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Das Kraftfuttermischwerk Posts

Weinfass mit Überdruck

Bei Duke’s Folly Wines hatte eines der Metallfässer, in denen der Wein gären soll, neulich ein „wenig“ Überdruck. Das ist wahrscheinlich gar nicht mal ganz ungefährlich, aber der Wein bzw. der Druck muss da ja trotzdem raus. So haben sie das Fass irgendwie geöffnet und eine wunderschöne Weinfontäne geschaffen.

Sometimes, yeast is ready to start the party before we are. Watch this spectacular display of cinematography by Steve Rogstad. I’ve seen (and done) a LOT of things over the years in winery cellars, but this is a new one. I want to emphasize that this was a potentially very dangerous situation that ended without injury or property damage, except for the stainless drum. Don’t try this at home!


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Drohne umschwirrt gekonnt einen fahrenden Güterzug

Vielleicht habe ich zu viel Zeit, aber ich habe gerade ein bisschen fasziniert dieses Video bis zum Ende gesehen. Ohne zu skippen. Eigentlich ist es nicht sonderlich spannend, einer Drohne beim Filmen eines fahrenden Zuges zuzusehen, aber hier sind echte Skills am Steuer. Ich hätte ja immer Sorge, dass das Fluggerät dabei zu schaden kommt. Bonuspunkte für die Soundauswahl.


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Deutsche Kaugummiautomaten und das, was aus ihnen rauskommt

Dr. Eckart Bartnik, Wissenschaftler und Fotograf, fotografiert in Deutschland die Dinger, die früher mal Kaugummiautomaten waren und heute noch sehr viel mehr als nur Kaugummis für ein paar Cent ausspucken. Davon hängen in Deutschland immerhin mehr als 800.000 – und ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal ein paar Cent in so ein Teil gesteckt habe. Dürfte schon etwas länger her sein. Aber immerhin scheint sich das für alle Beteiligten noch so sehr zu lohnen, dass all jene dieses Spiel nach wie vor mitspielen.

Bartnik fotografiert irgendwelche Automaten, die irgendwo rumhängen, dann das, was er aus diesen gezogen hat und zeigt beides auf Instagram und seiner Seite: Entzauberung – von Nicht-Orten und kindlicher Fantasie. Klasse Projekt-Idee!

In Deutschland investieren Kinder ihr erstes Taschengeld in Süßigkeiten und Habseligkeiten aus einem der 800.000 Kaugummiautomaten an Hauswänden und Gartenzäunen. Für zehn bis fünfzig Cent erhalten sie gespenstische Kaugummi-Augäpfel mit fruchtigem Erdbeergeschmack, in Kapseln verpackte, kleine Spielsachen, glitzernden Schmuck oder glitschige Monster. Diese sind ein Inbegriff für Kindheitserinnerungen.

Als Erwachsener sieht man eher die billigen, schäbigen Standorte an denen die Automaten hängen – Durchgangsstationen. Der französische Anthropologe Marc Augé prägte den Begriff „Nicht-Orte“ für monofunktionale Bereiche, denen eine eigene Geschichte, Beziehung und Identität fehlen. Fast hat es den Anschein, als seien Kaugummiautomaten Indikatoren solcher Nicht-Orte.


(via Guardian)

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Teenager versuchen, Kassetten zu hören

Ich hatte Kassetten bevor ich Schallplatten hatte. Viele. Ich fand die damals ganz geil. Abends bei RIAS Berlin Musik aus dem Westen aufnehmen und so. Auf dem Schulhof den Großen dabei zusehen, wie sie die 65ste Kopie eines Ärzte Albums für 30 Ostmark verscheuern. Das für unerreichbar halten. Auf beiden Seiten. Das manuelle Spulen, um Batterien zu sparen und Pausen zwischen die Songs zu bekommen. Mixtapes als Liebesbriefe verschenken und das alles.

Als es die dann nicht mehr gab, war es auch nicht so schlimm. Im Gegenteil. Platten waren zwar nicht wirklich transportabel, aber mit der CD waren Kassetten auf einmal total egal geworden.

Meine Große, geboren um die Jahrtausendwende, kennt die noch, weil sie damals einen Rekorder mit Aufnahmefunktion hatte. Die wüsste, wie das geht. Meine Kleine kennt den Begriff, hat die Dinger mal in der Hand gehabt, sagt aber selber, dass sie nicht mehr wüsste, wie so eine Kassette abgespielt werden müsste.

Hier hat ein Vater seinen Kids ein paar Kassetten gegeben und sie gefragt, wie sie sich die wohl anhören könnten. Sie packen es nicht. Klar.

Aber das ist alles gar nicht schlimm. Wer will sich heute schon noch mit dem manuellen Aufspulen aufhalten? Und dann das ewige Geleier! Dafür haben wir heute den Gauland. Und wirklich alt macht es auch nicht, zu wissen, wie man so ein Dingen in den Walkman bekommt. Ich habe noch Tonbänder auf Spulen gewickelt. Tonbänder!


(via Blogrebellen)

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Mit Stiften gespickter Heliumballon kritzelt einen Raum voll


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Eine interaktive Kunstinstallation von Karina Smigla-Bobinski, für die ein Heliumballon mit diversen Stiften gespickt wurde, der dann von Besuchern durch den Raum bewegt wird und so die Wände „verziert“.

„Filled up with helium, floating freely in room, a transparent, membrane-like globe, spiked with charcoals that leave marks on the walls, ceilings and floors. Marks which «ADA» produces quite autonomously, although moved by a visitor. The globe obtains aura of liveliness and its black coal traces, the appearance of being a drawing . The globe put in action, fabricate a composition of lines and points, which remains incalculable in their intensity, expression, form however hard the visitor tries to control «ADA», to drive her, to domesticate her. Whatever he tries out, he would notice very soon, that «ADA» is an independent performer, studding the originally white walls with drawings and signs.“


(Direktlink, via Maik)

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West-Berlin 1987: U-Bahnfahrt in Kreuzberg, Smogalarm und Fahrverbot

Schöne Zeitdokumente, die Privataufnahmen aus dem Jahr 1987 in Berlin Kreuzberg zeigen. Einmal U-Bahn zwischen Kottbusser Tor und Schlesischem Tor, dann vom Schlesischen Tor zum Halleschen Tor.


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Ein weiteres Video zeigt einen Sonntag mit Smogalarm und Fahrverbot.

Sonntagvormittag, 01.02.1987: Wenig Autos auf den Straßen, weil am frühen Morgen in Berlin die Smog-Alarmstufe 1 ausgerufen worden war. Schon am Vorabend war bei Bodentemperaturen von -12 bis -15 °C° und starkem Dunst der Schwefeldioxyd- Grenzwert überschritten. Erstmals galt ein Fahrverbot für alle PKW, die nicht als schadstoffarm eingestuft waren oder eine Sondergenehmigung hatten. Ausnahmen gab es für Taxis, die BVG, Polizei- und Hilfsfahrzeuge und für alle, die nach Ost-Berlin oder ins Bundesgebiet fahren wollten.

Hier Aufnahmen von der Urban- Ecke Körte- und Grimmstraße in Kreuzberg, der Graefestraße und aus meiner damaligen 1-Zimmer-Hinterhauswohnung (mit Kohleofen ohne Bad), in der ich Wohnungsanzeigen in der Berliner Morgenpost studiere. Das orangene Telefon mit Wählscheibe war nach meiner Erinnerung damals die einzige Alternative zu den mausgrauen Apparaten.

Zum Schluss Aufnahmen von den U-Bahnhöfen Hermannplatz und Südstern.

In Ost-Berlin gab es keinen Smogalarm und es wurde in der „Aktuellen Kamera“ am Abend auch nicht darüber berichtet. Man sah Bilder von fröhlichen Ausflüglern in Ost-Berlin. Offensichtlich schützte die Berliner Mauer die DDR-Bürger auch vor ganz, ganz schlechter Luft aus dem Westen.


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Interaktive Fotokarte, die durch das New York City der 80er Jahre klicken lässt

Ähnlich wie Googles Streetview haben Brandon Liu und Jeremy Lechtzin mit 80s.NYC eine interaktive Fotokollektion ins Netz gebracht, durch die man sich nun klicken kann. Dabei kann man sich dann New York City so ansehen, wie es in den 80ern ausgesehen hat. Das könnte ich mir auch für andere Städte gut vorstellen.

80s.nyc is a map-based street view of 1980s New York City, organizing publicly accessible building imagery into an easy-to-browse glimpse of the streetscape 30 years ago.

Over 5 years in the mid-1980s, the City of New York photographed every property in the five boroughs. The project had a bureaucratic origin: the photos would be used by the Department of Finance to estimate real property values for taxation purposes. Buildings as well as vacant lots were photographed, as they’re both taxed – and because it was difficult to distinguish while shooting between taxable and tax-exempt buildings like religious institutions or government offices, the photographers just shot everything. The result was a remarkable body of imagery – over 800,000 color 35mm photos in both negative and print formats.

(via Laughing Squid)

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Goldener Schleim im Industrieschredder

Meine Kleine hat hier youtubeinspiriert in diesem Jahr locker 187 Kilo Schleim hergestellt. Mitunter hat sie dafür die halbe Wohnung in Anspruch genommen. Ich verstand den Sinn dessen nicht wirklich, weil am Ende dann halt doch alles irgendwann in die Tonne wandert, aber ich habe sie machen lassen.

Wenn sie mir gesagt hätte, wie beruhigend es sein kann, einem 7,5 Kilo schweren, goldenen Schleimblop dabei zuzusehen, wie er durch einen Industrieschredder geht, wäre ich wahrscheinlich total begeistert gewesen und hätte so einen Schredder besorgt. Auch wegen des Sounds.


(Direktlink, via BoingBoing)

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