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Schlagwort: Sampling

Über die hohe Kunst des Samplens

(Foto: Pixabay)

Interessantes Radio-Feature von Bayern 2, das sich dem Sampling widmet. Auch im Hinblick auf das deutsche Recht. Das nämlich geht davon aus, dass das Rad immer wieder neu erfunden werden müsste – und das überhaupt niemand von niemandem unerlaubt samplen sollte. Das gilt ja auch. So lange, wie es keiner hören kann. Ab dort wird es rechtlich kritisch. Dann aber wäre die heutige Musik ziemlich öde und es gäbe womöglich einige musikalischen Strömungen nicht, was ja sehr schade wäre.

Über Samples in der Musik denken wir meistens nur nach, wenn Gerichte darüber Urteile fällen. Neulich entschied eins, dass ein deutscher Rapper ein Sample der Elektronikavantgardisten von Kraftwerk benutzen darf, um daraus einen Beat für seine Musik zu basteln. Kraftwerk sahen ihre Urheberrechte verletzt und hatten deswegen dagegen geklagt. Das Gericht entschied, dass jedes Sample zulässig ist, das eine Auseinandersetzung mit seiner Herkunft, mit der Musikgeschichte erkennen lässt. Was das heißt, das ist strittig, führt aber – über alle Urheberrechtsfragen hinaus – zum Kern der ästhetischen Bedeutung des Samples.

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(Direkt-MP3, via Swen)

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A History of Sampling

Keine neue Idee, die hier auch gar nicht so viel Neues ans Licht bringt. Dafür aber kurzweilig und immer noch informativ, dieser Vortrag von DJ und Musikproduzent Chris Read, den er gemeinsam mit der Musikschule Point Blank entwickelt hat.


(Direktlink, via Maik)

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Am OP-1 einen Track machen

Das Schönste daran, heute Musik zu produzieren, ist die nahezu Unendlichkeit der Möglichkeiten. Es ist egal, ob Musik mit Pro Tools gemacht wird. Oder mit Logic, oder Ableton Live, oder Stand alone mit irgendeiner Kiste oder wie auch immer. Am Ende zählt das, was dabei rauskommt. Das ist natürlich immer Geschmackssache, aber darum soll es gerade nicht gehen.

Jeremy von Red Means Recording hat sich hingesetzt und am OP-1, einem Synth/Sampler/Recorder, der ein wenig wie ein Kinderspielzeug aussieht, einen Track komponiert. Dafür hätte man vor 25 Jahren noch gut 300 Kilo Equipment gebraucht. Heute geht das mit nur dieser kleinen Zauberkiste. Großartig.


(Direktlink, via reddit)

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Wen Daft Punk wofür gesampelt haben

Für einige vielleicht nicht ganz neu, für andere so wahrscheinlich noch nicht gehört. YouTuber Daftworld hat mal das Sampling von Daft Punk aufgedröselt und geguckt, wo genau die ganzen von Daft Punk verwendeten Samples über die Jahre so herkamen. Ihre Vorliebe für den Sound der 70er Jahre können die Beiden jedenfalls nicht leugnen.


(Direktlink, via Sploid)

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Phil Collins‘ „In The Air Tonight“ Drum Fill für 70 Minuten bei 99,9%, 100% und 100,1%

Was vorne noch sehr eindeutig nach der Drum Fill von Phil Collins‘ „In The Air Tonight“ klingt, wird am Ende zu dem Sound einer bombastischen Samba-Trommelschule.

Joseph Prein hat dafür den Original-Loop in drei ganz leicht versetzen Geschwindigkeiten (99,9, 100 und 100,1% ) übereinander gelegt und eine Stunde und 10 Minuten laufen lassen. Ich liebe diese Art der kreativen Ideen und die technischen Mittel, die eine derartige Umsetzung möglich machen. Großartig!

Bei Steve Reich auch noch von Hand.


(Direktlink, via MeFi)

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Arte-Dokureihe: Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (Teil 5/6)

Die letzten beiden Teile der Arte-Dokureihe. Den sechsten Teil hatte ich am Freitag gesehen. Er begann, sich sehr fundiert der Generation Sampling zu widmen, enttäuschte am Ende allerdings doch ein wenig. Weil er das Sampling an sich, wie es später im Techno und vor allem im Drum & Bass betrieben wurde, komplett ausblendete. Da fehlt dann einfach zu viel zum Thema, was eigentlich unbedingt mit rein gehören würde. Zumal gerade im Drum & Bass das Sampling noch mal auf eine andere Ebene gehoben wurde. Bis dahin allerdings interessant.

Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (5/6) | Von Vinyl zu MP3

„In der heutigen Folge geht es um Tonträger und Audioformate – ein Thema, das trotz seiner Relevanz in der Musikgeschichte oft vernachlässigt wird. Ob Schallplatten, Kassetten, CDs oder MP3-Formate – sie sind immer mehr als reine Speichermedien. Sie sind Abbilder ihrer Zeit, haben gesellschaftliche Bedeutung und sind oftmals Ausdruck für einen gewissen Lifestyle. Ihre Möglichkeiten und Grenzen regen nicht zuletzt auch die Musiker zu künstlerischen Innovationen an. Die Dokumentation lässt Elton John, Annie Lennox, Jean Michel Jarre, Catherine Ringer, Questlove und die Rock-’n’-Roll-Legenden Jerry Leiber und Mike Stoller zu Wort kommen und fasst die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zusammen. Gezeigt werden wichtige Etappen wie die Umstellung von 33 auf 45 rpm bei Schallplatten, die Erfindung des Konzeptalbums durch Frank Sinatra, Bob Dylans revolutionäre Single „Like a Rolling Stone“, die Einführung der Audiokassette, ihre Nutzung für Konzertmitschnitte durch Greatful-Dead-Fans, die Geburtsstunde des Videoclips, das Aufkommen des MP3-Formats oder die Nutzung des Internets durch Künstler wie Stromae und Beyoncé.“


Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (6/6) | Generation Sampling

„Es war eine der revolutionärsten Neuerungen der letzten 40 Jahre: das Sampling. Dabei werden Teile bereits bestehender Stücke herausgeschnitten und – oft als Loop – in neue Songs integriert. Diese Technik kommt eigentlich aus dem jamaikanischen Dub, dem Funk à la James Brown und der Discobewegung. Das Genre mit den meisten Samples ist aber eindeutig der Hip-Hop. Afrika Bambaataa, Darryl McDaniels von RUN–D.M.C., Chuck D von Public Enemy, Adam Horovitz von den Beastie Boys, RZA vom Wu-Tang Clan und der französische Rapper Akhenaton sind Meister dieser Kunst. Sie kommen in der Sendung selbst zu Wort und verteidigen das, was die Musikindustrie als Plagiat bezeichnet. In der Vergangenheit kam es bereits zu zahlreichen Gerichtsverfahren. Heute ist es kaum noch möglich, Samples zu verwenden – sehr zum Leidwesen von Rappern und Produzenten, die wehmütig an alte Zeiten zurückdenken. Neben dem Hip-Hop werden aber auch andere Genres unter die Lupe genommen. Für die Musik von Jean Michel Jarre und Moby sind Samples ebenso unverzichtbar.“

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