Blutroter Mond, gif’d

In Nord- und Südamerika konnte man heute eine totale Mondfinsternis bestaunen.

Der Mond war bei der ersten kompletten Finsternis seit Dezember 2011 vollständig von der Erde überschattet. Die Finsternis trat in der Nacht zum Dienstag auf. Sie begann nach Mitteleuropäischer Zeit um 04:53 Uhr und endete um 10:37 Uhr.
Der Mond war 75 Minuten lang komplett vom Schatten der Erde überdeckt. In den einzelnen Phasen seiner Reise leuchtete er in verschiedenen Farbtönen von Orange über Rot bis Braun.

Redditor jobig hat die Finsternis in ein GIF gepackt und das sieht furchtbar derbe geil aus. Der Mond; blutrot.

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Kölner Staatsanwaltschaft bringt Reverse-Graffitis zur Anzeige

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(Foto unter CC von KylaBorg)

Die beklemmendste Satire schreibt dann eben doch nicht der Postillon sondern das Leben selbst. In Köln nämlich ist man sackig auf die Leute, die mit Hilfe von Schablonen, Zahnbürsten und Kärcher den Dreck von den Häuserwänden holen und dabei nette, “saubere” Bilder hinterlassen. Reverse-Graffiti, kein so neues Ding, aber auch keines von dem man je dachte, dass sich daran auch nur irgendwer stören könnte. Die taz titelt ganz passend: “Unser Dorf soll schmutzig bleiben“. Weil gleichmäßiger Schmutz ist gut für alle und irgendwie auch viel schöner, scheint die Kölner Staatsanwaltschaft zu meinen und bringt jetzt jeden erwischten Fall von Reverse-Graffiti zur Anzeige.

All der Dreck von Verkehr und Industrie hat sich festgesetzt in den Nachkriegsbetonflächen und stellt so die perfekte Leinwand dar für eine neue Form der Street Art, die man Reverse Graffiti nennt: Künstler malen Bilder an Wände irgendwo in der Stadt, doch nutzen sie dafür keine Farbe, sondern Sandstrahlgeräte, Hochdruckreiniger oder Zahnbürsten. Sie befreien Teile der Wände von altem Ruß und Staub, und wie bei einer Radierung entsteht im Kontrast zwischen schmutziger und frisch geputzter Wand das urbane Kunstwerk. Vergänglich, umweltfreundlich, und ohne Sachschäden.

Die Grüne Jugend NRW fragt mit einem offenen Brief mit 10 Fragen mal nach, ob die da in Köln noch alle Latten am Zaun Dreck an den Wänden haben und ob das so muss.

1. Ist das private Säubern von Flächen Ihrer Meinung strafbar? Wann werden Einwohner*innen der Stadt Köln darüber informiert, dass sie ihre eigenen Wohnungen nicht mehr säubern dürfen?

2. Wann möchte die Verwaltung endlich Rußpartikel und deren Erzeuger*innen sanktionieren?

3. Ist die Verwaltung der Meinung, dass städtische Straßenreinigung durch ihre Maßnahmen zur städtischen Sauberkeit Kosten entstehen lässt, da die anderen Flächen hinterher dann ebenfalls sauber gemacht werden müssen?

4. Wäre es sinnvoller, die Stadt gleichmäßig im Dreck versinken zu lassen? Wenn ja: Bitte die einzelnen Veedel nach Drecksqualiät auflisten.

5. Wird zu diesem Zweck überlegt, Müll und Dreck von Gebieten in andere zu bringen?

6. Wie geht die Verwaltung mit dem Sandstrahlen des Kölner Doms um, da dieser nur stückweise gereinigt wird?

7. Wird Regen, der ebenfalls nur partiell öffentlichen Raum säubert, auch zur Anzeige gebracht?

8. Wird geplant, Strafanzeige gegen Tauben zu stellen, da diese in einigen Stadtgebieten mehr Dreck machen als in anderen?

9. Wird das Entfernen von Hunde- und anderem Kot in Köln ebenfalls bestraft?

10. Sollte man zukünftig davon absehen, Müll aufzuheben, um einer Anzeige zu entgehen?

Ein Igel am Piano

Der Igel Marutaro macht nicht nur Selfies von sich, die er dann ins Netz pumpt, nein. Er spielt auch Piano, mit Vorliebe Jazz.


(via reddit)

Tanzen

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Ein zurückhaltender MC auf liquidem Drum ‘n’ Bass: Upzet & MC Fava – Broken-hearted

Matze aka DJ Upzet hat mich heute zeitlich so ziemlich genau auf den Punkt erwischt, denn ich suchte vorhin ziemlich lange nach hörbaren D’n'B Mixen, die zum Träumen und nicht nur zum Ärsche treten einladen. Da gab es so einiges, aber nichts wirklich Überzeugendes. Das ist seit genau gerade eben anders, denn dieser Mix kommt mit all den Basswellen, auf denen die Trommeln schlagen, um die Ecke, wie ich diese gerade gerne haben will. Und selbst der MC, der mir meistens schon spätestens nach 11:37 Minuten auf den Saque geht, bricht hierbei nicht den Flow. Im Gegenteil. So kann ich MCs gerne haben. Wirklich.

Was ich sagen wollte: Tanzen ist träumen mit den Beinen und das geht hiermit gerade ganz außerordentlich gut.


(Direktlink)

Tracklist:
01 Hybrid Minds – Lost [Audioporn]
02 Gerwin & Nuage – Back in the Moments [Fokuz Recordings]
03 Macca & Vector – Dawn [Inform Records]
04 Sabre, Stray & Halogenix feat. Frank Carter III – Oblique [Critical Music]
05 Bulb feat. MC Fava – Still there [Celsius Recordings]
06 Detail & Tiiu – Days go by [Symmetry Recordings]
07 Wintermute – Clouds [Katakis Recordings]
08 Nymfo – Whenever You need me [CIA Recordings]
09 Credit – Hearts & Minds [Limitless]
10 Camo & Krooked – Change me (Submorphics Remix) [Hospital Records]
11 Bungle – Astral Travel [Soul:r]
12 S.P.Y – Love hurts [Hospital Records]
13 Need For Mirrors – Silent Runner (feat. Jasmine Spence & Grimm) [Drum&BassArena]
14 Seba feat. Robert Manos – Madness [Secret Operations]
15 Grifta – Risico [Bokeh Music]
16 Wintermute – Something lost [Beatalistics]
17 Eavesdrop feat. Yoomia – Violin Blossom [LOOP]
18 Calibre – Don’t want your Love [Samurai Music]
19 Apex – The Yearning VIP [Horizons Music]
20 Smote feat. MC Fava – Soul is gone [Reverse Audio]
21 Jakwob – Blinding (Hybrid Minds Remix) [Liquicity Records]
22 Etherwood – Weightless [Medschool]
23 Fred V & Grafix – Denmark Road [Hospital Records]

Binkbeats spielt Aphex Twins “Windowlicker”

[Update] Kaum verbloggt, schon geogefickt. Naja, ihr wisst ja wie das mit ‘nem Proxy geht und so, nech.

Binkbeats habe ich hier nicht zum ersten Mal. Nun hat er sich in Koop mit dem Boiler Room Aphex Twins “Windowlicker” vorgenommen und diesen auf seine ganz eigene Art und Weise elektronisch live interpretiert.

Binkbeats is an artist from the Netherlands whose covers of current artists such as Baths, Amon Tobin and Flying Lotus have gotten him accolades online. They’re not just your ordinary cover – he performs them live in one take, with his ultimate aim being to hunt down the songs’ sounds as closely as possible; and he consistently succeeds in putting his own creative spin on them.

(Direktlink, via r0byn)

Die Sache mit den Zäunen, die zu übersteigen es gilt

Wait for it.

(Direktlink, via TDW)

Epic Grilled Cheese

Ich bin hier gerade selber am Kochen, weshalb mich dieses womöglich geilste aller geilsten Grilled Chesse Toasts nur sekundär berührt, was sich aber ganz sicher ändern wird, wenn ich das sehe und dabei Hunger haben sollte. Das macht locker 4-5 Leute zum Mittag satt und geht etwas variiert ganz sicher auch fleischlos. Ich geh mal eben essen.

We whipped up a little something special in the L.A. Times Test Kitchen for National Grilled Cheese Day. It’s a 20-layer grilled cheese with everything from American cheese to tater tots and a quesadilla to meatballs, lox and White Castle burgers — and a pickle on top, of course. Enjoy!

(Direktlink, via Devour)

Das geht euch einen Scheissdreck an!

Ein wohl schon zehn Jahre altes Gedicht von Wilfried Schmickler, was an seiner Aktualität nicht das Geringste eingebüßt hat. Im Gegenteil.


(via Murdelta)

Kids von heute und ein Walkman

Kinder von heute mit der Technik von gestern. Heute: der Walkman. Und irgendwie finden den alle der Kids voll kompliziert. Ich auch.

Vor zwei Jahren ging schon mal ein ähnliches Video rum, in dem ein Vater seiner 13-jährigen Tochter erstmalig eine Schallplatte in die Hand legte.

(Direktlink, via BoingBoing)

Neues von Banksy

Im englischen Cheltenham ist am Wochenende dieses Mural an einer Häuserwand entstanden. Stil und Thematik legt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um eine Arbeit von Banksy handelt. In Cheltenham sitzt der Geheimdienst GCHQ. Auf dem Bild hören Schlapphüte eine Telefonzelle ab. Passt.

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(via StreetArt News)

Auf der Seite von Banksy ist dieses Mural, sollte es tatsächlich von ihm sein, bisher noch nicht zu sehen, dafür aber ein Pärchen, das ganz verliebt und voll romantisch aneinander vorbei auf seine mobilen Endgeräte starrt.

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Speichermedien, neun Jahre später

Ich schwärme ja immer gerne noch von der 40 MB-Festplatte, die ich einst für meinen Atari ST kaufte, und die damals locker die Größe eines Plattenspielers hatte, sich dann im Keller die Füße in die Platte stand und letztendlich auf dem Speermüll landete.

Heute habe ich eine 500 GB HD und aktuell – seit 3 Jahren – recht die tatsächlich. Eine zweite, externe, mit der selben Größe macht das möglich, wenn auch nicht für immer. Freier Platz auf der Platte ist immer gut und natürlich auch notwendig.

Die erste Speicherkarte meiner ersten DSLR hatte damals 128 MB, was sich schon zwei Jahre später als nicht mehr ausreichend erwies. Die aktuelle Karte hat 32 GB. Das reicht. Im Moment.

Letztens ging ein 1 TB Stick durchs Netz. Ein verfickter Terrabyte auf einem Stick, der in jede Hosentasche passt. Teuer ist der noch, was er aber sicher nicht bleiben wird, und früher oder später werden viele von uns so ein Teil täglich mit sich herumtragen. Meine 40 MB HD für den Atari hätte nicht mal in meinen heutigen Rucksack gepasst. Entwicklung, Du krasses Ding!

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(via KTH)

Seifenblasen-Makro: Rainbow Bubbles

Tolles Makro-Video von Seifenblasen, welches Oliver gemacht hat, der überhaupt ziemlich coole Videos macht. So lässt er auch schon mal fluoreszierende Farbe auf einem Bassteller tanzen. Aber natürlich geht nichts über Seifenblasen!

(Direktlink)

Welche Farbe ist eigentlich “Hautfarbe”?

(via Blogrebellen)

Ein Film über Kreuzberg aus den frühen 80ern: Menschen, Häuser

Berlin-Kreuzberg 1983. Wie das alles aussah.

“Menschen, Häuser” ist ein Dokumentarfilm, der im Jahre 1983 als Auftragsarbeit entstand. Peter Mueller versucht einen Eindruck zu geben in die Situation der behutsamen Stadterneuerung der frühen 80er Jahre in Berlin-Kreuzberg. Er portraitiert die verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Kreuzberg, zeigt die Häuser in denen sie wohnen und macht einen Abstecher in die Geschichte des Stadtteils.

(Direktlink)

Foodporn, Gebäck, Kaffee und eine kleine Internetgeschichte

(Direktlink)

Vor gut drei Wochen fand ich das obige Video auf reddit. Es ist so ziemlich das geilste, was ich an Food-Fotografie je gesehen habe. Wenn der Begriff “Foodporn” ob der optischen Darstellung von Essbarem je irgendwo perfekt gepasst haben sollte, dann bei diesem Video. Und die machen nur so geile Videos. Ich lies den Tab dann 10 Tage offen und wollte es eigentlich verbloggen, was ich dann, aus welchem Grund auch immer, doch nicht tat. Irgendwann war der Tab zu und ich vermisste ihn auch nicht. Überlegte aber, so lange er offen war, jeden Tag, das Video zu bringen. Es beeindruckte mich wirklich sehr. Soweit nichts Ungewöhnliches.

Gestern Abend allerdings schrieb mir jemand auf Facebook eine Nachricht, ob ich denn helfen könnte, ein Video zu finden, was ich verbloggt hätte. Es ginge um ein Video, das auf völlig grandiose Art zeigen würde, wie irgendein französisches Dessert gebacken wird. Ich war mir ziemlich sicher, zu wissen, welches Video gemeint ist, auch wenn mir nicht ganz klar war, wieso es ausgerechnet meinem Blog zugeschrieben wurde. Ich antwortete vorhin und siehe da: genau dieses Video, was ich eigentlich erst bloggen wollte und es dann doch nicht tat, wurde von jemandem auf meinem Blog vermutet. Manchmal ist komisch.

Ugandische Kids beim Tanzen

(Direktlink)

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(via KTH)

Jacques-Yves Cousteaus verlassene Unterwassserstation “Precontinent II”

Das hier über dem Meeresspiegel alte Bauwerke vor sich hinrotten ist kein Geheimnis, dass es Derartiges aber auch unter Wasser gibt, war mir bis eben nicht ganz klar. In den 60er und 70er Jahren wurden einige dieser Unterwassserstationen in die Weltmeere gebaut. Sie dienten der Erforschung insbesondere der Offshore-Tauchtechnik und des Sättigungstauchens, auch wurden neue Erkenntnisse in Zoologie und über die Unterwasserfauna gewonnen. Damals -natürlich- mit dabei der Mensch gewordene Neptun Jacques-Yves Cousteau, der gleich einige dieser Unterwasserhäuser ins Meer setzte. Eines von denen: Precontinent II, gebaut 1963 in Shaab Rumi vor Port Sudan, welches damals so aussah: Ein Haus in Seesternform mit Unterwassergarage für ein U-Boot in 10 Meter Tiefe. Ein weiteres in 27 Meter Tiefe gelegenes zweistöckiges Haus als stehender Zylinder. Die wohl erste Unterwassersiedlung. Hier weitere Bilder vom Bau der “Precontinent II”. Später dann wurde auf den Bau dieser Stationen verzichtet, da der Aufwand enorm und kürzere Tauchgänge sinnvoller waren.

Anders als an Land allerdings wurden sich diese Stationen nach dem Verlassen relativ schnell von der Natur zurückgeholt und dienen heute als Lebensraum der Seebewohner. Außerdem sind sie beliebte Ausflugsziele für Taucher. So hat auch Don Questo im letzten Jahr Filmaufnahmen von Precontinent II gemacht und wenn man nicht wüsste, was sich unter den Korallen und Anemonen befindet, würde man wahrscheinlich nicht mal Notiz davon nehmen.

(Direktlink | Danke, Bewitchedmind!)

Verlosung: 2×2 Tickets für “20 Jahre Donots – das Geburtstagskonzert” in Ibbenbüren

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Donots, 20 Jahre Alternative-Rock aus Ibbenbüren. Die Donots kenne ich natürlich. Ibbenbüren musste ich trotzdem gerade erstmal in Google suchen. Nordrhein-Westfalen – für mich ziemlich weit weg also. Aber Musik kennt ja schließlich spätestens seit dem Internet keine Entfernungen mehr.

Aber von dort kommen sie und genau deshalb feiern die Fünf am 16.04.2014 auch genau dort ihr 20-jähriges Bandjubiläum. In der Scheune Ibbenbüren. Und es ist schon erstaunlich, wie gut die nach 20 Jahren Rock’n'Roll auch heute noch aussehen. Echtjetztmal!

Nach so langer Zeit spielen sie wahrscheinlich eher doch lieber auf größeren Bühnen, wie ihre Festival-Bio zeigt, aber keine Bühne ist im Herzen größer als die, wo dein zu Hause ist. Somit wird das wohl ein eher intimer Club-Gig. Zu Hause. Und so. Manchmal sind genau das die besten, glaube ich. Vor allem dann, wenn eine Band genau 20 Jahre später auf genau der Bühne muckt, auf der sie damals ihren ersten Gig gespielt haben. Und ich würde glatt selber hingehen, wenn Ibbenbüren von hier aus nicht so verdammt weit weg wäre.

So aber könnt ihr 2×2 Tickets für den Abend in der JZ Scheune in Ibbenbüren abstauben. Das hat ja auch was. Für euch. Noch besser wäre, ihr bezahlt die Tickets, denn der komplette Erlös geht an einen ortsansässigen Verein, der sich um Musiker kümmert. Also für jene, die hier nicht das Glück haben.

Alles was Ihr dafür tun müsst, ist bis Dienstag, den 15.04, 08:00 Uhr, hier unter der Angabe einer gültigen Mail-Adresse einen Kommentar zu hinterlassen. Sollten das mehr als zwei Leser tun, entscheidet – wie immer – Random.org darüber, an wen von euch die Tickets gehen. Und ich hab ja hier wohl mehr als nur zwei Leser aus Nordrhein-Westfalen, die die Donots mögen, oder? ODER? Wenn nicht, sind die Chancen natürlich schon ziemlich groß.

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