DDR-Alltag in einem Fotoband: Thomas Hoepker – DDR Ansichten

Ein offenbar nicht ganz frischer aber ganz toller Fotoband des in München geborenen Fotografen Thomas Hoepker, der mit seiner Frau, der Journalistin Eva Windmöller, seit Beginn der 70er Jahre für mehrere Jahre in der DDR akkreditiert war und über die Politik und den Alltag in Ostberlin berichtete. Gemeinsam arbeiteten sie dort drei Jahre und vermittelten dem Westen ein Bild des Lebens im anderen Teil Deutschlands. In diesem Bildband dokumentiert Hoepker den Alltag in DDR von 1959 bis zur Wende: Aufnahmen von spielenden Kindern an der Mauer, Parteikundgebungen, Propagandaplakaten, alten maroden Fassaden und leeren Vitrinen im Supermarkt. Bei Magnum Photos kann man sich viele der im Buch enthaltenen Fotografien ansehen und die sind durchweg großartig.


(via Ostprodukt)

Das Merkel-Emoticon

(-_-)
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(via Christian)

DJs, jetzt auch gefördert von der Arbeitsagentur: machen sie sich selbstständig

Hihi.


(via Danke, ihf!)

Hooligans gegen Dummheit: “Hört auf, so verdammt dämlich zu sein”

Bildschirmfoto 2014-10-29 um 09.49.58

Innerhalb der offenbar nicht homogenen Hools-Szene entwickelt sich Widerstand gegen jene, die wie in Köln marodierend durch die Straßen zogen, um dann mitteilen zu wollen, man möchte nicht als Neonazi wahrgenommen werden. So hat sich eine Facebook-Gruppe mit dem Namen “Hooligans gegen Nazis” gegründet, die ankündigt, dass sie Verhältnisse wie in Köln nicht einfach hinnehmen wird, sollte es in Hamburg am 15.11. zu der aus dem HoGeSa-Umfeld angemeldeten Demo kommen. Außerdem hat eine andere Gruppierung, die sich wohl den Namen “Hooligans gegen Dummheit” nennt, auf dem Lower Class Magazine einen offenen Brief veröffentlicht, den man ruhig mal lesen kann.

Nicht Pyros, Steine und ein umgefallener Bullenwagen sind das Problem. Dass ihr nicht im Stande seid, vernünftige Gedanken zu formulieren, macht euch so verdammt unsympathisch. Offener Brief an alle Hools, Ultras und anderen Teilnehmer der HoGeSa-Proteste

Wir haben nichts gegen Hools und Ultras. Im Gegenteil, wir gehen selber ins Stadion und irgendeinen Hippiefimmel für immerwährende Gewaltlosigkeit haben wir auch nicht. Wir sind auch nicht dagegen, dass Fußballfans Politik machen. Im Gegenteil, wir glauben, das ist eine wichtige Sache. Im vergangen Jahr waren in Istanbul vier Millionen Menschen auf der Straße, haben die Bullen vom zentralen Platz in der Stadt vertrieben und den Staat massiv herausgefordert.

Jungs und Mädels aus allen Vereinen gingen gemeinsam auf die Straße, Besiktas, Glatasaray, Fenerbahce, mit einem Schal in allen Farben: Istanbul United. Gegen Korruption, teure Mieten, beschissene Arbeitsbedingungen, die Islamisierung der Gesellschaft und die Unterdrückung von Minderheiten wie Aleviten und Kurden. Vier Millionen Menschen, Straßenschlachten, die über Tage gingen, Tote durch Polizeigewalt – und trotzdem gab es viel Sympathie für die Leute, die da gekämpft haben.

Sagt doch, wo ihr steht

Keine Nazis? Entweder ihr verkauft euch selber für dumm oder denkt, alle anderen sind noch dümmer.
Warum waren die sympathisch und ihr seid es nicht? Weil ihr euch so verdammt dämlich anstellt. Ihr geht auf eine Demonstration, an der Neonazis der Partei „Die Rechte“ teilnehmen, bei der Leute den Hitler-Gruß zeigen, bei der ein Mob „Deutschland den Deutschen. Ausländer raus“ und “Nationaler Sozialismus jetzt” skandiert und ein Typ rumläuft, der sich das Tor des KZ-Buchenwald auf den Schädel tätowieren hat lassen. Und dann beklagt ihr in diversen Internetforen und auf euren schönen Seiten die „Lügenpresse“, die euch Nähe zu Rechten vorwirft. Was erwartet ihr denn? Glaubt ihr, die Menschen sind so dumm, wie ihr sie gern hättet? Jeder Blinde erkennt, was da gespielt wird.

Eure Verteidiger sagen: „Klar, da waren ein paar Neonazis, aber nicht viele.“ Seid ihr so armselig und ungebildet, dass ihr die neonazistische Ideologie nicht kennt? Ihr wollt gegen „Salafisten“ demonstrieren, zumindest angeblich, weil die so inhuman sind. Wo sind denn Nazis humaner? Waren sie humaner, als sie alle, die ihnen nicht gepasst haben, in Massenhinrichtungen erschossen oder in Vernichtungslagern vergast haben? Waren sie humaner, als sie an Menschen medizinische Experimente durchgeführt, sie auf offener Straße erhängt haben? Waren sie humaner, als sie die ganze Welt mit einem Krieg überzogen haben, der in der Geschichte seines Gleichen sucht? Und Leute, die das geil finden, stehen neben euch auf einer Demonstration. Und ihr erwartet, dass man euch nicht Idioten, Rassisten, Rechte nennt? Warum denn, wenn ihr so handelt?

[...]

Hört doch einfach mal auf, so dämlich zu sein

Eure „Argumente“ sind faule Ausreden. Ihr wollt gegen „Salafisten“ sein, aber in Wahrheit hetzt ihr gegen jede Muslimin, jeden Muslimen. Hand aufs Herz. Wer von euch hat sich denn wirklich die Mühe gemacht, zu lesen, welche Strömungen es im Islam gibt? Wer von euch weiß, was Sunniten, was Schiiten, was Aleviten sind? Es ist euch scheissegal. Weil es euch um Hetze gegen „andere“ geht, auf die ihr eure Probleme projiziert, und die euch als Sündenböcke dienen.

Ihr wollt nicht über euren Tellerrand schauen. Ihr seid gefangen in einer wahnhaften Welt, in der ihr euch gegenseitig bestärkt. Ihr könntet anfangen, wie Menschen unter Menschen gegen Kapital und Staat aufzustehen, und eure blödsinnigen Einteilungen der Welt in „Ausländer“ und „Deutscher“ sein lassen. Ihr könntet das tun und damit anfangen, Gedanken zu entwickeln, die aus euch tatsächlich politische Menschen machen und nicht eine Horde Besoffener auf der Jagd nach dem wahren Deutschtum.

Hier der komplette Text.

Und um das alles noch ad absurdum zu führen mischen die Hooligans gegen Hooligans auch noch mit.

Vier Augen sehen mehr als zwei Augen

Da lässt sich zu Halloween schon die ein oder andere Irritation mit verursachen. “My friend outdid herself for this costume.”


(via reddit)

US-Raumfrachter “Cygnus” explodiert beim Start

Die Rakete Antares, die den unbemannten US-Raumfrachter “Cygnus” mit Nachschub zur ISS schicken sollte, ist gestern Abend Sekunden nach dem Start explodiert. Das erinnert mich daran, dass Raumfahrt bei all meiner Begeisterung für sie, immer noch kein Kindergeburtstag ist.

(Direktlink)

Junge Frau läuft 10 Stunden durch New York und wird über 100 Mal vollgequatscht

Ich kenne das so nicht, aber erstens bin ich keine Frau und zweitens bin ich nicht der Tüp, der irgendwelche Leute auf der Straße vollquatscht. Es sei denn ich brauche mal eben Feuer. Und dann nur das.

Ich weiß allerdings von meiner Großen, dass ihr das hin und wieder passiert und das sie deshalb bestimmte Orte meidet. Das geht soweit, dass sie bestimmte Wege lieber zu Fuß oder auf dem Fahrrad zurücklegt, auch um Belästigungen aus dem Weg zu gehen. Und wenn ich “Belästigungen” schreibe, dann meine ich verbale “Belästigungen” die auch über ein freundliches “Hi” hinausgehen und denen sie sich irgendwann nicht mehr aussetzen wollte. So hat sie zumindest für sich einen Weg gefunden, diese Art von Belästigungen zu umgehen. Sie läuft im Winter lieber 20 Minuten durch die Kälte oder fährt Rad, als eine bestimmte Buslinie zu nehmen, die für den selben Weg nur fünf Minuten bräuchte.

Sie hat somit für sich einen Weg gefunden, die von ihr schon so wahrgenommenen angstbesetzen Räume zu umgehen, was nicht heißt, dass sie somit allen Belästigungen entgehen kann. Die finden dann halt weniger aber trotzdem statt. Ich kann da nichts gegen tun, außer ich würde sie 24/7 begleiten, was aber auch nicht Sinn der Sache ist und selbst das schließt irgendwelche Belästigungen nicht aus. Und ich finde das schlimm.

Diese junge Frau hier ist 10 Stunden lang durch New York gelaufen und hat dokumentiert, wie oft sie von wildfremden Männern vollgelabert wurde. Mal freundlich – mal penetrant, aber immer ohne das sie auch nur einem irgendein Signal dafür gegeben hätte, vollgelabert werden zu wollen. Mir würde das irgendwann ziemlich bis sehr auf den Saque gehen und ich könnte mir nicht vorstellen, dass jeden Tag erleben zu müssen.

(Direktlink, via Dangerous Minds)

Surfing @ 1000 Frames per Second

Zeitlupenstudien von Chris Bryan.

(Direktlink)

Kleines Geisterstädtchen in den Staaten wird versteigert

Für ein Crowdfunding dürfte es zu spät sein. Die Auktion, die das kleine Städtchen Johnsonville im US-Bundesstaat Connecticut zu Geld machen will, endet am Donnerstag. Die Verkäufer erwarten einen Mindestpreis von 800.000 Dollar. So hoch würde das zu erst abzugebene Startgebot liegen.

(Direktlink)

Johnsonville wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und hatte offenbar nie wirklich viele Einwohner, dafür aber einen See vor der Tür. Seit 16 Jahren wohnt dort nun niemand mehr und die Fotos versprechen eher Idylle anstatt Geisterstadt.

Geboten werden kann auf dem Auktionhaus Auction.com und für die 800 amerikanischen Tacken bekommt man nicht wenig. Das letzte Grundstück von dem ich runter musste brachte dem Besitzer 380.000 EURO für 300 Quadratmeter und kernsanierungsbedürftiger Villa. Allerdings steht die hier in Potsdam.

Auf den 250.000 Quadratmetern, die zum Verkauf stehen, liegen unter anderem ein Gemeindehaus, ein Einkaufsladen sowie mehrere Wohnhäuser, alle erbaut um 1840. Eine Garnfabrik bildete einst das wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde, doch nach einem Blitzeinschlag kam die Produktion zum Erliegen und die Einwohner verließen die Stadt.
(SpOn)

Dumpf, brutal, geil auf Gewalt – BILD

Hat die Bild ja ganz gut hinbekommen, den neuen Slogan auf dem heutigen Titelblatt.

Das Video einer Privatparty in den 60ern auf Wiz Khalifas “Black and Yellow”

Gefeiert wurde immer, auch wenn die Menschen auf den Feiern immer andere Mode trugen und eben meistens andere Musik hörten. Wenn man, wir hier, Aufnahmen aus verschiedenen Zeitepochen miteinander verbindet, funktioniert beides heute zusammen ausgesprochen gut. Erstmal durch Muttis Super8 Aufnahmen graben.

My husband took silent video footage of his grandparents partying in the 60s and added hip hop music. The result was delightful, to say the least.

(Direktlink, via reddit)

Sorry Farbe leer

Kein Ding, passiert den Besten.

Sturmhimmel, timelapsed, die zweite

Im Februar hatte ich hier ein atemberaubendes Timelapse-Video, das Nicolaus Wegner von Sturmhimmeln aufgenommen hatte. Und weil das offenbar ziemlich rumgegangen ist, hat er jetzt mit Stormscapses 2 noch eins nachgelegt, was kein bisschen weniger beeindruckt. Wahnsinn, was da oben so los ist manchmal.

High plains storms are some of the most beautiful and wild in the world. I spent May – September 2014 photographing all types of severe weather in Wyoming, Montana, South Dakota, Nebraska, and Colorado. This time lapse project is a result of that effort. From rainbows to tornadoes, there is a little bit of everything in here.

(Direktlink)

Wie man einen Bären wegschickt

Gar nicht mal so schwer. Reden hilft. Allerdings würde ich mich auf diese Strategie nicht immer verlassen wollen.

(Direktlink, via Say OMG)

Naziaufmärsche der HoGeSa für den 15.11. in Hamburg und Berlin angemeldet

Das es aus dem HoGeSa-Umfeld eine Anmeldung für Hamburg am 15.11. gibt, war gestern schon klar. Für Berlin gerüchtete es gestern noch, dass die Rechtsradikalen hier vor dem Brandenburger Tor gerne am 09.11. aufmarschieren wollten. Nun jedoch liegt ganz konkret eine Anmeldung für den 15.11. vor – Innensenator Frank Henkel prüft ein Verbot der Kundgebung in Berlin.

Die Anmeldung von Demonstrationen in mehreren Städten am selben Tag hat vor allem taktische Gründe: Falls in einer Stadt die Demonstration verboten werden sollte, können die Veranstalter ausweichen. Vor allem die rechte Szene nutzt diese Taktik der Mehrfachanmeldungen.

Dennoch wird wohl ein Teil der Hools am 09.11. in Berlin auf die Straße gehen. Sie wollen sich den Mahnwichteln anschließen. Hooligans für den Weltfrieden. So grotesk. Kannste dir nicht ausdenken!

Derweil wird in sozialen Netzwerken auch zur Teilnahme von Hooligans an einer Demonstration vor dem Berliner Reichstag aufgerufen. Wie berichtet, wurde dazu keine eigene Demo offiziell angemeldet. Hooligans und Neonazis sollen sich stattdessen einer bereits angemeldeten „Friedensdemonstration“ anschließen, zu der Verschwörungstheoretiker und „Reichsbürger“ aufrufen. Mehrere Initiativen haben inzwischen Gegendemonstrationen angemeldet.