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Kategorie: Kopfkinomusik

Mix: Kraftfuttermischwerk @ La Grange, Bergen auf Rügen, 11.04.2026

Wildes Wochenende. Die Frau des Hauses war in München, beide Kinder in Barcelona und ich dachte, ich fahr mal eben mit dem Regio nach Bergen, übernachte dort freitags bei Freunden, spiele samstags im La Grange und fahre danach direkt mit dem ersten Regio, der von Bergen aus die Insel verlässt, wieder Richtung nach Hause. Gespielt habe ich bis um 0200 Uhr, der erste Zug ging dann um 0526. Fußweg zum Bahnhof: 12 Minuten. Lange Pause zwischendrin. Viel geredet.

Kommunikatives Wochenende. Freitag mit Besties und drei Buddeln Rum am Lagerfeuer übers Meeresrausch und all dem ganzen Drumherum gesprochen. Lange vor dem Gig mit den Macher:innen des La Grange e.V.‘s über das La Grange. Sonntag sehr früh auf dem Rückweg im Zug zehn vor 0600 Uhr mit Dipl.-Ing. Henrik, Chief Executive Officer, der während ich nach Hause er beruflich nach Düsseldorf wollte und seinen Rechner aufklappte. Um zu arbeiten. Ich laberte ihn voll – auch weil ich Angst davor hatte, einzupennen und irgendwo im Nirgendwo aufzuwachen. Wäre mir wohl auch passiert, wäre er nicht gewesen. Politisch erst zurückhaltend, bis ich merkte, dass er diesbezüglich auf der selben Bahn wie ich schwimmt. Später rauchten wir vorm HBF Berlin noch eine gemeinsam, bevor ich nach Hause und er weiter nach Düsseldorf machte.

Wichtiges Wochenende. Gerade im Osten brauchen wir Läden wie das La Grange, die wie viele andere hier aktuell um ihre Existenz bangen müssen. Die machen unter anderem Jugendarbeit. Ehrenamtlich. Haben Siebdruck-, Fahrrad-, Vintage-Tech- und Street-Art-Werkstatt in allen Facetten. Neben einer kleine Street-Art- und Vintage-Tech-Galerie kümmert man sich dort um Integrationsarbeit. Aktuell haben sie dort nicht mal feste Sanitäranlagen, was, wenn sich der politische Wind dreht, was er aktuell ja auf jeden Fall tut, das Ende von all dem bedeuten könnte. Oder bedeuten wird.

Es war eine tolle Nacht, die wirklich junge und – mit Verlaub – halbalte Menschen wie mich zu verbinden wusste. Freaks, Nerds, Liebhaber:innen guter Musik und vielen Menschen, die einfach für das brennen, was sie lieben. Wir müssen dafür sorgen, dass man uns Enklaven wie diese nicht wegnimmt; Punkt.

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Moby, live und akustisch

Bevor Moby seine Gigs auf dem diesjährigen Coachella spielte, gab er im KCRW HQ ein Akustikkonzert. Begleitet von den Stimmen von Nadia Duggin, India Carney und Jacob Lusk spielte er zehn Songs. Darunter Unplugged-Versionen von „Why Does My Heart Feel So Bad?“, „Porcelain“ und „Natural Blues“. Da gäbe es doch deutlich Schlimmeres.

Performing tracks from 2026 release Future Quiet alongside classics from his decades-deep catalog, the session reflected a lifetime of artistic evolution — past, present, and future coming into focus at once.

Anchored by explorations of ambient and minimalist composition, Moby has also embraced a new era of collaboration, working alongside vocalists like Gabriels’ Jacob Lusk, serpentwithfeet, Elise Serenelle, and India Carney to reimagine his classics and breathe new life into his latest arrangements.


(Direktlink)

Setlist:
0:00-5:20 Precious Mind – Quiet Future
5:22-8:20 Great Escape
8:27-14:18 Helpless
14:29-18:25 Why Does My Heart Feel So Bad?
20:12-24:07 Extreme Ways
26:22-29:27 Sarabande
30:00-33:33 Porcelain
33:54-37:59 This Was Never Meant For Us
40:40- 45:38 When It’s Cold I’d Like To Die
46:02-49:52 Natural Blues

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Cuddle Cast #46 – a𝐝𝐫𝐢𝐣𝐚

Die Cuddle Casts sind ja eigentlich für ein sonntägliches Im-Bett-bleiben gedacht, aber gestern war ich nicht zu Hause, weshalb das mit dem Bett nichts wurde. Kuscheln aber geht ja auch an allen anderen Tagen, gerade dann, wenn es wie hier heute grau und nass da draußen ist. Hiermit kann man sich sich gediegen und ganz gelassen in die neue Woche schieben lassen, was ich jetzt einfach mal mache.

For Cuddle Cast #46 we asked Leipzig based Artist a𝐝𝐫𝐢𝐣𝐚 to record a cuddle cast for you. We know her from her beautiful set at our beloved @cosy-festival. She was part of the showcase by our friends at @kosmos_records and usually plays slightly faster music, but she directly said yes when we asked her to record some cuddly tunes for you and she has created a gorgeous journey for you all. But listen for yourself, grab your favourite cuddle partner and snuggle in.

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Stylophone Theremin

Die Macher des Stylophone haben ein Theremin entwickelt, das sich hervorragend für Anfänger eignet. Es lässt sich durch das Anlegen der Hand an die Antenne steuern und die Töne „gleiten“ mithilfe eines Schiebereglers. Seine analogen Klänge, Delay- und Vibrato-Effekte sind perfekt für die Erzeugung ungewöhnlicher, futuristischer Sounds. Der tragbare Synthesizer verfügt über einen eingebauten Lautsprecher, einen Kopfhöreranschluss und wird mit AA-Batterien betrieben.


(Direktlink, via The Awesomer)

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Discovering Electronic Music (1970)

Eine Dokumentation aus einer Zeit, in der elektronische Musik noch Neuland war.

This documentary explores the evolution of music in the technological age, focusing on how electronic synthesizers and computers have revolutionized sound creation. The narrator explains that electronic music offers composers unprecedented creative freedom, allowing them to produce complex rhythms, unique pitches, and innovative sound qualities that traditional instruments cannot replicate. By manipulating fundamental elements such as waveforms, envelopes, and filters, musicians can synthesize entirely new textures or imitate natural and traditional sounds. Ultimately, the film highlights how electronic equipment and computer-assisted composition serve as powerful tools, acting as a bridge between the precision of technology and the artistic vision of the composer.


(Direktlink)

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【THE NTS GUIDE TO… 】 Modern Classical Solo Piano Compositions Mix

Das ist so ziemlich genau mein Wochenendsound. In der Küche stehen, im Garten chillen, an Rädern schrauben. Dazu dann sehr gerne Modern Classic mit Piano. Hier mit einem anschlagreichen Querschnitt der letzten 50 Jahre. Selected and mixed by DJ Sundae.

An overview of modern classical solo piano recordings, from the 1970s to the present day.


(Direktlink)
Tracklist:
0:00:00 Michael Vincent Waller – By Itself (2016)
0:05:37 Robert Haigh – Impromptu
0:07:17 Erik Satie, Branka Parlić – Gnossienne No. 1
0:12:24 Meredith Monk – Ellis Island
0:15:20 Francesco Messina – Untitled
0:22:43 Elodie Lauten – Seabird Transmission
0:29:30 Hania Rani – Esja
0:33:50 Michael Vincent Waller – II. Year of the Ram
0:35:22 Robert Haigh – Unfinished Minor
0:38:00 Kelly Moran – Sodalis (II)
0:42:50 Hugh Small – Majorelle Gardens
0:46:50 John Cage – Dream
0:47:30 Jan Steele, Ziz ! Ensemble – Mary Ashford Music
0:55:50 Fohn – Interlude
0:58:11 Delphine Dora – L’aube Éternelle
1:00:08 Mompou, Josep Colom – Pájaro Triste
1:02:45 Michael Vincent Waller – For Papa
1:05:04 Josiah Steinbrick – Elyne Road
1:07:36 David Moore – Pointe Nimbus
1:11:40 Harold Budd – Faraon
1:12:50 Jan Steele, Janet Sherbourne – Still
1:17:32 Elodie Lauten – Revelation
1:23:20 John Cage – In A Landscape
1:33:32 Karla Borecky – The Passing Of Clouds
1:37:20 Hania Rani – Trip To Ireland (From I Never Cry)
1:39:03 Germán Bringas – Runner Blues
1:43:11 Gigi Masin – Waterland
1:45:54 John Roberts – A Banquet
1:54:00 „Blue“ Gene Tyranny – Intuition

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Boards of Canada – Introit / Prophecy At 1420 MHz

Die Veröffentlichungsoffensive von Boards Of Canada nimmt Fahrt auf. Letzten Monat verschickten die schottischen Downbeat-Ikonen ein mysteriöses VHS-Band an Fans. Dann tauchten weltweit Plakate mit ihrem Logo auf, sie teilten einen Ausschnitt neuer Musik und kündigten schließlich offiziell „Inferno“ an, ihr erstes neues Album seit „Tomorrow’s Harvest“ aus dem Jahr 2013. Heute gibt es nun die erste richtige Singleauskopplung. Ich finde, dass die Woche deutlich schlechter enden könnte.

„Introit“ und „Prophecy At 1420 MHz“ sind eigentlich zwei separate Tracks auf dem Album – genauer gesagt, die ersten beiden. „Introit“ ist ein kurzes, 36-sekündiges Intro, und bei „Prophecy At 1420 MHz“ geht es dann richtig los.


(Direktlink)

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108 Stunden langes Video der USB002-Tour von Fred Again..

Fred Again.. hat ein 108 Stunden langes Video seiner USB002-Tour hochgeladen, das jeden der Gigs (außer Mexiko-Stadt) aneinanderreiht. Das sind mal eben fast viereinhalb Tage – und vielleicht das längste Video überhaupt auf YouTube.

this is every set from every show from usb002. it took us ages to work out how to do this. im told this is the longest video on YouTube ever? i really just wanted to document the insane experience of getting to play b2b wit this amazing list of ppl. a truly insane list of humans.

to everyone who came to every show, i increasingly learn that you make them what they are more than we do.

thankyou to:

Theo for the epic 108hour edit
Darcy, Matt, Misha, Jamie and Scott for making this possible
Eli1jah for the design

Die wahrlich beeindruckende Gästeliste:

HAAi, ¥ØU$UK€ ¥UK1MAT$U, Blanco, KŌMA, LAURAVIOLI, DC Noises, SHOPLIFTER, Toccororo, Skin On Skin, DREA, Floating Points, Caribou, Travy, Reggie, Elzzz, Caolan Ryan, EMA, FDC DJs, Shady Nasty, Amyl, Loukeman, FROSSYOUTH, Brat Star, Four Tet, Sammy Virji, Skream, Benga, bad juuju, Clearcast, Vertigo, Hamdi, Oppidan, EZYA, Loris, Latin Mafia, CA7RIEL & Paco Amoroso, Romy, BRUX, X3butterfly, Doctor Jeep, Sister Zo, Denzel Curry, 070 Shake, KETTAMA, Ben UFO, Danny Brown, Berwyn, Nia Archives, Jamie T, Ezra Collective, Headie One, MPH, JOY (Anonymous), D Double E, JME, The Streets, Underworld, Lou Nour, Coki, Mala, La Roux, Flowdan, Durrty Goodz, Kano, Thomas Bangalter, Skepta, Plaqueboymax, Denzel Curry, Hanumankind, That Mexican OT, D Double E, LYNY, Amyl and The Sniffers, Becky and the Birds, Danny Brown, BEAM, PARISI, JPEGMAFIA, Skin on Skin, Mssingno, Floating Points, Lowly, Caribou, MC Teteu, Shady Nasty, KETTAMA, Amber Bain, Reggie, Sammy Virji, CA7riel & Paco Amoroso, Lil Silva, Ezra Collective, Winny, BIA, Blanco, Kierxnmusic, Splinter Frames, Aries, Wallfacer, Young Thug, Lil Yachty, Nate Brazier, Jamie T, Oppidan, Lou Nour fka SICARIA, Hamdi and MC Dricka


(Direktlink, via Kottke)

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Crix Madine – Offworld Discoveries 21

Irgendwo zwischen klassischem Elektro und dem guten alten Detroit-Sound, den es heute leider viel zu selten auf Ohren gibt, hangelt sich Crix Madine von der Artemis II Mission inspiriert Richtung Mond. Ich flieg da mal eben eine Runde mit.

Welcome to episode 21 of Offworld Discoveries where angular melodies of IDM blends with the deepness of Detroit-inspired techno and house. This mix was inspired by the Artemis II mission where humans travelled farther from Earth than ever before. Enjoy!

Tracklist:
Nuron – Holowell (Darren Nye Elusive Mix) [SpaceTime Recordings]
Artemis II – Transmission 1 [NASA]
Mihail P – Green Route [Earthbound Recordings]
Reedale Rise – The Great Auk [Frustrated Funk]
ReKaB – I Know Your Way [Fourier Transform]
Owain K – Ghost Of Jupiter [200 Records]
Artemis II – Transmission 2 [NASA]
Derek Carr – Harvest Time [Fluid Electronics]
Gilbert – Earthscapes [Distant Worlds]
Stasis – Point Of No Return (edit) [B12]
Reedale Rise – Heliopolis [Lost Control 2097]
Derek Carr – Gravity Rules [For Those That Knoe]
Conforce – Love Hate [Meanwhile]
Bright Raven – Blackpoold (edit)[Emotions Electric]
Artemis II – Transmission 3 [NASA]
As One – Shambala (Darren Nye Rebuild) [ART/SpaceTime Recordings]
Convextion – Distant Transmission [a.r.t.less]
Russ Gabriel – Drax Copter (edit) [Calder City Development Corp]
Shed – Try [Tectonic Recordings]
Datawave – Aquila [Wave Function Records]
Artemis II – Transmission 4 [NASA]

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