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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Frage mich gerade ernsthaft, wie und vor allem von wem wohl meine Kinder in 20 Jahren mal regiert werden. Habe keine Antwort, die mir auch nur annähernd plausibel wäre.

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Eben kommt der per Nachnahme Lieferer und hat genau 3 Cent Wechselgeld dabei. Auch eine Möglichkeit zum Trinkgeld zu kommen.

Ein Kommentar

Mal zu Christoph Minhoff auf Phoenix: Es ist das doch das ganz einfache Problem, dass die Alten die neuen Probleme mit ihren alten Mitteln regulieren wollen. Das kann und wird nicht funktionieren. Das zu begreifen, dazu fehlt ihnen dann doch die Phantasie und vor allem der technische Sachverstand. Außerdem begreifen sie in keinster Weise, dass das Netz immer schneller sein wird, als das, was sie Politik nennen, darauf reagieren kann.

Ich unterstelle Leuten wie Prof. Rupert Scholz nicht mal, dass sie das nicht verstehen wollen würden. Ich glaube er kann es einfach nicht, es überfordert ihn. Zumindest macht er diesen Eindruck. Denn doof ist ja nicht, er denkt eben immer noch in den Möglichkeiten, die es in den 80ern gab. Ich glaube, ein Großteil derjenigen, die ähnlich argumentieren wie Scholz es hier tut, wirklich denken, sie könnten der Sache Herr werden. Das ist so tragisch, wie es amüsant ist.

Dirk Hillbrecht macht seine Sache gut, hat allerdings mit Scholz eine ziemlich altbackene, technisch erfahrungsfreie und eben auch von-oben-herab-selbstsichere Nuss da gegenüber. Ebenso wie dessen Charisma. Mit solchen Leuten fällt das Diskutieren schwer, auch weil sie ungern die Argumente von anderen annehmen, sie haben selber die besseren.

Christoph Minhoff übrigens tut nur so ahnungslos, denn so frei von Wissen kann ein Mensch in seiner Position eigentlich gar nicht sein, hoffe ich.

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Bitte sage mir einer, dass das Blog von Dr. Ulrich Noetlinger, CDU ein Fake ist. Ich meine, die tägliche Dosis an Brechmittel in Form verbaler Tiefschläge ist man von denen ja gewöhnt, aber das hier… das reicht für mindestes die ganze Woche. Hier mal eine kurze Kotzstprobe:

Gestern fand ich eine Internetseite für Arbeitslose. Ich persönlich würde ja viel eher sagen „Arbeitsscheue“, aber das ist etwas das jedem selbst überlassen bleibt. Die Frage stellt sich für mich immer noch, woher haben diese armen, armen Arbeitlosen das Geld für einen Computer und Internet? Natürlich, es gibt ja auch billige Rechner – so ab 1000 Euro – aber für jemanden der angeblich nichts hat, sollte auch dies viel sein, oder? Nun, immerhin, jetzt weiss ich wofür meine Steuergroschen verschwendet werden. Man sollte im Gegenzug eigentlich auch erwarten dürfen das diese Arbeitslosen zu einem Gegendienst an der Gesellschaft herangezogen werden. Sie bekommen etwas, also sollten sie auch etwas dafür tun.

Als ich gestern mit meinem neuen Wagen ein wenig herumfuhr, habe ich mich einfach einmal etwas bewusster umgesehen und mir überlegt wie man Arbeitlose sinnvoll einsetzen kann. Es liegt viel Dreck auf der Straße, Zigarettenstummel, leere Alkoholflaschen, Hundehaufen und alles andere an Schmutz. Was spräche dagegen wenn so ein Arbeitsloser diesen Dreck einsammeln würde? Oder die Straßen an sich – viele Schlaglöcher die teuer durch Baufirmen aufgefüllt werden müssten. Warum nicht einfach Arbeitslose damit beauftragen diese Straßenschäden zu beheben? Unter Aufsicht versteht sich, sonst lungern die Burschen nachher noch volltrunken am Straßenrand herum oder vergiften sich mit dem Füllmaterial!

Das näher zu kommentieren ist eigentlich unnötig, zeigt es doch, welche „kompetenten“ Köpfe ihr Kreuzchen bei der CDU machen. Ich persönlich frage mich ja immer, wie man CDU-Sympathisant sinnvoller einsetzen kann, die Antwort liefert hier der Noetlinger. Er hat da was verwechselt.

Die restlichen Beiträge sind nicht weniger inhaltlich hochwertig. So fragt sich Noetlinger hier, wie es denn sein kann, dass die 130.000 Unterschreiber der Petition gegen das Netz-Sperrgesetz „ungestraft“ davon kommen.

Lieber Gott, schmeiß‘ Hirn von Himmel! Ich geh‘ dann erst mal kotzen! Das ist so übel, dass die Vermutung nahe liegt, dass es sich dabei im eine virale Guerilla-Aktion der ehemaligen Sozialdemokraten handeln könnte.
(via Fefe)

[Update] Stefan schreibt in den Kommentaren:

Steht ja auch unten auf der Startseite hellgrau auf weiß: “Diese Seiten sind Satire und nicht ernstzunehmen! ;)”

Gut, da bin ich ja beruhigt. Man möge mir das Übersehen nachsehen. Es ist schließlich Montagmorgen.

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Little China

Das vielleicht Schlimmste daran ist, dass es endlich wieder Menschen aufgeweckt hatte, die Politik bis dato als etwas abgeschrieben haben, was ihres nicht ist, oder zumindest nicht mehr.

Das vielleicht Schlimmste daran ist, dass Menschen sich bis vor dieser Welle, die durchs Netz regelrecht flutete, längst daran gewöhnt hatten, dass in den letzten Jahren viel zu oft über ihre Köpfe hinweg entschieden wurde. Auch Sachen, die sie nicht wollten, nicht tragen wollten. Sachen, die nicht in ihrem Interesse lagen. Vielen trotzten diese grundsätzlich, grundgesetzlichen Änderungen, die immer zum Schlechten erst entschieden dann umgesetzt wurden, nur noch ein leises Unverständnis hab. Vielleicht auch ein Grummeln, aber das war es dann schon.

Das vielleicht Schlimmste daran ist, dass viele derer da draußen sich daran gewöhnt haben, sich damit arrangiert haben, dass ihnen Dinge entzogen wurden, die man uns als Ostler vor nicht mal 20 Jahren als Grundgesetz verkauft hat, als die bessere deutsche Verfassung. Akzeptiert haben sie es vielleicht nicht, aber sie haben Mittel und Wege gefunden, damit Leben zu können. So unerträglich das auch sein mochte. Und das ist eine echte handfeste Parallele zur DDR. Man passt sich den Umständen an, muckt noch ein wenig und muss es dann eben hinnehmen. Nimmt es hin, so wie die Eltern es taten. „Es war ja nicht alles schlecht.

Das vielleicht Schlimmste daran ist, dass der momentane Ärger, das Unverständnis, die Wut auch, und die letztlich vielleicht daraus entstehende Euphorie des letztens Aufbegehrens im Nichts enden wird. Auch wenn das BVG die Kiste einsackt, wie sie es so oft in den letzten Jahren getan hat, wird ein Gesetz dieser Art kommen, man passt es dann eben den Anforderrungen an, die das BVG als mindestens notwendig empfehlen wird. Der Damm, auf den hiermit gefeuert wurde, hat Risse bekommen. Nun ist es ein Leichtes, da auch Löcher rein zu bekommen um die Täler zu fluten.

Das vielleicht schlimmste daran ist, dass ein Tabu gebrochen wird, dass man offen über so etwas wie „Zensur“ redet. Ich dachte das sei seit 20 Jahren Geschichte.

Das vielleicht Schlimmste daran ist, dass es meiner Resignation wieder einmal mehr Nahrung gibt und sie sich dabei irgendwie berechtigt anfühlt, den letzten Funken auffrisst. Den, der endlich mal wieder so was tat, wie glimmen. Ein wenig nur.

Das vielleicht Schlimmste daran ist, dass mich die Kinder irgendwann fragen werden, wo genau denn nun der Unterschied zwischen der DDR, in der ich aufwuchs, und der BRD, in der sie aufwachsen, liegt. Klar fallen mir dann einige Schlüsselfaktoren dazu ein, keine Frage. Es gibt sie, diese Unterschiede. Immer noch. Allerdings verwischen die Schwarz- und die Weißtöne zu einem Grau, dass der Klarheit die Einfachheit nimmt und das Erläutern schwerer macht.

Das mit an Sicherheit grenzend Schlimmste daran ist aber, dass der Umgang, den die Obrigkeit in diesem, und nicht nur in diesem Fall, mit der sie wählenden Menge pflegt. Da werden Gutachten zitiert, die die ohnehin gefestigte Meinung der zu Entscheidenden stützt. Und nur die, alle anderen werden ignoriert. Ebenso wie auch anders geartete Meinungen ignoriert werden, selbst dann wenn sie richtig, schlüssig und nachweisbar sind. Genau so nämlich hat das ZK die DDR regiert. Im Alleingang. Und der Vergleich ist in diesem konkreten Fall alles andere als nur rhetorischer Natur. Das treibt meine Gedanken.

But that’s just me.

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