Ein Klippensprung aus 59 Meter Höhe

Holy Shit! Laso Schaller springt aus 59 Meter Höhe in einen kleinen Bergsee. Bitte auf gar keinen Fall nachmachen!


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Aerial Portrait der kalifornischen Küste: Coastal

So viel Meer. So schön.


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Banksys Dismaland

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Banksy hat im englischen Weston-super-Mare ein verlassenes Resort zu einem apokalyptischen Freizeitpark mit dem Namen Dismaland umgebaut. Der Park ist für drei Wochen offen, Eintritt kostet £3 und es gibt dort nichts, was einem wirklich Spaß machen dürfte. Dafür aber jede Menge des alltäglichen Wahnsinns dieser Welt.

Are you looking for an alternative to the sugar-coated tedium of the average family day out? Or just somewhere a lot cheaper? Then this is the place for you. Bring the whole family to come and enjoy the latest addition to our chronic leisure surplus…


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Muff Potter – Mein Freund, das Wrack


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Die Bundesregierung bezieht Stellung zum Thema Flüchtlinge: ausgerechnet auf Facebook

Kurz: die Presseabteilung der Bundesregierung veröffentlicht auf Facebook einen Beitrag zum Thema Fluchtbewegungen nach Europa.

Ich warte seit Wochen, wenn nicht gar seit Monaten auf ein echtes Statement der uns Regierenden zur Flüchtlingsdebatte. Das geht soweit, dass ich mir irgendwelche beschissenen Talk-Shows im TV ansehe, nur um endlich mal einen handfesten Kommentar dazu hören zu können. Kommt nicht.

Da sitzt dann höchstens mal der lackaffige CSU-General Andreas Scheuer und zündelt in konservativer Tradition mit dem Terminus „Wirtschaftsflüchtlingen, die es nicht geben dürfte“, obwohl er ganz genau wissen muss, dass es die geben darf, weil unser Recht es erstmal allen Flüchtlingen erlaubt, einen Asyl-Antrag zu stellen – ganz egal aus welchen Gründen. Dass diese von jenen, die er „Wirtschaftsflüchtlinge“ nennt, zu 99% Prozent ohnehin abgelehnt werden, erwähnt er nicht. Er würde sie nur gerne schon vor den Grenzen der EU abfertigen wollen. Vor einem Zaun, den sie gerade an der ungarischen Grenze hochziehen. Ausgerechnet Ungarn, dort wo der Zaun für flüchtende Ostler ’89 aufgeschnitten wurde.

Antrag -> Abweisung. Weil es schneller geht und uns hier nicht weiter belastet. Und weil es hier dann keiner sieht. Weil wenigstens das dann hier den uns Regierenden weniger Zugzwang bereitet. Weil Zugzwang, den mögen die nicht so. Deshalb haben sie sich ja auch einst auf eine Koalition mit der SPD eingelassen, die mittlerweile darüber nachdenkt, auf eine eigene Kanzlerkandidatur zu verzichten, weil das mit Angela für sie ja auch ganz gut funktioniert, irgendwie.

Ja, dieses Statement ist wichtig. Keine Frage.

Erlauben Sie uns eine persönliche Bitte: Vergessen wir nie, dass wir über Menschen sprechen. Menschen, die – so oder so – in einer für die meisten von uns unvorstellbar schwierigen Lebenssituation sind.

Aber es reicht keineswegs, dieses von der PR-Bude auf Facebook veröffentlichen zu lassen. Nein. Statements wie diese brauchen den Klang einer Stimme, die das von sich gibt, brauchen Gesichter und keine Rauten. Bis dahin bleiben sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein, der in der Sommersonne nichts abzukühlen vermag. Johnny findet das okay, und irgendwie hat er auch Recht, weil es endlich auf den Stein, den heißen, tröpfelt. Aber das reicht noch lange nicht zum Klatschen. Wir bräuchten gerade viel mehr. Sehr viel mehr. Und die Regierung schifft, so wie immer in den letzten Jahren, auch hier seicht durchs Gewässer und freut sich womöglich gar, dass der gesellschaftliche Blick ob dessen gerade von anderen, für ihn nicht weniger wichtigen Themen abgelenkt wird: „NSA, NSU, Griechenland, #Landesverrat, ALG2, BGE… war da noch was?“ Bis dahin zündeln Regierungsmitglieder wider besseren Wissens munter weiter und versuchen die erhitzen Gemüter auf ausgerechnet Facebook ein wenig abzukühlen. Eine klare Kante mit Gesicht fehlt nach wie vor. Weil Facebook eben nicht der Bundestag ist, in dem jene, die für FB-Beiträge wie diese bezahlen, ihre Gewissen beruhigen könnten, ohne wirklich Stellung beziehen zu müssen. Wenn dann mal einer wie Gysi nachfragt, verziehen sich jene, die FB-Beiträge wie diese in Auftrag geben, in die hinteren Reihen. Um irgendwelche vermeintlichen, wichtigeren Dinge zu besprechen.

Wenn wir uns hiermit wirklich zufrieden geben sollten, könnten wir alle auch einfach CDSU wählen. Aber wer will das schon? Ich nicht. Beides nicht. Mittelfinger hoch! Beide.

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Gyroscopic Illuminated Figure (GIF) takes a symbol of anticipation, frustration, and promise and extends it indefinitely.“


(via this isn’t happiness)

Flüchtlingsheime vs Helene-Fischer-Tickets

Ruthe nimmt Struggle mit den Helene Fischer Ultras in Kauf. Aber ich bin da ganz bei ihm. Der ideale Weg wäre von mir aus Geld für beides.


Was Bild-Leser traurig macht – und worüber sie lachen können

Jede Zeitung bekommt die Leser, die sie verdient. Man hat sie sich schließlich ausdauernd erarbeitet. Gerade im Fall der Bild dürfte das treffender kaum sein. Die Saat geht auf und man fragt sich, was genau wohl in den Köpfen der „Leserschaft“ dort los ist. So scheiße kann doch eigentlich keiner sein. Dort sind das offenbar mehrere.

Glückwunsch zu diesen Lesern, Bild. Habt ihr euch so erzogen. Die Leser, die ihr rieft…

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(via emhaspro)

(Sponsored Post) Laufen und Musik: The Music Run Deutschland, Hamburg am 12. September 2015

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Ich bin nicht so der Läufer, also genau genommen gar nicht. Ich nehme mir allerdings schon lange vor, mal damit anzufangen, darüber nachzudenken, mit dem Laufen anzufangen. Vielleicht wird das ja mal was.

The Music Run in Hamburg wäre für mich eine Möglichkeit, mich dem Laufen zumindest mal von außen schon mal zu nähern. Dort nämlich werden am 12. September 2015 nicht nur im sportlichen Rahmen fünf Kilometer gelaufen, sondern neben der Route stehen jede Menge Boxen, von denen aus Musik gespielt wird. Das ganze bekommt also einen musikalisch, kulturellen Rahmen, der mir sehr zusagt. Gelaufen wird im Hamburger Stadtpark, dafür anmelden kann sich jeder hier.

Mit Musik läuft´s einfach besser. Musik inspiriert und verbindet. Und nicht nur Sportler wissen: Mit dem Stöpsel im Ohr und dem Beat im Blut macht Bewegung einfach mehr Spaß. Vielleicht ist dies das Geheimrezept zu einer der weltweit erfolgreichsten Fun-Run-Veranstaltungen. Auf Kopfhörer wird bei den Music Runs allerdings verzichtet. Über 100 großvolumige Konzertlautsprecher massieren dabei in fünf Musikzonen die Lieblings-Tracks der Teilnehmer in Ohren, Bauch und Beine, machen die Laufstrecke zur Party-Zone. Die genießen dabei nicht nur das außergewöhnliche Gruppenerlebnis, sondern auch ihre Lieblingssongs. Denn die Musik wird von den Teilnehmern mitbestimmt und bei Spotify in die offizielle Event Playlist gewählt. Das Beste aus Rock, Pop, HipHop, Oldschool und Dance wechselt im Kilometer-Turnus. Dazu wird gelaufen, getanzt und gefeiert. Statt Höchstleitungen und Bestzeiten steht vor allen Dingen Spaß im Vordergrund. Der Weg ist das Ziel. Und wer die fünf Kilometer geschafft hat, wird zusätzlich mit Live-Acts angesagter Künstler belohnt.

The Music Run startete 2014 international in Metropolen wie Bangkok, Singapore oder Kuala Lumpur und war dort offenbar so erfolgreich, dass er nun erstmalig auch in einer deutschen Großstadt über die Straßen gehen wird. Und das Hauptaugenmerk liegt eben nicht nur auf dem Laufen, sondern auf Laufen und Musik. Mir gefällt das und ich könnte mich so ja tatsächlich mal dem Laufen nähern. Um mal damit anzufangen, darüber nachzudenken, mit dem Laufen anzufangen.

Und weil ja die meisten eine ganz bestimmte Musik beim Laufen bevorzugen, können alle etwaigen Teilnehmer schon im Vorfeld auf dem THE MUSIC RUN-Channel bei Spotify für ihre Favoriten abstimmen. Mit ein wenig Glück werden die dann später an der Strecke zu hören sein.

Tickets und weitere Informationen zum Music Run in Hamburg finden sich hier.

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(Sponsored by The Music Run)

Paul Kalk… Ach nee, warte mal

Ich mag die Musik von Paul Kalkbrenner nicht sonderlich. Allerdings habe ich bei ihm auch lange nicht mehr hingehört. Allerdings mag ich die Tüpe Kalkbrenner und respektiere das, was er sich da über die Jahre so erarbeitet hat. Hat ihm ja schließlich keiner geschenkt.

Genau deshalb finde ich dieses Adbusting auch ein bisschen fies. Aber lustig. Und wer will, kann ja auch mal in sein neues Album reinhören. „Out now“.

Antifaschistische Einhorn-Aktion

http://schwabbeli.tumblr.com/post/127065967381/against-fascist-scum-alerta-antifascista


(via Christian)

Hillary Clintons ¯\_(ツ)_/¯, gif’d

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(via RBN)

Als es House Music 1986 in die Nachrichten schaffte

Chicago 1986: House ist der heiße Scheiß. So heiß, dass selbst die Nachrichten nicht mehr umhin kamen, darüber mal zu berichten. Also besuchten sie jungen Pioniere des House und zeigten den Zuschauern, wie das so läuft, mit dem House.

Danny (Sweet-D) Wilson, Farley (Jackmaster) Funk, Steve (Silk) Hurley, Keith Nunnally. House Music Makes The News For The First Time In Chicago (1986) This video from 1986 aired in Chicago and brought mainstream attention to House Music when it was still in it’s infancy & still an underground culture.


(Direktlink | Danke, Vassility!)

Ein Messer von Hand schleifen

Mein Vater hatte immer einen elipsenförmigen, dunkelgrauen Schleifstein im Besteckkasten. Wenn er meinte, dass sein Lieblingsmesser nicht mehr scharf genug war, holte er den Stein raus und wetzte das Messer da drüber. Irgendwie wurde es dann schärfer. Irgendwie aber sah die Klinge danach auch immer ganz schön mitgenommen aus. Es war ein ziemlich grober Schleifstein. Aber das Messer schnitt. Das tut es heute noch – mittlerweile liegt es in meinem Besteckkasten.

Andere schliffen ihre Messer damals in Maschinen mit Schleifsteinen. Sie hatten das irgendwo gesehen und meinten, dass das so gehen würde. Die Messer sahen danach meistens aus als wäre ein T-72 rübergefahren, aber sie schnitten wohl auch.

Ich gebe meine Messer zwei mal im Jahr zum Schleifer. Soviel Luxus muss sein. Ich glaube, die machen das dort auch maschinell, aber die Messer sehen danach immer gut aus und sind scharf.

Dieser Mann hier schleift ein Messer in mehreren Gängen, auf verschieden starken Schleifblöcken von Hand. Nass.

Vielleicht ist das nicht gerade der perfekte Zeitpunkt, sich dieses Video jetzt im Büro anzusehen. Es hat so eine meditative Wirkung. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.


(Direktlink, via Devour)

Ein 24-Jähriger geht nach Syrien, um eine Doku zu drehen: Syrien – ein schwarzes Loch

Lief vor einigen Tagen im WDR und geht ziemlich tief in die Magengrube. Eine der mich bewegendsten Dokus, die ich seit langem gesehen habe.

„Ihr braucht keinen Gott, ihr braucht was zu essen, aber…“

„Hubertus Koch hat nichts: Keine Kamera, kein Computer, kein Equipment und nicht gerade viel Erfahrung. Aber der 24jährige will Dokumentarfilmer werden und er hat eine Idee: Ein Film über eine Hilfsaktion für Syrien. Von der Abfahrt in Deutschland bis zur Ankunft in Syrien will er die Helfer begleiten. Und tatsächlich: Nur wenige Monate später sitzt Hubertus auf dem Beifahrersitz auf dem Weg nach Syrien. Aber einmal angekommen ist nichts, wie er es sich vorgestellt hat. Nach nur fünf Stunden in Syrien ist Hubi am Ende.

Die Wirklichkeit und das Leid des Krieges treffen ihn mit voller Gewalt. Den Film, so wie er ihn geplant hatte, kann er vergessen. „Syrien ist kein Wochenendurlaub, kein verdammtes Seminar“, sagt er. Und er wird wütend. Wütend auf alle, die nicht hinschauen, wütend auf alle, die Syrien vergessen haben. Er nimmt seine Kamera wieder in die Hand, denn er will erzählen. Erzählen, was er gesehen und erlebt hat. Als ein junger Mann, als einer der Generation Ballerspiel und Komasaufen, dem Syrien im Grunde so egal war, wie allen anderen. Vor diesem Film.“


(Direktlink, via Flausenkopf)