, den ich mal mit „German Country“ getaggt habe, weil der halt komplett aus deutschen Country Songs besteht, die allesamt schon ein paar Jahre in der Rille lagen. Mein Vater würde den lieben – und das wahrscheinlich mehr als alle anderen Mixe aller Kalender, die ich hier je hatte.

Es ist ein Exkurs und die Weiten der Musik, von denen ich keine Ahnung habe. Wie so oft, wenn ich mir Mixe der Tennies anhöre, die immer – sagen wir – speziell sind und meistens zu überraschen wissen. So wie hier – und das richtig. Wenn ich ehrlich bin, wusste ich von vielen der Songs nicht mal, dass sie existieren. Somit für mich eine Art musikalische Weiterbildung.

In diesem Kalender scheint dieses Jahr einfach alles möglich zu sein. Und vielleicht schafft es dieser Mix ja, dass ihr später zum Fest mit Mama und Papa, Oma und Opa einfach mal gemeinsam Musik hört, an der die sich mal nicht stören. Könnte hiermit klappen. Probiert es aus.


(Direktlink)

Style: German Country
Length: 01:19:32
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Ronny – Billy Joe
Marika Kilius – Wenn die Cowboys träumen
Martin Lauer – Wenn ich ein Cowboy wär‘
Fred Bertelman | Chris Howland – Fräulein
Dorthe – Wärst du doch in Düsseldorf geblieben
Gus Backus – Memories of Heidelberg
Jochen Schönfelder – Reifenpanne auf der A3
Martin Lauer – Tabak und Rum
Nilsen Brothers – Aber dich gibt’s nur einmal für mich
Ronny – Oh my darling Caroline
Bobby Solo – Du hast ja Tränen in den Augen
Peter Hinnen – Hü-a-hoh, alter Schimmel
Die Missouris – Grüss mir meine Texasbraut
Freddy Qinn – Brennend heißer Wüstendsand
Wanda Jackson – Santo Domingo
Caterina Valente – Spiel noch einmal für mich, Habanero
Siw Malmkvist & Umberto Marcato – Sole Sole Sole
Ronny – Eine kleine Träne
Ivo Robic – Mit 17 fängt das Leben erst an
Ronny – Es hängt ein Pferdehalter an der Wand
Freddy Quinn – Einaml in Tempico
Peter Hinnen – In Alabama steht ein Haus
Connie Francis – Schöner fremder Mann
Jimmy Makulis – Gitarren klingen leise durch die Nacht
Die Missouris – Texas Jimmy
Gus Backus – Da sprach der alte Häuptling der Indianer
Martin Lauer – Die blauen Berge
Gus Backus – Mein Schimmel wartet im Himmel
Udo Jürgens – Merci Cherie

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Adventskalender 2019, Türchen #03: Oakin – Rückenwind

Nico aka Oakin, die gute Seele aus dem Süden, Nürnberg. Einer der Menschen, die ich über die Jahre erst übers Internet und später in echt kennenlernen durfte – und die man dann immer viel zu selten sieht. Aber man hört trotzdem immer wieder mal bei dem rein, was der andere so macht, weil man das zu schätzen weiß.

Oakin ist nicht nur beruflich ziemlich nahe an dem, was ich so mache, sondern hat musikalisch auch immer die von mir so geliebte Hand breit Deepness unterm Kiel, wenn er auf irgendeinem einem Soundsystem zur See fährt, die in diesem Fall meistens natürlich ein Dancefloor ist.

Wir hatten schöne Momente im Sommer. Hatten uns auf dem Meeresrausch Festival getroffen. Am Ende waren wir eine Crew von 25 Personen. Die jüngste war elf, wir Alten bei 40+, dazwischen alles quer durch die Jahre. Aus Köln, aus Hamburg, aus Wien, aus Nürnberg, aus Berlin, aus Potsdam. Nico mittendrin und mit einem Dub-Set am frühen Abend, was sich gewaschen hatte. Das spielte er so in gänzlich attitüdenfreier Manier eines alten Hasens runter. Weil er es kann, nicht weil er posen will. Es war ein tolles Wochenende.

Und dann schrieb so, „Nico, wie sieht’s aus? Haste Bock? Haste Zeit?“
Und er so: „Klar, wird diesmal aber eher D’n’B-lastig.“
Ich so: „Ja, geil, hau rein.“ Wohlwissend, dass er D’n’B genau so deep definiert meint, wie ich ihn ganz besonders gerne habe. Ganz genau so nämlich! Lasst mal alles schütteln, was wir haben.

Und insgeheim hoffe ich, dass er mit dem Titel „Rückenwind“ auch ein bisschen Thomas D. von damals im Hinterkopf hatte. So geht es zumindest mir. Und dann hab ich Bock auf’n Roadtrip. Gerne ganz genau mit diesem Mix.


(Direktlink)

Style: Drum & Bass
Length: 01:13:30
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Gravity – Reality
Javano – Still Life
Subwave feat. Bop – Space warp
Zero T feat. GLXY – Give me some
Submarine – Pastell
Technimatic – Long way down
Silence Groove – Fake awake
Surplus feat. AudioSketch – Fragments
Minos – Wonder why (Surreal Remix)
Surplus feat. Subdivision – 808 Games
Channell – Wah Heavy
Channell – Black eye
Channell – Let me think
Bcee feat- Pat Fulgoni – Think u know
LSB – Moonshine
Deviant – Bring your love
Breakage feat. Madi Lane – Future
Gerra & Stone – Sprung
Lenzman feat. DRS – Pictures of you
Ivy Lab feat. Frank Carter Ill – Afterthought
Lenzman – School days
Satl feat. Djah – Current state
Artifical Intelligence – The need
LSB – Jazz strings

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Adventskalender 2019, Türchen #02: DJ Supermarkt – Too Slow To Disco Xmas Mix

Ich habe mir vorab für die diesjährige Ausgabe vorgenommen, den Kalender in erster Linie so zu befüllen, wie mich Musik über das Jahr hinweg begleitet hat. Mitunter auch sehr persönlich. Dazu will ich dann immer kurz was schreiben – wieso und weshalb und so. Und das geht zu DJ Supermarkt ganz besonders gut.

Ich hatte nie sonderlich viel für Disco übrig. Keine Ahnung, warum, aber so richtig gab mir Disco nie was. Anfang dieses Jahres entdeckte ich dann eher zufällig, die Mixe von Marcus aka DJ Supermarkt. Ein Urgestein der Berliner Disco-DJs, wenn ich mir erlauben darf, das so zu formulieren. Ich bloggte einen seiner Mixe, die mich wirklich sehr anmachten, obwohl Disco halt nie so meine Sache war. Vermutlich weil von dem bei mir nur das ankam, was schon im Radio totgedudelt wurde. Die Mixe von Marcus sind da anders, weil sie nie nur an der musikalischen Oberfläche kratzen, denke ich.

Dann hatte ich im März einen Herzinfarkt, der hiermit eigentlich nichts zu tun haben würde, wäre ich danach nicht auf einer acht Wochen langen Reha gewesen. Dort ging ich primär nur hin, um Sport zu machen. Ich musste dringend sehr viel abnehmen – und das geht neben Ernährungsumstellung halt am besten mit Bewegung. Und die geht am besten Musik. Ich verbrachte Stunden auf dem Laufband und lief hunderte Kilometer. Und das alles immer wieder zu einem Mix. Und der war – ihr ahnt es – von DJ Supermarkt. Ich hab mir also zu seinem Sound 15 Kilo weggelaufen. Weil ich keinen passenderen Mix zum Laufen fand als diesen. Irgendwie intim, finde ich. Und dann dachte ich mir so, wer mich musikalisch so dermaßen persönlich begleitet, hat eigentlich auch Platz im Kalender verdient. Und so kam es zu diesem Mix, der etwas weniger flott ist, aber auf einem Montag muss man es ja auch nicht übertreiben. Und Sport mach ich aktuell eher auf dem Fahrrad, wobei ich immer auf Kopfhörer und Musik verzichte.


(Direktlink)

Style: Disco
Length: 01:14:58
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:

None.

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Adventskalender 2019, Türchen #01: Herr van Bohm – Würdelos, aber sympathisch seit 1986

Herr van Bohm schrieb mir hierzu, „Du musst unbedingt mit reinschreiben, dass dieses Mixtape für all meine Freunde ist und ich die alle total dolle lieb hab.“
Das sei hiermit geschehen und man hört es halt auch wirklich. Und man weiß, dass er das ernst meint, wenn man ihn kennt.

Wir haben uns vor ein paar Jahren unter grotesken Umständen in Berlin kennengelernt. Dabei sah er nicht ganz so gut aus, war aber eben auch total Berlin. Eigentlich lernten wir uns damals nur kennen, weil er und seine Freundin damals von Berlin nach Wien machen wollten, was sie taten – und sie fragte per Twitter, ob nicht irgendwer ihre Bude mitstreichen könnte, was ich bejahte, weil ich es gerade konnte. Also fuhr ich nach Schöneberg, um eine Bude zu streichen. Die der Beiden. Und das war strange, aber irgendwie auch sehr sympatisch. Die beiden zogen dann nach Wien, wir besuchten sie dort. Wir hatten sofort unsere Herzen in spürbarer Nähe.

Später kamen die Beiden hier bei uns vorbei. Das mit den in der Nähe hüpfenden Herzen wurde sehr viel deutlicher. Die Beiden trennten sich, was mir sehr leid tat, aber auch nicht in meiner Entscheidungskraft lag.

Seit dem sehen der Bohm und ich uns 3-4 Mal im Jahr. Meistens hier bei mir, weil ich viel zu selten in Wien bin und er öfters mal in Berlin, das ja hier um die Ecke liegt.

Dann kommt er, wir kochen irgendwas geiles, trinken Schnaps (er trinkt ja selbst als ausgebildeter Bartender eigentlich gar keinen Schnaps), reden viel darüber wie man den Kapitalismus kaputt kriegen könnte, sitzen am Feuer, bis er irgendwann die Gitarre rausholt und zu singen beginnt. Dann spielt er Gundermann, Tamara Danz und Rio Reiser. Und dann haben wir hier halt so eine Hippie-Punk-Liebe-Situation. Herr van Bohm ist einer von den ganz Guten. Einer von denen, von denen es viel zu wenige gibt. Und dann fragte ich ihn, als er neulich mal wieder hier war, wir tranken und sangen, ob er denn nicht auch einen Mix für meinen Kalender machen wollen würde. Wohlwissend, dass das ungewöhnlich im Ergebnis werden könnte. Wurde es. Natürlich.

Und so haben wir hier hinter dem ersten Kalendertürchen für 2019 einen Mix, den ich mir so hier vorher nicht hätte vorstellen können. Gitarre, Piano, Text, Text, Text, Gunderman, Silly, Rio Reiser, Arbeiterklasse, Haftbefehl und Helge Schneider. Bohm, ick lieb dir och!

Bohm ist diese Art von Hippie-Punker, mit dem du erst einen fetten SUV in Berlin, dann das Patriarchat, jede Monarchie auf Erden und am Ende den Kapitalismus in seiner Gänze abfackeln könntest. Wenn es mehrere wie ihn geben würde. Er arbeitet dran, das zu vermehren. Und er liebt Rio Reiser nicht weniger als ich. Lasst mal alle was anzünden gehen. Die erste Adventskerze. Oder so.


(Direktlink)

Style: Singer songwriting, Indie
Length: 01:12:11
Quality: 192 kBit/s

Tracklist:

00:00 —> Fortuna Ehrenfeld, Bad Hair Day
03:20 —> Tocotronic, Pure Vernunft darf niemals siegen
07:34 —> Element of Crime, Am Ende denk ich immer nur an dich
11:38 —> Silly, Bataillon d’amour
15:14 —> Hannes Wader, Einheitsfront-Lied
17:33 —> Georg Kreisler, Das Wort „verlassen“
21:10 —> Haftbefehl, Rolle mit mein Besten
24:14 —> Spaceman Spiff, Photonenkanonen
27:25 —> Gerhard Gundermann, Leine Los
29:58 —> Schnipo Schranke, Pisse
34:24 —> Daniel Kahn, Hallelujah
38:38 —> Dota Kehr und die Stadtpiraten, Zuhause
40:43 —> Bodo Wartke, Er
43:37 —> Rio Reiser, Für dich
48:59 —> Helge Schneider, Möhrchenlied
52:51 —> Götz Widmann, die zwei Trauben
57:25 —> Faber, lass mich nicht los
1:01:05 —> Zupfgeigenhansel, Still – die Nacht is ojsgesternt
1:04:30 —> Rainald Grebe, Verliebt
1:07:21 —> Gerhard Gundermann, Old Dixie down.

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Ab Morgen: Der das KFMW Adventskalender 2019 – jeden Tag ein frischer Mix

Ich habe ein ziemlich krasses Jahr hinter mir. Auf verschiedenen Ebenen, über die ich mich hier gerade nicht ausheulen will. Aber es wird Dezember. Und Dezember heißt hier seit nun schon zum zehnten Mal in Folge Adventskalender. So ab Morgen wieder. Dafür haben alle hierbei Involvierten exklusiv einen Mix für die Tage vom 01.12. bis zum 24.12. gelötet. Von Ambient über Dub, Soul, Funk, Jazz, Techno bis hin zum Drum ’n‘ Bass wird wieder einmal alles dabei sein. Also nicht ganz alles. Musik, die ich nicht mag, kommt da nicht mein rein. Klar.

Dafür wird dieser Kalender ziemlich persönlich, weil er all das zusammenbringen wird, was mich über dieses krasse Jahr musikalisch oder halt auch persönlich begleitet hat. Er wird ganz viel Liebe haben – und ich werde über diese schreiben.

Ganz viel Liebe auch für Euch, die ihr das Dingen bezahlt habt. Danke dafür. Wird wieder richtig gut, glaube ich.

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Berlin bekommt Rio Reiser Platz

Der Berliner Heinrichplatz wird nun tatsächlich in „Rio-Reiser-Platz“ umbenannt. Das beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am späten Mittwochabend.

„Rio Reiser und Ton Steine Scherben haben Rockgeschichte und die Geschichte Kreuzbergs geprägt“, erklärte das Bezirksamt am Donnerstag dazu. An den Musiker zu erinnern, sei im Sinne der Diversität. „Schwulsein war für ihn in den 70ern selbstverständlich, während es damals in weiten Teilen der Gesellschaft und auch in der linken Szene noch lange nicht als gängig galt.“

Geplant ist die Umbenennung im September 2020. Im kommenden Jahr wäre Reiser 70 Jahre alt geworden, die Gründung der Band Ton Steine Scherben liegt dann 50 Jahre zurück. Passt also auch zeitlich perfekt.

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