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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

In Brooklyn hat irgendwer Baustellen-Verkehrsdisplays gehijackt – und mit neuen Botschaften bespielt

Im New Yorker Stadtteil Brooklyn hat irgendwer ein Baustellen-Verkehrsdisplays gehijackt und mit neuen Botschaften ausgestattet. Anstelle der regulären „Achtung Baustelle“ Hinweise wurden Botschaften wie „Cars kill kids“ oder „Honking won’t help“ auf jenem Display ausgespielt. Protestformen 2019.


(via Urbanshit)

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Klimaaktivistin Luisa Neubauer über Kritik an Protestformen – und warum die Politik offenbar keinen Fick auf all das gibt

Ich halte das, was Extinction Rebellion aktuell so umsetzen, für mehr als streitbar und bin demgegenüber nach den letzten Wochen eher contra als pro, wobei ich in dem Anliegen eigentlich ganz pro mit denen bin. Die Umsetzungen ihrer „Rebellion“, allerdings, finde ich eher unrebellisch und mitunter komisch im Sinne von tatsächlich komisch. Aber offenbar kreuzen sich die Wege von Fridays for Future gerade mit denen von Extinction Rebellion und die Leute kommen deshalb mit ihren Autos an einem Montagmorgen nicht mehr pünktlich zur Arbeit. Sauerei!!11!!! Die Leute rasten noch mehr aus, als sie das bei Fridays for Future ohnehin schon taten.

Wie gesagt: Extinction Rebellion hat jetzt schon einiges an Bullshit geliefert und es könnte sein, dass ich kein Fan von denen mehr werde, aber das Ziel, dass sie aktuell verfolgen, ist so falsch nicht. Mir gefallen halt die Koalitionen nicht sonderlich gut, die sie einzugehen bereit sind. Manche Statements sind krude, der Umgang mit der Polizei ist fraglich, ihre online statt gefundenen Datenabfragen zweifelhaft. So.

Allerdings wird mal wieder, und das primär, über Protestformen diskutiert. Nicht über die Gründe des Protestes. Spart euch die Kommentarstränge in den sozialen Netzwerken dazu – sie sind erbärmlich. Wirklich. Protest darf demnach nur dann stattfinden, wenn er, bitte schön, auch so gar keinem wehtut. Protest, der keinem weh tut, ist Prostest, den kein Mensch braucht.

Luisa Neubauer von Fridays For Future, jedenfalls, äußert sich zu konstruierter Kritik, mit der sie versucht kontextuell zwischen Fridays For Future und Extinction Rebellion konfrontiert wird und kontert dann mal wieder und ganz zu Recht, dass es bei all dem, wie viel zu oft, nicht um das eigentliche Problem geht. Und genau damit trifft sie jeden erdenklichen Nagel auf jeden erdenklich zu versenkenden Kopf. „Politikversagen“. Bin ich bei ihr.

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Protestierende in Hong Kong schleudern Ziegel mit DIY-Bambus-Katapulten

Von dort staatlicher Seite wurde neulich aus nächster Nähe auf einen 15-Jährigen geschossen. Verzweiflung sorgt auf der Seite der Protestierenden mittlerweile offenbar für Ideen, die aus dem Steampunk- oder dem Fantasy-Genre kommen könnte: sie feuern Ziegel mit Bambus-Katapulten, die sie selber zusammengeklöppelt haben.

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Vans kassiert Boykott-Aufruf, nachdem sie einen Entwurf aus einem Designwettbewerb gekickt haben, der auf die Proteste in Hong Kong anspielte

Die Skateboarding-Marke Vans hat sich Ärger eingefangen. So hatte sie einen Designwettbewerb für Sneaker ausgerufen und Leute dazu eingeladen, ihre Entwürfe einzureichen, was Leute dann gemeinhin auch gerne tun. Man kennt das.

Der jährlich stattfindende Vans Custom Culture-Wettbewerb lädt die Öffentlichkeit dazu ein, ihre eigenen Schuhdesigns einzureichen. Der Gewinner einer Online-Abstimmung erhält 25.000 US-Dollar und lässt seine Turnschuhe von der Marke herstellen. Die Einreichungen geschehen online.

In diesem Jahr gab es einen Entwurf von einem in Kanada ansässigen Benutzer namens Naomiso. Dieser zeigte eine rote Bauhinia, die Blume auf der Hongkonger Flagge und einen der gelben Regenschirme, die als Synonym für die Demokratieproteste 2014 der Stadt gelten. Der Entwurf auf der Seite von Vans war durch eine Menge Demonstranten, die Gasmasken, Schutzbrillen und Schutzhelme tragen geziert. Genau jener Entwurf ging dann in der Abstimmung steil und führte diese wohl an. Dann nahm Vans den Entwurf aus der Abstimmung und gab folgendes Statement ab:

„As a brand that is open to everyone, we have never taken a political position and therefore review designs to ensure they are in line with our company’s long-held values of respect and tolerance, as well as with our clearly communicated guidelines for this competition“

Damit flog der Schuh aus dem Wettbewerb. Seitdem hagelt in sozialen Netzwerken Boykottaufrufe gegen Vans.

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Südkoreanischer Bürgermeister lässt Müll am Strand verteilen, damit Freiwillige was zu sammeln haben

Meine Oma pflegte zu sagen, „Jung, manche Menschen sind komisch“. Meine Oma war eine kluge Frau, ich möchte das allerdings nicht unbedingt auf die Menschen selber sondern viel mehr auf die Ideen schieben, die manche von ihnen so zu entwickeln vermögen. Denn die sind halt mitunter wirklich etwas strange.

Der Bürgermeister von Jindo County in Südkorea hatte ein Problem. Zum International Coastal Cleanup Day hatten sich 600 Freiwillige angekündigt, um in seiner Region Müll zu sammeln. Allerdings gab es kaum Müll, den es zu sammeln galt. Und damit die Leute etwas sammeln konnten, hat der Mann an einem Strandabschnitt mal eben Müll verteilen lassen, der vorher woanders eingesammelt wurde. Arbeitsbeschaffungsmassnahme.

Mittlerweile hat der Mann sich wohl entschuldigt und versichert, dass kein Müll im Meer gelandet sei.


(via BoingBoing)

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Video zeigt Brückenzusammenbruch in Taiwan

Dramatische Aufnahmen, die den Zusammenbruch einer Brücke zeigen, der aus dem Nichts zu scheinen kommt. Denn die Brücke war weder gesperrt, noch als irgendwie gefährdet deklariert und für jeden Verkehrsteilnehmer zugänglich.

Als der LKW-Fahrer hätte ich wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen, das natürlich total unsinnig wäre, weil so ein LKW so eine Brücke halt niemals zum Einsturz bringen könnte, wenn die okay wäre. Der Fahrer desselbigen wurde wie mindestens 11 andere Menschen verletzt, fünf Menschen werden noch vermisst.

Aktuell werden die Ursache des Zusammenbruchs sowie Hinweise auf Schäden in der Vergangenheit geprüft.

Maintenance consultants responsible for the bridge had in previous years found rusted cables, and several connected points had been hit by vehicles and damaged, according to The Liberty Times.

The consultants had reported the problems several times to the harbor administration, but did not receive a reply, the newspaper reported. The public affairs office of the Su’ao Port branch office of the Taiwan International Ports Corporation declined to comment on the report.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Polizei in Utrecht verhaftet Vogel

Die Polizei von Utrecht hat einem Vogel Wasser und Brot in eine Zelle gelegt. Das Tier wurde zusammen mit seinem Besitzer bei einem Ladendiebstahl festgenommen.

Der Verdächtige hatte seinen Vogel bei einem Diebstahl dabei. Das Tier saß auf seiner Schulter. Da die Polizei keinen Vogelkäfig hatte, haben sie das kleine Federvieh in eine Zelle gesetzt.

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Johannes Vogel (FDP) zerlegt im Bundestag sozialpolitischen Antrag der AfD

Nicht, dass mir das politische Gebaren der FDP oder gar die Sozialpolitik der Regierung gefallen würde. Finde beides alles andere als zufriedenstellend, aber wie Johannes Vogel vorbringt, ist das, was die AfD „als Alternative“ vorzulegen versucht, halt noch deutlich weniger. Genau genommen: nichts.

Oder aber, und das könnte ja auch sein: die AfD ist mit den aktuellen Gegebenheiten total okay und schert sich einen Scheiß um sozialpolitische Besserungen. Aber in dem Fall, hätte sie auch einfach schreiben können, dass ihr ein diesbezüglicher Diskurs total am Arsch vorbeigeht. Tat sie aber nicht.


(Direktlink)

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Künstler übermalen in Dortmund unter Polizeischutz Nazi-Graffiti

Schon etwas länger her, aber immer noch eine Meldung wert. Staatlich legitimiertes Graffiti, quasi. Aber trotzdem gut.

Mit dem Schriftzug “Our colors are beautiful” haben Künstler*innen in einer lang geplanten Aktion am 06.09.19 die “Nazi”-Graffitis im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld übermalt. Bezirksbürgermeister Stoltze (SPD) und die Polizei möchten den Bürger*innen auf diese Weise Mut machen und ein klares Signal an die rechte Szene senden: Man beweise “Klare Kante” und “Null Toleranz” gegen Rechtsextremismus, so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange. Um die Künstler*innen vor Übergriffen durch die Neonazis zu schützen, waren viele Polizist*innen vor Ort, außerdem wurde ein Sichtschutz aufgestellt.


(Direktlink, via I ❤ Graffiti)

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