Katze mit Überlänge

Oder: Wenn Panoramafotos schief gehen…

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(Foto: FallenCoffee, via Laughing Squid)

Von einem, der in seinem Garten seltene Früchte sammelt

Ich mag ja diese Menschen, die sich um aussterbende Obst- und Gemüsesorte kümmern. Keine Ahnung, warum, aber vielleicht, weil es sehr schade ist, wenn uns neben all den Tieren über die Jahre hinweg auch noch die Früchte verlassen und Monsanto alle Felder für sich und ihren damit verbundenen Bullshit pachtet.

Ich weiß, dass es hier in Deutschland mindestens einen Apfelzüchter gibt, der sich um längst vergessene Sorten kümmert und das der deshalb mit dem EU-Recht zu kämpfen hat. Weil das so wohl nicht gewollt ist. Ich stecke da nicht so drin und finde auch den Link gerade nicht, aber das scheint mir noch unsinniger als das deutsche Urheberrecht zu sein und das will wirklich was heißen.

Einer dieser Menschen, die sich aussterbende Obstsorten kümmern jedenfalls ist der Brasilianer Helton Josue Teodoro Muniz, der in seinem Garten 1300 Früchte züchtet, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die BBC hat ihm einen Artikel gewidmet: Life as a rare fruit collector.

Helton Josue Teodoro Muniz is a rare fruit collector. He has planted and cultivated over 1,300 species in his six hectare garden in Campina do Monte Alegre, in the state of Sao Paulo, Brazil.

He was born with a motor neurone deficiency and only learnt to walk as a teenager. Today it is still difficult for him even to hold a seed.

But the childhood discovery of a fruit he had never heard of propelled him on a journey which led to the Rare Fruit Farm. 16 years later he is an internationally renowned fruit expert and author.

(Direktlink)

Skull Graveyard

Urbex Kind war auf einem alten Friedhof unterwegs. Auf einem, auf dem die Gräber bis zurück ins 18. Jahrhundert datiert sind. Das hier ist eines seiner dort gemachten Fotos. Hier das ganze Album.

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Außerdem hat er in einer verlassenen Bude eine Growing-Anlage entdeckt. Verrückt.

Jazzanova DJ-Set (Alex Barck) – Ready for the Berlin Winter?

Der Name für diesen Mix passt nicht ganz in den heutigen Frühlingsabend, aber der Tag war grau und kann gerne mit ein wenig Hippiemusik abgeschlossen werden. Die gemäßigte. Schöne. Und Jazzanova geht eh immer.


(Direktlink, via MoGreens)

Tracklist:
Jon Vaughan – Marseille Harbour
The Ozark Mountain Daredevils – What Happened Along In My Life
Fon Klement – Song For The Lady In Blue
Anita Kerr Singers – The Waltz
D. R. Hooker – Forge Your Own Chains
Crosby, Stills & Nash – Fair Game
Paul Parrish – Dialogue Of Wind And Lover
Carpenters – Get Together
Gordon Lightfoot – Beatiful
Craig Carothers – Palomas De Las Flores
Tim Green – Music Of The Skies
Bobbie Gentry – Peaceful
Janis Ian – The Man You Are In Me
Jon Lucien – War Song
Dusty Springfield – See All Her Faces
Edwards Hand – Close My Eyes
Jimmy Curtis – Where Can I Hide?
Bernie Leadon – Glass Of

Wenn mal kein Abschleppseil da ist: Anschieben

Derweil in Russland.

(Direktlink, via reddit)

Wochenende, gif’d

Läuft bis Montag und auch darüber hinaus.

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(von Gon zoh, via Tasmo)

Smashing Pumpkins – To Sheila (Introspecter Remix)

Sich elektronisch an die Pumpkins wagen, kann auch recht fix in die Hose gehen, glaube ich, aber dieser dronige Ambient-Remix, den Introspecter aus “To Sheila” gemacht hat, ist ziemlich geil geworden.


(Direktlink)

BASF sucht Experten für ihre Chemtrails


(leider aus der Titanic, via reddit)

Probleme, die uns in der Werbung verkauft werden, als GIF-Sammlung

Wenn es Lösungen eines Problems, dass es eigentlich nicht gibt, zu verkaufen gilt, wird Werbung schon mal kreativ und denkt sich derartige Probleme einfach aus. Denn wer von euch wollte schon immer mal eine Banane in eine Bierflasche stecken, na? Auf imgur hat einer mal die Probleme, die es nicht gibt, in eine GIF-Sammlung gesteckt. Und ich stecke mir jetzt eine Banane in die Mate-Flasche. Das wollte ich schon immer mal!


(via Blogrebellen)

Schwingende Saiten einer Harfe im Sonnenlicht

Diesen Effekt gab es auch schon mehrfach an Gitarren zu sehen. Harfe ist mir neu und das ist ein #perfectloop in Bild und Ton.


(via reddit)

Deichkind beim Echo 2015: Refugees Welcome

Man kann von der deichkindischen Attitude halten, was man will. Also generell jetzt, und ich weiß, dass diese durchaus diskutabel ist, aber das hier ist ein Statement.

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(Foto: Deichkind, via Martin)

Die Teletubbies in schwarz-weiß auf Joy Divisions “Atmosphere”

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Obiges, irgendwie apokalyptisches Foto geistert seit ein paar Tagen auf Twitter umher. Einige fühlten sich dadurch an Joy Divisions “Atmosphere” erinnert, Christopher G. Brown liefert und packt beides zusammen. Internet eben.

(Direktlink, via Martin)

Bob Marley – Redemption Song

(Direktlink)

Ein Korb voller Beeren (für Flüchtlinge in Deutschland)

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(Foto: Andrey, CC BY 2.0)

Zwei Vollzeit-Sozialarbeiterstellen für 170 Flüchtlinge aus mindestens vier Nationen im neuen „Container-Dorf“ um die Ecke. Sprachbarrieren ohne Ende und auch ohne endgültiges Verständnis auf allen Seiten. Mehr ist nicht drin. Keine Begleitung dabei, wenn sie die neue Stadt zu erkunden versuchen, die mit <150.000 Einwohnern kein Dorf ist, was man schnell mal ablaufen kann. Keine konkrete Begleitung beim Arztbesuch, keine Begleitung beim Einkauf. Sprachbarrieren ohne Ende. Völlig auf sich gestellt - vermutlich viel zu teuer - irgendwo irgendwas kaufen müssen, von dem sie nur ahnen können, was das am Ende sein könnte. Keine konkrete Hilfe beim Kochen in der neuen Küche, weil zwei Sozialarbeiter das nicht leisten können.

Kommunikation mit den neuen Kitas und den neuen Schulen ihrer Kinder, in diese diese jetzt geschickt werden: Unmöglich. Weil das Englisch meistens auf beiden Seiten eher mäßig ist und deutsch für sie genauso schwer ist, wie für die deutschen Erzieherinnen/Lehrerinnen ihre Sprache. Rückzug auf beiden Seiten. Resignation. Immer in der Hoffnung, dass es irgendwie dennoch funktionieren könnte, was es nicht tut, wenn sich neben der staatlichen Unterstützung, die sich primär auf finanzielle Mittel versteht, keiner bemüht.

„Integrationsberater“, die entweder überfordert, unfähig oder leider beides sind. Ohne weitere Hilfe, neben der staatlich gewährten und so mager angedacht finanzierten Unterstützung, sind diese Menschen völlig auf sich gestellt. Wie in einem Wald ausgesetzt, mit einem Korb voller Beeren in der Hand. Nebst dem Hinweis, dass dieser Wald sie schon irgendwie durchbringen würde. Ohne Kompass, ohne GPS, und vor allem ohne das Wissen, ob sie diese Beeren überhaupt essen können.

Und dann verlangt der Wald von ihnen, dass sie genau so werden, wie der Wald ist. Damit sie nicht auffallen. Nicht stören. „Integration“ und so. Integration, die kaum einer begleitet und die im besten Fall nicht mehr als zwei Sozialarbeiterstellen für 170 dieser Menschen neben der Grundsicherung kosten soll. Weil mehr Geld nicht ausgegeben werden soll, nicht eingeplant ist. Das alles, ohne ihnen tatsächlich mal gesagt zu haben, wie es denn in diesem Wald so zu geht. Weil das Geld für Menschen, die ihre Sprache verstehen, ja nicht da und auch nicht eingeplant war - und somit auch nicht ausgegeben wird.

Das ist diese geforderte „Integration“, von der immer alle Politiker und Deppen reden, die nicht wissen, wie es „da unten“ tatsächlich zugeht. Weil nicht mal die Vorraussetzungen dafür tatsächlich gegeben sind. Der Bund konkretisiert diese einzig aufs Geld, dass er nicht mal ausreichend auszugeben bereit ist.

Das ist dieses Deutschland, von dem immer alle reden.

Ich geh mal eben im Keller Klamotten und Ideen sammeln. Für das neue „Container-Dorf“ um die Ecke. Irgendwie was machen, was helfen kann.

[Disclaimer] Ich betreue beruflich täglich 3-5 Flüchtlingskinder aus Syrien, die in einer 2500-Seelengemeinde „abgeworfen“ wurden. Ohne „Container-Dorf“. Sie versuchen, sich dort irgendwie zu integrieren. Bemühen sich darum sehr. Das funktioniert irgendwie. Mehr schlecht als recht, aber es funktioniert. Nicht wegen der Grundsicherung oder der staatlich gewährten „Integrationsberatung“, die gerne – aus welchen Gründen auch immer – mit ihrer Beratung immer neben dem eigentlich Möglichen liegt. Es funktioniert, weil sich Menschen neben der staatlichen Instanz um diese Flüchtlinge kümmern. Weil sie tatsächlich helfen wollen. Jeder mit seinen ganz persönlichen Möglichkeiten. Und ohne die Hilfe würde es halt nicht funktionieren. Schon gar nicht bei zwei auf auf 170(!) im Wald mit einem Korb voller Beeren in der Hand. Von denen sie nicht mal wissen, ob sie diese essen können.

Die Titanic zu Kai Diekmann

Kann man so stehen lassen, denke ich. Aktueller denn je.


(via Silbermund)